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“It is plausible that this strategy prevents potential dopaminergic supersensitivity.”
– Prof. Dr. Stephen M. Stahl

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Neu: Bereich für Angehörige

Versucht mal diesen Behandlungs-Tipp den ich gefunden habe. Aripiprazol ist von den Antipsychotika die es gibt, eines der verträglichsten und soll bei Stimmenhörern auch sehr gut sein.
Vielleicht kannst du ihn überreden, diesen Wirkstoff an sich zu probieren.
Mit der Zeit dämpfen diese Medikamente sehr und schränken aufgrund der Negativsymptome ein, da macht der Behandlungs-Tipp von mir den Unterschied, dass man Aripiprazol (Antipsychotikum) über längere Zeiträume im Idealfall absetzen kann, was durch den täglichen Bupropion (SNDRI Antidepressivum) gelingt, was man als Antidepressivum auch viel leichter einnimmt von sich aus, dass wiederum verbessert die Negativsymptome der Erkrankung, welche ansonsten mit den üblichen Antipsychotika kaum behandelbar sind.
Bin auch Betroffener ohne Stimmen zu hören, bei mir ist das mehr Wahnsymptomatik mit ausgeprägter Negativsymptomatik, wo ich vorher auch eine Tortur hatte wo ich sehr unzufrieden mit den Medikamenten und alles war, von daher verstehe ich das man das teilweise nur ablehnen kann, wenn die Behandlung nahezu so schlecht wie die Krankheit ist.
Aripiprazol wirkt ab 5mg und wäre da eine solide Grundlage, worauf er dann aufbauen könnte.
Liebe Maggi, meinen Sohn hat 20 Mg Aripripazol bei der letzte Krise genommen, und es hat nicht geholfen. Der Doktor hat ihn jetzt 15 Mg Olanzapin und 15 Mg Aripripazol verschrieben, aber er möchte die Tabletten nicht nehmen. Letztes Jahr war er sehr stabil mit 10 Mg Aripripazol und (Venlafaxin, Antidepressivum), dann hat er aufgehört die Tablette zu nehmen. Liebe Grüße
 
Haldol ist ja nun wirklich kein Medikament, was man so mal für zu Hause gibt? Also für 2-3 Wochen in der Klinik in der Akutbehandlung, lasse ich mir ja noch eingehen, aber selbst das ist für Erkrankte ein heftiger Eingriff. Fluanxol habe ich damals besser vertragen, aber nach der Klinik hatte ich da auch Nachwirkungen.
Normal sind es ja A-typische Wirkstoffe die man zuhause bekommt und da würde ich auch Cariprazin, Aripiprazol oder Brexpiprazol vorschlagen. Suchtprobleme zusätzlich sind schon blöd, wo vielleicht auch ergänzende trizyklische Antidepressiva wie Doxepin in geringer Dosis eventuell helfen können.

Also Haldol für zu Hause zu verordnen oder auf Dauer empfinde ich auch als Straftat, da diese älteren hochpotenten klassischen Antipsychotika schon mit schweren Langzeitnebenwirkungen verbunden sind und man schon generell dazu übergegangen ist nur noch Atypische Antipsychotika für die Erhaltungstherapie zu geben, also das meistens von der Wirkung und so ausreicht und deutlich verträglicher ist. Aber auch da gibt es große Unterschiede, weshalb ich zu einem der genannten Wirkstoffe raten würde als Grundmedikation.



Würde mich mal interessieren, was das für ein Freund gewesen ist. Ich bin für den Einsatz von Medikamenten, aber sehe, was Pharmaindustrie und Psychiater machen auch eher kritisch, weil man sich kaum über den Schaden den man anrichtet im klaren ist und man eben therapeutisch viel weiter sein könnte, wenn hinter der Verordnung kein krasses Profitstreben einzelner großer Pharmakonzerne stecken würde. Haldol, Risperdal, Xeplion weitere dieser Depotspritzen sind ja häufig von einem bestimmten Hersteller Janssen, den die Psychiater scheinbar blind vertrauen, aber es uns kranken da teilweise alles andere als gut damit geht. So eine Monatsdepotspritze, was man von den Wirkstoffen her zur Patentverlängerung hernimmt, kostet um die 1000€ im Monat und der Mehrwert für den Betroffenen ist gleich Null, also da vermarktet man den Grundwirkstoff Risperidon der seit 1990 auf dem Markt ist heute immer noch zu völlig überteuerten Preisen, auskosten des therapeutischen Fortschritts. Das sind zwar Atypische Wirkstoffe, aber auch welche, die mit vielen Nebenwirkungen verbunden sind und es schon bessere Wirkstoffe als Generika gibt.

Ich persönlich kann das unbehagen gegen Pharmalobby und Psychiater insofern schon verstehen, wobei man bei einem guten Psychiater auch selbst auf seine Therapie einwirken kann und sollte, also dann eben selbst sehen muss etwas verträglicheres zu bekommen, wenn schon die medizinische Versorgung in weiten Bereichen versagt hat.

Meine Mutter war nach meiner Diagnose und wie es mir da ging auch am Boden zerstört, ich musste selbst sehen, wo ich bleibe. Hab damals zu Beginn Risperidon und dann die Depotspritzen davon bekommen, also das war kein Leben und da fällt Krankheitseinsicht auch schwer, wenn man solche Psychiatrieerfahrungen hat oder gar mit Haldol entlassen wurde...

Du als Mutter könntest ihm ja Informationen bereitstellen und Alternativen zum Haldol aufzeigen. Ich kann dir da gerne Informationen zuschicken, wo man das mit den Nebenwirkungen und alles auch besser sieht. Wie behandelt man die Suchtprobleme bei ihn eigentlich?
Danke für deine und auch Ninas Gedanken, sie gehen auch mit meinen konform. Aber ich erreiche meinen Sohn nicht, weil die Sucht stärker ist. Ich schwanke zwischen loslassen und kämpfen. Seit Aufhebung der gesetzlichen Betreuung, wofür sich dieser Pseudo Freund (abgesetzte ehrenamtliche Betreuer) eingesetzt hat, verweigert mein Sohn mit dessen Unterstützung jegliche Hilfe von Ärzten und nimmt auch kein Neuroleptika mehr. Statt dessen verwahrlost er zunehmend in der Drogenszene ... (blaues Auge und zwei ausgeschlagen untere Schneidezähne). Er raucht regelmäßig Stein und nimmt Diazepam. Der Pseudo Freund behauptet auch, dass er den gesetzlichen Betreuer verklagt hat. In meinen Augen hat er eindeutig soziopathische Tendenzen, behauptet obendrein dass mein Sohn nicht mehr krankenversichert wäre, weil der gesetzliche Betreuer versäumt hat, Sozialgeld zu beantragen. Auf anfallendd Kosten bleibe ich sitzen. Nach der letzten Entlassung aus der Geschlossenen und nach einer Zwangsmedikation, weil er Medikamente verweigerte oder ausspukte Mitte März konnte ich ihn noch dazu bringen, sich drei Folgemedikationen HALDOL Dekonat in der PIA indizieren zu lassen. Nach Aufhebung der gesetzlichen Betreuung hat er diese dann verweigert und ist seit Juni ohne jeglichen Schutz.

Die Drogenszene macht den Rest, so dass er nur alle zwei Tage völlig fertig auftaucht, um sich mal wieder auszuschlafen und ausreichend Nahrung zu sich zu nehmen. Auch für Kleidung sorge ich, die er jedoch häufig in der Drogenszene verkloppt. Seine Schizophrenie ist inzwischen chronifiziert.

Ich selber komme nicht gar nicht mehr an ihn ran. Er sagt zwar dass er mich sehr lieb hat, aber ich mich da raushalten soll. Da dominiert halt die Drogensucht und somit ist auch das Hilfesystem und das Sozialsystem ohnehin überfordert. Er zieht seine Freiheit unter Drogen vor, auch wenn er dabei drauf geht. Der Begriff "keine Krankheitseinsicht" wird ganz klar durch die sog. Betonspritze HALDOL, obendrein unter Zwangsmedikation verfälscht. Aber wenn ein Pseudo Freund sich völlig darin auslebt, indem er sich als ehrenamtlucher Betreuer gegen Psychiatrien und Medikamente wie Neuroleptika auslebt, ist das m. E. Körperverletzung und schreit nach einer Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft.

Deshalb setze ich mich erneut für eine gesetzliche Betreuung ein, wozu auch der SPD und der ehemalige gesetzliche Betreuer geraten hat.

Die Hoffnung stirbt zuletzt.

Nochmals vielen Dank für die Anteilmahme und gute Nacht 🌃
 
Zuletzt bearbeitet:
ausspukte Mitte März konnte ich ihn noch dazu bringen, sich drei Folgemedikationen HALDOL Dekonat in der PIA indizieren zu lassen. Nach Aufhebung der gesetzlichen Betreuung hat er diese dann verweigert und ist seit Juni ohne jeglichen Schutz.
Wie gesagt. Haldol empfinde ich als Körperverletzung und insofern, wenn hier keine verträglichen Wirkstoffe gesucht wurden, ist auch seine Entscheidung dagegen womöglich die Richtige.
Selbst der Drogensumpf kann manchmal besser sein als das, was typische Antipsychotika oder Antipsychotika anrichten können.

Haldol oder andere typische Neuroleptika gehören wirklich nur in den Klinikalltag wo man in der Akutbehandlung womöglich auch solche starken eher schädlichen Wirkstoffe braucht, aber daheim oder über die Ambulanz so etwas zu geben ist an sich dumm und kein Wunder, denn so etwas muss eben finde ich schon im geschützten Rahmen also in der Geschlossenen in der Klinik stattfinden, wo man das dann auch für 1-2 Wochen am Stück einnimmt bis diese neuroleptische Schwelle auch erreicht oder gebrochen ist.

Wenn man zur Ambulanz oder Tagesklinik im Anschluss geht, sollten Medikamente wie Haldol die man in der Klinik hatte, eben ausgeschlichen und am besten bereits durch atypische Wirkstoffe ersetzt sein, wo er ja zumindest erfahrungen damit haben sollte?
Welche atypischen Wirkstoffe hatte er bereits? Da solltest du vielleicht hinwirken, dass er in eine Andere Klinik geht oder andere Medikament bekommt oder dich beschweren wenn diese Ambulanz scheinbar nur Haldol einsetzen kann, was alles andere als eine Förderung der Krankheitseinsicht darstellt, also man kann auch das was du dich erkämpft hast mit der Behandlung so wieder zerstören indem man ihn einfach die schlechtesten und riskantestens Therapien gibt.
Was mir da einfällt, wäre eben zu anderen Psychiatern oder PIA zu gehen, oder in eine andere Klinik.
Wenn man ihn also keine bessere Therapien als Haldol an die Hand geben kann, war seine Entscheidung die richtige den Betreuer zu verklagen, der womöglich diese Entscheidung mit herbeigeführt hat, wenn man dann meint das es den Patienten damit am besten ginge. Was zählt ist das wie sich dein Sohn mit diesen Medikamenten fühlt und Manchen Leuten geht es eben nur um ihr Ego und wie Pflegeleicht jemand ist, was die Rolle von manchen Betreuern an geht, in solchen Kreisen wäre ich auch vorsichtig.
Anhand der Medikamente die er bekommen hat die sie scheinbar im Wesentlichen auf das Haldol beschränken hat er das richtige gemacht indem er da geklagt hat, denn es gibt viel verträglichere Wirkstoffe die ebenso wirksam sind und man die Wirksamkeit mit den störenden Nebenwirkungen und Risiken auch abwägen muss. Das scheint nie geschehen zu sein, also wenn man auf den Stand von 1980 behandelt wird, dann sind die Drogen vom Dealer womöglich sogar noch unschädlicher.

Vielleicht solltest du dich zu den Wirkstoffen die sich anbieten dich inforumieren und mal schauen was er schon hatte, mit ihm reden was er wie vertragen hat und warum er das Haldol bekommt und kein anderes Medikament?
 
@ Maggi
Danke für deine Anteilnahme. Langsam habe ich deine Einstellung gegenüber Psychiatrien, Betreuern und Medikationen verstanden und mir bleibt nichts, als deinen Groll dagegen zu respektieren.

Trotzdem frage mich gerade, warum ein Angehörigenaustausch geboten wird, wenn unterschwellig Vorwürfe und Unterstellungen stattfinden und sich diese in erster Linie gegen das bestehende System richten. Ich versuche doch nicht, die Situation bzw. den gesundheitlichen Zustand so ausführlich wie möglich zu schildern, um ... ich nenne es mal Rat...SCHLÄGE oder gar Vor ...WÜRFE, obendrein von einem Administrator zu ernten. Wem nützt ein Wettern dagegen, wenn HALDOL bei Akutfällen gerade bei der aktuellen Überforderung nach wie vor die erste Wahl ist. Auch die Weiterbehandlung ist individuell und hängt einzig von dem jeweiligen Patienten und dessen Mitarbeit ab. Genau das ist bei meinem Sohn aufgrund der Schwere seines Gesundheitszustandes nicht gegeben. Daher ist die HALDOL Spritze als Depot einmal im Monat die einzige Möglichkeit, um einen erneuten Psychoseschub einzudämmen.

By the way ... ich habe als Mutter schon aus datenschutzähnlichen Rechten überhaupt keine Rechte mich bei Ärzten zu informieren bzw. für meinen volljährigen Sohn aktiv zu werden. Er zieht es eben vor, psychotisch herumirrend in der Drogenhölle zu enden und dabei hilft ihm sein ehemaliger Antipsychiatrie- und Pharmafreund mit einer Vollmacht.
 
wenn HALDOL bei Akutfällen gerade bei der aktuellen Überforderung nach wie vor die erste Wahl ist.
Was macht dich sicher, dass es "erste Wahl" ist und hat dein Sohn denn auch verträglichere Alternativen schon bekommen oder eine andere Erhaltungstherapie? Heutzutage gibt es auch akut andere wirkungsvolle Medikamente wie Aripiprazol, die wesentlich weniger Nebenwirkungen haben und sich ebenso für eine Erhaltungstherapie eignen, da wesentlich verträglicher auch als das Risperidon, was ja auch so ein Haldol Nachfolgeprodukt ist. Warum beharrst du auf dem Haldol?

Würde mir jemand Haldol auf Dauer geben wollen, ich würde irgendwann auch Amok laufen, denn das ist faktisch Körperverletzung und sollte wirklich nur im klinischen Rahmen, wenn man stark Akut ist in der Psychiatrie eingesetzt werden dürfen und selbst da gibt es viele bessere alternativen, etwa Fluanxol ist von den hochpotenten her auch eine Option und wirkt auch sehr gut. Trotzdem ist das keine Medikamente, die für Zuhause gut sind, weil Langzeitnebenwirkungen und Schäden gravierend sind und man längst dazu übergegangen ist Atypische Neuroleptika einzusetzen.
Was also macht dich so sicher und wer sagt dir was das beste für deinen Sohn ist?
Ich würde mal auch auf ihn hören, wenn er das ablehnt dann muss es gründe haben und das liegt wohl an dem Höllenmedikament.
Als Mutter sollten dir auch die Nebenwirkungen deines Sohnes im Klaren sein, mir scheint es, dass es dir egal ist. Was lässt dich glauben das Haldol erste Wahl ist und das beste für deinen Sohn, meinst du das ist eine Dauerlösung die er akzeptieren würde?
Gibt so einen Begriff der nennt sich "Nebenwirkungsmanagment", ist eben so das die Antipsychotika bekanntermaßen schwer und viele Nebenwirkungen haben, wo keines davon perfekt ist. Langfristig und um Krankheitseinsicht zu fördern sollte man verträgliche Antipsychotika einsetzen, wo gewisse Restsymptome auch tolerierbar sind, denn es ist dein Sohn der damit Leben muss. Würdest du oder nimmst du selbst Haldol ein, was dich da so überzeugt macht? Für mich ist das ein Rätsel.
 
Genau das ist bei meinem Sohn aufgrund der Schwere seines Gesundheitszustandes nicht gegeben. Daher ist die HALDOL Spritze als Depot einmal im Monat die einzige Möglichkeit, um einen erneuten Psychoseschub einzudämmen.
Das ist in meinen Augen eine schon fast dreiste Falschbehauptung. Seit wann ist eine Haldolspritze Alternativlos?
Ich glaube, da ist auch der Kern des Problems oder arbeitest du bei Janssen?
Es gibt heutzutage selbst in der Akutbehandlung viele wirksame Alternativen zu Haldol. Fluanxol etwa. Auch Aripiprazol ist im Akutfall von der Wirkung her schlagkräftig und hat kaum Nebenwirkungen.
Wer hat dir das so gesagt das Haldol alternativlos ist? Ist doch besser wenn er überhaupt eine Behandlung annimmt und mit etwas verträglichen entlassen wird, was er zuhause weiter einnimmt, als der Glaube man könnte mit Zwang und Depotspritzen gerade so eines Medikamentes etwas erreichen.
Ich denke eben das du ihm damit Recht verschaffst, weil man kann mit den Medikamenten helfen und heilen, aber auch Schaden anrichten und Betroffene einfacher handhabar machen. Da geht es auch um die Erwartung was du dich für deinen Sohn wünschst?
 
Trotzdem frage mich gerade, warum ein Angehörigenaustausch geboten wird, wenn unterschwellig Vorwürfe und Unterstellungen stattfinden und sich diese in erster Linie gegen das bestehende System richten.
Hier im Forum darf es auch mal hart in der Sache zugehen, denn du willst und brauchst ja auch eine ehrliche Rückmeldung die schaut was Du anders machen kannst, um deinen Sohn zu helfen. Also du musst ja etwas an deiner Einstellung verändern wenn du ihn wirklich helfen willst, weil das bisherige ja gescheitert ist. Aripiprazol gibt es auch als Depot, auch wenn ich kein Freund von Depotspritzen bin, wäre das wesentlich besser und verträglicher als Haldol, wo er solche Möglichkteiten atypischer Wirkstoffe eben ausprobieren sollt und ich mich frage, was ihr als er in Behandlung war bisher probiert habt?

Medikamente sind eben für das Leben als Betroffene/r erstmal eine Grundlage. Wenn man da schlecht Medikamentiert ist, dann kann das kein Leben sein und zu so Reaktionen wie bei deinen Sohn kommen, der sich da auch selbst schützt und schützen muss. Das psychiatrische System hat auch mehr zu bieten als Haldol, weshalb ich mich frage warum immer dieses Medikament, nur weil es von Janssen ist, einen Medikamentehersteller der Milliarden auf kosten der Kranken kassiert und Ärzte mehr darauf geben als es wert ist?
Problem ist diese korrupte Verordnungspraxis im Allgemeinen und jeder Patient hat etwas besseres verdient als für den Arzt ein finanzieller Boni zu sein.

Genau das ist bei meinem Sohn aufgrund der Schwere seines Gesundheitszustandes nicht gegeben. Daher ist die HALDOL Spritze als Depot einmal im Monat die einzige Möglichkeit, um einen erneuten Psychoseschub einzudämmen.
Da kannst du nur Kopfschütteln bei mir ernten. Probiert erstmal Aripiprazol oder kurzzeitig wäre Fluanxol im Akutfall auch eine Möglichkeit. Haldol braucht kein Mensch und Depotspritzen so eines Medikaments sind im Grunde schon irrsinnig, weil wenn Depotspritzen dann muss es schon etwas Atypisches sein, denn es hat Gründe warum man keine klassischen hochpotenten Nls mehr für zu Hause verordnet.

Tut mir echt sehr leid wenn ich etwas hart im Gespräch wirke, aber mich regt das innerlich auf, das soll auch kein persönlicher Angriff sein, einfach nur eine Möglichkeit für dich zu reflektieren, was dir und deinem Sohn helfen soll. Wenn du verständnisvoll ihm hilft und für ihn Hilfe suchst, ist die Situation eine ganz andere, aber wenn alles auf Zwang läuft ohne einen Gedanken um Nebenwirkungen und was morgen ist zu verschwenden, dann tust du ihn keinen Gefallen.

Ich hab selbst in der Familie eine gewisse Verständnislosigkeit bei einzelnen Angehörigen erlebt und so Dinge merkt man sich als Patient auch, wenn Angehörige den Ärzten näher sind mit der Behandlung als dem Betroffenen, der damit irgendwie leben muss. Dein Sohn braucht jemanden, der ihn hilft einen Ausweg zu finden, der mit 100% Sicherheit kein Haldol auf Dauer ist und selbst in der Akutbehandlung unnötig.
 
Liebe Winterflower,

in Punkto Haldol muss ich Maggi beipflichten. Haldol zur Dauermedikation ist in meinen Augen Körperverletzung! Höllenmedikament ist tatsächlich der richtige Ausdruck dafür. Ich weiß das deshalb, weil meine Schwester zuerst in der Klinik und später ambulant mit Haldol (früher Haloperidol) behandelt wurde. Das war zu einer Zeit als die Behandlung mit diesem Mittel noch weit verbreitet war, auch ambulant als Dauermedikation. Davon ist man heute weitgehend abgekommen. Sie hatte kein Leben mehr. Und jetzt lebt sie auch nicht mehr, weil sie sich das Leben genommen hat. Die Nebenwirkungen dieses Medikaments sind so schwer, dass der Nutzen weit dahinter zurückbleibt. Es ist ein altes Medikament der ersten Generation und seither sind tatsächlich etliche neuere Medikamente auf dem Markt, sogenannte atypische Neuroleptika, deren Nebenwirkungsprofil weitaus günstiger ist und die genauso gut wirken. Und auch bei denen sind die Nebenwirkungen für den Patienten kein Zuckerschlecken. Ein Arzt muss versuchen, das für einen Patienten individuell am besten verträgliche und wirksame Medikament zu finden. Und das setzt voraus, dass er sich die Mühe macht und die Zeit nimmt, genau hinzuschauen und hinzuhören und eventuell unterschiedliche Mittel auszuprobieren - und vor allem auch mal den Patienten/die Patientin anzuhören. Meistens werden die Patienten eben überhaupt nicht gehört und über gravierende Nebenwirkungen wird oft von ärztlicher Seite mit einem Achselzucken hinweggegangen. (Wenn die Ärzte diese Medikamente mal selbst nehmen müssten, würden sie sie wahrscheinlich sehr viel vorsichtiger verordnen.) Das "System" Psychiatrie ist schon krank. Und es wird Zeit, dass schonendere Behandlungen Standard werden. Du hattest geschrieben, dass dein Sohn über den Betreuer eine Zwangseinweisung hatte und mit Haldol behandelt wurde und du schriebst "leider hat es nicht geholfen". Ja, ok. aber warum dann dasselbe wiederholen, wenn es nicht geholfen hat? Mir ist klar, dass die Ärzte bei erwachsenen Kindern aus Datenschutzgründen normalerweise keine Informationen an die Eltern herausgeben, es sei denn der Patient hat eine Schweigepflichtentbindung unterschrieben. Ich hatte damals, als mein Sohn in der anthroposophischen Klinik war, Glück, denn die Ärztin hat sich Zeit genommen und mir genau erklärt, welche Medikamente mein Sohn bekommt und warum. Ich konnte sie jederzeit anrufen, das war beruhigend.
Mir ist auch klar, dass ein Patient oder eine Patientin der oder die fremdgefährdend ist und andere angreift erstmal eine gewisse Dosis braucht, um runterzukommen aber so wie ich es verstanden habe, ist dein Sohn ja nicht aggressiv? Eine Drogensucht kann man mit Haldol nicht heilen. Es ist sehr schwer, ich verstehe dich, aber von Drogen kommt ein Mensch erst los, wenn er selbst es tatsächlich will.

Liebe Grüße, Nina
 
Hab mir schon überlegt einen Brief an die Abteilung Gesundheit und Soziales meiner Stadt zu schreiben oder Höher
Die Frage wäre, welches Gesetz euch stört und wo genau das Problem liegt? Bei einer Verschärfung der Gesetze habe ich persönlich Angst um mein Leben, denn die Psychiatrie kann auch erheblichen Schaden durch Zwang anrichten. Ihr könntet euch für menschenwürdige, fortschrittliche Therapien einsetzen, dann wäre auch das mit dem Zwang kein Problem, aber solange es keine korruptionsfreien Therapien gibt und wir von korrupten Pharmanahen Medizinern behandelt werden, sehe ich da keinen Raum das meine Rechte als Betroffener eingeschränkt werden. Nur damit jenen, die es betrifft, dann mit Antipsychotika totgespritzt werden und hinterher immer noch ein Drogenproblem hat?

Ich wünsche mir, dass man mehr Rücksicht auf die Nebenwirkungen dieser Medikamente nimmt und entsprechend möglichst schonende Behandlungen anbietet, statt welche die an Körperverletzung grenzen und wo deswegen die Betroffenen dann Wegrennen und keine Behandlung mehr wollen.
Beschwert euch also bei jenen, die an den Rückschritten in der psychiatrischen Forschung schuld sind.
 
Ja, das sehe ich auch so. Es wird zu wenig Rücksicht auf die Nebenwirkungen genommen und man bemüht sich von ärztlicher Seite kaum, die Behandlungen so schonend wie möglich zu gestalten. Patienten werden in den Kliniken aber auch ambulant oft krass überdosiert, oft mit Medikamentenkombis, deren Wechselwirkungen überhaupt nicht ausreichend bekannt sind und die wirklich körperlichen und geistigen Schaden anrichten. Ich habe vorhin versucht, mir den Film "Nicht alles schlucken" anzuschauen aber leider war überall nur der Trailer zu finden, der ganze Film nicht. Schade. Darin berichten Betroffene, Ärzte und Ärztinnen und Pflegepersonal über die Auswirkungen von Psychopharmaka. Damit will ich nicht sagen, dass diese überflüssig sind aber es muss sehr viel schonender und vorsichtiger damit umgegangen werden.
 
Maggi , es tut mir sehr leid das du ganz offensichtlich schlechte oder gar traumatische Erfahrungen mit Psychiatrie und Medikamenten gemacht hast . Und ich bin wirklich ganz bei dir , was deine Skepsis in Sachen Medikamentierung angetrifft . Ich seh das ähnlich und halte nach alternativen dazu die Augen und Ohren offen .
10. ALTERNATIVEN ZUR PSYCHIATRIE | Artikel in der Übersicht - Forum und Blogs über Psychose und Schizophrenie

Ich habe diesen Artikel gefunden . Er beschreibt unter anderen das System aus Finnland " den offenen Dialog " , in dessen Betreuung ich in meiner Stadt auch war . Leider basiert das in Deutschland auf Basis von Spenden- und Fördergeldern und wird nicht von der Krankenkasse getragen .
Deine Idee das die Schluckstörung meiner Tochter von Medikamenten her rühren kann ich nur verneinen , den diese traten auf bevor sie auf Grund einer Fremdgefährdung in eine Klinik kam , danach wars verschwunden und ist nie wieder aufgetaucht .

Seit zehn Tagen nun lebt mein Kind mit einer Katze im Shopper auf der Straße und der Winter steht vor der Tür . Richtig sie ist noch nicht lange erkrankt .
Ich mach mir Sorgen um sie , wünsch mir das sie im Rahmen so heile es geht aus der Sache rauskommt .
Ich stecke nicht in ihrer Situation , aber in meiner und ich bin eine Mutter die sich für ihr Kind das allerbeste wünscht und bereit ist dafür auch Verantwortung zu übernehmen .

Ich habe mich bemüht zu verstehen , was sie braucht und wie ich helfen kann , das tu ich noch immer .
So habe ich seit nem Monat neu neue Berufsausbildung zur Ergotherapeutin angefangen , auch um alternative Stärkungs - und Behandlungsmethoden kennen zu lernen , näher an medizinischen Fakts zu sein und mich im besten Falle stark machen zu können , mein Wissen einzubringen , gegen Stigma aufklären zu können . Ich möchte mich widmen und im besten Falle die Betreuung für meine Tochter übernehmen , sollte es dazu kommen , damit ich in ihrem 'Sinne gegen Medikamente und für alternative Behandlung entscheiden kann .
Ich kann mir aus diesem Forum Informationen auch von Betroffenen selbst sammeln um da zu sein , wenn sie es zulässt .
Hier hat jeder wohl seine Geschichte und seine Sicht auf die Dinge .
 
Was bist du für eine Mutter, die ihr Kind mit Katze auf der Straße lässt.

Warum bringst du sie nicht zu dir nach Hause? Oder wehrt sie sich dagegen?

Das ist für mich unbegreiflich und nicht nachvollziehbar.

Da sollte die Polizei eingeschaltet werden.
 
Mutzi weil ich in einer Wohngemeinschaft lebe und solche Dinge nicht allein entscheiden kann ?
Aha Wohngemeinschaft. Na dann frag mal deine oberste Vorgesetzte resp. Mitbewohner, ob du deine Tochter vorübergehend aufnehmen kannst. Eine freistehende Couch wird sich ja sicherlich finden. Eine Matratze tut's auch. Oder sind wir hier schon in einem dikatorischen Sklavenland wo nichts mehr erlaubt wird, es sei denn es geht vor Gericht? Armes, reiches Deutschland, was ist aus dir geworden? Ich vermisse die guten alten Zeiten wenn ich sowas lese, wo man einen Kumpel auch mal auf einer Luftmatratze hat übernachten lassen, wenn er/sie Mist gebaut hat.
Ne, ich beneide euch jungen Leute heutzutage keineswegs. Meine Zeit war ausgewogener und tatenkräftiger.
Wünsche dir viel Glück, deine Tochter aufnehmen zu dürfen.
Du kannst sie auch im Betreuten Wohnen für psychisch Kranke unterbringen lassen. Dort bekommt sie bestimmt ein Zimmer.
 
Zuletzt bearbeitet:
Die Frage wäre, welches Gesetz euch stört und wo genau das Problem liegt? Bei einer Verschärfung der Gesetze habe ich persönlich Angst um mein Leben, denn die Psychiatrie kann auch erheblichen Schaden durch Zwang anrichten. Ihr könntet euch für menschenwürdige, fortschrittliche Therapien einsetzen, dann wäre auch das mit dem Zwang kein Problem, aber solange es keine korruptionsfreien Therapien gibt und wir von korrupten Pharmanahen Medizinern behandelt werden, sehe ich da keinen Raum das meine Rechte als Betroffener eingeschränkt werden. Nur damit jenen, die es betrifft, dann mit Antipsychotika totgespritzt werden und hinterher immer noch ein Drogenproblem hat?

Ich wünsche mir, dass man mehr Rücksicht auf die Nebenwirkungen dieser Medikamente nimmt und entsprechend möglichst schonende Behandlungen anbietet, statt welche die an Körperverletzung grenzen und wo deswegen die Betroffenen dann Wegrennen und keine Behandlung mehr wollen.
Beschwert euch also bei jenen, die an den Rückschritten in der psychiatrischen Forschung schuld sind.
Maggi, dass Gesetzt sollte geändert werden bei Patienten die die Krankheit nicht erkennen und sich nicht behandelt lassen, sonst wird das Leben für sie schwer und kompliziert, viele sind Obdachlose und es gibt ganz schlimmere Geschichte.
Meinen Sohn war in der Akute Station 2 Wochen. Ich habe jeden Tag geweint weil ich meinen Sohn dort gesehen habe, aber es war leider Notwendig, das Medikament Aripripazol 20 Mg hat es nicht geholfen. In USA entscheidet der Doktor und der Richter hört den Doktor zu, hier ist umgekehrt. Maggi mann kann von eine Psychose rausgehen nur wenn Mann Medikamente nimmt. Meinen Sohn will auch keine Medikamente nehmen, er hat auch eine schlechte Erfahrung gemacht und ist schockiert. Liebe Grüße
 
Mutzi weil ich in einer Wohngemeinschaft lebe und solche Dinge nicht allein entscheiden kann ?
Diana hole bitte deine Tochter zu dir, egal was passiert. Danach gehts du zum Arzt und hole die Medikamente für deine Tochter, deine Tochter soll stabilisiert werden. Vielleicht hast du ein Entlassungsbericht, dort steht welche Medikamente sie nehmen muss. Geht zu Sozialamt und beantrage die Sozialhilfe und mit diesem Geld kann ihr beide vielleicht die Miete, etc. bezahlen. Ich umarme dich.
 
@diana wofür dient der Link?
Verbesserung um 10% in 6 Wochen empfinde ich als beschämend, wer so etwas schreibt!
Ich bin kein Psychiatrie-Gegner, ich möchte nur das die Behandlungen fachgerecht und richtig gemacht werden und Medikamentehersteller wie Janssen gehören in meinen Augen verklagt, die für Haldol und die ganzen Nachfolgemedikamente verantwortlich sind, wo man den Wirkstoff Paliperidon normal kein Zulassung hätte geben dürfen und auch so Depotspritzen eine perfide Form von Zwang ist die in keinster weise funktioniert oder funktioniert hat, weil 90% die Medikamente innerhalb von 2 Jahren absetzen.

Klar braucht es bei so einer schweren Erkrankung Therapien und Möglichkeiten, die Betroffenen auch vor sich selbst zu schützen, nur ist das psychiatrische System korrupt, was auch die Politik mitzuverantworten hat und deswegen nimmt deine Tochter keine Hilfe an die keine Hilfe ist, sondern man sie nur finanziell melken will.
Das Sabbern kommt sicherlich vom Haldol, also kann ich mir kaum vorstellen das es schon vorher war. Sagt einer der selbst mal mit Haldol beglückt worden ist und man bei der Diagnosestellung mir in der Klinik noch nicht mal gesagt hat, was ich für eine Diagnose habe.
 
nun , hättest du meinen Beitrag aufmerksam gelesen dürfte dir nicht entgangen sein , das ich mit dem link ( zum Nachlesen nicht nur für dich ) einen Denkansatz, nämlich dem des offenen Dialoges in die Runde werfen wollte . Dies war mein Ansinnen .
Leider kann ich mir "10% in 6 Wochen " nicht erklären. Woher hast du das ?
Behandlungen fachgerecht und richtig zu machen kann man fordern , richtig . Nur weiß die Wissenschaft eben leider noch nicht mit Sicherheit , welche Ursachen eine Schizophrenie hat ( überall nachzulesen ) . Ist eben kein gebrochenes Bein oder Diabetes .
Im Übrigen hat sie nicht gesabbert , die hat in Gefässen die Spucke gesammelt die sich nicht runterschlucken konnte . Eine Schluckstörung also und ob du es glaubst oder nicht , während ihres Klinikaufenthaltes vor einem Jahr habe ich mich um ihre Wohnung gekümmert und genau diese Gefäße entsorgt .
Ich weiß was ich letzten Sommer getan habe ;)
 
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