Neu: Bereich für Angehörige

Trotzdem frage mich gerade, warum ein Angehörigenaustausch geboten wird, wenn unterschwellig Vorwürfe und Unterstellungen stattfinden und sich diese in erster Linie gegen das bestehende System richten.
Hier im Forum darf es auch mal hart in der Sache zugehen, denn du willst und brauchst ja auch eine ehrliche Rückmeldung die schaut was Du anders machen kannst, um deinen Sohn zu helfen. Also du musst ja etwas an deiner Einstellung verändern wenn du ihn wirklich helfen willst, weil das bisherige ja gescheitert ist. Aripiprazol gibt es auch als Depot, auch wenn ich kein Freund von Depotspritzen bin, wäre das wesentlich besser und verträglicher als Haldol, wo er solche Möglichkteiten atypischer Wirkstoffe eben ausprobieren sollt und ich mich frage, was ihr als er in Behandlung war bisher probiert habt?

Medikamente sind eben für das Leben als Betroffene/r erstmal eine Grundlage. Wenn man da schlecht Medikamentiert ist, dann kann das kein Leben sein und zu so Reaktionen wie bei deinen Sohn kommen, der sich da auch selbst schützt und schützen muss. Das psychiatrische System hat auch mehr zu bieten als Haldol, weshalb ich mich frage warum immer dieses Medikament, nur weil es von Janssen ist, einen Medikamentehersteller der Milliarden auf kosten der Kranken kassiert und Ärzte mehr darauf geben als es wert ist?
Problem ist diese korrupte Verordnungspraxis im Allgemeinen und jeder Patient hat etwas besseres verdient als für den Arzt ein finanzieller Boni zu sein.

Genau das ist bei meinem Sohn aufgrund der Schwere seines Gesundheitszustandes nicht gegeben. Daher ist die HALDOL Spritze als Depot einmal im Monat die einzige Möglichkeit, um einen erneuten Psychoseschub einzudämmen.
Da kannst du nur Kopfschütteln bei mir ernten. Probiert erstmal Aripiprazol oder kurzzeitig wäre Fluanxol im Akutfall auch eine Möglichkeit. Haldol braucht kein Mensch und Depotspritzen so eines Medikaments sind im Grunde schon irrsinnig, weil wenn Depotspritzen dann muss es schon etwas Atypisches sein, denn es hat Gründe warum man keine klassischen hochpotenten Nls mehr für zu Hause verordnet.

Tut mir echt sehr leid wenn ich etwas hart im Gespräch wirke, aber mich regt das innerlich auf, das soll auch kein persönlicher Angriff sein, einfach nur eine Möglichkeit für dich zu reflektieren, was dir und deinem Sohn helfen soll. Wenn du verständnisvoll ihm hilft und für ihn Hilfe suchst, ist die Situation eine ganz andere, aber wenn alles auf Zwang läuft ohne einen Gedanken um Nebenwirkungen und was morgen ist zu verschwenden, dann tust du ihn keinen Gefallen.

Ich hab selbst in der Familie eine gewisse Verständnislosigkeit bei einzelnen Angehörigen erlebt und so Dinge merkt man sich als Patient auch, wenn Angehörige den Ärzten näher sind mit der Behandlung als dem Betroffenen, der damit irgendwie leben muss. Dein Sohn braucht jemanden, der ihn hilft einen Ausweg zu finden, der mit 100% Sicherheit kein Haldol auf Dauer ist und selbst in der Akutbehandlung unnötig.