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Pharmakologische Strategien
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Kompakte Darstellung der Intervalltherapie mit Bupropion.
“It is plausible that this strategy prevents potential dopaminergic supersensitivity.”
– Prof. Dr. Stephen M. Stahl

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Schizophrenie und Psychose Forum

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“It is plausible that this strategy prevents potential dopaminergic supersensitivity.”
– Prof. Dr. Stephen M. Stahl

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Neu: Bereich für Angehörige

Hallo ihr Lieben .

Seit ungefähr März 2022 hat sich leider auch meine Tochter immer mehr verändert , sie ist jetzt 29 Jahre alt .
Sie lebt in meiner Nähe und noch hat sie ihre Wohnung .
Ich wandte mich an den SPD meiner Stadt , mit dessen Hilfe ( Frendgefährdung ) war sie dann 3 Wochen ( statt vom Richter anberaumten 6 Wochen) in eine Klinik zwangseingewiesen und - medikamentiert.
Im Moment ist die Lage folgende .
Es gibt keine Krankheitseinsicht . In ihrem Job wurde sie gekündigt , vom Amt erhält sie kein Geld , die Zahlung der Krankenversicherung ruht seit fast einem Jahr . Der Strom ihrer Wohnung wurde abgestellt . Ohne ihre Einwilligung passiert nirgends etwas , vor allem ohne eine Vollmacht .
Sie selbst spricht mit Unsichtbaren oft lautlos oder mit Blicken , ist der Überzeugung sie rettet mit ihrem Partner( den es nicht gibt ) Kinder vor uns allen , die wir in schwarzen Löchern hocken und lauern . Nach ihrer Überzeugung ist da diese permanente Bedrohung und sie hat den Plan. Sie schläft ungeregelt , sagte sie mir .
Sie spricht ständig davon putzen zu wollen in ihrer Wohnung und leidet verbal darunter , das egal wie sehr sie sich bemüht ihre Wohnung dreckig gemacht würde . Es gibt unzählige Anzeigen bei der Polizei , das ihr Dinge aus der Wohnung gestohlen werden . Diese ruft dann bei mir an und fragt nach .Sie hatte Schluckbeschwerden , hat also keinen Spucke runter schlucken können , in ihrer Wohnung gab es zahllose Gefäße (Töpfe , Blumenübertöpfe ) randvoll damit . Sie stiehlt sich Lebensmittel , Klamotten und Dinge des täglichen Bedarfs , fährt mit den öffentlichen ohne natürlich zu bezahlen . Es scheint schon reichhaltige Hausverbote in den Märkten unserer Umgebung zu geben .
Sie spricht oft kaum verstehbar , weil leise und für mich zusammenhanglos .
Oft tanzt sie mit sich selbst in ausladenden Bewegungen auf dem Fußweg an einer stark befahrenen Kreuzung oder betet auf Knien . Ihre Nachbarn fürchten sich vor ihr . Post öffnet sie schon lange nicht mehr , braucht aber keine Hilfe auf nachfragen .

Freunde gibt es keine mehr , die sich um sie Sorgen machen oder nach ihr sehen . Meine Familie hat Angst vor ihr . Mit ihren Vater gibt es keinen Kontakt mehr .
Die Diagnose wurde im Krankenhaus im August gestellt .
Ich habe einen Antrag auf Betreuung gestellt , dieser wurde jedoch dank ihrer Ablehnung nicht bewilligt , ich habe mit Klinikpersonal , Ärzten ,der Polizei , Hilfevereinen gesprochen .
Ohne eine Krankheitseinsicht passiert einfach nichts .
Danke das ihr euch die Zeit nehmt um mir vielleicht eine Antwort zukommen zu lassen .
Beste Grüße Diana
Ich selbst bemühe mich unter Berücksichtigung meiner eigenen Gesunderhaltung , das Band zu ihr nicht abreißen zu lassen .
Habe mir auch Hilfen gesucht und versuche zu verstehen , wie ich mit ihr umgehen kann .
Gibt es vielleicht jemanden unter euch , der es geschafft hat eine Krankheitseinsicht herbei zu führen ?
Steckt einer von euch vielleicht gerade in einer ähnlichen Situation ?
Habt ihr Tipps für mich ?
Wir sollen uns alle zusammen tun und gegen das Gesetzt kämpfen. Unsere Kinder werden nicht geholfen.
 
Hier können Angehörige ihre Situation schildern.
Hallo ihr Lieben,
Meinen Sohn leidet unter Schizophrenie, möchte keine Medikamente und Therapie machen. Gestern hat er sich selber eingewiesen und Abends ist zurück nach Hause gekommen. Ich bin Ausländerin, lebe mit ihm allein. Er hat keine Freunde, hat sich von seine Freundin getrennt. Z.z hört er Stimmen oder eine Stimme, allerdings lacht er. Ich habe die Betreuung angeregt, aber wurde abgesagt, weil meinen Sohn nicht eingewilligt hat. Mir kann keine helfen, ich kann ihn nicht zu Therapie zwingen. Jeden Tag muss ich weinen, ich bin verzweifelt. Ich umarme alle die solche Sorgen haben.
 
Versuch vertrauen zu schaffen, dass er dir vertrauen kann und das er dir glaubt. Du bist quasi sein letzter Kontakt, lass das Band nicht abreisen. Versuch mit ihm etwas zu unternehmen, sei es spazieren gehen, zusammen Essen, ein Film gucken. Mach deine Traurigkeit nicht zu sein Problem, nicht das er sich dadurch Schuldig fühlt.
Die Stimmen im Kopf können über die Zeit eine Beziehung aufbauen und er kann denen auch vertrauen und sie können ihn Befehle geben etwas zu tun.
Sei Mutter, Freundin, Seelsorge, Psychologin zur gleichen Zeit. Wenn er niemanden hat mit den er sich austauschen kann, vereinsamt er und wird sich nur mit seiner Stimme im Kopf unterhalten.
In Deutschland kann man niemanden gegen sein willen zwingen sich zu Therapieren, außer bei Fremdgefährdung oder Suizidaleabsichten.
Wenn seine Psychosen stärker werden kommt vielleicht die Einsicht sich zu Therapieren, vielleicht auch zur Liebe zu seiner Mutter.
Ich Drücke dir die Daumen und hoffe das alles gut klappt. Bleib stark
 
Hallo Gelöschter Benutzer 2394,
dein Name bedeutet "Hoffnung", gib die Hoffnung nicht auf!
Mein Sohn (34) Jahre, Asperger Autist, ist ebenfalls psychisch schwer erkrankt. Vor anderthalb Jahren teilte er mir mit, er wolle nichts mehr mit mir zu tun haben, und brach den persönlichen Kontakt zu mir komplett ab, fing dann aber an, mir furchtbare, aggressive, teils auch bedrohliche E-Mails zu schreiben, mit völlig irrealen Inhalten. Ich habe dann versucht, per E-Mail Dinge freundlich mit ihm zu klären, aber es war eindeutig, dass er sich nicht mehr in unserer Realität befindet. Er hatte vor neun Jahren schon mal eine Psychose und hörte damals Stimmen, vor denen er sehr viel Angst und Panik hatte (es ging immer darum, dass er in die Hölle käme etc.) Er war jahrelang in verschiedenen religiösen Gruppen aktiv, von denen ich der Meinung bin, dass sie seinem Geist nicht wirklich gut getan haben, aber er hatte sich schon von klein auf vor allem für Religionen interessiert.
Als er die Stimmen hörte und in Panik war, ließ er sich von uns überreden, in eine Klinik zu gehen, er war dann zweieinhalb Monate in der anthroposophischen Friedrich Husemann Klinik in Buchenbach bei Freiburg. Ich hatte einen guten Eindruck von der Klinik, die ganze Atmosphäre erschien mir sehr viel angenehmer als in normalen Psychiatrien (ich habe den Vergleich, weil meine Mutter und meine Schwester in "normalen" psychiatrischen Kliniken waren). Er bekam in Buchenbach Risperdal 4mg, was ihn zunächst völlig außer Gefecht setzte, aber die Stimmen gingen weg. Zuhause wurde das Risperdal dann schrittweise reduziert, die Stimmen kamen zurück aber er war in Behandlung bei einer Psychiaterin, die neben ihrer schulmedizinischen Ausbildung auch eine Ausbildung in klassischer Homöopathie hat. Die hat ihm dann zusätzlich zum Risperdal mehrmals ein homöopathisches Mittel gegeben. Die Stimmen verschwanden wieder. Damals war er sehr dankbar für meine Unterstützung. Er hat das Risperdal in geringer Dosis fast sechs Jahre lang genommen und es lief ziemlich gut, bis er irgendwann sagte, er wolle es ganz absetzen (zum Schluss war er auf 0,5 mg Risperdal). Nachdem es dann ganz ausgeschlichen wurde, begannen etwa zwei Monate später seine autistischen Züge, die unter Risperdal sehr zurück gegangen waren, wieder stärker zu werden. Und dann wurde er mir gegenüber immer ablehnender und feindseliger. Ich konnte ihm nicht mehr helfen, weil er keinerlei persönlichen Kontakt zu mir mehr zuließ.
Er hat seit fast neun Monaten seine Wohnung nicht mehr verlassen und hat das in absehbarer Zeit wohl auch nicht vor. Mein Lebensgefährte, der noch Zugang zu ihm hat, versorgt ihn einmal pro Woche mit Lebensmitteln, Getränken und mit allem, was er sonst noch braucht.
Er wohnt im selben Mehrfamilienhaus wie wir in einer eigenen Wohnung. Manchmal schimpfte er so laut und wütend über mich, dass es im ganzen Treppenhaus zu hören war und sich der Mieter unter ihm mehrfach beim Vermieter (der auch im Haus wohnt) beschwerte. Ich hatte Angst, dass er seine Wohnung verlieren würde. Als er noch rausging hat der sich des Öfteren mit Tüchern verschleiert und hier und da flach auf den Boden gelegt, auf den Supermarktparkplatz oder beim Bahnhof oder sonstwo. Die Leute haben es mir dann erzählt und manchmal habe ich es auch selbst gesehen. Ich hatte immer Angst, dass ihm was passiert. Diese Angst ist zumindest weg, seit er nicht mehr rausgeht, aber das ist ja auch kein Zustand.
Ich war beim Sozialpsychiatrischen Dienst, sie waren sehr freundlich und wir konnten meinen Sohn überreden, dass er einen Mitarbeiter empfing. Der wollte mit ihm Kontakt aufnehmen aber es funktionierte nicht, mein Sohn hielt dabei nur religiöse Monologe und schrieb am nächsten Tag, er wolle nicht, dass jemand zu ihm kommt. Es besteht keinerlei Krankheitseinsicht und seine Psychiaterin sagte mir, ihr seien die Hände gebunden, sie könne ihn nicht behandeln, wenn er nicht bereit wäre, in die Praxis zu kommen. Mein Lebensgefährte konnte ihn dann überzeugen, dasselbe homöopathische Mittel einzunehmen, das er vor Jahren von der Psychiaterin bekommen hatte. Wir haben es auch mit ihr besprochen. Und es hat gewirkt! Das heißt nicht, dass seine irrealen Vorstellungen verschwunden sind, aber er wurde viel ruhiger. Mein Lebensgefährte hat ihm das Mittel noch ein paarmal gegeben, immer wenn er sehr unruhig wurde, und er hat seit vielen Wochen nicht mehr laut und aggressiv im Haus rumgeschrien. Er ist jetzt sehr ruhig und das ist schon mal eine Erleichterung. Ich bin überzeugt, dass man auch bei schweren psychischen Erkrankungen mit Homöopathie viel erreichen kann. Mein Sohn bräuchte sicher auch gleichzeitig noch eine geringe Dosis eines antipsychotischen Medikaments aber da er keine Krankheitseinsicht hat und sich nicht behandeln lässt, ist die Verbesserung des Zustands durch das homöopathische Mittel schon mal besser als nichts. Es gibt in München einige Psychiater, die gleichzeitig zur schulmedizinischen Behandlung auch Homöopathie mit guten Erfolgen einsetzen. Einer davon heißt Dr. Nikolaus Hock, wer sich dafür interessiert kann sich ja mal seine Webseite anschauen. Es ist jedenfalls eine sanfte Heilmethode.
Ich fühle mit allen hier, die mit ihren Kindern solche schweren Zeiten durchmachen aber ich denke, es kann sich immer auch etwas zum Besseren verändern. Sehr wichtig ist es, als Angehörige(r) auch gut für sich selbst zu sorgen und etwas für sich selbst zu tun, um nicht in der Verzweiflung zu versinken.
Oh je, eigentlich wollte ich gar nicht so einen langen "Roman" schreiben.
 
Hallo ihr Lieben,
Meinen Sohn leidet unter Schizophrenie, möchte keine Medikamente und Therapie machen. Gestern hat er sich selber eingewiesen und Abends ist zurück nach Hause gekommen. Ich bin Ausländerin, lebe mit ihm allein. Er hat keine Freunde, hat sich von seine Freundin getrennt. Z.z hört er Stimmen oder eine Stimme, allerdings lacht er. Ich habe die Betreuung angeregt, aber wurde abgesagt, weil meinen Sohn nicht eingewilligt hat. Mir kann keine helfen, ich kann ihn nicht zu Therapie zwingen. Jeden Tag muss ich weinen, ich bin verzweifelt. Ich umarme alle die solche Sorgen haben.
Versucht mal diesen Behandlungs-Tipp den ich gefunden habe. Aripiprazol ist von den Antipsychotika die es gibt, eines der verträglichsten und soll bei Stimmenhörern auch sehr gut sein.
Vielleicht kannst du ihn überreden, diesen Wirkstoff an sich zu probieren.
Mit der Zeit dämpfen diese Medikamente sehr und schränken aufgrund der Negativsymptome ein, da macht der Behandlungs-Tipp von mir den Unterschied, dass man Aripiprazol (Antipsychotikum) über längere Zeiträume im Idealfall absetzen kann, was durch den täglichen Bupropion (SNDRI Antidepressivum) gelingt, was man als Antidepressivum auch viel leichter einnimmt von sich aus, dass wiederum verbessert die Negativsymptome der Erkrankung, welche ansonsten mit den üblichen Antipsychotika kaum behandelbar sind.
Bin auch Betroffener ohne Stimmen zu hören, bei mir ist das mehr Wahnsymptomatik mit ausgeprägter Negativsymptomatik, wo ich vorher auch eine Tortur hatte wo ich sehr unzufrieden mit den Medikamenten und alles war, von daher verstehe ich das man das teilweise nur ablehnen kann, wenn die Behandlung nahezu so schlecht wie die Krankheit ist.
Aripiprazol wirkt ab 5mg und wäre da eine solide Grundlage, worauf er dann aufbauen könnte.
 
Versuch vertrauen zu schaffen, dass er dir vertrauen kann und das er dir glaubt. Du bist quasi sein letzter Kontakt, lass das Band nicht abreisen. Versuch mit ihm etwas zu unternehmen, sei es spazieren gehen, zusammen Essen, ein Film gucken. Mach deine Traurigkeit nicht zu sein Problem, nicht das er sich dadurch Schuldig fühlt.
Die Stimmen im Kopf können über die Zeit eine Beziehung aufbauen und er kann denen auch vertrauen und sie können ihn Befehle geben etwas zu tun.
Sei Mutter, Freundin, Seelsorge, Psychologin zur gleichen Zeit. Wenn er niemanden hat mit den er sich austauschen kann, vereinsamt er und wird sich nur mit seiner Stimme im Kopf unterhalten.
In Deutschland kann man niemanden gegen sein willen zwingen sich zu Therapieren, außer bei Fremdgefährdung oder Suizidaleabsichten.
Wenn seine Psychosen stärker werden kommt vielleicht die Einsicht sich zu Therapieren, vielleicht auch zur Liebe zu seiner Mutter.
Ich Drücke dir die Daumen und hoffe das alles gut klappt. Bleib stark
Lieber David, vielen Dank für deine Vorschläge, ich werde an mich daran arbeiten, ich muss noch soviel lernen, du hast mir sehr geholfen.
 
Hallo Nina,
vielen Dank für deine Hilfe, ich hatte noch nicht an die homöopathische Medikamente gedacht, ist natürlich sehr interessant. Ich werde die Webseite von Dr. Nikolaus Hock anschauen. Es tut mir so leid, dass deinen Sohn mit dir keinen Kontakt hat. Ich habe auch Angst, dass meinen Sohn irgendwann so reagiert, weil er mit keinen Mensch außer ich Kontakt haben möchte. Er hat den Kontakt zu seinem Vater und seine Freundin abgebrochen. Diese Stimme hat ihn im Griff. Vielleicht dein Lebensgefährte schaff deine Sohn zu überreden, die Medikamente zu nehmen. Ich empfehle dir, das Buch I am not Sick, I don’t Need Help von Xavier Amador zu lesen. Es gibt auch auf Deutsch -Lass mich, mir fehlt es nichts! Ich umarme dich und deinen Sohn. Liebe Grüße
 
Lieber David, du hast Recht. Meinen Sohn hört den ganzen Tag diese Stimme und mit mir redet er kaum etwas. Ich bin sehr besorgt.
Ich umarme dich.
 
Hallo Nina,
Hallo Esperaza,
Mich macht dieses Leid im Zusammenhang mit dieser Krankheit richtig fertig
Mein Sohn ist zwar auf einem guten Weg aber wenn ich daran denke dass er ein normales Leben einmal führte und er dann so lange ohne Behandlung war und deshalb heute weit weg ist von einem normalen Leben und was das auch mit den Angehörigen macht... Diese fehlende Krankheitseinsicht ist ja Teil der Erkrankung und ich finde es furchtbar das diese Erkrankten, die sich ja nicht selbst helfen können in der Psychose, einfach nicht behandelt werden.
Ich wünsche euch viel Kraft
Mia
 
Hallo Nina,
Hallo Esperaza,
Mich macht dieses Leid im Zusammenhang mit dieser Krankheit richtig fertig
Mein Sohn ist zwar auf einem guten Weg aber wenn ich daran denke dass er ein normales Leben einmal führte und er dann so lange ohne Behandlung war und deshalb heute weit weg ist von einem normalen Leben und was das auch mit den Angehörigen macht... Diese fehlende Krankheitseinsicht ist ja Teil der Erkrankung und ich finde es furchtbar das diese Erkrankten, die sich ja nicht selbst helfen können in der Psychose, einfach nicht behandelt werden.
Ich wünsche euch viel Kraft
Mia
Man bietet im Grunde schlechte Therapien an, weshalb Krankheitseinsicht nur schwer möglich ist, wenn die Therapie fast genauso schlimm oder schlimmer als die Erkrankung ist. Die Antipsychotika greifen schon hart in die Hirnchemie ein und auf Dauer sind die auch gefährlich. Manche die es von anfang an ohne Medikamente versucht haben sind besser dran als jene die auf die Ärzte hören und ihre Medikamente einnehmen.
Antipsychotika sind keine harmlosen Medikamente, der Nutzen ist zwar da aber womöglich schränkt man auch Kräfte zur Selbstheilung ein.
Von daher finde ich deine Haltung falsch und Zwang finde ich nur in Aunahmen vertretbar. Wenn man geholfen wird ist eine Sache, aber die Chance, dass man geschadet wird, ist nahe dran und die Therapien sind fast durch die Bank mit Problemen wie kaum behandelbare Negativsymptomen verbunden, die ein normales Leben unmöglich machen.
 
@Mia wenn man die Medikamente gut verträgt und mit den Negativsymptomen zurecht kommt, dann ist das eine gute Sache und absetzen kann wirklich die Hölle sein. Nur Generell diese Behandlungen die es da gibt auf ein Podest zu heben finde ich falsch, die man erheblich verbessern kann.
Man hat, glaube ich ein kapitalistisches Problem, da diese Medikamente nach der Profitgier der Pharmakonzerne verordnet werden, weniger danach, was für den Betroffenen individuell gut ist. Das Wissen darüber wie Medikamente eingesetzt werden kontrollieren ja die Pharmakonzerne meist selbst und es gibt da wirklich schlechte und trotzdem sehr teure patentierte Medikamente, die sich von den Vorgängerwirkstoffen kaum unterscheiden.
Meiner Meinung ist dieses ganze Psychiatriesystem mehr wie Drogendealen statt die Medikamente wirklich für den Menschen zu nutzen und einzusetzen, geht es eher daraus, den maximalen Profit zu schlagen.

Von daher führt der Zwang den Kliniken teils anwenden, auch zu Gegengewalt der Betroffenen, weil eben durchaus Risiken da sind und wenn man nach der Klinik wie ein geistig Behinderter drauf ist, dann will man auch wissen, warum das so ist und mit Sicherheit keinen Zwang erfahren haben der einen das angetan hat.
So gibt es milde Behandlungen und etwas verträglichere Wirkstoffe bereits, auch das sind neue Medikamente, aber allgemein geht es immer nur darum einzelne Wirkstoffe in der Forschung zu untersuchen die später Geld einbringen, statt mit bestehenden Möglichkeiten wie Generika weiterzuforschen anhand der Erfahrungen die man hat.

Ich kann nur raten, um dieser Psychiatrie wie sie derzeit noch ist einen Bogen zu machen, denn man weiß nie wie man hinterher aussieht und bei einer Schizophrenie sind die Chancen ganz ohne Medikamente, wenn man komplett darauf von Anfang an verzichtet womöglich besser für Vollremission als mit Medikamenten wo die Chance das man diese je wieder dauerhaft absetzen kann, gering sind.

Mein Sohn ist zwar auf einem guten Weg aber wenn ich daran denke dass er ein normales Leben einmal führte und er dann so lange ohne Behandlung war und deshalb heute weit weg ist von einem normalen Leben und was das auch mit den Angehörigen macht... Diese fehlende Krankheitseinsicht ist ja Teil der Erkrankung und ich finde es furchtbar das diese Erkrankten, die sich ja nicht selbst helfen können in der Psychose, einfach nicht behandelt werden.
Von daher kommt die fehlende Krankheitseinsicht auch daher, wenn man schlechte Therapien einfach kaum annehmen kann, denn keine Behandlung rechtfertigt, dass es einen hinterher schlechter geht und das wirkt sich auf die Krankheitseinsicht im Wesentlichen aus. Zwang ist ein Risiko was man mit viel Fingerspitzengefühl erlauben kann, aber dem auch Grenzen setzen muss, denn ansonsten wird das nur schlimmer. Alles auf die Erkrankung zu schieben wie "fehlende Krankheitseinsicht" wäre falsch, die Außenwelt trägt einen Einfluss und Mitverantwortung auch an der Situation der Kranken.
Eine Psychose sehe ich trotzdem auch wie du als eine hilflose Situation wo man auch eingreifen muss wenn nötig, dann aber mit humanen Mitteln, genügend Aufklärung des Erkrankten, auch wenn dieser in einem Schub kaum normal ansprechbar ist. Also als selbst Betroffener bin ich einmal durch diese Hölle gegangen und wünsche dir und deinen Sohn das euch das erspart bleibt.

Viele der Atypischen Antipsychotika werden abgesetzt da diese viele Nebenwirkungen haben und die Negativsymptome der Erkrankung schlimmer werden, die Medikamente können Positivsymptome gut behandeln, aber Negativsymtpome werden eher schlimmer was man den patienten aber häufig verschweigt oder schönredet, bzw. alle Schuld auf die Erkrankung schiebt auch Nebenwirkungen zum Teil so leichtfertig hingenommen werden.

Es ist schwer Betroffene ernst zu nehmen, was ich als selbst Erkrankter verstehe, wo man sich eben auch in Wahngedangen verstrickt, aber Psychiater deren Job das ist sollten Betroffene ein stückweit was ihre Nebenwirkungen und Einschränkungen angeht ernst nehmen und helfen passende und schonende Medikamenteeinstellungen zumindest im Verlauf der Erkrankung zu finden, selbst wenn das Anfangs eben schwer machbar ist, später hat man Möglichkeiten auch durch gute Therapieoptionen die Krankheitseinsicht zu verbessern.
Ich habe eine Ideale Therapiemöglichkeit gefunden, damit kann man Negativsymptome gezielt behandeln, nur leider passiert da seitens der Psychiatrie noch zu wenig solche Therapieformen überhaupt bereitzustellen, die vieles deutlich einfacher machen würden.
Mit den üblichen Antipsychotika hatte ich kein Leben, also man gewinnt Zeit, erst mit den Umstellungen wurde es besser und da musste ich eben selbst um meine Gesundheit kämpfen, also die Initiative muss von einen selbst kommen und viele lehnen dann eben lieber jegliche Therapien ab, als Herumzuexperimentieren, was ich bei den vielen schlechten Möglichkeiten die es gibt auch verstehe.
 
Der SPD hat mir wenig Hoffnung gemacht . Alles was jetzt passiert läuft über das Übernachtungshaus für obdachlose Frauen unserer Stadt , dort kommt sie leider nicht an . Sie zieht es vor mit ihrer Katze in einer Shoppingtasche in der Bahn oder unter freiem Himmel zu schlafen. Die Hausordnung dort sagt das keine Haustiere erlaubt sind , leider . Also wählt sie diese ( laut SPD )einzige Hilfemöglichkeit ab. Sie kommt noch immer zu mir und trotz guten Zuredens behält sie das Tier bei sich . Freunde sind keine mehr da ...
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo,

ich lese interessiert in diesem.Forum über die unterschiedlichen Meinungen und Erfahrungen. Mein Sohn ist 37 und leidet an der so genannten Doppeldoagnose (Sucht und Psychose). Er hat bereits einen langen Leidensweg hinter sich. Mit 19 Jahren ist er das erste Mal an einer Psychose erkrankt, wobei er schon oft 15 Jahren anfing zu kiffen.

Medikamente hatte er nie konsequent genommen, die Sucht hatte immer Vorrang, so dass es inzwischen auch zu Zwangseinweisungen und -mediationen mit Haldol unter Betreueung kam. Das hat leider nicht geholfen und die Ablehnung gegen Ärzte und insbesondere HALDOL ist immer mehr gewachsen und seine Psychose hat sich chronifiziert.

Der letzte Betreuer wurde mit Hilfe eines "zweifelhaften" Freundes, der gegen die Pharmalobby und Psychiatrien ist, durch Klagen bis zum Landgericht abgesetzt.

Jetzt schreibe ich wieder an das Betreuungsgericht, um erneut einen gesetzlichen Betreuer durchzusetzen.

Ich bin als Mutter nicht gerade gut geeignet ihm zu helfen und muss auf mich selber aufpassen.

Vorerst liebe Grüße und gute Nachtruhe an alle Betroffenenund Angehörigen.
 
zu spät , meine Tochter lebt seit dem 2. Oktober auf der Straße und hat ihre Wohnung verloren . Der SPD hat mir weitere Schritte genannt , sieht alles nicht gut aus :cry:
Wow, hol sie irgendwie da runter! In dem Zustand kann sie sich da nicht durchschlagen, geschweigeden was dran ändern. Ich will dir eigentlich keine Angst machen, aber uh… es kann doch nicht sein. Das man sie nicht in die geschlossene buxiert kriegt.
 
@Winterflower: Also ich kann verstehen, dass dein Sohn so starke Abneigung gegen Haldol und Psychiatrien entwickelt hat. Haldol ist eines der Medikamente mit den schlimmsten Nebenwirkungen und in den Psychiatrien wird in der Regel "mit dem Holzhammer" therapiert. Du schriebst ja, dass das Haldol bei ihm nicht geholfen hat! Wie äußert sich denn seine Psychose? Vielleicht bräuchte er einen anderen Arzt und ein anderes Medikament.
Liebe Grüße, Nina
 
Hallo,

ich lese interessiert in diesem.Forum über die unterschiedlichen Meinungen und Erfahrungen. Mein Sohn ist 37 und leidet an der so genannten Doppeldoagnose (Sucht und Psychose). Er hat bereits einen langen Leidensweg hinter sich. Mit 19 Jahren ist er das erste Mal an einer Psychose erkrankt, wobei er schon oft 15 Jahren anfing zu kiffen.

Medikamente hatte er nie konsequent genommen, die Sucht hatte immer Vorrang, so dass es inzwischen auch zu Zwangseinweisungen und -mediationen mit Haldol unter Betreueung kam. Das hat leider nicht geholfen und die Ablehnung gegen Ärzte und insbesondere HALDOL ist immer mehr gewachsen und seine Psychose hat sich chronifiziert.
Haldol ist ja nun wirklich kein Medikament, was man so mal für zu Hause gibt? Also für 2-3 Wochen in der Klinik in der Akutbehandlung, lasse ich mir ja noch eingehen, aber selbst das ist für Erkrankte ein heftiger Eingriff. Fluanxol habe ich damals besser vertragen, aber nach der Klinik hatte ich da auch Nachwirkungen.
Normal sind es ja A-typische Wirkstoffe die man zuhause bekommt und da würde ich auch Cariprazin, Aripiprazol oder Brexpiprazol vorschlagen. Suchtprobleme zusätzlich sind schon blöd, wo vielleicht auch ergänzende trizyklische Antidepressiva wie Doxepin in geringer Dosis eventuell helfen können.

Also Haldol für zu Hause zu verordnen oder auf Dauer empfinde ich auch als Straftat, da diese älteren hochpotenten klassischen Antipsychotika schon mit schweren Langzeitnebenwirkungen verbunden sind und man schon generell dazu übergegangen ist nur noch Atypische Antipsychotika für die Erhaltungstherapie zu geben, also das meistens von der Wirkung und so ausreicht und deutlich verträglicher ist. Aber auch da gibt es große Unterschiede, weshalb ich zu einem der genannten Wirkstoffe raten würde als Grundmedikation.


Der letzte Betreuer wurde mit Hilfe eines "zweifelhaften" Freundes, der gegen die Pharmalobby und Psychiatrien ist, durch Klagen bis zum Landgericht abgesetzt.

Jetzt schreibe ich wieder an das Betreuungsgericht, um erneut einen gesetzlichen Betreuer durchzusetzen.

Ich bin als Mutter nicht gerade gut geeignet ihm zu helfen und muss auf mich selber aufpassen.

Vorerst liebe Grüße und gute Nachtruhe an alle Betroffenenund Angehörigen.
Würde mich mal interessieren, was das für ein Freund gewesen ist. Ich bin für den Einsatz von Medikamenten, aber sehe, was Pharmaindustrie und Psychiater machen auch eher kritisch, weil man sich kaum über den Schaden den man anrichtet im klaren ist und man eben therapeutisch viel weiter sein könnte, wenn hinter der Verordnung kein krasses Profitstreben einzelner großer Pharmakonzerne stecken würde. Haldol, Risperdal, Xeplion weitere dieser Depotspritzen sind ja häufig von einem bestimmten Hersteller Janssen, den die Psychiater scheinbar blind vertrauen, aber es uns kranken da teilweise alles andere als gut damit geht. So eine Monatsdepotspritze, was man von den Wirkstoffen her zur Patentverlängerung hernimmt, kostet um die 1000€ im Monat und der Mehrwert für den Betroffenen ist gleich Null, also da vermarktet man den Grundwirkstoff Risperidon der seit 1990 auf dem Markt ist heute immer noch zu völlig überteuerten Preisen, auskosten des therapeutischen Fortschritts. Das sind zwar Atypische Wirkstoffe, aber auch welche, die mit vielen Nebenwirkungen verbunden sind und es schon bessere Wirkstoffe als Generika gibt.

Ich persönlich kann das unbehagen gegen Pharmalobby und Psychiater insofern schon verstehen, wobei man bei einem guten Psychiater auch selbst auf seine Therapie einwirken kann und sollte, also dann eben selbst sehen muss etwas verträglicheres zu bekommen, wenn schon die medizinische Versorgung in weiten Bereichen versagt hat.

Meine Mutter war nach meiner Diagnose und wie es mir da ging auch am Boden zerstört, ich musste selbst sehen, wo ich bleibe. Hab damals zu Beginn Risperidon und dann die Depotspritzen davon bekommen, also das war kein Leben und da fällt Krankheitseinsicht auch schwer, wenn man solche Psychiatrieerfahrungen hat oder gar mit Haldol entlassen wurde...

Du als Mutter könntest ihm ja Informationen bereitstellen und Alternativen zum Haldol aufzeigen. Ich kann dir da gerne Informationen zuschicken, wo man das mit den Nebenwirkungen und alles auch besser sieht. Wie behandelt man die Suchtprobleme bei ihn eigentlich?
 
Wow, hol sie irgendwie da runter! In dem Zustand kann sie sich da nicht durchschlagen, geschweigeden was dran ändern. Ich will dir eigentlich keine Angst machen, aber uh… es kann doch nicht sein. Das man sie nicht in die geschlossene buxiert kriegt.
Ich tingel schon seit zwei Jahren an allen Türen , hab n Antrag beim Betreuungsgericht gestellt , selbst der wurde abgelehnt . Der SPD zuckt mit den Schultern , das man wohl hier nichts machen kann. Zu mir nach Hause kann sie nicht , leb in ner WG und meine Mitbewohnerin hat mir klar gemacht , das sie weg ist wenn meine Tochter hier einzieht . Alleine kann ich die Wohnung nicht halten , zudem hab ich seit nem Monat ne neue Ausbildung angefangen um mich beruflich anders aufstellen zu können , weil ich vorher im Schichtdienst gearbeitet habe und die Verantwortung nicht mehr übernehmen kann. Mein Arbeitgeber hat mich vor die Wahl gestellt - sie oder mein Job . Es gab keine wirkliche Alternative für mich .
 
Ich tingel schon seit zwei Jahren an allen Türen , hab n Antrag beim Betreuungsgericht gestellt , selbst der wurde abgelehnt . Der SPD zuckt mit den Schultern , das man wohl hier nichts machen kann. Zu mir nach Hause kann sie nicht , leb in ner WG und meine Mitbewohnerin hat mir klar gemacht , das sie weg ist wenn meine Tochter hier einzieht . Alleine kann ich die Wohnung nicht halten , zudem hab ich seit nem Monat ne neue Ausbildung angefangen um mich beruflich anders aufstellen zu können , weil ich vorher im Schichtdienst gearbeitet habe und die Verantwortung nicht mehr übernehmen kann. Mein Arbeitgeber hat mich vor die Wahl gestellt - sie oder mein Job . Es gab keine wirkliche Alternative für mich .
Dein Arbeitgeber hat ne Urkunde für Menschlichkeit verdient…. Und wenn man sie einfach in die Notaufnahme fährt und das problem schildert wird sie nicht aufgenommen? Ich weiß ja nicht ob sie suizid gefährdet ist, aber dann nehmen sie einen eigentlich immer auf. Ach ich weiß auch nicht so recht. Du hast ja schon alles versucht.
 
Ich tingel schon seit zwei Jahren an allen Türen , hab n Antrag beim Betreuungsgericht gestellt , selbst der wurde abgelehnt . Der SPD zuckt mit den Schultern , das man wohl hier nichts machen kann. Zu mir nach Hause kann sie nicht , leb in ner WG und meine Mitbewohnerin hat mir klar gemacht , das sie weg ist wenn meine Tochter hier einzieht . Alleine kann ich die Wohnung nicht halten , zudem hab ich seit nem Monat ne neue Ausbildung angefangen um mich beruflich anders aufstellen zu können , weil ich vorher im Schichtdienst gearbeitet habe und die Verantwortung nicht mehr übernehmen kann. Mein Arbeitgeber hat mich vor die Wahl gestellt - sie oder mein Job . Es gab keine wirkliche Alternative für mich .
Ruf doch einfach mal direkt in der Klinik an, was die Ärzte sagen was du tun kannst.? Die müssten es ja am besten wissen.
 
Liebe Diana,

das ist echt sehr heftig. Sie muss irgendwie von der Straße runter. Ich weiß nicht, könntest du und deine Mitbewohnerin ihr vielleicht anbieten, dass sie die Katze über Nacht bei euch lässt und sie morgens wieder abholt? Dann könnte sie wenigstens im Übernachtungshaus für Frauen übernachten. Ob das machbar wäre? Oder gibt es bei euch irgendwelche kirchlichen Hilfsangebote von der Diakonie oder Caritas? Vielleicht kannst du da was rausfinden. Möglicherweise haben die irgendwelche Übernachtungsangebote für Frauen (mit Katze). Sie muss von der Straße weg! Es wird ja jetzt nachts auch immer kälter. Eigentlich braucht sie Medikamente, aber das weißt du ja. Vielleicht doch noch mal, wie Nina Spi vorschlägt, mit ihr in die Notaufnahme fahren. Es sind ja immer wieder andere Ärzte im Dienst und vielleicht kann einer sie überreden, da zu bleiben. Wenn sie trotzdem nirgends aufgenommen wird, würde ich ihr in der Notlage eine Bahncard 100 kaufen, dann könnte sie Tag und Nacht in warmen Zügen verbringen (ist vielleicht eine komische Idee und ich weiß ja auch nicht, wie deine finanzielle Situation ist, die Bahncard 100 ist ja ziemlich teuer). Aber sie muss eigentlich vom Sozialamt Geld kriegen, vom Jobcenter nicht, weil sie ja dem Arbeitsmarkt nicht zur Verfügung stehen kann, aber das Sozialamt muss ihr auf Antrag Leistungen bewilligen.
Es tut mir so leid für euch beide. Ich wünsche euch, dass es bald irgendeinen Lichtblick gibt.

Liebe Grüße, Nina
 

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