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Willkommen im Psychose‑Forum

Dieses Forum ist ein moderierter, vertrauensvoller Raum für Menschen mit psychotischen Erfahrungen, Angehörige und Fachinteressierte. Wir verbinden persönliche Erfahrungsberichte mit evidenzbasierten Informationen, Praxisübersichten und niedrigschwelligen Hilfsangeboten, damit belastende Phasen besser eingeordnet und bewältigt werden können.

Tausche dich aus, stelle Fragen und finde Unterstützung — respektvoll, anonym möglich und auf Augenhöhe. Unsere Moderation sorgt für Sicherheit und Qualität; wir legen Wert auf Transparenz, Patientenrechte und fundierte Informationen, damit du informierte Entscheidungen treffen kannst.

✅ Positiv‑ und Negativsymptome behandeln
Pharmakologische Strategien
➝ 2‑seitige Praxisübersicht: PDF-Druckversion
Kompakte Darstellung der Intervalltherapie, zusätzlicher Wirkstoffe und Nebenwirkungsspektren. Die PDF bietet eine strukturierte Orientierung, die auf klinischer Erfahrung und aktueller Evidenz basiert.
“It is plausible that this strategy prevents potential dopaminergic supersensitivity.”
– Prof. Dr. Stephen M. Stahl
↗ Medikamentöse Orientierung
Eine didaktisch und neutral verfasste Therapieorientierung, die die Funktionsweisen von Wirkstoffkombinationen und Intervalltherapie erläutert.

📝 Evidenzbasierte Analyse
↗ Bupropion bei Schizophrenie – Wirkmechanismen & Therapieansätze
Forschungsarbeit zu Wirkmechanismen, Kombinationsstrategien und ergänzenden, niedrigschwelligen Therapieoptionen.
✅ Vorteile des Forums
  • Sicherer, moderierter Austausch — geschützte Räume, Moderation gegen Fehlinformation und respektvolle Diskussion.
  • Erfahrungs‑ und Peer‑Support — Alltagstipps und Bewältigungsstrategien von Menschen mit ähnlichen Erfahrungen.
  • Evidenzbasierte Informationen — verständliche Zusammenfassungen von Studien und Praxisübersichten zur Unterstützung informierter Entscheidungen.
  • Medikamente‑Check & Nebenwirkungsmanagement — Erfahrungsberichte, Dokumentationshilfen und Hinweise zum Umgang mit Nebenwirkungen.
  • Praktische Ressourcen — PDF‑Guides, Links zu Anlaufstellen und lokale Hilfsangebote in Deutschland.
  • Angehörigen‑Support — Raum für Fragen, Austausch über Betreuung, Kommunikation und Rechte.
  • Niedrigschwellige Kontaktwege — Chat, private Nachrichten und moderierte Gesprächsrunden für akute Fragen.
  • Stärkung der Mitbestimmung — Informationen zu Patientenrechten, Einwilligung und Transparenz bei Therapieentscheidungen.

⚠️ Depotantipsychotika – kritische Aufklärung

Kurz: Depotpräparate können in bestimmten Situationen sinnvoll sein; zugleich bestehen erhebliche Probleme bei Indikation, Transparenz und ökonomischen Anreizen. Studien zeigen, dass LAIs Rückfälle reduzieren können, die Praxis braucht aber kritische Kontrolle.

Wesentliche Kritikpunkte

  • Vertrauensverlust: Langfristige Depotverordnungen können das Vertrauensverhältnis zwischen Behandelnden und Betroffenen untergraben.
  • Indikationsverschiebung: Depots werden teils dauerhaft eingesetzt, obwohl sie vor allem bei fehlender Einsicht oder Adhärenz anfangs sinnvoll sind.
  • Ökonomische Anreize: Hohe Kosten, unklare Preisbildung und Erstattungsmechanismen schaffen Interessenkonflikte und reduzieren Anreize für verträglichere Innovationen.
  • Innovationshemmnis: Marktlogik kann dazu führen, dass neue, besser verträgliche orale Wirkstoffe schlechter zugänglich sind.

Praktische Hinweise

  1. Zu Beginn: Depot kann helfen, Rückfälle zu verhindern und Zeit für Krankheits‑ und Einsichtsentwicklung zu gewinnen.
  2. Später: Regelmäßige Überprüfung der Indikation; bei Einsicht und Stabilität auf orale Optionen und Generika umstellen.
  3. Bei Durchbrüchen: Ursachen prüfen (Substanzen, somatische Faktoren, Verabreichung), Dosis/Intervall anpassen, Substanzwechsel erwägen; Clozapin bei Therapieresistenz prüfen.

Was gefordert werden sollte

  • Transparenz: Klare Preis‑ und Erstattungsregeln für Depots und Generika.
  • Patientenrechte: Einwilligungsorientierte Entscheidungen und regelmäßige Indikationsprüfungen.
  • Förderung von Innovation: Forschung für verträglichere Wirkstoffe und fairer Wettbewerb.

Diese Kurzfassung benennt Probleme und Handlungsfelder, ersetzt aber keine individuelle medizinische Beratung. Betroffene sollten Mitbestimmung einfordern und Nebenwirkungen melden.

↗ Depotantipsychotika: Wie Patente, Marktlogik und Machtstrukturen Innovation blockieren

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Ein sicherer Ort zum Austausch: Erfahrungen teilen, Fragen stellen und Unterstützung finden — respektvoll, vertraulich und ohne Vorurteile.

  • Erfahrungsberichte und Alltagstipps
  • Infos zu Behandlung, Nebenwirkungen und Rechten
  • Unterstützung durch Betroffene und Angehörige

Komm vorbei und mach mit — deine Stimme zählt.

Besondere Vorteile

📄 Kompakte Medikamente‑Orientierung
Übersicht zu Intervalltherapie, Kombinationsstrategien und Nebenwirkungsprofilen. Die PDF dient als praxisnahe Orientierung und ergänzt die inhaltliche Einordnung im Forum.
“It is plausible that this strategy prevents potential dopaminergic supersensitivity.”
– Prof. Dr. Stephen M. Stahl

⚠️ Depotantipsychotika – kritische Aufklärung

Kurz: Depotpräparate können in bestimmten Situationen sinnvoll sein. Gleichzeitig gibt es Probleme bei Indikation, Transparenz und ökonomischen Anreizen. Studien zeigen, dass LAIs Rückfälle reduzieren können; die Praxis braucht aber kritische Kontrolle.

Wesentliche Kritikpunkte

  • Vertrauensverlust: Dauerhafte Depotverordnungen können das Verhältnis zwischen Behandelnden und Betroffenen belasten.
  • Indikationsverschiebung: Depots werden teils länger eingesetzt als nötig.
  • Ökonomische Anreize: Unklare Preisbildung und Erstattung schaffen Interessenkonflikte.
  • Innovationshemmnis: Marktstrukturen können den Zugang zu verträglicheren Wirkstoffen erschweren.

Was gefordert werden sollte

  • Transparenz: Klare Preis‑ und Erstattungsregeln für Depots und Generika.
  • Patientenrechte: Einwilligungsorientierte Entscheidungen und regelmäßige Indikationsprüfungen.
  • Förderung von Innovation: Forschung für verträglichere Wirkstoffe und fairer Wettbewerb.

Diese Kurzfassung benennt Probleme und Handlungsfelder, ersetzt aber keine medizinische Beratung. Betroffene sollten Mitbestimmung einfordern und Nebenwirkungen melden.

↗ Depotantipsychotika: Beitrag lesen

Neu: Bereich für Angehörige

Ok, ich werde das genau durchlesen nochmal. Das mit der Schluckstörung sorry das ich angezweifelt habe. Bei mir hat vom Haldol die Zunge herausgehängt und ich musste ein Gegenmittel bekommen was die Nebenwirkungen abschwächt.
Dachte ich hab was beim überfliegen des Artikels gelesen von 10% Heilung in 6Wochen Klinik was ja völlig absurd und unseriös von der Angabe ist.
Ich wollte dir nur sagen das ich in diese korrupte Psychiatrie kein Vertrauen für meine Familienangehörigen legen würde, also da gehen die Vertreter von Janssen praktisch hausieren und es gibt anscheinend hohe Prämien wenn Betroffene da mit bestimmten Wirkstoffen entlassen werden, also ich gebe auf so einem korrupten System gar nichts.

Wenn Kranke dann zum nächsten Drogendealer auf der Straße rennen ist das verständlich denn die sind womöglich vertrauenswürdiger als die Psychiater in der Klinik die einen Gift unter den Deckmantel der "heilung" andrehen.
Ich wäre auf diesen Wegen nie wieder so gesund wie heute geworden und musste auf eigene Faust Medikamente ausprobieren bis ich Jahre später fündig wurde. Ich empfinde das und die Ignoranz die einen entgegengebracht wird als unverzeihlich.
 
Leider kann ich mir "10% in 6 Wochen " nicht erklären. Woher hast du das ?
Du hast diesen Link hier gepostet, auch wenn ich ungerne andere Betroffenenforen hier verlinkt sehe:
10. ALTERNATIVEN ZUR PSYCHIATRIE | Artikel in der Übersicht - Forum und Blogs über Psychose und Schizophrenie

Dort steht was von:
"Die Besserung liegt im Durchschnitt bei 10% in einer Behandlungszeit von 6 Wochen."

Also da hat mir der Artikel eigentlich schon gereicht, da ich so etwas als Gehirnwäsche sehe, wenn man mit solchen Zahlen nur so um sich schmeißt, was weit über meine Psychiatrie-Kritik hinausgeht und schon in Richtung Antipsychiatrie geht.

Ich lese es mir gleich trotzdem mal komplett durch und will nur gleich mal eine Triggerwarnung setzen, weil das mir sehr unseriös erscheint und man das noch so als sicher belegt darstellt. Vor so etwas hüte ich mich.

Ich will nur sagen, dass diese Wirkstoffe schon einiges in 6 Wochen machen und mit Sicherheit wirksam sind. Wie oder was eine Besserung von 10% sein soll ist mir ein absolutes Rätsel und deswegen warne ich davor weil das kranke Gehirnwäsche ist was Betroffene dann wirklich triggert die wegen so etwas dann ihre Medikamente absetzen und voll in die Psychose laufen.

Diese Art von psychiatriekritischen Seiten haben viel Kritik aber keine Lösung und ich bin in der Hinsicht auch manchmal emotional und übertreibe, da die Psychiatrie an sich eine gute Institution ist, aber die Medikamente einfach schlecht eingesetzt werden und man da das Vertrauen verspielt.

Ich schreibe dann später zu dem verlinkten Artikel was ich wirklich darüber denke. Ich bin auch paranoid also paranoide Psychose da reagiere ich bei solchen Dingen auch über und muss erstmal das prüfen ob das was mich abschreckt berechtigt ist.


Behandlungen fachgerecht und richtig zu machen kann man fordern , richtig . Nur weiß die Wissenschaft eben leider noch nicht mit Sicherheit , welche Ursachen eine Schizophrenie hat ( überall nachzulesen ) . Ist eben kein gebrochenes Bein oder Diabetes .
Ich habe eine Empfehlung die funktioniert viel besser und gibt ein halbwegs normales Leben zurück:
Details der Medikamente-Leitlinie
Nur die Fachwelt will nix davon wissen.
Andere haben nur Kritik für die Psychiatrie und die Lösung besteht aus Absetzen was sehr riskant sein kann, denen glaubt man aber dann.
Meine Lösung ist eine Kompromisslösung, aber leider neigen viele zu den Extremlösungen, entweder für die Psychiatrie oder dagegen, aber dazwischen ist es schwer jemanden zu gewinnen.
Bei mir funktioniert diese Empfehlung, die in den letzten 8 Jahren entstanden ist und ich viel Energie reingesteckt habe. Selbst kann ich mich glücklich schätzen, weil es mir vergleichsweise gut geht und es bei mir wenn ich den Ärzten so gefolgt wäre heute auch ganz anders aussehen würde.
 
@Mutzi: Diana hatte geschrieben, dass die Nachbarn ihrer Tochter Angst vor ihr hatten und dass ihre Tochter wegen Fremdgefährdung eingewiesen wurde. Insofern kann ich schon ein stückweit verstehen, dass Dianas Mitbewohnerin sich scheut, Dianas Tochter aufzunehmen, ich denke, sie will sich halt schützen. Deshalb finde ich Vorwürfe wie "Was bist du für eine Mutter ..." hier nicht unbedingt hilfreich. Ich denke, Diana ist verzweifelt genug über die Situation ihrer Tochter und wird versuchen, irgendeine Lösung zu finden, aber die Situation ist, so wie sie es beschreibt, ziemlich kompliziert und nicht unbedingt ad hoc lösbar. Tragisch ist, dass es in D viel zu wenige Hilfsangebote für solche Fälle gibt, viel zu wenige annehmbare, angenehme Übernachtungseinrichtungen etc. Dafür ist angeblich kein Geld da, psychisch erkrankte Menschen haben leider keine starke Lobby.

Liebe Grüße, Nina
 
Psychisch erkrankte Menschen werden im Betreuten Wohnen aufgenommen und müssen nicht auf der Straße leben.
Hier in meiner Stadt wo ich lebe gibt es viele Angebote des Betreuten Wohnens. Man sollte sich da mal schlau machen, welche Einrichtungen es in ihrer Stadt gibt. Verzweiflung hilft da nicht weiter, man muss handeln und das so schnell wie möglich.
 
um dort untergebracht zu werden , müsste sie als ein solch bedürftiger Mensch bekannt sein und ihre Zustimmung geben , sie hat in ihrem Denken kein Problem, das Problem sind die anderen . Also auch kein betreutes Wohnen , schon gar nicht nach ner Woche . Der sozial psychiatrische Dienst ist informiert , zuckt aber mit den Schultern , auf Anfrage um Möglichkeiten .
Und es ist nich so als würde ich nicht die Möglichkeiten die unsere Stadt bereitstellt abgeklopft haben .
Auf Grund meiner beruflichen Umorientierung ist mir ein Umzug die nächsten 3 Jahre nicht möglich . Ich kann also auch nicht einfach mein zu Hause abschneiden , ich lebe dank WG und Umschulungsgeld grade so . Ich kann da sein , wann es mir eben möglich ist und sie ermutigen Hilfe anzunehmen . Es braucht hier Fachmenschen und ne Mutter die Handlungsfähig bleibt . Ich bin nicht weg , wie meine Familie und ihre Freunde .
 
Dann sollte sie nochmal in der Psychiatrie behandelt werden. Sie könnte ja auf Selbstgefährdung dorthin gebracht werden. Du weißt doch gar nicht was alles in ihrem Kopf herumspukt, und medikamentös gut eingestellt werden.

Von da aus kann sie ins Betreute Wohnen. Weitere Schritte der Finanzierung wird vom Sozialamt eingeleitet.

Macht doch nicht alles so kompliziert.

Es gibt immer Möglichkeiten ihr zu helfen. Ich würde sie zwangseinweisen lassen auf Gefahr des Suizid hin. Auch wenn es vielleicht geflunkert ist. Besser eine Notlüge, als auf der Straße erfroren

Wünsche dir jedenfalls viel Kraft, dass deiner Tochter geholfen wird.
 
Hallo Nina,
Hallo Esperaza,
Mich macht dieses Leid im Zusammenhang mit dieser Krankheit richtig fertig
Mein Sohn ist zwar auf einem guten Weg aber wenn ich daran denke dass er ein normales Leben einmal führte und er dann so lange ohne Behandlung war und deshalb heute weit weg ist von einem normalen Leben und was das auch mit den Angehörigen macht... Diese fehlende Krankheitseinsicht ist ja Teil der Erkrankung und ich finde es furchtbar das diese Erkrankten, die sich ja nicht selbst helfen können in der Psychose, einfach nicht behandelt werden.
Ich wünsche euch viel Kraft
Mia
Hallo Mia,
bei mir ist genauso wie bei dir. Neulich habe ich viel geweint, weil meinen Sohn damals vor vier Jahre Fahrrad, Snowboard, Skateboard gefahren ist, hatte viele Freunde und heute hat er das alles nicht.
Ich bin auch sehr traurig, weil meinen Sohn sich nicht behandelt lässt. Er führt keine Gespräche mit mir, er fragt nur nach Zigarette. Ich wünsche dir auch viel Kraft.
 
Was macht dich sicher, dass es "erste Wahl" ist und hat dein Sohn denn auch verträglichere Alternativen schon bekommen oder eine andere Erhaltungstherapie? Heutzutage gibt es auch akut andere wirkungsvolle Medikamente wie Aripiprazol, die wesentlich weniger Nebenwirkungen haben und sich ebenso für eine Erhaltungstherapie eignen, da wesentlich verträglicher auch als das Risperidon, was ja auch so ein Haldol Nachfolgeprodukt ist. Warum beharrst du auf dem Haldol?
Im Juni war wie gesagt die letzte Haldol Monatsspritze und er wird zusehens psychotischer. Abilify Citalopram und Risperdal in Tablettenform liegen bereit. Er sollte jetzt auf Tabletten umsteigen ...ggf. auch Mithilfe eines Facharztes oder der PIA. Lehnt er aber ab und verschwindet lieber wieder in die Drogenszene. Benzos auf dem Schwarzmarkt und Drogen.

Was in den 17Jahren alles passiert ist bzw. verschrieben wurde, erspare ich hier aufzuschreiben. Als Angehöriger gerät man automatisch in die Coabhängigkeit und wird oft selbst krank. Bei einer Doppeldiagnose wo die Sucht immer wieder dominiert, chronifiziert sich die Psychose immer mehr und der Verlauf wird immer ungünstiger.

Hochachtung an alle, die trotz aller Probleme kämpfen und versuchen, ein lebenswertes Leben anzustreben.

Mir hilft das Lesen in diesem Forum, zumal mich das Problem seit 17 Jahren ohnehin gefangen hält.
 
Hallo Mia,
bei mir ist genauso wie bei dir. Neulich habe ich viel geweint, weil meinen Sohn damals vor vier Jahre Fahrrad, Snowboard, Skateboard gefahren ist, hatte viele Freunde und heute hat er das alles nicht.
Ich bin auch sehr traurig, weil meinen Sohn sich nicht behandelt lässt. Er führt keine Gespräche mit mir, er fragt nur nach Zigarette. Ich wünsche dir auch viel Kraft.
ich fühl so mit dir und mag die Hoffnung nicht aufgeben . ich weine auch manchmal . Ich denk auch oft dran was für ne tolle , junge und starke Frau voller Träume sie war
 
Liebe Diana, liebe Gelöschter Benutzer 2394, liebe Mia,

ich glaube wir müssen die Hoffnung auch nicht aufgeben! Ich habe die ersten Monate, nachdem mein Sohn den persönlichen Kontakt zu mir komplett abgebrochen hatte und sich in seinen E-Mails zeigte, dass er wieder in einer Psychose war, fast täglich geweint und tue es manchmal immer noch. Aber ich bin nicht bereit, die Hoffnung aufzugeben, dass sich die Dinge wieder zum Besseren wenden. Eine Freundin hat mir das Buch "Recovery - das Ende der Unheilbarkeit" von Michaela Amering und Margit Schmolke (erschienen im Psychatrie Verlag) empfohlen. Ich habe es mir bestellt aber noch nicht gelesen, es ist sehr umfangreich, kleingedruckt und vielleicht auch etwas schwierig zu lesen aber ich möchte mal auszugsweise zitieren, was auf dem Buchrücken steht:

"Vorhersagen sind schwierig, besonders, wenn sie die Zukunft betreffen (Karl Valentin). Das gilt auch für die Schizophrenie. Mit den Daten der Verlaufsforschung wird nicht nur das seit 100 Jahren tradierte falsche Diktum der Unheilbarkeit von Schizophrenie ad acta gelegt, sondern auch eine im Ansatz fürsorgliche (=übergriffige) Behandlung in Frage gestellt. Patienten sind nicht nur Experten ihrer Krankheit, sondern auch ihrer Gesundheit. Genesung - Recovery - definiert sich dabei weniger durch die Abwesenheit von Symptomen, als durch den Zugewinn an Lebensqualität.
Allen Genesenden gemeinsam ist die Erfahrung, dass sie die Hoffnung auf Besserung nie aufgegeben haben. Ihre Botschaft der Hoffnung macht Sinn. Es ist die wichtigste Aufgabe psychiatrisch Tätiger überhaupt, die Hoffnung auf Besserung und Genesung zu erhalten und die psychischen Widerstandskräfte zu stärken."

Liebe Grüße, Nina
 
Hallo
ich fühl so mit dir und mag die Hoffnung nicht aufgeben . ich weine auch manchmal . Ich denk auch oft dran was für ne tolle , junge und starke Frau voller Träume sie war
Diana ich wünsche Dir deine Tochter wäre bei dir, es wäre besser für Euch beide, trotz die Umstände. Ich wünsche dir viel Kraft.
 
Im Juni war wie gesagt die letzte Haldol Monatsspritze und er wird zusehens psychotischer. Abilify Citalopram und Risperdal in Tablettenform liegen bereit. Er sollte jetzt auf Tabletten umsteigen ...ggf. auch Mithilfe eines Facharztes oder der PIA. Lehnt er aber ab und verschwindet lieber wieder in die Drogenszene. Benzos auf dem Schwarzmarkt und Drogen.

Was in den 17Jahren alles passiert ist bzw. verschrieben wurde, erspare ich hier aufzuschreiben. Als Angehöriger gerät man automatisch in die Coabhängigkeit und wird oft selbst krank. Bei einer Doppeldiagnose wo die Sucht immer wieder dominiert, chronifiziert sich die Psychose immer mehr und der Verlauf wird immer ungünstiger.

Hochachtung an alle, die trotz aller Probleme kämpfen und versuchen, ein lebenswertes Leben anzustreben.

Mir hilft das Lesen in diesem Forum, zumal mich das Problem seit 17 Jahren ohnehin gefangen hält.
Hallo Winterflower,
Das ist das Problem, die Drogen. Ich gebe meines Sohnes nicht mehr als 1 Euro, weil ich Angst habe das er Marihuana oder etwas anderes konsumiert. Ich lebe nur mit Angst. Er will nicht die Medikamente nehmen, aber die haben auch nicht geholfen bei der letzte Krise. Ich wünsche dir viel Kraft. Mir hilft auch diese Forum. Ich umarme dich.
 
Heute war ein schrecklichen Tag, meinen Sohn hatte einen Termin beim Amtsgericht. Die Richterin hat gesagt, dass meinen Sohn keine Betreuung braucht. Ich wollte die Betreuung haben um ihn zu einer Therapie zu zwingen.
Das Sozialamt hat die Sozialhilfe abgesagt, er sollte sich beim Jobcenter melden und das Bürgergeld beantragen, aber ich denke wenn er Geld hat, habe ich mehr Sorgen, wegen Alkohol und Drogen. Ich bezahle seine Krankenversicherung und alles was er braucht, aber ich gebe ihn kein Taschengeld. Was soll ich den machen? Wer kann mir mit Infos helfen. Ich bin alleine mit dieser Situation. Ich wünsche alle die hier in diese Forum sind alles gute. Ich umarme Euch. Vielleicht klingt für Euch komisch, dass ich das sage, aber eine Person hat mich umarm, als ich ganz traurig war und das hat mir seht gut getan.
 
Liebe Diana, liebe Gelöschter Benutzer 2394, liebe Mia,

ich glaube wir müssen die Hoffnung auch nicht aufgeben! Ich habe die ersten Monate, nachdem mein Sohn den persönlichen Kontakt zu mir komplett abgebrochen hatte und sich in seinen E-Mails zeigte, dass er wieder in einer Psychose war, fast täglich geweint und tue es manchmal immer noch. Aber ich bin nicht bereit, die Hoffnung aufzugeben, dass sich die Dinge wieder zum Besseren wenden. Eine Freundin hat mir das Buch "Recovery - das Ende der Unheilbarkeit" von Michaela Amering und Margit Schmolke (erschienen im Psychatrie Verlag) empfohlen. Ich habe es mir bestellt aber noch nicht gelesen, es ist sehr umfangreich, kleingedruckt und vielleicht auch etwas schwierig zu lesen aber ich möchte mal auszugsweise zitieren, was auf dem Buchrücken steht:

"Vorhersagen sind schwierig, besonders, wenn sie die Zukunft betreffen (Karl Valentin). Das gilt auch für die Schizophrenie. Mit den Daten der Verlaufsforschung wird nicht nur das seit 100 Jahren tradierte falsche Diktum der Unheilbarkeit von Schizophrenie ad acta gelegt, sondern auch eine im Ansatz fürsorgliche (=übergriffige) Behandlung in Frage gestellt. Patienten sind nicht nur Experten ihrer Krankheit, sondern auch ihrer Gesundheit. Genesung - Recovery - definiert sich dabei weniger durch die Abwesenheit von Symptomen, als durch den Zugewinn an Lebensqualität.
Allen Genesenden gemeinsam ist die Erfahrung, dass sie die Hoffnung auf Besserung nie aufgegeben haben. Ihre Botschaft der Hoffnung macht Sinn. Es ist die wichtigste Aufgabe psychiatrisch Tätiger überhaupt, die Hoffnung auf Besserung und Genesung zu erhalten und die psychischen Widerstandskräfte zu stärken."

Liebe Grüße, Nina
Liebe Nina,
Ich hoffe, deinen Sohn geht es besser. Danke das du da bist.
 
Hallo Winterflower,
Das ist das Problem, die Drogen. Ich gebe meines Sohnes nicht mehr als 1 Euro, weil ich Angst habe das er Marihuana oder etwas anderes konsumiert. Ich lebe nur mit Angst. Er will nicht die Medikamente nehmen, aber die haben auch nicht geholfen bei der letzte Krise. Ich wünsche dir viel Kraft. Mir hilft auch diese Forum. Ich umarme dich.
Ich korrigiere, die Medikamente haben geholfen, leider nicht zu 100%. Er hat auch die Therapie abgebrochen. Er sollt anderes Medikament nehmen, aber dafür muss er interniert werden.
 
Liebe Gelöschter Benutzer 2394,

ich finde es nicht komisch, wenn du schreibst, dass du uns umarmst, ich finde es schön. Danke. Ich wünsche dir auch alles Gute und umarme dich. Versuche, nicht nur in Angst zu leben. Das macht dich kaputt. Ich habe die ersten Monate auch ständig in Angst gelebt aber jetzt geht es mir besser, weil ich verstanden habe, dass ich versuchen muss, für mich in die Ruhe zu kommen, sonst bin ich nicht mehr handlungsfähig. Hast du Freundinnen, mit denen du dich ab und zu treffen kannst? Ich trinke jeden Tag Lavendeltee und Melissentee und mache mir abends ein paar Tropfen naturreines Lavendelöl aufs Kopfkissen. Das hilft tatsächlich, ich kann seitdem besser schlafen. Ich lenke mich auch ab mit Lesen und Fernsehen. Mach Sachen, die dir gut tun. Kannst dir auch Neurodoron in der Apotheke besorgen, das ist ein gutes Naturheilmittel für die Nerven.

Alles Liebe, Nina
 
Liebe Gelöschter Benutzer 2394,

ich finde es nicht komisch, wenn du schreibst, dass du uns umarmst, ich finde es schön. Danke. Ich wünsche dir auch alles Gute und umarme dich. Versuche, nicht nur in Angst zu leben. Das macht dich kaputt. Ich habe die ersten Monate auch ständig in Angst gelebt aber jetzt geht es mir besser, weil ich verstanden habe, dass ich versuchen muss, für mich in die Ruhe zu kommen, sonst bin ich nicht mehr handlungsfähig. Hast du Freundinnen, mit denen du dich ab und zu treffen kannst? Ich trinke jeden Tag Lavendeltee und Melissentee und mache mir abends ein paar Tropfen naturreines Lavendelöl aufs Kopfkissen. Das hilft tatsächlich, ich kann seitdem besser schlafen. Ich lenke mich auch ab mit Lesen und Fernsehen. Mach Sachen, die dir gut tun. Kannst dir auch Neurodoron in der Apotheke besorgen, das ist ein gutes Naturheilmittel für die Nerven.

Alles Liebe, Nina
Liebe Nina,
Ich habe viele Freundinnen gehabt, in der letzten zwei Jahre habe ich mich zurückgezogen, nur drei von meine Freundinnen wissen über die Krankheit meines Sohnes aber wir treffen uns nicht. Meine beste Freundin schreibt mir jeden Tag und das ist eine große Hilfe für mich. Ich suche eher den Kontakt zu Menschen die die gleiche Realität wie ich haben. Ich werde Lavendeltee und Melissentee kaufen, das ist bestimmt gut für meine Seele. Danke, dass du dir sie Zeit nimmst mir zu schreiben. Ich umarme dich
 
Hallo Gelöschter Benutzer 2394,
dein Name bedeutet "Hoffnung", gib die Hoffnung nicht auf!
Mein Sohn (34) Jahre, Asperger Autist, ist ebenfalls psychisch schwer erkrankt. Vor anderthalb Jahren teilte er mir mit, er wolle nichts mehr mit mir zu tun haben, und brach den persönlichen Kontakt zu mir komplett ab, fing dann aber an, mir furchtbare, aggressive, teils auch bedrohliche E-Mails zu schreiben, mit völlig irrealen Inhalten. Ich habe dann versucht, per E-Mail Dinge freundlich mit ihm zu klären, aber es war eindeutig, dass er sich nicht mehr in unserer Realität befindet. Er hatte vor neun Jahren schon mal eine Psychose und hörte damals Stimmen, vor denen er sehr viel Angst und Panik hatte (es ging immer darum, dass er in die Hölle käme etc.) Er war jahrelang in verschiedenen religiösen Gruppen aktiv, von denen ich der Meinung bin, dass sie seinem Geist nicht wirklich gut getan haben, aber er hatte sich schon von klein auf vor allem für Religionen interessiert.
Als er die Stimmen hörte und in Panik war, ließ er sich von uns überreden, in eine Klinik zu gehen, er war dann zweieinhalb Monate in der anthroposophischen Friedrich Husemann Klinik in Buchenbach bei Freiburg. Ich hatte einen guten Eindruck von der Klinik, die ganze Atmosphäre erschien mir sehr viel angenehmer als in normalen Psychiatrien (ich habe den Vergleich, weil meine Mutter und meine Schwester in "normalen" psychiatrischen Kliniken waren). Er bekam in Buchenbach Risperdal 4mg, was ihn zunächst völlig außer Gefecht setzte, aber die Stimmen gingen weg. Zuhause wurde das Risperdal dann schrittweise reduziert, die Stimmen kamen zurück aber er war in Behandlung bei einer Psychiaterin, die neben ihrer schulmedizinischen Ausbildung auch eine Ausbildung in klassischer Homöopathie hat. Die hat ihm dann zusätzlich zum Risperdal mehrmals ein homöopathisches Mittel gegeben. Die Stimmen verschwanden wieder. Damals war er sehr dankbar für meine Unterstützung. Er hat das Risperdal in geringer Dosis fast sechs Jahre lang genommen und es lief ziemlich gut, bis er irgendwann sagte, er wolle es ganz absetzen (zum Schluss war er auf 0,5 mg Risperdal). Nachdem es dann ganz ausgeschlichen wurde, begannen etwa zwei Monate später seine autistischen Züge, die unter Risperdal sehr zurück gegangen waren, wieder stärker zu werden. Und dann wurde er mir gegenüber immer ablehnender und feindseliger. Ich konnte ihm nicht mehr helfen, weil er keinerlei persönlichen Kontakt zu mir mehr zuließ.
Er hat seit fast neun Monaten seine Wohnung nicht mehr verlassen und hat das in absehbarer Zeit wohl auch nicht vor. Mein Lebensgefährte, der noch Zugang zu ihm hat, versorgt ihn einmal pro Woche mit Lebensmitteln, Getränken und mit allem, was er sonst noch braucht.
Er wohnt im selben Mehrfamilienhaus wie wir in einer eigenen Wohnung. Manchmal schimpfte er so laut und wütend über mich, dass es im ganzen Treppenhaus zu hören war und sich der Mieter unter ihm mehrfach beim Vermieter (der auch im Haus wohnt) beschwerte. Ich hatte Angst, dass er seine Wohnung verlieren würde. Als er noch rausging hat der sich des Öfteren mit Tüchern verschleiert und hier und da flach auf den Boden gelegt, auf den Supermarktparkplatz oder beim Bahnhof oder sonstwo. Die Leute haben es mir dann erzählt und manchmal habe ich es auch selbst gesehen. Ich hatte immer Angst, dass ihm was passiert. Diese Angst ist zumindest weg, seit er nicht mehr rausgeht, aber das ist ja auch kein Zustand.
Ich war beim Sozialpsychiatrischen Dienst, sie waren sehr freundlich und wir konnten meinen Sohn überreden, dass er einen Mitarbeiter empfing. Der wollte mit ihm Kontakt aufnehmen aber es funktionierte nicht, mein Sohn hielt dabei nur religiöse Monologe und schrieb am nächsten Tag, er wolle nicht, dass jemand zu ihm kommt. Es besteht keinerlei Krankheitseinsicht und seine Psychiaterin sagte mir, ihr seien die Hände gebunden, sie könne ihn nicht behandeln, wenn er nicht bereit wäre, in die Praxis zu kommen. Mein Lebensgefährte konnte ihn dann überzeugen, dasselbe homöopathische Mittel einzunehmen, das er vor Jahren von der Psychiaterin bekommen hatte. Wir haben es auch mit ihr besprochen. Und es hat gewirkt! Das heißt nicht, dass seine irrealen Vorstellungen verschwunden sind, aber er wurde viel ruhiger. Mein Lebensgefährte hat ihm das Mittel noch ein paarmal gegeben, immer wenn er sehr unruhig wurde, und er hat seit vielen Wochen nicht mehr laut und aggressiv im Haus rumgeschrien. Er ist jetzt sehr ruhig und das ist schon mal eine Erleichterung. Ich bin überzeugt, dass man auch bei schweren psychischen Erkrankungen mit Homöopathie viel erreichen kann. Mein Sohn bräuchte sicher auch gleichzeitig noch eine geringe Dosis eines antipsychotischen Medikaments aber da er keine Krankheitseinsicht hat und sich nicht behandeln lässt, ist die Verbesserung des Zustands durch das homöopathische Mittel schon mal besser als nichts. Es gibt in München einige Psychiater, die gleichzeitig zur schulmedizinischen Behandlung auch Homöopathie mit guten Erfolgen einsetzen. Einer davon heißt Dr. Nikolaus Hock, wer sich dafür interessiert kann sich ja mal seine Webseite anschauen. Es ist jedenfalls eine sanfte Heilmethode.
Ich fühle mit allen hier, die mit ihren Kindern solche schweren Zeiten durchmachen aber ich denke, es kann sich immer auch etwas zum Besseren verändern. Sehr wichtig ist es, als Angehörige(r) auch gut für sich selbst zu sorgen und etwas für sich selbst zu tun, um nicht in der Verzweiflung zu versinken.
Oh je, eigentlich wollte ich gar nicht so einen langen "Roman" schreiben.
Hallo Nina, wie heißt das homöopathisches Mittel, dass deinen Sohn nimmt?
 
Liebe Gelöschter Benutzer 2394,
wenn jemand mit einer psychischen Erkrankung begleitend (oder ausschließlich) homöopathisch behandelt werden soll, muss das durch einen sehr erfahrenen Homöopathen (Arzt, nicht Heilpraktiker) durchgeführt werden, der vorzugsweise auch Psychiater ist und sich mit psychischen Erkrankungen und auch der schulmedizinischen Behandlung auskennt. Der Homöopath macht eine Anamnese (nimmt die gesamte Krankengeschichte auf) und wählt dann ein Mittel, das bestenfalls genau zu den Symptomen des Patienten passt. Manchmal muss er auch ein oder zwei Mittel ausprobieren, um das passendste zu finden. Man kann nicht einfach selbst irgendein Mittel geben, das vielleicht jemand anders geholfen hat, weil es sehr individuell ausgewählt werden und von einer Fachperson begleitet werden muss. Deshalb würde es deinem Sohn leider nicht helfen, wenn du ihm einfach dasselbe Mittel geben würdest, was mein Sohn bekommen hat, weil er sicher ein anderes braucht. Wenn es nicht das richtige Mittel ist, könnte es sich sonst auch kontraproduktiv auswirken oder bleibt einfach wirkungslos. Die Behandlung muss auf jeden Fall von einem Arzt begleitet werden, weil der beobachten muss, wie sich die Dinge entwickeln. Es gibt meines Wissens in Deutschland nur ein paar Psychiater, die auch homöopathisch behandeln. Mein Sohn hat vor neun Jahren bei seiner ersten Psychose von seiner Psychiaterin, die auch Homöopathin ist, zusätzlich zu dem Neuroleptikum (Risperdal) ein passendes homöopathisches Mittel bekommen. Das Risperdal konnte immer weiter reduziert werden, bis auf die geringe Dosis von 0,5 mg. Nach sechs Jahren wollte es dann ganz ausgeschlichen haben, was auch gemacht wurde, weil er sagte, es täte ihm nicht gut. Aber er wurde dann wieder autistischer (Risperdal hat auch die Indikation Autismus) und rutschte wieder in einen psychotischen Zustand. Da er nicht mehr bereit war, zur Ärztin zu gehen, blieb er über ein Jahr völlig unbehandelt. Seine Ärztin gab mir dann das homöopathische Mittel mit, dass er vor neun Jahren schon mal bekommen hatte und sagte, ein Neuroleptikum dürfe sie natürlich nicht aus der Ferne verordnen, ohne ihn gesehen zu haben. Mein Lebensgefährte bot ihm das homöopathische Mittel an (ich darf mich ihm ja gar nicht nähern) und er hat es auch in Abständen mehrmals genommen. Es hat insofern geholfen, dass er ruhiger wurde und aufhörte, die ganze Zeit so wütend laut und aggressiv rumzuschreien aber sie meint, er bräuchte zusätzlich eine geringe Dosis Psychopharmaka. Aber da er nicht bereit ist, seine Wohnung zu verlassen und zu ihr in Praxis zu kommen, müssen wir jetzt halt erst mal abwarten, wie es weitergeht. Es gibt in München drei Psychiater, die auch Homöopathen sind (Dr. Hock, Dr. Besserer und Dr. Gerke) aber soweit ich weiß, läuft bei denen die homöopathische Behandlung über Privatrechnung. Man muss, wie ich gehört habe, nur ein oder zweimal hinkommen, die restliche Behandlung kann auch fernmündlich laufen, wenn man sehr weit weg wohnt.
Liebe Grüße, Nina
 
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