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Willkommen im Psychose‑Forum

Dieses Forum ist ein moderierter, vertrauensvoller Raum für Menschen mit psychotischen Erfahrungen, Angehörige und Fachinteressierte. Wir verbinden persönliche Erfahrungsberichte mit evidenzbasierten Informationen, Praxisübersichten und niedrigschwelligen Hilfsangeboten, damit belastende Phasen besser eingeordnet und bewältigt werden können.

Tausche dich aus, stelle Fragen und finde Unterstützung — respektvoll, anonym möglich und auf Augenhöhe. Unsere Moderation sorgt für Sicherheit und Qualität; wir legen Wert auf Transparenz, Patientenrechte und fundierte Informationen, damit du informierte Entscheidungen treffen kannst.

✅ Positiv‑ und Negativsymptome behandeln
Pharmakologische Strategien
➝ 2‑seitige Praxisübersicht: PDF-Druckversion
Kompakte Darstellung der Intervalltherapie, zusätzlicher Wirkstoffe und Nebenwirkungsspektren. Die PDF bietet eine strukturierte Orientierung, die auf klinischer Erfahrung und aktueller Evidenz basiert.
“It is plausible that this strategy prevents potential dopaminergic supersensitivity.”
– Prof. Dr. Stephen M. Stahl
↗ Medikamentöse Orientierung
Eine didaktisch und neutral verfasste Therapieorientierung, die die Funktionsweisen von Wirkstoffkombinationen und Intervalltherapie erläutert.

📝 Evidenzbasierte Analyse
↗ Bupropion bei Schizophrenie – Wirkmechanismen & Therapieansätze
Forschungsarbeit zu Wirkmechanismen, Kombinationsstrategien und ergänzenden, niedrigschwelligen Therapieoptionen.
✅ Vorteile des Forums
  • Sicherer, moderierter Austausch — geschützte Räume, Moderation gegen Fehlinformation und respektvolle Diskussion.
  • Erfahrungs‑ und Peer‑Support — Alltagstipps und Bewältigungsstrategien von Menschen mit ähnlichen Erfahrungen.
  • Evidenzbasierte Informationen — verständliche Zusammenfassungen von Studien und Praxisübersichten zur Unterstützung informierter Entscheidungen.
  • Medikamente‑Check & Nebenwirkungsmanagement — Erfahrungsberichte, Dokumentationshilfen und Hinweise zum Umgang mit Nebenwirkungen.
  • Praktische Ressourcen — PDF‑Guides, Links zu Anlaufstellen und lokale Hilfsangebote in Deutschland.
  • Angehörigen‑Support — Raum für Fragen, Austausch über Betreuung, Kommunikation und Rechte.
  • Niedrigschwellige Kontaktwege — Chat, private Nachrichten und moderierte Gesprächsrunden für akute Fragen.
  • Stärkung der Mitbestimmung — Informationen zu Patientenrechten, Einwilligung und Transparenz bei Therapieentscheidungen.

⚠️ Depotantipsychotika – kritische Aufklärung

Kurz: Depotpräparate können in bestimmten Situationen sinnvoll sein; zugleich bestehen erhebliche Probleme bei Indikation, Transparenz und ökonomischen Anreizen. Studien zeigen, dass LAIs Rückfälle reduzieren können, die Praxis braucht aber kritische Kontrolle.

Wesentliche Kritikpunkte

  • Vertrauensverlust: Langfristige Depotverordnungen können das Vertrauensverhältnis zwischen Behandelnden und Betroffenen untergraben.
  • Indikationsverschiebung: Depots werden teils dauerhaft eingesetzt, obwohl sie vor allem bei fehlender Einsicht oder Adhärenz anfangs sinnvoll sind.
  • Ökonomische Anreize: Hohe Kosten, unklare Preisbildung und Erstattungsmechanismen schaffen Interessenkonflikte und reduzieren Anreize für verträglichere Innovationen.
  • Innovationshemmnis: Marktlogik kann dazu führen, dass neue, besser verträgliche orale Wirkstoffe schlechter zugänglich sind.

Praktische Hinweise

  1. Zu Beginn: Depot kann helfen, Rückfälle zu verhindern und Zeit für Krankheits‑ und Einsichtsentwicklung zu gewinnen.
  2. Später: Regelmäßige Überprüfung der Indikation; bei Einsicht und Stabilität auf orale Optionen und Generika umstellen.
  3. Bei Durchbrüchen: Ursachen prüfen (Substanzen, somatische Faktoren, Verabreichung), Dosis/Intervall anpassen, Substanzwechsel erwägen; Clozapin bei Therapieresistenz prüfen.

Was gefordert werden sollte

  • Transparenz: Klare Preis‑ und Erstattungsregeln für Depots und Generika.
  • Patientenrechte: Einwilligungsorientierte Entscheidungen und regelmäßige Indikationsprüfungen.
  • Förderung von Innovation: Forschung für verträglichere Wirkstoffe und fairer Wettbewerb.

Diese Kurzfassung benennt Probleme und Handlungsfelder, ersetzt aber keine individuelle medizinische Beratung. Betroffene sollten Mitbestimmung einfordern und Nebenwirkungen melden.

↗ Depotantipsychotika: Wie Patente, Marktlogik und Machtstrukturen Innovation blockieren

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  • Erfahrungsberichte und Alltagstipps
  • Infos zu Behandlung, Nebenwirkungen und Rechten
  • Unterstützung durch Betroffene und Angehörige

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Besondere Vorteile

📄 Kompakte Medikamente‑Orientierung
Übersicht zu Intervalltherapie, Kombinationsstrategien und Nebenwirkungsprofilen. Die PDF dient als praxisnahe Orientierung und ergänzt die inhaltliche Einordnung im Forum.
“It is plausible that this strategy prevents potential dopaminergic supersensitivity.”
– Prof. Dr. Stephen M. Stahl

⚠️ Depotantipsychotika – kritische Aufklärung

Kurz: Depotpräparate können in bestimmten Situationen sinnvoll sein. Gleichzeitig gibt es Probleme bei Indikation, Transparenz und ökonomischen Anreizen. Studien zeigen, dass LAIs Rückfälle reduzieren können; die Praxis braucht aber kritische Kontrolle.

Wesentliche Kritikpunkte

  • Vertrauensverlust: Dauerhafte Depotverordnungen können das Verhältnis zwischen Behandelnden und Betroffenen belasten.
  • Indikationsverschiebung: Depots werden teils länger eingesetzt als nötig.
  • Ökonomische Anreize: Unklare Preisbildung und Erstattung schaffen Interessenkonflikte.
  • Innovationshemmnis: Marktstrukturen können den Zugang zu verträglicheren Wirkstoffen erschweren.

Was gefordert werden sollte

  • Transparenz: Klare Preis‑ und Erstattungsregeln für Depots und Generika.
  • Patientenrechte: Einwilligungsorientierte Entscheidungen und regelmäßige Indikationsprüfungen.
  • Förderung von Innovation: Forschung für verträglichere Wirkstoffe und fairer Wettbewerb.

Diese Kurzfassung benennt Probleme und Handlungsfelder, ersetzt aber keine medizinische Beratung. Betroffene sollten Mitbestimmung einfordern und Nebenwirkungen melden.

↗ Depotantipsychotika: Beitrag lesen

Neu: Bereich für Angehörige

Liebe Gelöschter Benutzer 2394,
wenn jemand mit einer psychischen Erkrankung begleitend (oder ausschließlich) homöopathisch behandelt werden soll, muss das durch einen sehr erfahrenen Homöopathen (Arzt, nicht Heilpraktiker) durchgeführt werden, der vorzugsweise auch Psychiater ist und sich mit psychischen Erkrankungen und auch der schulmedizinischen Behandlung auskennt. Der Homöopath macht eine Anamnese (nimmt die gesamte Krankengeschichte auf) und wählt dann ein Mittel, das bestenfalls genau zu den Symptomen des Patienten passt. Manchmal muss er auch ein oder zwei Mittel ausprobieren, um das passendste zu finden. Man kann nicht einfach selbst irgendein Mittel geben, das vielleicht jemand anders geholfen hat, weil es sehr individuell ausgewählt werden und von einer Fachperson begleitet werden muss. Deshalb würde es deinem Sohn leider nicht helfen, wenn du ihm einfach dasselbe Mittel geben würdest, was mein Sohn bekommen hat, weil er sicher ein anderes braucht. Wenn es nicht das richtige Mittel ist, könnte es sich sonst auch kontraproduktiv auswirken oder bleibt einfach wirkungslos. Die Behandlung muss auf jeden Fall von einem Arzt begleitet werden, weil der beobachten muss, wie sich die Dinge entwickeln. Es gibt meines Wissens in Deutschland nur ein paar Psychiater, die auch homöopathisch behandeln. Mein Sohn hat vor neun Jahren bei seiner ersten Psychose von seiner Psychiaterin, die auch Homöopathin ist, zusätzlich zu dem Neuroleptikum (Risperdal) ein passendes homöopathisches Mittel bekommen. Das Risperdal konnte immer weiter reduziert werden, bis auf die geringe Dosis von 0,5 mg. Nach sechs Jahren wollte es dann ganz ausgeschlichen haben, was auch gemacht wurde, weil er sagte, es täte ihm nicht gut. Aber er wurde dann wieder autistischer (Risperdal hat auch die Indikation Autismus) und rutschte wieder in einen psychotischen Zustand. Da er nicht mehr bereit war, zur Ärztin zu gehen, blieb er über ein Jahr völlig unbehandelt. Seine Ärztin gab mir dann das homöopathische Mittel mit, dass er vor neun Jahren schon mal bekommen hatte und sagte, ein Neuroleptikum dürfe sie natürlich nicht aus der Ferne verordnen, ohne ihn gesehen zu haben. Mein Lebensgefährte bot ihm das homöopathische Mittel an (ich darf mich ihm ja gar nicht nähern) und er hat es auch in Abständen mehrmals genommen. Es hat insofern geholfen, dass er ruhiger wurde und aufhörte, die ganze Zeit so wütend laut und aggressiv rumzuschreien aber sie meint, er bräuchte zusätzlich eine geringe Dosis Psychopharmaka. Aber da er nicht bereit ist, seine Wohnung zu verlassen und zu ihr in Praxis zu kommen, müssen wir jetzt halt erst mal abwarten, wie es weitergeht. Es gibt in München drei Psychiater, die auch Homöopathen sind (Dr. Hock, Dr. Besserer und Dr. Gerke) aber soweit ich weiß, läuft bei denen die homöopathische Behandlung über Privatrechnung. Man muss, wie ich gehört habe, nur ein oder zweimal hinkommen, die restliche Behandlung kann auch fernmündlich laufen, wenn man sehr weit weg wohnt.
Liebe Grüße, Nina
Liebe Nina, vielen Dank für deine Erklärung. Wir leben im Norden. Vielleicht kann die Ärztin deines Sohnes fragen, ob sie ihn besuchen kann, um festzustellen, in welche Zustand er sich befindet. Die Ärztin meines Sohnes sagte mir, ich sollte mich melden wenn meinen Sohn sehr krank wird, dann wird sie vorbei kommen.
Ich umarme dich! Liebe Grüße
 
Liebe Gelöschter Benutzer 2394,
wir leben in Süddeutschland. Wir hatten Glück, dass die Ärztin meines Sohnes in derselben Stadt ist, wie wir, aber sie macht grundsätzlich gar keine Hausbesuche (auch bei uns nicht) und leider nimmt sie auch keine neuen Homöopathie-Patienten mehr an, weil sie völlig überlastet ist. (Uns würde aber zur Zeit auch ein Hausbesuch gar nichts nützen, weil mein Sohn überhaupt keine Notwendigkeit, sieht, sich behandeln zu lassen, er meint ja, mit ihm sei alles in Ordnung. (Mein Lebensgefährte hatte ihm angeboten, ihn zur Ärztin zu fahren aber er hat abgelehnt). Vielleicht gibt es auch im Norden einen Psychiater, der homöopathisch arbeitet. Müsste man recherchieren. Es ist doch schon mal gut, dass die Ärztin deines Sohnes einen Hausbesuch anbietet. Würde er denn zustimmen, dass sie kommt?
Liebe Grüße
 
Die meisten schulmedizinisch arbeitenden Psychiater lehnen die Homöopathie ab (wie auch viele andere Ärzte). Ich bin allerdings überzeugt, dass sie hilfreich sein kann (auch, um notwendige Psychopharmaka zu reduzieren und mehr Lebensqualität zu haben)
 
Liebe Gelöschter Benutzer 2394,
wir leben in Süddeutschland. Wir hatten Glück, dass die Ärztin meines Sohnes in derselben Stadt ist, wie wir, aber sie macht grundsätzlich gar keine Hausbesuche (auch bei uns nicht) und leider nimmt sie auch keine neuen Homöopathie-Patienten mehr an, weil sie völlig überlastet ist. (Uns würde aber zur Zeit auch ein Hausbesuch gar nichts nützen, weil mein Sohn überhaupt keine Notwendigkeit, sieht, sich behandeln zu lassen, er meint ja, mit ihm sei alles in Ordnung. (Mein Lebensgefährte hatte ihm angeboten, ihn zur Ärztin zu fahren aber er hat abgelehnt). Vielleicht gibt es auch im Norden einen Psychiater, der homöopathisch arbeitet. Müsste man recherchieren. Es ist doch schon mal gut, dass die Ärztin deines Sohnes einen Hausbesuch anbietet. Würde er denn zustimmen, dass sie kommt?
Liebe Grüße
Liebe Nina, ich glaube meinen Sohn wird nicht zustimmen, aber wenn ihn sehr schlecht wird, und ich hoffe, das passiert nicht, dann werde ich die Ärztin anrufen. Es gibt um seine Gesundheit, ich hasse dieses Gesetzt in Deutschland. Wenn man ein Unfall hat und man bewusstlos ist, der Doktor fragt nicht nach ob er operiert darf. Mann muss die Menschen helfen. Ich umarme dich. Liebe Grüße
 
Welches Gesetz und wo ist das Problem?
Ich würde in so einer Situation erstmal direkt in der Klinik anrufen und dort fragen einen Psychiater sprechen zu können. Die kennen diese Situationen ja und was es für Möglichkeiten gibt.
 
Der Mensch hat einen freien Willen, seine Selbstbestimmung steht an oberster Stelle. Davon gibt es eine Ausnahme: Nur wer sich selbst oder andere aufgrund einer psychischen Erkrankung in Gefahr bringt, dem darf gegen seinen Willen geholfen werden – was letztlich eine Zwangseinweisung in die Psychiatrie bedeutet. Warum muss etwas passiert damit man behandelt wird?
 
Welches Gesetz und wo ist das Problem?
Ich würde in so einer Situation erstmal direkt in der Klinik anrufen und dort fragen einen Psychiater sprechen zu können. Die kennen diese Situationen ja und was es für Möglichkeiten gibt.
Maggi
Die Ärzte können nicht helfen wenn man sich nicht helfen lässt. Mein Sohn ist gegen Tabletten und gegen Therapie.
 
Warum muss etwas passiert damit man behandelt wird?
Die Frage wäre, ob es einem danach auch wirklich besser geht und ich glaube da liegt das Problem. Neuroleptika oder Antipsychotika greifen ja sehr stark in die Hirnchemie ein, man gewinnt Zeit und Stabilität, aber Heilung steht auf einen anderen Papier und rückt womöglich sogar in die Ferne.
Durch die Behandlung stellt man das Leben auch das Berufsleben des Betroffenen auf den Kopf, was erst recht zu Jobverlust und anderen Problemen beitragen kann, also braucht man gleichzeitig etwas, was einen auffängt und selbst für Angehörige können diese radikalen Veränderungen und Negativsymptome schwierig sein, wenn man als Betroffene/r in Richtung Messi sich entwickelt, keinen Job mehr findet oder diese Jobs einfach zuviel sind.

Ich bin der Überzeugung, dass erstmal die Therapien besser werden müssen wo meine Medikamente-Empfehlung bzw. Leitlinie ein Ansatz ist auch mal Negativsymptome gezielt zu behandeln, die bei der üblichen Behandlung mit Neuroleptika praktisch fast unbehandelt bleiben, wo manche Dinge besser andere auch schlechter werden.

Solange nach der Behandlung keine Krankheitseinsicht durch einen besseren Gesundheitszustand da ist, solange kann man glaube ich keine Zwänge auferlegen, wenn die Behandlungen besser werden, wird man womöglich gar keine Zwänge brauchen, wobei ich auch der Meinung bin das man bei Eigen- und Fremdgefährdung rechtzeitig auch präventiv Lösungen finden sollte gerade, auch wenn Angehörige wirklich das im Sinne ihrer Liebsten tut.
Ich als Betroffener sehe eben das Risiko, dass man sich von der Behandlung zuviel verspricht und die Folgen unterschätzt, die Positives und Negatives mit sich bringen.
Andersherum kann es ja auch sein, dass Betroffene ihre Eltern in Behandlung bringen wollen und dann bei so etwas Aussage gegen Aussage steht, wo Schizophrenie auch eine Erbkrankheit ist, ist das womöglich keine Seltenheit.
Auch berührt die Erkrankung zwischenmenschliche Machtgefüge und da bin ich eben auch eher der Typ der Angst vor Behandlungen hat, die womöglich auch ein Mindestmaß an Härte erfordern, um eine Psychose dann auch wirklich greifen zu können. Man weiß womöglich zu wenig und das Gehirn ist ja etwas Zentrales, also die Medikamente sind zwar reversibel, aber wenn du am Bein oder woanders operiert wirst, wirst du ja vorher auch gefragt.

Ich hätte wenn da ein Gesetz das Problem darstellt, wirklich gern mal Gegenentwürfe oder Alternativvorschläge, denn ich persönlich will in dieser Gesellschaft meine Meinung frei sagen dürfen und weiß, dass ich krank bin, wenn ich für jede Kleinigkeit wo noch keine Gefährdungslage vorliegt, wenn man dann Zwangsbehandelt werden kann, dann sind wir glaube ich schnell in Zuständen wie man es von Diktaturen kennen, wo man Andersdenkende einfach behandelt oder wegsperrt.

Solange es also keine schonenden Therapien wie meine Empfehlung in der Versorgung standardmäßig gibt, sehe ich auch keinen Raum das man für diese schlechten Therapien womöglich sein Leben opfert um anderen weniger auf den Geist zu gehen. Es hat meiner Meinung nach auch Gründe warum Erkrankte krank sind und wenn man an solchen Rechten sägt, dann trifft es meistens die Schwächeren die womöglich im Recht sind, dann aber allem völlig machtlos ausgesetzt sind.
Dieses Machtgefälle was nach der Behandlung ensteht sehe ich als Problem, da braucht man eine Familie die einen auffängt, ansonsten ist die Suizidgefahr auch gegeben die mit der Behandlung und diesen Dingen einhergeht.
 
@Gelöschter Benutzer 2394 du könntest ihn ja auch mal zum Forum hier einladen, dass er seine Einstellung und Meinung zu den Medikamenenten schildert. Vielleicht lässt er sich ja auf so etwas ein und kann später dann nochmal darüber nachdenken, ob er eine Behandlung macht, wo es sicher schonende Wege gibt. Also Aripiprazol ist mild von der Verträglichkeit und wirkt sehr gut, bei mir hat sogar die kleinste Dosis 5mg ausgereicht, was ein rießen Unterschied zu Risperdal und Haldol war, was mich auch sehr gefressen hat.
Dahingehend könntest du eben mit ihm reden ob er sich hier mal über die Medikamente austauschen würde, damit er wenn er sich in Behandlung begibt da zukünftig planvoll ranbewegen kann, was einen Sicherheit gibt und Ängste nimmt.
 
@Gelöschter Benutzer 2394 du könntest ihn ja auch mal zum Forum hier einladen, dass er seine Einstellung und Meinung zu den Medikamenenten schildert. Vielleicht lässt er sich ja auf so etwas ein und kann später dann nochmal darüber nachdenken, ob er eine Behandlung macht, wo es sicher schonende Wege gibt. Also Aripiprazol ist mild von der Verträglichkeit und wirkt sehr gut, bei mir hat sogar die kleinste Dosis 5mg ausgereicht, was ein rießen Unterschied zu Risperdal und Haldol war, was mich auch sehr gefressen hat.
Dahingehend könntest du eben mit ihm reden ob er sich hier mal über die Medikamente austauschen würde, damit er wenn er sich in Behandlung begibt da zukünftig planvoll ranbewegen kann, was einen Sicherheit gibt und Ängste
Maggi ich werde mit meinen Sohn darüber reden. Vielen Dank für deine Hilfe. Ich umarme dich
 
Die Frage wäre, ob es einem danach auch wirklich besser geht und ich glaube da liegt das Problem. Neuroleptika oder Antipsychotika greifen ja sehr stark in die Hirnchemie ein, man gewinnt Zeit und Stabilität, aber Heilung steht auf einen anderen Papier und rückt womöglich sogar in die Ferne.
Durch die Behandlung stellt man das Leben auch das Berufsleben des Betroffenen auf den Kopf, was erst recht zu Jobverlust und anderen Problemen beitragen kann, also braucht man gleichzeitig etwas, was einen auffängt und selbst für Angehörige können diese radikalen Veränderungen und Negativsymptome schwierig sein, wenn man als Betroffene/r in Richtung Messi sich entwickelt, keinen Job mehr findet oder diese Jobs einfach zuviel sind.

Ich bin der Überzeugung, dass erstmal die Therapien besser werden müssen wo meine Medikamente-Empfehlung bzw. Leitlinie ein Ansatz ist auch mal Negativsymptome gezielt zu behandeln, die bei der üblichen Behandlung mit Neuroleptika praktisch fast unbehandelt bleiben, wo manche Dinge besser andere auch schlechter werden.

Solange nach der Behandlung keine Krankheitseinsicht durch einen besseren Gesundheitszustand da ist, solange kann man glaube ich keine Zwänge auferlegen, wenn die Behandlungen besser werden, wird man womöglich gar keine Zwänge brauchen, wobei ich auch der Meinung bin das man bei Eigen- und Fremdgefährdung rechtzeitig auch präventiv Lösungen finden sollte gerade, auch wenn Angehörige wirklich das im Sinne ihrer Liebsten tut.
Ich als Betroffener sehe eben das Risiko, dass man sich von der Behandlung zuviel verspricht und die Folgen unterschätzt, die Positives und Negatives mit sich bringen.
Andersherum kann es ja auch sein, dass Betroffene ihre Eltern in Behandlung bringen wollen und dann bei so etwas Aussage gegen Aussage steht, wo Schizophrenie auch eine Erbkrankheit ist, ist das womöglich keine Seltenheit.
Auch berührt die Erkrankung zwischenmenschliche Machtgefüge und da bin ich eben auch eher der Typ der Angst vor Behandlungen hat, die womöglich auch ein Mindestmaß an Härte erfordern, um eine Psychose dann auch wirklich greifen zu können. Man weiß womöglich zu wenig und das Gehirn ist ja etwas Zentrales, also die Medikamente sind zwar reversibel, aber wenn du am Bein oder woanders operiert wirst, wirst du ja vorher auch gefragt.

Ich hätte wenn da ein Gesetz das Problem darstellt, wirklich gern mal Gegenentwürfe oder Alternativvorschläge, denn ich persönlich will in dieser Gesellschaft meine Meinung frei sagen dürfen und weiß, dass ich krank bin, wenn ich für jede Kleinigkeit wo noch keine Gefährdungslage vorliegt, wenn man dann Zwangsbehandelt werden kann, dann sind wir glaube ich schnell in Zuständen wie man es von Diktaturen kennen, wo man Andersdenkende einfach behandelt oder wegsperrt.

Solange es also keine schonenden Therapien wie meine Empfehlung in der Versorgung standardmäßig gibt, sehe ich auch keinen Raum das man für diese schlechten Therapien womöglich sein Leben opfert um anderen weniger auf den Geist zu gehen. Es hat meiner Meinung nach auch Gründe warum Erkrankte krank sind und wenn man an solchen Rechten sägt, dann trifft es meistens die Schwächeren die womöglich im Recht sind, dann aber allem völlig machtlos ausgesetzt sind.
Dieses Machtgefälle was nach der Behandlung ensteht sehe ich als Problem, da braucht man eine Familie die einen auffängt, ansonsten ist die Suizidgefahr auch gegeben die mit der Behandlung und diesen Dingen einhergeht.
Maggi,
glaube nicht, dass es etwas mit Diktatur zu tun hat, ich denke, ein Arzt sollte entscheiden, ob eine Person behandelt werden sollte oder nicht. Der Schizophrene sieht sich in der akuten Phase nicht krank, in vielen Fällen bringt er sich unbewusst in Gefahr. Viele sind heute nicht hier, nicht weil sie Selbstmord begehen, sondern weil sie die Gefahr nicht erkennen, und das wissen alle Ärzte.
Ich umarme dich.
 
Was genau meinst, wo erkennt er keine Gefahr? Ich kenne ja auch so Situationen, gibt ja ganz unterschiedliches.
Normal bei Selbst- und Fremdgefährdung kann man jemand einweisen.
Maggi , meine Tochter lebt mit nun Erkältung auf der Straße , normalerweise hätte sie das wohl anders entschieden . Sie erzählte mir das irgendein Typ eiskalt vor ihr onaniert hätte , Nachts auf der Straße . Noch immer hat sie ihr Haustier bei sich .
Noch immer ist da keine Einsicht um die Notwendigkeit , mir ihr Haustier anzuvertrauen ,um in ner Obdachlosenunterkunft dringende ärztliche Hilfe ( Erkältung )in Anspruch zu nehmen und in einem Bett schlafen zu können ( um ihre Erkältung auszukurieren , weils ja auch ne Lungenentzündung werden könnte ). Dort bekommt sie auch ohne Krankenkarte ärztliche Hilfe .
Auch meine Tochter erkennt die Gefahren nicht , die ein weiteres Handeln in diese Richtung mit sich bringt ( als Eigengefährdung allerdings wird das nicht gesehen ) . Man spricht diesen Menschen die Klarheit zu ihr Leben in die Hand nehmen zu können , was nicht so ist . Aus welchen Gründen auch immer und jeder Angehörige kann Bände zum Thema wie es vorher war und wie es jetzt ist erzählen
 
Zuletzt bearbeitet:
Auch meine Tochter erkennt die Gefahren nicht , die ein weiteres Handeln in diese Richtung mit sich bringt ( als Eigengefährdung allerdings wird das nicht gesehen ) . Man spricht diesen Menschen die Klarheit zu ihr Leben in die Hand nehmen zu können , was nicht so ist . Aus welchen Gründen auch immer und jeder Angehörige kann Bände zum Thema wie es vorher war und wie es jetzt ist erzählen
Deswegen frage ich ja, weil die Situationen sehr unterschiedlich sind. Beim einen radikalisiert sich das Kind vielleicht, da es sich in irgendwelche politische Dinge reinsteigert, beim anderen sind das dann extentielle Nöte oder wo jemand freiweg auf in den Staßenverkehr läuft oder ins Auto steigt und den Straßenverkehr gefährdet.

Ich denke es hilft schon die individuelle Situation besser zu verstehen und Medikamente oder Klinikbehandlung lösen ja erstmal nur die Positivsymptome. Negativsymptome die zu der Verwahrlosung beitragen, werden durch die Therapien teilweise eben auch noch schlimmer, was ein Grund ist, weshalb Betroffene es ablehnen, denn es kann zu den Problemen und Obdachlosigkeit mit beigetragen haben, wo Andere die nie in Behandlung waren oder minimals Medikamente einnehmen sich zum teil wieder fangen. Auch da sind die Situationen unterschiedlich.

Was Gründe für Zwang angeht hat man im Gesetz schon viel Spielraum und kann Betroffene in der Geschlossene für Wochen verschwinden lassen, ob man da dann Neuroleptika zwangsweise anwenden darf weis ich nicht. Mich hat man damals in der Geschlossene das Zeug einfach gegeben, also mehr oder weniger mit Zwang, weil man Betroffene psychisch auch unter Druck setzt die Medikamente einnehmen zu müssen um da wieder herauszukommen.

Will nur sagen das es für jedes Problem irgendwo eine Handhabe gibt und bei Eigen- und Fremdgefährung, also wenn wirklich Gefahr in Verzug ist, da darf man jemanden in der Psychiatrie quasi Zwangstherapieren.

Bei deiner Tochter wäre die Frage, ob man auch so eine Unterkunft für sie findet ohne das sie gezwungen werden muss Medikamente zu nehmen. Wenn da die Psychiatrie als Klinik eine Anlaufstelle wäre, vielleicht würde deine Tochter darin ja einen Vorteil für sich sehen. Anderweitig gibt es wie beschrieben zig andere Medikamente als Haldol die besser verträglich sind und wenn man auf Zwang gezwungen wird so etwas einzunehmen, was einen Jahre kostet bist man sich davon erhohlt hat, dann würde ich auch einen großen Bogen um diese Psychiatrie machen. Musste das ja selbst auch schon einnehmen und es gibt doch heutzutage andere Mittel, wo Haldol wirklich nur noch in der Klinik wenn es ganz schlimm ist Sinn machen kann.
Auch wenn ich das wiederhole, mit Haldol wäre ich nie mehr der Alte geworden und heute kann ich von Glück reden aus dieser Sch.. zum großteil herausgekommen zu sein. Nicht Dank der Psychiatrie, sondern trotz der Psychiatrie musste ich meinen Weg finden und selbst sehen wo ich von den Medikamenten und alles bleibe.
So etwas kann man normal niemanden zumuten und bei mir war das nur so, weil meine Familie und alles genug Möglichkeiten hatte mich aufzufangen.
Im Grunde kann ich es verstehen wenn Angehörige sich alleine gelassen fühlen wie wir Betroffenen eben auch, nur was bringt einen Hilfe wenn diese nur ein Feigenblatt ist und man um Jahrzehnte rückständig oder einfach falsch therapiert.
Man spricht ja auch gern von Drehtürpatienten, dass bedeutet das viele immer wieder zurückkommen und es ist normal das Betroffene frühzeitig absetzen.
Würde man verträgliche Theapien oder Kompromisslösungen wie meine Orientierung anbieten, hätte man keine solchen schlimmen Probleme und Eltern wie du ihr Kind zurück. Dazu braucht es änderungen im psychiatrischen System das dort genauer hingeschaut werden muss und keine weiteren Einschränkungen und Zwänge für Erkrankte was alles nur noch schlimmer macht.
 
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Maggi , meine Tochter lebt mit nun Erkältung auf der Straße , normalerweise hätte sie das wohl anders entschieden . Sie erzählte mir das irgendein Typ eiskalt vor ihr onaniert hätte , Nachts auf der Straße . Noch immer hat sie ihr Haustier bei sich .
Noch immer ist da keine Einsicht um die Notwendigkeit , mir ihr Haustier anzuvertrauen ,um in ner Obdachlosenunterkunft dringende ärztliche Hilfe ( Erkältung )in Anspruch zu nehmen und in einem Bett schlafen zu können ( um ihre Erkältung auszukurieren , weils ja auch ne Lungenentzündung werden könnte ). Dort bekommt sie auch ohne Krankenkarte ärztliche Hilfe .
Auch meine Tochter erkennt die Gefahren nicht , die ein weiteres Handeln in diese Richtung mit sich bringt ( als Eigengefährdung allerdings wird das nicht gesehen ) . Man spricht diesen Menschen die Klarheit zu ihr Leben in die Hand nehmen zu können , was nicht so ist . Aus welchen Gründen auch immer und jeder Angehörige kann Bände zum Thema wie es vorher war und wie es jetzt ist erzählen
Diana das tut mir sehr leid, das deine Tochter auf der Straße mit Erkältung ist. Ich vermute, dass deine Tochter Schizophrenie hat. Du bist in ein so ähnlicher Fall wie ich, wir kriegen keine Unterstützung deswegen müssen wir selber das Problem in der Hand nehmen. Bitte hole sie in deine Wohnung, trennt dich von deine Mitbewohner.
Ich umarme dich. Liebe Grüße
 
Diana das tut mir sehr leid, das deine Tochter auf der Straße mit Erkältung ist. Ich vermute, dass deine Tochter Schizophrenie hat. Du bist in ein so ähnlicher Fall wie ich, wir kriegen keine Unterstützung deswegen müssen wir selber das Problem in der Hand nehmen. Bitte hole sie in deine Wohnung, trennt dich von deine Mitbewohner.
Ich umarme dich. Liebe Grüße
 
Diana,
Falls deine Tochter krank wird ich habe 1 Packung Antibiotikum hier. Ich bräuchte nur deine Adresse.
Liebe Grüße
 
Auch wenn ich das wiederhole, mit Haldol wäre ich nie mehr der Alte geworden und heute kann ich von Glück reden aus dieser Sch.. zum großteil herausgekommen zu sein. Nicht Dank der Psychiatrie, sondern trotz der Psychiatrie musste ich meinen Weg finden und selbst sehen wo ich von den Medikamenten und alles bleibe.
... langsam beginne ich (als Angehörige) deine Einstellung zu verstehen. Auf jeden Fall ratsam, diese gedanklich als Perspektive einzubeziehen.

Du weist auch auf Änderungen bzw. Lösungen hin. Wahrscheinlich hat das meine Naivität und Gutgläubigkeit bisher verhindert.

Danke und gute Nacht
 
Hallo Diana,
das hört sich wirklich sehr schlimm an mit deiner Tochter. Ich verstehe auch Maggis Argumentation, es ist nicht damit getan, jemanden einzuweisen und zwangszubehandeln und dann ist alles wieder wie vorher. Drei meiner engsten Angehörigen sind in der Psycbiatrie teilweise zwangsbehandelt worden, keinem hat es langfristig geholfen, eben weil, wie Maggi sehr richtig sagt, nicht hingeschaut wird und immer noch sehr oft mit dem Holzhammer therapiert wird, nach völlig veralteten Standards. Es ist kein Wunder, dass Patienten alles daran setzen, diesen furchtbaren Auswirkungen zu entgehen.

Trotzdem muss deine Tochter irgendwie von der Straße runter. Du schriebst, dass deine Mitbewohnerin sagte, wenn deine Tochter einzieht, dann würde sie ausziehen. Aber könnte es nicht vielleicht eine Kompromisslösung geben, dass deine Tochter abends direkt vor dem Schlafengehen zu dir kommt, um in einem warmen Bett zu übernachten und morgens wieder geht? Damit sie zumindest nichts nachts bei der Kälte und krank und bei den anderen Gefahren draußen sein muss? Vielleicht wäre deine Mitbewohnerin zu so einem Kompromiss bereit, bis eine andere Lösung gefunden ist? Du könntest ihr dann Medikamente geben, Tee kochen etc.
@Gelöschter Benutzer 2394: Antibiotika helfen leider nicht bei Erkältung und Grippe, weil das Viren sind und Antibiotika nur gegen Bakterien helfen aber es gibt gute Naturheilmittel gegen Viren.
Diana, ich wünsche dir und deiner Tochter, dass ihr bald eine Lösung findet. Vielleicht können Caritas oder Diakonie mit einer Übernachtungsmöglichkeit helfen?
Alles Gute für euch, liebe Grüße, Nina
 
Mia meinen Sohn will keine Medikamente und keine Therapie machen, ich bin allein mit diesem Problem. Das Gesetzt ist wie du sagst, das ist unterlassene Hilfeleistung. Ich bin sehr traurig und siehe wie meinen Sohn darunter leidet.
Was genau soll das Gesetz zulassen?
Bei Eigen- und Fremdgefährdung ist Behandlung ja möglich, was also soll geändert werden?
Soll man Beroffene auf Verdacht behandeln und was wenn hinterher die Situation noch schlechter ist?

Vielleicht sollte man so sehen ihn oder sie von der Straße zu holen und eine Behandlung auf Freiwilligkeit wäre dann wenn man erstmal Vertrauen erzeugt hat leichter.

Wenn jemand auf der Straße lebt, kann man das ja als Eigen und Fremdgefährdung sehen, also müsste eine Behandlung auch so möglich sein, wenn jemand wie du das Problem siehst.

Vielleicht mal an andere Behörden wenden.
 
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