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Gelöschter Benutzer 2394
Liebe Nina, vielen Dank für deine Erklärung. Wir leben im Norden. Vielleicht kann die Ärztin deines Sohnes fragen, ob sie ihn besuchen kann, um festzustellen, in welche Zustand er sich befindet. Die Ärztin meines Sohnes sagte mir, ich sollte mich melden wenn meinen Sohn sehr krank wird, dann wird sie vorbei kommen.Liebe Gelöschter Benutzer 2394,
wenn jemand mit einer psychischen Erkrankung begleitend (oder ausschließlich) homöopathisch behandelt werden soll, muss das durch einen sehr erfahrenen Homöopathen (Arzt, nicht Heilpraktiker) durchgeführt werden, der vorzugsweise auch Psychiater ist und sich mit psychischen Erkrankungen und auch der schulmedizinischen Behandlung auskennt. Der Homöopath macht eine Anamnese (nimmt die gesamte Krankengeschichte auf) und wählt dann ein Mittel, das bestenfalls genau zu den Symptomen des Patienten passt. Manchmal muss er auch ein oder zwei Mittel ausprobieren, um das passendste zu finden. Man kann nicht einfach selbst irgendein Mittel geben, das vielleicht jemand anders geholfen hat, weil es sehr individuell ausgewählt werden und von einer Fachperson begleitet werden muss. Deshalb würde es deinem Sohn leider nicht helfen, wenn du ihm einfach dasselbe Mittel geben würdest, was mein Sohn bekommen hat, weil er sicher ein anderes braucht. Wenn es nicht das richtige Mittel ist, könnte es sich sonst auch kontraproduktiv auswirken oder bleibt einfach wirkungslos. Die Behandlung muss auf jeden Fall von einem Arzt begleitet werden, weil der beobachten muss, wie sich die Dinge entwickeln. Es gibt meines Wissens in Deutschland nur ein paar Psychiater, die auch homöopathisch behandeln. Mein Sohn hat vor neun Jahren bei seiner ersten Psychose von seiner Psychiaterin, die auch Homöopathin ist, zusätzlich zu dem Neuroleptikum (Risperdal) ein passendes homöopathisches Mittel bekommen. Das Risperdal konnte immer weiter reduziert werden, bis auf die geringe Dosis von 0,5 mg. Nach sechs Jahren wollte es dann ganz ausgeschlichen haben, was auch gemacht wurde, weil er sagte, es täte ihm nicht gut. Aber er wurde dann wieder autistischer (Risperdal hat auch die Indikation Autismus) und rutschte wieder in einen psychotischen Zustand. Da er nicht mehr bereit war, zur Ärztin zu gehen, blieb er über ein Jahr völlig unbehandelt. Seine Ärztin gab mir dann das homöopathische Mittel mit, dass er vor neun Jahren schon mal bekommen hatte und sagte, ein Neuroleptikum dürfe sie natürlich nicht aus der Ferne verordnen, ohne ihn gesehen zu haben. Mein Lebensgefährte bot ihm das homöopathische Mittel an (ich darf mich ihm ja gar nicht nähern) und er hat es auch in Abständen mehrmals genommen. Es hat insofern geholfen, dass er ruhiger wurde und aufhörte, die ganze Zeit so wütend laut und aggressiv rumzuschreien aber sie meint, er bräuchte zusätzlich eine geringe Dosis Psychopharmaka. Aber da er nicht bereit ist, seine Wohnung zu verlassen und zu ihr in Praxis zu kommen, müssen wir jetzt halt erst mal abwarten, wie es weitergeht. Es gibt in München drei Psychiater, die auch Homöopathen sind (Dr. Hock, Dr. Besserer und Dr. Gerke) aber soweit ich weiß, läuft bei denen die homöopathische Behandlung über Privatrechnung. Man muss, wie ich gehört habe, nur ein oder zweimal hinkommen, die restliche Behandlung kann auch fernmündlich laufen, wenn man sehr weit weg wohnt.
Liebe Grüße, Nina
Ich umarme dich! Liebe Grüße