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Kompakte Darstellung der Intervalltherapie mit Bupropion.
“It is plausible that this strategy prevents potential dopaminergic supersensitivity.”
– Prof. Dr. Stephen M. Stahl

➝ Bupropion bei Schizophrenie: Pharmakologie, Neurobiologie und Perspektiven

➝ Grafische Übersicht: Transporter, Rezeptoren & Schizophrenie‑Netzwerk

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Stabilisierung mithilfe von Bupropion

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“It is plausible that this strategy prevents potential dopaminergic supersensitivity.”
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Neu: Bereich für Angehörige

Hallo,
Ich bin die Mutter eines an schizophrenie erkrankten Sohnes(er ist 38 Jahre alt). Er ist jetzt zum Glück medikamentös eingestellt.
Wir haben aber auch als Eltern furchtbare Zeiten durchgemacht. Am allerschlimmsten fand ich das er in akuten Phasen keine Hilfe bekommen hat (Recht auf Krankheit). Aber wenn man auf Grund der Krankheit gar nicht erkennen kann dass man krank ist, ist das unterlassene Hilfeleistung.
Keine guten Erfahrungen haben wir auch mit Betreuern gemacht. Kümmern sich nicht. Wenn man nicht ständig mit ein Auge drauf hat, kann es richtig schlimm werden. Mich würde interessieren, welche Erfahrungen andere Angehörige gemacht haben und wie sie mit den Situationen umgehen
VG Mia
 
Ich bin auch Betroffener wie dein Sohn und 37 Jahre und kann deine und seine Situation gut verstehen.
Welche Medikamente bekommt er jetzt und wie fühlt er sich damit?

Teils sind eben die Behandlunge so schlecht und das leben mit manchen Medikamenten so eingeschränkt, dass ich das "Recht auf Krankheit" verstehe, denn es gibt Betroffene die schaffen es ihre Medikamente längerfristig abzusetzen und haben dann ein viel besseres Leben. Dauerhafte Sedierung hat auch einen Preis für die Erkrankten, wie die völlig unbehandelte Psychose auch ein schwieriger Zustand ist.
Ich denke, um Zwang ausüben zu können und solche Rechte hinfällig zu machen, müsste erstmal die Psychiatrie selbst dazulernen bei ihren Behandlungen und schonende Therapien anbieten und das passiert eben auch ganz langsam da Hersteller wie Janssen, die etwa Depotspritzen vermarkten eben mit den Erkrankten viel Geld verdienen und solche Wirkstoffe auf Dauer viel von einem Abverlangen.
Solange also keine guten Therapien und Kompromisslösungen angeboten werden, wo man auch unterbrochene Intervalleinnahmen der Antipsychotika anbieten kann, was mit zusätzlichen Antidepressiva heute schon gut funktioniert, kann ich auch deinen Sohn verstehen, der diese Psychiatrie von damals ablehnt oder abgelehnt hat, wobei fraglich ist ob und was sich zu besseren für den Patienten verändert hat.
Es geht eben immer nur ums Geld und das auch bei den Medikamenten, die verordnet werden, du als Angehörige und dein Sohn seit dabei die, die unter die Räder kommen, er der um seine Rechte kämpfen muss, um keine auf Dauer Lebenszerstörende Behandlung zu bekommen wo man irgendwann "austherapiert" und auf Dauer riskante Wirkstoffe einnehmen soll und du die das ganze Leid deines Sohnes so oder so sieht und zuschauen muss.

Ich hab mit meinem Forum hier eine Orientierung gefunden, die einen Unterschied macht, die ich zwar selbst bei mir mit Erfolg anwende, aber man bei den Verantwortlichen und Ärzten nur auf Ignoranz stößt das zu unterstützen oder mir dabei zu helfen, damit auch andere Betroffene Zugang zu solchen Therapiemöglichkeiten bekommen. Es geht wie gesagt nur ums Geld und ich erinnere mich an den Zeiten, in denen meine Mutter mich weinend in der Klinik besucht hat und ähnlich hilflos war wie du dich wohlgefühlt hast. Ich musste selbst diese Therapieoption über die Jahre finden im Halbwahn wo ich nur sehr wenig Antipsychotika eingenommen habe und geistig halb auf der höhe war. Hab auf Wunsch diese Medikamente mit viel Glück bekommen und wurde nach zig Versuchen fündig, wobei ich eben daheim in einem relativ geschützten und behühteten Rahmen auch mit der EM-Rente war und somit für andere Dinge ausgefallen bin.
Will dir nur sagen, dass dich und deinen Sohn von den Ärzten und Psychiatern niemand etwas schenkt, alles und wohl auch die Behandlung, vermutlich auch die er jetzt bekommt hat einen Preis.
Ich kann meine Empfehlung hier im Forum als Orientierung Empfehlen wo man wissen sollte das Bupropion als SNDRI Antidepressivum zur Stabilisierung durchgehend eingenommen wird um eine Intervalleinnahme des Antipsychotikums(Aripiprazol) zu ermöglichen, wo das zu einem besseren Verlauf beitragt als wenn man das Antipsychotikum täglich und durchgängig einnimmt und dann nach Jahren eventuell an den Langzeitfolgen zu knabbern hat.

Von daher frage ich mich was er jetzt für Medikamente bekommt, wie er sie einnimmt und wie er sich damit fühlt oder ob man ihn zwangsweise eine Monats-Depot-Spritze aufgezwungen hat, was zumindest in meinen Augen keine Dauerlösung ist und ihr euch dann auch längerfristig meine Empfehlung überlegen könntet zumindest zu probieren.
Bupropion ist ein SNDRI Antidepressivum was anders als andere Antidepressiva auf Noradrenain und Dopamin wirkt, was die Negativesmptome der Erkrankung in der einnahmeform mit der unterbrochenen Antipsychotikaeinnahme deutlich reduziert und damit der Verlauf der Erkrankung insgesamt viel besser sein kann.

Ich würde schon sagen, dass es mir vergleichsweise gut geht und weiß eben, wie ich vorher mit diesen Standardtherapien dran war, die eher etwas Zeit geben, aber keine Lösung darstellen.
 
Hallo Maggi,
Danke für deine Antwort
Er nimmt Olazapin und nachdem es etwas reduziert wurde geht es glaube ich halbwegs. Also er hat sich Jahre nicht behandeln lassen da er ja der Meinung war er hat nichts. Nur das er dann.dachte alle verfolgen ihn alle spionieren ihn aus
Er wohnte zu der Zeit auch wieder zuhause und hat alles auseinandergenommen auf der Suche nach Kameras und Mikros
Er hat nichts gegessen was ich gekocht habe weil er dachte ich mache ihm irgendwas ins Essen er hat nur aus der Zisterne wasser getrunken, ist nie rausgegangen , war nur in seinem Zimmer, jahre! Er sah vollkommen krank und abgemagert aus und ist dann natürlich auch aggressiv geworden. Daraufhin habe ich zig mal den Notazt gerufenen, die immer der Meinung waren, dass es kein Grund sei, ihn gegen seinen Willen zu behandeln.
 
Bupropion (SNDRI Antidepressivum) wirkt dieser Aggressivität, die auch beim Reduzieren und Absetzen auftreten kann, entgegen. Vielleicht verträgt sich das ja zum Olanzapin dazu und er hat dann womöglich mehr Möglichkeiten, das zumindest phasenweise abzusetzen oder zu reduzieren. Beim dauerhaften Absetzen würde irgendwann nach deutlicher Besserung durch das Bupropion es wieder zu einer Verschlechterung der Symptome kommen, deswegen sollte man dann damit rechnen zumindest alle 3-6 Monate das Olanzapin in seinem Fall für ein paar Wochen einnehmen zu müssen in einer ausreichenden Wirkdosis.
Bupropion müsste er von seinem Psychiater bekommen, wenn er fragt. Normal ist es laut DDGPN Leitlinien bei Schizophrenie und gleichzeitiger Nikotinsucht zugelassen, aber in dem Fall soll es eher gegen Negativsymptome helfen. Das mit der intermittierenden(vorübergehendes Absetzen) Einnahme des Antipsychotikums wäre erst später interessant, weil Antipsychotika normal durchgängig eingenommen werden. Bupropion kann als Nebenwirkungen zu Miktionsstörungen(schwache Blase) und tendenziell auch Verstopfung über längere Zeit auslösen, von daher empfiehlt sich zusätzlich ein selektives Standardantidepressivum welches auf das Serotonin wirkt, Citalopram (SSRI Antidepressivum) ist ein bekannter Wirkstoff mit dem Psychiater viel Erfahrung haben, was ich vor einer Intervalleinnahme des Olanzapin's zusätzlich zum Bupropion empfehlen würde. Diese beiden Antidepressiva stabilisieren immens. Bupropion gegen Unruhe und Reizbarkeit, das Citalopram dämpft das Emotionale und Libido etwas, was bei reduzierter Einnahme des Antipsychotikums sonst stark auftreten würde, auch wirkt es depressiven Verstimmungen in der Absetzphase entgegen. Die Dosierungen kann man dann individuell an sich anpassen und diese Medikamente machen an sich keine solchen Probleme wie Antipsychotika, also Olanzapin ist eine deutlich stärkere Klasse von Medikamenten, weshalb die Interminierende Einnahme auf längere Sicht langzeitschäden durch die Antipsychotika reduziert und dadurch durch das phasenweise Absetzen des Olanzapins, die Antidepressiva erst ihre Wirkung richtig entfalten können.
Vielleicht lässt dein Sohn und sein Psychiater da ja mit sich reden und das sollte auch zu mehr Krankheitseinsicht führen, wenn man als Betroffener die Notwendigkeit der Einnahme des Antipsychotikums erkennt und gleichzeitig keine zusätzlichen Risiken eingeht, die gegen die Einnahme dieser Wirkstoffe sprechen.
 
Hallo ihr Lieben .

Seit ungefähr März 2022 hat sich leider auch meine Tochter immer mehr verändert , sie ist jetzt 29 Jahre alt .
Sie lebt in meiner Nähe und noch hat sie ihre Wohnung .
Ich wandte mich an den SPD meiner Stadt , mit dessen Hilfe ( Frendgefährdung ) war sie dann 3 Wochen ( statt vom Richter anberaumten 6 Wochen) in eine Klinik zwangseingewiesen und - medikamentiert.
Im Moment ist die Lage folgende .
Es gibt keine Krankheitseinsicht . In ihrem Job wurde sie gekündigt , vom Amt erhält sie kein Geld , die Zahlung der Krankenversicherung ruht seit fast einem Jahr . Der Strom ihrer Wohnung wurde abgestellt . Ohne ihre Einwilligung passiert nirgends etwas , vor allem ohne eine Vollmacht .
Sie selbst spricht mit Unsichtbaren oft lautlos oder mit Blicken , ist der Überzeugung sie rettet mit ihrem Partner( den es nicht gibt ) Kinder vor uns allen , die wir in schwarzen Löchern hocken und lauern . Nach ihrer Überzeugung ist da diese permanente Bedrohung und sie hat den Plan. Sie schläft ungeregelt , sagte sie mir .
Sie spricht ständig davon putzen zu wollen in ihrer Wohnung und leidet verbal darunter , das egal wie sehr sie sich bemüht ihre Wohnung dreckig gemacht würde . Es gibt unzählige Anzeigen bei der Polizei , das ihr Dinge aus der Wohnung gestohlen werden . Diese ruft dann bei mir an und fragt nach .Sie hatte Schluckbeschwerden , hat also keinen Spucke runter schlucken können , in ihrer Wohnung gab es zahllose Gefäße (Töpfe , Blumenübertöpfe ) randvoll damit . Sie stiehlt sich Lebensmittel , Klamotten und Dinge des täglichen Bedarfs , fährt mit den öffentlichen ohne natürlich zu bezahlen . Es scheint schon reichhaltige Hausverbote in den Märkten unserer Umgebung zu geben .
Sie spricht oft kaum verstehbar , weil leise und für mich zusammenhanglos .
Oft tanzt sie mit sich selbst in ausladenden Bewegungen auf dem Fußweg an einer stark befahrenen Kreuzung oder betet auf Knien . Ihre Nachbarn fürchten sich vor ihr . Post öffnet sie schon lange nicht mehr , braucht aber keine Hilfe auf nachfragen .

Freunde gibt es keine mehr , die sich um sie Sorgen machen oder nach ihr sehen . Meine Familie hat Angst vor ihr . Mit ihren Vater gibt es keinen Kontakt mehr .
Die Diagnose wurde im Krankenhaus im August gestellt .
Ich habe einen Antrag auf Betreuung gestellt , dieser wurde jedoch dank ihrer Ablehnung nicht bewilligt , ich habe mit Klinikpersonal , Ärzten ,der Polizei , Hilfevereinen gesprochen .
Ohne eine Krankheitseinsicht passiert einfach nichts .
Danke das ihr euch die Zeit nehmt um mir vielleicht eine Antwort zukommen zu lassen .
Beste Grüße Diana
Ich selbst bemühe mich unter Berücksichtigung meiner eigenen Gesunderhaltung , das Band zu ihr nicht abreißen zu lassen .
Habe mir auch Hilfen gesucht und versuche zu verstehen , wie ich mit ihr umgehen kann .
Gibt es vielleicht jemanden unter euch , der es geschafft hat eine Krankheitseinsicht herbei zu führen ?
Steckt einer von euch vielleicht gerade in einer ähnlichen Situation ?
Habt ihr Tipps für mich ?
 
Zuletzt bearbeitet:
Zwangseinweisung wäre das beste für sie. Das Medikament Haldol (gibt es auch in Tablettenform) oder Leponex sollte ihr gegeben werden. Wenn sie das regelmäßig einnimmt wird sie ruhiger und beständiger.
Sie wird dann zwar medikamentenabhängig, aber es ist das einzige was da hilft. In diesem Zustand den sie jetzt hat sollte sie nicht bleiben.

Wenn sie regelmäßig ihre Medikamente einnimmt (bei mir hat Amisulprid wegen Stimmenhören geholfen), kann sie wieder ein geregeltes Leben führen.
Sozialarbeiter helfen ihr aus dem Chaos wieder rauszukommen. Kontaktiere doch mal den psychosozialen Dienst. Die haben auch gute Tipps.

Viel Glück und Kraft wünsche ich dir.
 
Zuletzt bearbeitet:
Das Medikament Haldol oder Leponex sollte ihr gegeben werden. Wenn sie das regelmäßig einnimmt wird sie ruhiger und beständiger.
Sie ist ja erst kürzlich erkrankt, Mutzi und so etwas ist ja eher, was man in der Klinik erstmal im Akutfall bekommt, was schon härtere und keine Dauermedikamente sind.
Auch das mit den Schluckbeschwerden klingt bereits nach Medikamenteschäden, also da wäre ich vorsichtig mit Medikamenten wie Haldol auch im Akutfall.

@diana das klingt wirklich nach einer sehr schwierigen Situation und dass sie wohl freiwillig kaum in die Klinik nach der ersten unfreiwilligen Erfahrung danach macht es schon den Anschein.
Ich würde auch empfehlen, es über den Sozialpsychiatrischen Dienst zu versuchen und bezüglich Eigen- und Fremdgefährdung eine Einweisung zu bewirken, wenn so keiner mehr an ihr herankommt, wird kaum etwas anderes übrig bleiben.
Wichtig wäre, dass sie dann gut verträgliche Medikamente wie Aripiprazol bekommt statt Haldol und dergleichen, dann geht die Behandlung schonender vonstatten, denn nochmal so eine negative Erfahrung wäre auch so ein Risiko. Aripiprazol soll bei Stimmenhörern auch gut sein und ist ansonsten ein guter verträglicher Wirkstoff der neueren Generation.

Vielleicht kannst du sie so überreden irgendwie mit dir zu einen Psychiater zu gehen, damit sie Freiwillig eine schonende Behandlung bekommt eben in der Psychiatrie direkt anrufen und mit den Ärzten sprechen auch das sie bei den Medikamenten wegen den bereits vorhandenen Schluckproblemen etwas schonendes bekommt, damit da per Zwangseinweisung keine Retraumatisierung stattfindet.

Später wenn sie auf einen Medikakment eingestellt ist und das etwa Aripiprazol freiwillig einnimmt, gibt es auch noch andere Möglichkeiten, das auf längere Sicht reduziert einzunehmen, aber erstmal braucht sie eine Behandlung, die sie auch annehmen kann.
 
Das Aripiprazol wird eher bei manischen Episoden verschrieben. Falls die Tochter aber akute Stimmen hört wäre das Amisulprid empfehlenswerter.

Amisulprid ist ebenso ein a-typisches Neuroleptikum sowie auch Aripiprazol. Hat also die wenigsten Nebenwirkungen.

Haldol kann man nach 3 Wochen wieder absetzen , sobald die Akutphase vorüber ist. Dann auf obige umstellen.
 
Hallo Diana,
Ich würde nochmal versuchen eine Betreuung für Sie zu beantragen. Sie kann ja ganz offensichtlich nicht für sich sorgen , kein Einkommen und nicht krankenversichert.
Es ist nicht leicht und dauert(habe es durch).Aber wenn sie so gar nicht krankheitseisichtig ist (war bei meinem Sohn ja auch so), ist es glaube ich die einzige Möglichkeit ihr zu helfen
Ich wünsche dir viel Kraft
Mia
 
Hallo Mia . Du meinst ich soll mich am Betreuungsgericht nicht wegschicken lassen ? Sie sind mit mit Paragraph eins gekommen und damit das die Menschenwürde unantastbar sei . Man hätte sie gefragt und sie hätte die Hilfe abgelehnt . Ich solle mich bitte zur nächsten Zwangseinweisung melden , dann könne man etwas für sie tun . Ich wär ziemlich froh , könnte ich mir zum Thema welches Medikament nun Gedanken machen . An dem Punkt bin ich leider noch nicht .Sollte ich Fragen dazu haben , würde ich mich hier wieder einfinden , denn davon habe ich auch noch keine Ahnung .

Der Herbst kommt , ich fürchte mich vor dem Moment an dem sie auch noch ihr zu Hause verliert .
Sie bewegt sich derzeit auch " bedacht genug " um nicht zwangseingewiesen zu werden , also nicht selbst- und fremdgefährdend .
Ich ermutige Nachbarn von ihr , wenn sie sich gestört von ihr fühlen , selbst die Polizei zu informieren .
Freu mich übrigens in euch offensichtlich sehr kompetente Ansprechpartner gefunden zu haben und werd hier immer mal reinschauen .
Gibt mir das Gefühl nicht allein zu sein . Im Realen fühl ich mich oft als Einzelkämpfer , denn Familie und Freunden erzähl ich schon ne ganze Weile meine Geschichte , was schon ich auch mit Rückzugstendenzen quittiert bekomme .
Danke dafür .
 
Hallo Diana
Du kannst dir auch das Formular zur Anregung einer Betreuung selbst runterladen, ausfüllen und an das Betreuungsgericht schicken und vor allem klar machen, dass sie nicht für sich sorgen kann. Ich hatte auch eine gute Beratung beim sozialpsych. Dienst. Ich hatte das Gefühl dass die besser verstehen um was es geht. Vielleicht können die auch unterstützen. Die haben damals auch die Betreuung bei meinem Sohn angeregt. Ich hatte Angst weil er so aggressiv wurde. VG Mia
 
Cool danke Mia , ich habe über deine Worte nachgedacht . Ich hab mich an beiden Stellen mehr oder minder wegschicken lassen und sollte mehr Krach machen . Ich werde genau das tun , mir einen Ausdruck für einen Betreuungsantrag ausdrucken und mir einen Termin beim SPD meiner Stadt machen .
Dein Sohn hat nach dieser Aktion einen Betreuer bekommen ? Bist du das oder extern ?
VG Diana
 
Hallo Diana
Ja , er hat einem Betreuer danach bekommen. Die hat sich zwar nicht gekümmert aber er hat dann eine medizinische Behandlung (auch gegen seinen Willen) bekommen und um die Formalitäten (Bürgergeld wohngeld, wohnung habe ich mich dann gekümmert).
Er braucht zwar auch noch viel Unterstützung aber er ist auf dem Weg.
Alles Gute
Mia
 
zu spät , meine Tochter lebt seit dem 2. Oktober auf der Straße und hat ihre Wohnung verloren . Der SPD hat mir weitere Schritte genannt , sieht alles nicht gut aus :cry:
 
Hoffe, das wird alles wieder! Ich denke, sie wurde vorher in der Psychiatrie schlecht behandelt, denn das, was du beschrieben hast, klingt nach gefährlichen Nebenwirkungen und Spätfolgen der Behandlung. Wenn sie eingewiesen wird, würde ich da sehr darauf achten, dass sie gute Wirkstoffe wie Aripiprazol und kein Risperdal, Haldol oder so Schrott bekommt, wo sie hinterher dann zu gar nix in der Lage mehr ist.
Bei mir war die Erstbehandlung auch ein tiefer Fall im Beruf, vorher war ich einer der Besten, dann habe ich bei einfachen Aufgaben Fehler gemacht und war völlig Motivationslos wegen der Antipsychotika, das ist einfach schwierig da man Dopamin auch für Motivation und so Dinge braucht.
@diana speicher dir bitte in dein Whatsapp oder so den Link zur Orientierung hier zusätzlich ab oder druck es dir aus, damit du wenn deine Tochter behandelt wird, etwas in der Hand hast. Probiert es am besten dann mit diesen Medikamenten, wo auch das Aripiprazol mit dabei ist und die anderen Wirkstoffe später wichtig sind, um Motivation zu bekommen und mit wenig Antipsychotikum auszukommen. Durch das zusätzliche Bupropion (SNDRI Antidepressivum) kann man später Phasenweise das Antipsychotikum absetzen(in dem Fall Aripiprazol), das senkt den Leidensdruck durch die Motivationslosigkeit und Negativsymptome enorm und dann hast du eine gute Chance deine alte Tochter wieder zu haben die mit der Erkrankung dann einfacher und gut umgehen kann.
Dieses dauerhafte und komplette Absetzen von Antipsychotika ist ansonsten mit diesen Problemen und Risiken verbunden die deine Tochter nur hat, denn man lässt den Erkrankten meist nur diese Wahl "Friss oder stirb" also entweder man ballert sich voll mit Antipsychotika und ist dann auf Hilfe angewiesen oder man setzt diese wie sie dann ab und ist noch schlechter dran, bzw. landet wieder in der Psychiatrie.
Wichtig ist, dass sie weiterkämpft und du ihr dann beistehst, wenn sie dich braucht, denn das mit den Medikamenten ist kein Selbstläufer, da muss man sehen wo man bleibt.
 
Das Wichtigste ist sie von der Straße zu holen, sonst endet sie
Im Drogenmilieu . Es gibt doch auch Unterkünfte für Obdachlose.
Hat sie keine Freunde mehr, die sie vorübergehend aufnehmen
Können . Sie braucht medizinische Behandlung sonst verschlimmert
Sich ihr Zustand. Wünsche Dir viel Kraft.
 
Es tut mir so leid. Es muss doch aber klar sein, dass sie eine Betreuung braucht . Kann der SPI gar nichts tun?
 
Hallo,
Ich bin die Mutter eines an schizophrenie erkrankten Sohnes(er ist 38 Jahre alt). Er ist jetzt zum Glück medikamentös eingestellt.
Wir haben aber auch als Eltern furchtbare Zeiten durchgemacht. Am allerschlimmsten fand ich das er in akuten Phasen keine Hilfe bekommen hat (Recht auf Krankheit). Aber wenn man auf Grund der Krankheit gar nicht erkennen kann dass man krank ist, ist das unterlassene Hilfeleistung.
Keine guten Erfahrungen haben wir auch mit Betreuern gemacht. Kümmern sich nicht. Wenn man nicht ständig mit ein Auge drauf hat, kann es richtig schlimm werden. Mich würde interessieren, welche Erfahrungen andere Angehörige gemacht haben und wie sie mit den Situationen umgehen
VG Mia
Mia meinen Sohn will keine Medikamente und keine Therapie machen, ich bin allein mit diesem Problem. Das Gesetzt ist wie du sagst, das ist unterlassene Hilfeleistung. Ich bin sehr traurig und siehe wie meinen Sohn darunter leidet.
 
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