Neu: Bereich für Angehörige

Liebe Diana, liebe Gelöschter Benutzer 2394, liebe Mia,

ich glaube wir müssen die Hoffnung auch nicht aufgeben! Ich habe die ersten Monate, nachdem mein Sohn den persönlichen Kontakt zu mir komplett abgebrochen hatte und sich in seinen E-Mails zeigte, dass er wieder in einer Psychose war, fast täglich geweint und tue es manchmal immer noch. Aber ich bin nicht bereit, die Hoffnung aufzugeben, dass sich die Dinge wieder zum Besseren wenden. Eine Freundin hat mir das Buch "Recovery - das Ende der Unheilbarkeit" von Michaela Amering und Margit Schmolke (erschienen im Psychatrie Verlag) empfohlen. Ich habe es mir bestellt aber noch nicht gelesen, es ist sehr umfangreich, kleingedruckt und vielleicht auch etwas schwierig zu lesen aber ich möchte mal auszugsweise zitieren, was auf dem Buchrücken steht:

"Vorhersagen sind schwierig, besonders, wenn sie die Zukunft betreffen (Karl Valentin). Das gilt auch für die Schizophrenie. Mit den Daten der Verlaufsforschung wird nicht nur das seit 100 Jahren tradierte falsche Diktum der Unheilbarkeit von Schizophrenie ad acta gelegt, sondern auch eine im Ansatz fürsorgliche (=übergriffige) Behandlung in Frage gestellt. Patienten sind nicht nur Experten ihrer Krankheit, sondern auch ihrer Gesundheit. Genesung - Recovery - definiert sich dabei weniger durch die Abwesenheit von Symptomen, als durch den Zugewinn an Lebensqualität.
Allen Genesenden gemeinsam ist die Erfahrung, dass sie die Hoffnung auf Besserung nie aufgegeben haben. Ihre Botschaft der Hoffnung macht Sinn. Es ist die wichtigste Aufgabe psychiatrisch Tätiger überhaupt, die Hoffnung auf Besserung und Genesung zu erhalten und die psychischen Widerstandskräfte zu stärken."

Liebe Grüße, Nina