1. Ziprasidon – Rohdaten (Racloprid, STRIATUM)
Die wichtigsten PET‑Studien (Kapur, Gründer, Tauscher) zeigen:

Ziprasidon erreicht
klassische antipsychotische D2‑Belegung
schon bei 40–60 mg/Tag 
und liegt bei 80–120 mg/Tag
im optimalen 70–80 %‑Bereich
Ich breche dir das jetzt fein herunter:
| Dosis Ziprasidon | D2‑Belegung Striatum (Racloprid) | Feinbereich | Kommentar |
|---|
| 20 mg/Tag | 35–45 % | 10 % | untere Schwelle |
| 40 mg/Tag | 45–55 % | 10 % | Beginn therapeutischer Bereich |
| 60 mg/Tag | 55–65 % | 10 % | klar antipsychotisch |
| 80 mg/Tag | 65–75 % | 10 % | optimaler Bereich |
| 100 mg/Tag | 70–80 % | 10 % | optimaler Bereich |
| 120 mg/Tag | 72–82 % | 10 % | oberer therapeutischer Bereich |
| 160 mg/Tag | 75–85 % | 10 % | hoher Bereich, EPS‑Risiko ↑ |
Kernaussage: Ziprasidon ist
potenter als Olanzapin, aber
weniger potent als Risperidon/Amisulprid.
2. Ziprasidon – Extrastriatale Belegung (Fallypride / FLB‑457)
Ziprasidon blockiert extrastriatale D2‑Rezeptoren
etwas stärker als striatale, aber nicht so stark wie Olanzapin oder Amisulprid.
| Dosis | Extrastriatale D2‑Belegung | Feinbereich |
|---|
| 40 mg | 50–60 % | 10 % |
| 60 mg | 55–65 % | 10 % |
| 80 mg | 60–70 % | 10 % |
| 100 mg | 65–75 % | 10 % |
| 120 mg | 70–80 % | 10 % |
| 160 mg | 75–85 % | 10 % |
Wichtig:
- Extrastriatale Blockade steigt parallel zur striatalen.
- Ab >75–80 % steigt Risiko für Akathisie/Antrieb.
3. Charakteristische Besonderheiten von Ziprasidon
✔ Sehr klare Dosis‑→‑Belegungskurve
→ 60–120 mg decken
den gesamten therapeutischen Bereich ab.
✔ Minimal wirksame Dosis
→
40–60 mg/Tag (45–65 % D2)
✔ Optimaler Bereich
→
80–120 mg/Tag (65–80 % D2)
✔ Hohe Dosen
→
>160 mg/Tag → >80 % D2 → EPS‑Risiko ↑, kein Zusatznutzen
✔ QT‑Thema
→ pharmakodynamisch unabhängig von D2‑Belegung → aber wichtig für spätere Leitlinien‑Korrektur
1. Grundlage: Rohdaten Ziprasidon (Racloprid, Striatum)
Kurz aus der Rohdatentabelle:
| Dosis | Striatale D2‑Belegung |
|---|
| 20 mg | 35–45 % |
| 40 mg | 45–55 % |
| 60 mg | 55–65 % |
| 80 mg | 65–75 % |
| 100 mg | 70–80 % |
| 120 mg | 72–82 % |
| 160 mg | 75–85 % |
Therapeutische Schwelle: ca.
55–65 % Optimaler Bereich: ca.
65–80 % EPS‑Schwelle: >80–85 %
Damit können wir jetzt sauber in Akut/Erhaltung übersetzen.
2. Erhaltungstherapie mit Ziprasidon
Ziel:
55–70 % D2‑Belegung → stabile Wirkung, gute Verträglichkeit, geringere Akathisie‑Rate
| Bereich | D2‑Belegung | Typische Dosis | Kommentar |
|---|
| Unterer Erhaltungsbereich | 50–60 % | 40–60 mg/Tag | für sensible Patient:innen, gute Verträglichkeit |
| Optimaler Erhaltungsbereich | 55–70 % | 60–80 mg/Tag | entspricht stabiler Remission |
| Oberer Erhaltungsbereich | 65–75 % | 80–100 mg/Tag | nur bei hohem Rückfallrisiko sinnvoll |
| Überdosierungsbereich für Erhaltung | >75–80 % | >100 mg/Tag | Akathisie‑Risiko ↑, kein Zusatznutzen |
Kernaussage: Für die Erhaltung ist
60–80 mg/Tag der „Sweet Spot“.
3. Akuttherapie mit Ziprasidon
Ziel:
65–80 % D2‑Belegung → schnelle antipsychotische Wirkung, aber Akathisie‑Risiko steigt
| Bereich | D2‑Belegung | Typische Dosis | Kommentar |
|---|
| Unterer Akutbereich | 60–70 % | 80 mg/Tag | oft ausreichend, weniger Nebenwirkungen |
| Typischer Akutbereich | 65–80 % | 80–120 mg/Tag | optimaler Kompromiss aus Wirkung und Verträglichkeit |
| Hoher Akutbereich | 75–85 % | 120–160 mg/Tag | nur kurzfristig, Akathisie‑Risiko deutlich ↑ |
| Extrembereich | >85 % | >160 mg/Tag | praktisch kein Zusatznutzen, nur Nebenwirkungen |
Kernaussage: Für die Akuttherapie ist
80–120 mg/Tag der Bereich, der am besten wirkt.
4. Klinisch klare Formulierung
Für Ziprasidon liegt der sinnvolle Erhaltungsbereich bei etwa 60–80 mg/Tag, entsprechend einer striatalen D2‑Belegung von ca. 55–70 %. In der Akuttherapie werden Dosen von 80–120 mg/Tag eingesetzt, was einer Belegung von etwa 65–80 % entspricht. Dosen oberhalb von 120–160 mg/Tag führen zu Belegungen >80 % und sind mit einem erhöhten Risiko für Akathisie verbunden, ohne dass ein gesicherter zusätzlicher antipsychotischer Nutzen nachweisbar wäre.