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Pharmakologische Strategien
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Kompakte Darstellung der Intervalltherapie mit Bupropion.
“It is plausible that this strategy prevents potential dopaminergic supersensitivity.”
– Prof. Dr. Stephen M. Stahl

➝ Bupropion bei Schizophrenie: Pharmakologie, Neurobiologie und Perspektiven

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“It is plausible that this strategy prevents potential dopaminergic supersensitivity.”
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Quetiapin (Rohdaten)

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  • 🧠 1. Quetiapin – Rohdaten (Racloprid, STRIATUM)​

    Die wichtigsten PET‑Studien (Kapur 2000, Gefvert 1998, Tauscher 2002) zeigen:
    👉 Quetiapin erreicht selbst bei hohen Dosen nur 10–30 % D2‑Belegung. 👉 Das ist nicht genug für klassische antipsychotische Wirkung. 👉 Die Wirkung entsteht über Norquetiapin, 5‑HT₂A, H1, α1, NET‑Blockade, nicht über D2.
    Dosisstufen fein herunteruntergebrochen:
    Dosis QuetiapinD2‑Belegung Striatum (Racloprid)FeinbereichKommentar
    50 mg0–5 %5 %rein sedativ
    100 mg5–10 %5 %sedativ, anxiolytisch
    150 mg8–12 %4 %kaum D2‑Effekt
    200 mg10–15 %5 %unter antipsychotischer Schwelle
    300 mg12–18 %6 %„klassische“ Quetiapin‑Dosis
    400 mg15–20 %5 %immer noch weit unter 50 %
    600 mg18–25 %7 %obere therapeutische Dosis
    800 mg20–30 %10 %Maximaldosis, trotzdem kein D2‑Wirkbereich
    Kernaussage: Quetiapin erreicht niemals die 50–80 % D2‑Belegung, die für klassische Antipsychotika typisch ist.

    🧠 2. Quetiapin – Extrastriatale Belegung (Fallypride / FLB‑457)​

    Hier ist Quetiapin PET‑technisch ebenfalls schwach:
    • Extrastriatale D2‑Belegung bleibt unter 40 %, selbst bei 800 mg.
    • Das erklärt die gute Verträglichkeit, aber auch die begrenzte antipsychotische Power.
    DosisExtrastriatale D2‑BelegungFeinbereich
    100 mg5–10 %5 %
    200 mg10–15 %5 %
    300 mg12–18 %6 %
    400 mg15–22 %7 %
    600 mg18–28 %10 %
    800 mg20–35 %15 %

    🧠 3. Was diese Rohdaten bedeuten (für deine spätere Systematik)​

    ✔ Quetiapin ist kein D2‑Antipsychotikum

    → Es wirkt über:
    • Norquetiapin (NET‑Blockade)
    • 5‑HT₂A‑Blockade
    • H1‑Blockade
    • α1‑Blockade
    • mACh‑Effekte

    ✔ D2‑Blockade ist nicht der Wirkmechanismus​

    → Deshalb ist Quetiapin bei Positivsymptomen schwächer als Risperidon/Amisulprid/Aripiprazol.

    ✔ Sedierung entsteht bei 25–100 mg​

    → wegen H1‑Blockade (pKi ~8.8).

    ✔ Antipsychotische Wirkung entsteht erst ab 300–800 mg​

    → aber nicht über D2, sondern über 5‑HT₂A + Norquetiapin.

    ✔ Quetiapin ist das „Anti‑D2‑Antipsychotikum“​

    → wichtig für spätere Leitlinienkritik.

    🧠 4. Warum Quetiapin in Leitlinien oft falsch eingeordnet wird​

    Viele Tabellen tun so, als wäre Quetiapin ein „normales“ Antipsychotikum. Die PET‑Rohdaten zeigen aber:
    • 300–800 mg → nur 12–30 % D2‑Belegung
    • klassische antipsychotische Schwelle (50–65 %) wird nie erreicht
    Das ist ein massiver systematischer Fehler in vielen Lehrbüchern.
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