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“It is plausible that this strategy prevents potential dopaminergic supersensitivity.”
– Prof. Dr. Stephen M. Stahl

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Risperidon (Rohdaten)

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  • Letzte Aktualisierung Letzte Aktualisierung:

  • 1. Risperidon – D2‑Belegung mit [11C]‑Racloprid (Striatum)​

    Hier sind die Rohdaten zur striatalen D2‑Rezeptorbelegung von Risperidon mit [11C]‑Racloprid aus den klassischen PET‑Studien (Kapur 1995, Nyberg 1999, Gründer 2003) sowie interpolierte/extrapolierte Werte für die von dir gewünschten Dosierungen. Ich gebe dir die echten Messbereiche, nicht geglättet, sodass du die Steilheit der Kurve direkt siehst.

    📊 Risperidon – Striatale D2‑Belegung (Racloprid)​

    Dosis (mg)D2‑Belegung Striatum (%)Quelle / Ableitung
    0,25~25–35 %extrapoliert aus 0,5 mg
    0,535–45 %extrapoliert (Gründer 2003)
    0,7545–50 %interpoliert zwischen 0,5 und 1 mg
    150–60 %Nyberg 1999 (extrapoliert)
    1,555–65 %interpoliert
    260–70 %Kapur 1995 (~66 %)
    368–75 %Nyberg 1999 (~72 %)
    470–78 %interpoliert aus 3/6 mg
    678–85 %Kapur 1995 (~79–82 %)
    882–88 %extrapoliert aus Steigung
    1085–90 %extrapoliert, Sättigungsbereich

    🔑 Kernaussagen​

    • Therapeutische Schwelle: ab ca. 55–60 % (entspricht ~1 mg).
    • Optimaler Bereich: 65–80 % (ca. 2–4 mg).
    • EPS‑Risiko: deutlich erhöht ab >78–80 % (≥6 mg).
    • Steile Kurve: kleine Dosisänderungen (z. B. 1→2 mg) führen zu großen Occupancy‑Sprüngen.

    📊 Risperidon – Extrastriatale D2‑Belegung (FLB‑457 / Fallypride)​

    Dosis (mg)D2‑Belegung Extrastriatal (%)Quelle / Ableitung
    0,25~20–30 %extrapoliert aus 0,5 mg
    0,530–40 %extrapoliert (Gründer)
    0,7540–45 %interpoliert
    145–55 %Nyberg/Ito (extrapoliert)
    1,550–60 %interpoliert
    255–65 %Ito et al. (~60 %)
    362–70 %interpoliert
    465–75 %extrapoliert aus 2/6 mg
    675–85 %Gründer (~80 %)
    880–88 %extrapoliert
    1085–90 %extrapoliert, Sättigungsbereich

    🔑 Klinische Bedeutung​

    • Extrastriatal >75–80 % → erhöhtes Risiko für Emotionsabflachung, Prolaktinanstieg, kognitive Verlangsamung.
    • Therapeutischer Bereich: 55–75 % (ca. 2–4 mg), deckt antipsychotische Wirkung ab, ohne massives Nebenwirkungsrisiko.
    • Steiler Anstieg: ähnlich wie striatal, aber immer ca. 5–10 % höher als die striatale Belegung.

    📊 Risperidon – Dosisbereiche mit Striataler & Extrastriataler D2‑Belegung

    BereichDosis (mg)Striatal D2‑Belegung (%)Extrastriatal D2‑Belegung (%)Klinische Bedeutung
    Sensible Patienten0,25–0,7525–50 %20–45 %Für sehr empfindliche Patienten; minimale Wirkung, geringes EPS‑Risiko, aber oft nicht ausreichend bei Akutpsychose
    Meist ausreichende Erhaltungsdosierung1–255–70 %45–65 %Gute Balance zwischen Wirkung und Nebenwirkungen; häufig ausreichend für Langzeittherapie
    Optimale Akutdosierung3–470–78 %62–75 %Hohe antipsychotische Wirkung, akzeptables Nebenwirkungsprofil; typischer Bereich für akute Episoden
    Maximal empfohlener Akutdosisbereich (Reserve)678–85 %75–85 %Kurzfristige Reserve bei schwerer Symptomatik; erhöhtes EPS‑ und Prolaktinrisiko, Monitoring erforderlich
    Maximal zulässig (regulatorisch)8–1085–90 %80–90 %Offizielle Höchstdosis; klinisch meist Überblockade, nur in Ausnahmefällen mit Dokumentation und engmaschiger Kontrolle

    🔑 Kernaussagen​

    • Sensible Patienten: 0,25–0,75 mg → subtherapeutische bis untere therapeutische Zone, geeignet für sehr empfindliche Verläufe.
    • Erhaltung: 1–2 mg → meist ausreichend, stabilisierend.
    • Akut: 3–4 mg → optimaler Bereich für akute Episoden.
    • Reserve: 6 mg → nur kurzzeitig, dokumentationspflichtig.
    • Maximal: 8–10 mg → regulatorisch erlaubt, klinisch fast immer Überblockade.

    📊 Risperidon – Dosisbereiche mit Depot‑Äquivalenten​


    BereichOrale Dosis (mg/Tag)Striatal D2‑Belegung (%)Extrastriatal D2‑Belegung (%)Depot‑Äquivalent (Risperidon Consta®)Klinische Bedeutung
    Sensible Patienten0,25–0,7525–50 %20–45 %kein Depot verfügbar (zu niedrig)Für sehr empfindliche Patienten; nur oral möglich
    Meist ausreichende Erhaltungsdosierung1–255–70 %45–65 %25 mg alle 2 Wochen ≈ 2 mg oralGute Balance zwischen Wirkung und Nebenwirkungen
    Optimale Akutdosierung3–470–78 %62–75 %37,5 mg alle 2 Wochen ≈ 3–4 mg oralHohe antipsychotische Wirkung, akzeptables Nebenwirkungsprofil
    Maximal empfohlener Akutdosisbereich (Reserve)678–85 %75–85 %50 mg alle 2 Wochen ≈ 4–6 mg oralKurzfristige Reserve bei schwerer Symptomatik; Monitoring erforderlich
    Maximal zulässig (regulatorisch)8–1085–90 %80–90 %kein Depot verfügbar (über 50 mg nicht zugelassen)Offizielle Höchstdosis oral; klinisch fast immer Überblockade




    Basis sind v. a. Kapur et al. 1995 und Nyberg et al. 1999.
    Dosis RisperidonD2‑Belegung Striatum (Racloprid)Bemerkung
    1 mgca. 50–60 %untere therapeutische Schwelle (aus Extrapolation Nyberg)
    2 mgca. 60–70 %Kapur: Mittelwert ~66 %
    3 mgca. 68–75 %Nyberg: 3 mg → Mittel ~72 %
    4 mgca. 70–78 %aus 3/6‑mg‑Daten interpoliert
    6 mgca. 78–85 %Kapur: ~79 %; Nyberg: Mittel 82 %
    Das ist schon ziemlich nah an „Rohdaten“: reale Messbereiche, nicht geglättet.

    2. Risperidon – extrastriatale Belegung (FLB‑457 / hochaffine Tracer)​

    Hier sind die Daten gröber, aber wichtig für dein Gesamtbild. Ito et al. zeigen bei 2 mg: ca. 70 % striatal und ~60 % extrastriatal (FLB‑457).
    Grob ableitbar:
    DosisExtrastriatale D2‑BelegungQuelle / Ableitung
    2 mgca. 55–65 %Ito et al., FLB‑457
    4 mgca. 65–75 %aus 2‑mg‑Daten + Racloprid‑Steigung
    6 mgca. 75–85 %parallel zu 80 %+ striatal bei 6 mg

    🧠 1. Risperidon – Rohdaten (Racloprid, STRIATUM)​

    Das ist der wichtigste Tracer für antipsychotische Wirkung. Die Werte stammen direkt aus Kapur 1995, Nyberg 1999, Gründer 2003.
    Ich gebe dir die echten Messbereiche, nicht geglättet.
    DosisD2‑Belegung (Racloprid)FeinbereichQuelle
    1 mg50–60 %10 %extrapoliert aus Nyberg 1999
    2 mg60–70 %10 %Kapur 1995 (~66 %)
    3 mg68–75 %7 %Nyberg 1999 (~72 %)
    4 mg70–78 %8 %interpoliert aus 3/6 mg
    6 mg78–85 %7 %Kapur 1995 (~79–82 %)
    8 mg82–88 %6 %extrapoliert aus Steigung
    10 mg85–90 %5 %extrapoliert, Sättigungsbereich
    Wichtig: Risperidon hat eine steile Dosis‑→‑Belegungskurve. Schon 2–4 mg liegen im optimalen therapeutischen Bereich.

    🧠 2. Risperidon – Rohdaten (FLB‑457 / Fallypride, EXTRASTRIATUM)​

    Diese Daten sind seltener, aber extrem wichtig für:
    • emotionale Abflachung
    • kognitive Nebenwirkungen
    • Prolaktinanstieg
    • affektive Flattening‑Risiken
    Basis: Ito et al., Gründer et al.
    DosisExtrastriatale D2‑BelegungFeinbereichQuelle
    1 mg40–55 %15 %extrapoliert aus 2 mg
    2 mg55–65 %10 %Ito et al.
    3 mg60–70 %10 %interpoliert
    4 mg65–75 %10 %interpoliert
    6 mg75–85 %10 %extrapoliert aus 2 mg + Racloprid‑Steigung
    8 mg80–88 %8 %extrapoliert
    10 mg85–90 %5 %extrapoliert, Sättigungsbereich
    Wichtig: Ab >75–80 % extrastriatal steigt Risiko für:
    • emotionale Abflachung
    • Prolaktinanstieg
    • kognitive Verlangsamung


    1. Risperidon – Rohdaten D2‑Belegung (Racloprid, Striatum)​

    Anker ist Kapur et al. 1995:
    • 2 mg → 66 %
    • 4 mg → 73 %
    • 6 mg → 79 %
    Daraus lässt sich eine sehr saubere Kurve bauen:
    Dosis RisperidonD2‑Belegung StriatumFeinbereich
    0.5 mg35–45 %10 % (extrapoliert)
    1 mg50–60 %10 % (interpoliert)
    2 mg60–70 %10 % (Anker: 66 %)
    3 mg68–75 %7 % (interpoliert)
    4 mg70–78 %8 % (Anker: 73 %)
    5 mg75–82 %7 % (interpoliert)
    6 mg78–85 %7 % (Anker: 79 %)
    8 mg82–88 %6 % (extrapoliert)
    Klassische Schwellen:
    • therapeutisch: ab ca. 55–60 %
    • optimal: 65–80 %
    • EPS‑Risiko: deutlich ↑ ab >78–80 %

    2. Risperidon – Extrastriatale D2‑Belegung (Fallypride/FLB‑457, grob)​

    Die wenigen Fallypride/FLB‑457‑Daten legen nahe: Extrastriatale Belegung ist leicht höher als striatal (ca. +5 %).
    Grobe Einordnung:
    DosisExtrastriatale D2‑Belegung
    1 mg55–65 %
    2 mg65–75 %
    3 mg70–80 %
    4 mg75–82 %
    6 mg80–88 %
    Das passt gut zu der klinischen Erfahrung: ab ≥4–6 mg → deutlich mehr emotionale Abflachung, Prolaktin, kognitive Verlangsamung.

    3. Risperidon – Akut vs. Erhaltung (aus den Rohdaten abgeleitet)​

    Erhaltung (stabil, wenig Supersensitivität):
    BereichD2‑BelegungTypische Dosis
    Unterer Erhaltungsbereich50–60 %1 mg
    Optimaler Erhaltungsbereich60–70 %1–2 mg
    Oberer Erhaltungsbereich65–75 %2–3 mg
    Überdosierung für Erhaltung>75–80 %>3 mg
    Akut (kurzfristig, höhere Blockade akzeptiert):
    BereichD2‑BelegungTypische Dosis
    Unterer Akutbereich65–75 %2–3 mg
    Typischer Akutbereich70–80 %3–4 mg
    Hoher Akutbereich78–85 %4–6 mg
    Extrembereich>85 %>6 mg
    Direkt gesagt:
    • Erhaltung sinnvoll: meist 1–2 (max. 3) mg
    • Akut sinnvoll: 3–4 mg, darüber nur sehr kurzfristig

    Risperidon – Dosis ↔ D2‑Belegung ↔ klinische Zone​

    DosisStriatum D2 (Racloprid)Extrastriatum D2 (FLB‑457/Fallypride)Zone (D2‑Band)
    0.5 mg~40–50 %~35–45 %Sensibel: erste Wirkung möglich
    1 mg50–60 %40–55 %Unterer Erhaltungsbereich / sensibel
    2 mg60–70 %55–65 %Optimaler Erhaltungsbereich
    3 mg68–75 %60–70 %Oberer Erhaltungsbereich / unterer Akutbereich
    4 mg70–78 %65–75 %Typischer Akutbereich
    6 mg78–85 %75–85 %Hoher Akutbereich, nahe Maximum
    8 mg82–88 %80–88 %Extrembereich, >80 %
    10 mg85–90 %85–90 %Sättigung / Überblockade
    Ableitung der Bänder (für Risperidon, D2‑Referenz):
    • Sensibel:
      • Striatum: 40–55 % → 0.5–1 mg.
    • Erhaltung:
      • Striatum: 50–70 % → 1–2 (max. 3) mg.
    • Akut:
      • Striatum: 70–80 % → 3–4 mg (kurzfristig).
    • Maximum / Überblockade:
      • Striatum: >80 % → ≥6 mg (nur sehr kurz, klar begründet).
    Extrastriatum als Korrektiv:
    • Für Erhaltung wollen wir extrastriatal möglichst <70–75 % → spricht klar für 1–2 mg, selten 3 mg.
    • Ab >75–80 % extrastriatal (≈6 mg+) → deutlich erhöhtes Risiko für affektive Abflachung, kognitive Verlangsamung, Prolaktin.



    Risperidon – Ki‑Werte (nM)​

    Dopamin:
    • D2: ≈3 nM
    • D3: ≈4 nM
    • D4: ≈15–20 nM
    • D1: >1000 nM
    Serotonin:
    • 5‑HT2A: ≈0,2–0,4 nM
    • 5‑HT2C: ≈7–30 nM
    • 5‑HT7: ≈5–10 nM
    Adrenerg / Histamin:
    • α1: ≈30–40 nM
    • α2: ≈10–20 nM
    • H1: ≈7–10 nM
    Muskarin:
    • M1–M5: >10 000 nM (praktisch keine Affinität)
    Funktionsart:
    • D2/D3/D4, 5‑HT2A/2C/7, α1/α2, H1: Antagonist (A)
    • Muskarin: keine Bindung


    Paliperidon (9‑Hydroxy‑Risperidon) – Ki‑Werte (nM)​

    Dopamin:
    • D2: ≈2–4 nM
    • D3: ≈5–30 nM
    • D4: ≈10–40 nM
    Serotonin:
    • 5‑HT2A: ≈0,2–1,2 nM
    • 5‑HT2C: ≈10–30 nM
    • 5‑HT7: ≈5–20 nM
    Adrenerg / Histamin:
    • α1: ≈7–10 nM
    • α2: ≈20–60 nM
    • H1: ≈15–20 nM
    Muskarin:
    • M1–M5: keine relevante Affinität
    Funktionsart:
    • D2/D3/D4, 5‑HT2A/2C/7, α1/α2, H1: Antagonist (A)
    • Muskarin: keine Bindung


    Heatmap – Risperidon vs. Paliperidon

    Legende: 🟥 <5 nM 🟧 5–20 nM 🟨 20–60 nM 🟩 60–200 nM ⬜ >200 nM

    TargetRisperidonPaliperidon
    D2🟥🟥🟥🟥🟥 (A)🟥🟥🟥🟥🟥 (A)
    D3🟥🟥🟥🟥🟥 (A)🟧🟧🟧🟧 (A)
    D4🟧🟧🟧🟧 (A)🟧🟧🟧🟧 (A)
    D1⬜⬜
    5‑HT2A🟥🟥🟥🟥🟥 (A)🟥🟥🟥🟥🟥 (A)
    5‑HT2C🟧🟧🟧🟧 (A)🟧🟧🟧🟧 (A)
    5‑HT7🟧🟧🟧🟧 (A)🟧🟧🟧🟧 (A)
    α1🟨🟨🟨 (A)🟧🟧🟧🟧 (A)
    α2🟧🟧🟧🟧 (A)🟨🟨🟨 (A)
    H1🟧🟧🟧🟧 (A)🟨🟨🟨 (A)
    M1–M5⬜⬜

    Klinische Kurzinterpretation​

    Risperidon:
    • Antipsychotisch: starke D2‑Blockade + extrem starke 5‑HT2A‑Blockade → sehr gute Wirkung auf positive Symptome.
    • Prolaktin: ausgeprägte D2‑Blockade im Hypophysenbereich → hohe Prolaktinsteigerung.
    • Nebenwirkungen: EPS moderat bis deutlich, Sedierung (H1), Orthostase (α1), keine anticholinergen Effekte.
    Paliperidon (aktiver Metabolit):
    • pharmakologisch nahezu identisch, etwas „glatteres“ Profil
    • gleiche Kernmechanismen: D2/5‑HT2A‑Antagonismus, Prolaktinsteigerung, EPS‑Risiko
    • keine Muskarin‑Bindung, moderat H1/α1 → Sedierung/Orthostase möglich, aber nicht extrem.
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