Meine Passwörter hat noch niemand herausgefunden, auch nicht in der Psychose. Deine findet auch keiner heraus, wenn Du sie richtig wählst.
Aber ich finde ja auch, dass Gedankenausbreitung völliger Unsinn ist, nur in der Psychose hatte ich das kurz als Wahn. Da habe ich Gelächter von Fremden auf meine Gedanken bezogen und ich habe sogar halluziniert, dass sie meinen Namen sagten. Diese Krankheit kann schon mächtig täuschen.
Ich fand die Halluzinationen, die ich hatte, sehr hinterhältig und bösartig. Wer da noch an Dopaminprobleme glaubt, irrt wahrscheinlich.
@lernender eine Behauptung, die du kaum überprüfen kannst mit den Passwörtern.?
Wenn jemand Passwörter stiehlt, wird sich dieser ja wohl kaum bei dir melden.
Finde es da manchmal besser, wenn man dann an diesen Dingen, die einem Angst machen, arbeitet. Etwa 2‑Faktor--Authentifizierung, und dann kann ein Anderer auch dein Passwort kennen.
Ich hatte auch das Gefühl von Gedankenausbreitung und finde, es kann teilweise reale Züge aufweisen. Nur glaube ich, das andere ist eben Gedankeneingabe und deswegen kann es sich wie Gedankenausbreitung anfühlen. Man wird durch Werbung und Medien auf etwas früh aufmerksam und da man gedanklich damit beschäftigt ist und alles praktisch auf sich bezieht, fühlt es sich wie Gedankenausbreitung an. Nur bezweifle ich auch ein Stückweit, ob das so möglich ist, denn sonst hätten wir mehr Einfluss auf Dinge die für uns wichtig sind.
Stell dir vor dass, was deine Stimmen sagen, auf „Lautlos“ geschaltet is, aber trotzdem in deinem Kopf an. Jeder, auch Gesunde, hat diese Art von Intuition, die wie durch Stimmen eingeflüstert ist. Solange du Stimmen laut hörst, kannst du diese als fremd wegschieben. Du hast also so etwas wie Zugang zu deinem Unterbewusstsein, den Gesunden fehlt.
Wenn du dann bei allen möglichen Dingen eine Vorahnung hast und das in der Realität gespiegelt siehst, ist das wie Gedankenausbreitung oder ein Verfolgungswahn. Nur eben ohne Stimmen. Mit Stimmen weißt du ja, woher die Intuition kommt, und musst da zumindest keine Erklärungen suchen. Bei mir war das eher affektiv, ist auch manchmal, wenn man aufwacht und sich beunruhigt fühlt oder einen Gedanken im Kopf hat der einen verängstigt.
@lernender
Du hättest beispielsweise nie Stimmen laut gehört, aber alles, was die Stimmen zu dir gesagt haben, hat dich unterbewusst trotzdem zu bestimmten Themen hingeführt oder teils irregeführt. Kannst du dir vorstellen, ohne des Wissens um das, was die Stimmen dir sagen, womöglich, wenn du das als Eingebung hättest, es als Gedankenausbreitung zu erleben? Ohne Stimmen würde es ja bedeuten, dass du etwas intuitiv weißt, ohne es zu wissen, woher es kommt.
Ich glaube, da unterscheiden sich eben Psychosen. Bei mir ist es ohne Stimmen, aber manchmal beim Aufstehen wie eine Eingebung oder ein innerer Gedanke, der nachhallt. Manche hören diese Stimmen also vielleicht nur laut, welche selbst Gesunde ganz unterbewusst haben.
Würdest du sagen, deine Stimmen entsprechen 1:1 deiner Art und Charakter oder wirken von "außen"? Genau das wäre ja dann für jemanden Betroffenen wichtig zu wissen, ob man der Stimme als seiner eigenen vertrauen soll oder als therapeutisch als fremd besser misstrauen soll. Komme da mit der Theorie klar, dass diese auch von außen über die normalen Sinne auf einen einwirken wie ein Impuls oder Druck. Ich würde also sagen: beides, innen und außen, sowohl als auch. Damit auch Gedankenausbreitung und Gedankeneingabe im ähnlichen Kontext, in dem es immer eine Wechselwirkung gibt und wie ein verbindendes und trennendes Band. Ob man nun Telepathie oder emotionale Eingebung sagt. Bei mir ist es affektiv, vielleicht bilden sich bei Stimmenhörern diese emotionalen Eingaben auf die Stimmen ab.
Ich warte, ob der Paradigmenwechsel in den Humanwissenschaften noch vor meinem Tod kommt.
@Nova
Was genau wünschst du dir vom Pragmatiewechsel und wie sollte er deiner Meinung nach genau aussehen? Würde es uns Betroffenen helfen, wenn sich Gesunde mit Telepathie oder anderen Dingen beschäftigen müssen, was uns schon um den Verstand bringt teilweise? Ich glaube, das würde auch Angst erzeugen und es bräuchte ein stimmiges Erklärungsmodell.
Kann sein, dass Betroffene unter Stimmen leiden, für manche hörbar, für manche Betroffene unhörbar, aber Gesunde im Grunde ebenso Stimmen wie eine natürliche Orientierung haben, aber das mit keinem Leid wie bei uns verbunden ist.
Das Problem ist auch, wie die Folge wäre, und ich glaube, als Erklärungsmodell könnte man Stimmen als etwas sehen, was uns Betroffene im Kopf wie durch Selbstgespräche ausfragt und darüber Zugang zu privaten Gedanken bekommt. Dass die Betroffenen mit und ohne lauten, wahrnehmbaren Stimmen im Grunde sich in ihrer Freiheit manipuliert und eingeschränkt fühlen.
Hattest du Stimmen und wären vielleicht die Stimmen so etwas wie das, was in die Privatheit von uns eingreift?