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“It is plausible that this strategy prevents potential dopaminergic supersensitivity.”
– Prof. Dr. Stephen M. Stahl

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MAO-Hemmer

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  • Monoaminoxidase-Hemmer (MAO-Hemmer)

    Monoaminoxidase-Hemmer (MAO-Hemmer)

    Einleitung

    Monoaminoxidase-Hemmer (MAO-Hemmer) sind eine Klasse von Antidepressiva, die hauptsächlich zur Behandlung von Depressionen eingesetzt werden. Sie sind bekannt für ihre Wirkung durch die Hemmung der Monoaminoxidasen (MAO), Enzyme, die für den Abbau von Neurotransmittern wie Serotonin, Noradrenalin und Dopamin verantwortlich sind.

    Geschichte

    Der erste MAO-Hemmer, Iproniazid, wurde in den 1950er Jahren entwickelt und war das erste vermarktete Antidepressivum. Aufgrund unerwünschter Nebenwirkungen und der Notwendigkeit einer tyraminarmen Diät ging die Verwendung von MAO-Hemmern jedoch stark zurück. Seit Mitte der 1990er Jahre ist mit Moclobemid ein gut verträglicher und nebenwirkungsarmer MAO-Hemmer auf dem Markt.

    Wirkungsweise

    MAO-Hemmer wirken, indem sie die Monoaminoxidasen blockieren, was zu einer erhöhten Konzentration von Neurotransmittern im Gehirn führt. Dies kann die Symptome von Depressionen lindern.

    Bekannte Wirkstoffe

    Zu den bekannten Wirkstoffen der MAO-Hemmer-Klasse gehören:

    • Tranylcypromin (irreversibel)
    • Phenelzin (irreversibel)
    • Isocarboxazid (irreversibel)
    • Moclobemid (reversibel)
    • Selegilin (irreversibel, selektiv für MAO-B)
    • Rasagilin (irreversibel, selektiv für MAO-B)

    Unterschiede der Wirkstoffe

    Die Wirkstoffe der MAO-Hemmer-Klasse unterscheiden sich hauptsächlich in ihrer Selektivität und Reversibilität:

    • Tranylcypromin: Ein nicht-selektiver, irreversibler MAO-Hemmer, der sowohl MAO-A als auch MAO-B blockiert.
    • Phenelzin: Ein nicht-selektiver, irreversibler MAO-Hemmer, der ebenfalls beide MAO-Typen blockiert.
    • Isocarboxazid: Ein weiterer nicht-selektiver, irreversibler MAO-Hemmer.
    • Moclobemid: Ein selektiver, reversibler MAO-A-Hemmer, der gut verträglich ist und weniger Nebenwirkungen hat.
    • Selegilin: Ein selektiver, irreversibler MAO-B-Hemmer, der hauptsächlich in der Parkinson-Behandlung eingesetzt wird.
    • Rasagilin: Ein weiterer selektiver, irreversibler MAO-B-Hemmer, der ebenfalls in der Parkinson-Behandlung verwendet wird.

    Vorteile

    • Wirksamkeit: MAO-Hemmer sind wirksam bei der Behandlung von Depressionen und Angststörungen.
    • Breites Anwendungsspektrum: Sie können auch bei atypischen Depressionen und bestimmten Angststörungen eingesetzt werden.

    Nachteile

    • Diätanforderungen: Bei irreversiblen MAO-Hemmern ist eine tyraminarme Diät notwendig, um hypertensive Krisen zu vermeiden.
    • Wechselwirkungen: MAO-Hemmer können starke Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten haben.
    • Seltene Anwendung: Aufgrund der Nebenwirkungen und Diätanforderungen werden MAO-Hemmer heute eher selten eingesetzt.

    Wichtiger Hinweis

    Einige MAO-Hemmer haben irreversible Wirkweisen, was bedeutet, dass sie die Monoaminoxidasen dauerhaft binden. Um die Wirkung aufzuheben, muss das betroffene Enzym vom Körper neu gebildet werden, was einige Wochen dauern kann. Dies ist besonders bei den Wirkstoffen Tranylcypromin, Phenelzin und Isocarboxazid der Fall.

    Fazit

    Monoaminoxidase-Hemmer sind wirksame Medikamente zur Behandlung von Depressionen und anderen psychischen Störungen. Sie bieten Vorteile wie eine gute Wirksamkeit und ein breites Anwendungsspektrum, haben jedoch auch mögliche Nebenwirkungen und Diätanforderungen. Eine sorgfältige Überwachung und individuelle Anpassung der Dosierung sind daher entscheidend, um die bestmöglichen Behandlungsergebnisse zu erzielen.

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