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“It is plausible that this strategy prevents potential dopaminergic supersensitivity.”
– Prof. Dr. Stephen M. Stahl

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Zu viele Medikamente und eine Krise

Ich hatte mir meine bösartigen Seiten aber aberziehen lassen, weil ich fand, dass sie nicht zu mir passten. Trotzdem wurde ich z.B. in der Psychose wütend. Auch die Welt wollte ich früher retten - aus Glaubensgründen habe ich mir das abgewöhnt (das hat gedauert ...).
Trotzdem tauchte das in der Psychose wieder auf. Meine bewußte Einstellung und meine Erziehung wurden einfach übergangen und ich verhielt mich im Wahn so blöd, wie ich ohne diese Erziehung gewesen wäre. Nein, der Wahn hat nur bedingt mit den Charakterresten und bewußten Entscheidungen zu tun, es geht danach, welchen Charakter man hätte, wenn man nicht erzogen worden wäre.
So bösartig war das zumindest bei mir und ich hoffe, @Glocki hat mehr Glück.
Naja @lernender, wie häufig hast du es probiert, die Medikamente abzusetzen, und wann wurde dir klar, sie regelmäßig einnehmen zu müssen? Nach dem Vorfall mit der älteren Frau wirst du dir nichts mehr leisten dürfen und hattest vielleicht Glück im Unglück. Angenommen, du würdest die Antipsychotika reduzieren, hättest du dich im Griff und dürftest du das?
Weißt du, dass du 10 mg Abilify brauchst, oder reichen auch 5 mg aus? Hast du da einen Vergleich, und hast du, seit das mit der Frau war, noch einmal versucht abzusetzen?
 
Angenommen, du würdest die Antipsychotika reduzieren, hättest du dich im Griff und dürftest du das?
Ich habe zur Zeit keinen Psychoseschub und würde ohne Medis gut zurecht kommen und dürfte das auch.
Ich fürchte nur diese Schübe, habe keine Frühwarnsymptome und möchte das Zeug darum nehmen um im Fall der Fälle kontrollierbar zu sein.
 
Nein, ich hatte nicht die ganze Zeit so hohe Dosierungen. Es gab einen Versuch suf 300mg Quetiapin. Das war vielleicht nett von den Forensikern! Leider bin ich rückfällig geworden und habe erst eine Frau in der Praxis geschlagen und war am selben Tag wieder auf Streifzug, viele Menschen schlagen. Dann gsb es einen Versuch auf Zypadhera, bei dem es mir auch gut ging. Wieder nichts, ich wurde rückfällig. Von daher klar dass sie die Medikamente hochziehen. Sie haben ja sogar von 20mg auf 15mg Olsnzapin reduziert. Das Xeplion ist eine notwendige Strafmassnahme und ich bin so dankbar dass es mir besser geht.
300mg Quetiapin alleine ist seeehr schwach. Laut den Studien wirkt es antispychotisch ab 400mg und entfaltet seine beste Wirkung bei 600mg. Mir haben sie damals im akuten Schub 600mg gegeben. Und natürlich Tavor, Zopiclon etc., also in der kurzen, akuten Phase. Bei 800mg wirkt es laut den Studien noch einen Ticken besser, aber nur minimal, sodass die Zunahme an Nebenwirkungen im negativen Sinne überwiegt. Generell ist es mittelpotent und nicht hochpotent. Es gibt natürlich wirkungsstärkere NLs, die aber größtenteils auch stärkere Nebenwirkungen haben. Ich hoffe, dass ich mittelfristig wieder nur mit Quetiapin, ohne 1mg Risperidon wie aktuell klar komme.
 
Ja, Quetiapin war mein Lieblingsmedikament. Ich hatte 0 Nebenwirkung. Bin auch wirklich traurig dass ich rückfällig geworden bin. Nun habe ich Olanzapin was etwas stärker ist.
 
Ich habe zur Zeit keinen Psychoseschub und würde ohne Medis gut zurecht kommen und dürfte das auch.
Ich fürchte nur diese Schübe, habe keine Frühwarnsymptome und möchte das Zeug darum nehmen um im Fall der Fälle kontrollierbar zu sein.
Nimmst du das Aripiprazol täglich ein?
An sich sind die Münzstimmen bei dir ja auch Frühwarnsymptome, oder hast du das auch bei 10 mg Aripiprazol?
Bei mir waren, ohne dass ich Stimmen hatte, 5 mg ausreichend.
 
Es ist so dass ich mehr Aktivitäten mache. Gestern war ich um die Alster und die Menschen waren tierisch freundlich. Das war schön. Auch die Besuche bei meinem Kumpel waren gut. Zu Hause siehts immer noch einigermaßen staubig aus. Kann mich einfach nicht aufraffen. Waschen müsste ich auch. Überlege mich bei einem Freund zu melden wo der Kontakt eingeschlafen ist.
Fühle mich immer noch von den Medikamenten überweltigt, aber mache schon mehr. Wer weiss, vielleicht lässt es sich mit den Medikamenten ja leben, wobei ich einer Reduktion schon entgegenfiebere. Ich fühle mich schon mehr wie ich selbst und freue mich dass ich so schöne Aktivitäten machen kann. Die Lebensfreude lässt aber noch ein bisschen zu Wünschen übrig.
 
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Ich weiss immer wie es wäre wenn es besser wäre. Es ist wie ein Schleier durch den man durchsehen kann. Am 20. geht die Vorbereitung zur Traumatherapie weiter und da ist auch die Stimmenhörer Selbsthilfegruppe. Es hilft mir wenn ich es als Lehre sehe, auch wenn ich finde die von der Ambulanz könnten mal runtergehen mit den Medikamenten. Ich spüre da so einen Tatendrang unten drunter, aber ich komme leider nicht dran. Ich habe mich mit einem Freund verabredet für heute. Ich hoffe es wird ganz gut. Ich hoffe es wird von selber noch etwas besser, würde mich gerne in der Gemeinde engagieren. Und in den Park zu den Leuten würde ich auch gerne gehen. Hach das ist so eine Bremse mit diesen Medikamenten. Das ist doof. Eigentlich bin ich ein fröhlicher Mensch, wäre ganz schön wenn ich das auch zeigen kann.
 
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Es geht mir wieder eher schlechter. Das ist aber auch wechselhaft damit. Schätze dass die Medikamentenmenge an einer bestimmten Grenze liegt, die manchmal überschritten, dann wieder unterschritten wird. Wirklich gut war es auch bisher noch nie. Es gibt nur Tendenzen nach eher gut oder eher schlecht. Es ist einfach zu viel. So kann ich nur dasitzen und nichts tun. Es ist eine schwere Zeit und die Gedanken sind eher düster. Von meiner Fröhlichkeit ist nichts zu sehen und irgendwie finde ich das schade. Ich hab längst verstanden niemanden zu schlagen. Sie könnten wirklich mal runtergehen. Ich muss es aber akzeptieren und als Lehre betrachten.
 
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Ich hatte Negativsymptome: starke Antriebslosigkeit, Freudlosikgiet, sozialer Rückzug und/oder eine postpsychotische Depression. Zyprexa absetzen, Weniger Schlaf + Sertralin hat mir sehr geholfen aus dieser dunklen Stimmung rauszukommen ABER dafür wurde ich leicht psychotisch. Also bei Absetzversuche ist immer Vorsicht gefragt, sowie bei Einnahme eines ADs.
 
Ja, ich bin schon um Vorsicht bemüht. Werde mich auch nicht mehr so leicht in Wahnvorstellungen verlieren und habe meinen Glauben geöffnet, dass ich da nichts magisches mehr hineininterpretiere. Das ist schon eine Arbeit an sich selbst die da von Nöten ist. Es geht mir einfach schlecht weil es zu viel ist.
 
Jetzt wird es wieder besser. Ich vermute die Depotspritze überschwemmt mich und wenn das Paliperidon abgebaut wird merke ich eine Verbesserung. Ich mag immer noch nicht aufräumen, aber wenn es so weitergeht würde ich schon. Da ist immer so eine Schwere in mir, weil es doch einiges ist was ich nehme. Ich war gestern in der Kirche und das war ganz schön. Ich mache von mir aus schon mehr Aktivitäten, es hat sich also insgesamt etwas verbessert, auch wenn es mir teilweise schlecht geht. Ich hoffe dass ich mich weterhin gut mit meinem Kumpel verstehe, der mir Auftrieb gibt. Ja, es ist so dass ich die Fröhlichkeit spüren kann aber sie ist noch betäubt. Wenn ich mir vorstelle wie es mit weniger Medikamenten wäre, wenn nichts passiert wäre dann könnte ich schon heulen dass ich es mir selbst verbaut habe. Der Mensch ist doch zum Glück hin ausgerichtet und empfänglich für Freude.
 
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Es ist wechselhaft. Gestern war ein furchtbarer Tag,ich war richtig niedergedrückt. Heute scheint es wieder etwas besser zu sein. Es ist mir immer noch eine Lehre für die ich sogar dankbar bin. Menschen schlagen geht nun mal nicht. Ich sehne allerdings schon den Tag herbei an dem ich für die Medikamente wieder selbst verantwortlich bin. Heute wird ein schöner Tag und ich werde rausgehen. Brauche die Betriebskostenabrechnung für die Behörde. Nächste Woche treffe ich meinen Freund, wir wollen zusammen Pizza bestellen und einen Film sehen. Das klappte eigentlich ganz gut mit dem reden in letzter Zeit. Ich hoffe das bleibt so. Tja in der Situation bin ich gerade. Zwischen zu vielen Medikamenten und den Empfindungen. Ich habe mich irgendwie damit abgefunden dass es zur Zeit nicht so toll ist. Was ich etwas schade finde ist, dass ich grössere Ziele verschieben muss weil es mir so wechselhaft geht.
 
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Mir war auch so wechselhaft in der Stimmung. Der Arzt meinte es wären vlt. zu wenig Medikament, und OLanzapin sollte auf 20MG erhöht werden. Die Symptome könnten unterschwellig von der Krankheit kommen. Ich war ganz überrumpelt, da ich eher reduzieren wollte. 20 MG sind mir zuviel, werde mal ein paar Wochen 17,5 MG probieren und sehen wie es ist. Ob es wirklich die Erkrankung oder doch die Nebenwirkungen sind.
Cariprazin (Reagila) war auch eine Option, aber habe mich wieder nicht getraut, wegen der häufigen Schlaflosigkeit und dem wochenlangen komplizierten Einschleichen.
Alles seltsam, aber ich wünsche Dir Liebe Glocki weiterhin Fortschritte, und dass du das Paliperidon bald absetzen kannst.
 
Ja, danke. Ich werde mit dem Paliperidon noch bis 6/27 beschäftigt sein. Für mich ist das wechselhafte ganz gut, weil Bewegung drin ist. Es zeigt dass die Medikamente nachgeben. Eine ganz geschlossene Wirkung stelle ich mir gruselig vor. Wir haben unsere eigenen Empfindungen und die dürfen auch durchkommen. Lass dir bloss nicht zu viel verschreiben, die Vorstellungen von Psychiatern sind manchmal bizarr.
 
Ja, danke. Ich werde mit dem Paliperidon noch bis 6/27 beschäftigt sein. Für mich ist das wechselhafte ganz gut, weil Bewegung drin ist. Es zeigt dass die Medikamente nachgeben. Eine ganz geschlossene Wirkung stelle ich mir gruselig vor. Wir haben unsere eigenen Empfindungen und die dürfen auch durchkommen. Lass dir bloss nicht zu viel verschreiben, die Vorstellungen von Psychiatern sind manchmal bizarr.
Da hast du vollkommen Recht. Viele Psychiater können sich nicht vorstellen, wie massiv die Nebenwirkungen in den Alltag eingreifen. Zu viele NLs in entsprechender Höhe können die Erkrankung auch verschlechtern.
 
Ja, weil keine Bewegung mehr stattfindet. Wer bis oben zugedröhnt leben muss kann keine Entwicklung mehr machen. Ich sehs ja an mir selber wie ich manchmal nur in einer Blase vor mich hin leide. Entwickeln kann ich mich so nicht.
 
ich bin, auch mit der feststellung, dass diese aussage: "man kann sich nicht entwickeln", genau so wahr ist wie das gegenteil: "man entwickelt sich" trotz allem. weniger, jedoch auch. auf irgend eine art.

ich kann von mir sagen ja ich entwickle mich.
falls das für irgend jemanden auf der welt etwas bedeutet. oder auch nicht. ist egal. oder?
 
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Ja, danke. Ich werde mit dem Paliperidon noch bis 6/27 beschäftigt sein. Für mich ist das wechselhafte ganz gut, weil Bewegung drin ist. Es zeigt dass die Medikamente nachgeben. Eine ganz geschlossene Wirkung stelle ich mir gruselig vor. Wir haben unsere eigenen Empfindungen und die dürfen auch durchkommen. Lass dir bloss nicht zu viel verschreiben, die Vorstellungen von Psychiatern sind manchmal bizarr.
Das Problem ist die Supersensibilität, da so etwas bis zu schweren Dyskinesien führen kann, wenn die Medikamente trotz sehr hoher Dosierung keine Wirkung zeigen. Wenn du dann am 6/27 reduzieren solltest, kann es ja noch wechselhafter sein. Ich würde dir von daher bis dahin oder danach zumindest zum Bupropion raten, da dies dir eine sichere Reduktion ohne Kontrollverlust, innere Unruhe und Aggressivität ermöglichen kann.
Am besten sogar früher, da das heute mit deinem bestehenden Paliperidon normal gut kombinierbar ist.
Kenne eine Betroffene, welche 25 mg Palipridon-Depot + Bupropion hat und damit die letzten 10 Jahre stabil war.

Nur als Gedanke: Wenn dein Psychiater merkt, dass du mit dem Bupropion stabiler bist, vielleicht reduziert er deine anderen Medikamente dann in deinem Sinne.
Da du ja deine Wechselhaftigkeit selbst bei dir bemerkst, wird auch das der Grund sein, weshalb dein Psychiater überhaupt die Dosierungen so weit erhöht hat, da Außenstehende die Symptome bei einem leichter erkennen, als man selbst es sehen möchte.

Hier @Glocki ist eine Erfahrung, die auch auf deine Situation gut passt:
Ein Versuch des Absetzens

Dort wurde vorher Aripiprazol + Haloperidol eingenommen und mit Bupropion konnte das Haloperidol jetzt reduziert und aktuell sogar ganz abgesetzt werden. Bupropion ist im Grunde in diesen Situationen wie eine Reduktionshilfe.
 
ich bin, auch mit der feststellung, dass diese aussage: "man kann sich nicht entwickeln", genau so wahr ist wie das gegenteil: "man entwickelt sich" trotz allem. weniger, jedoch auch. auf irgend eine art.

ich kann von mir sagen ja ich entwickle mich.
falls das für irgend jemanden auf der welt etwas bedeutet. oder auch nicht. ist egal. oder?
Ja gut, da hast du schon recht. Das Leben ist ja da und man spürt auch zugedröhnt noch etwas. Da entwickelt man auch etwas, aber schöner ist es ja schon sich auch den Wind um die Nase wehen zu lassen und andere Menschen kräftig mithelfen zu lassen. Man müsste also wenigstens Bindungsfähig sein, sonst macht es keinen Spass.
 
@Maggi , es klingt sehr vernünftig aber ich habe Angst noch mehr zu nehmen. Mir reichts ja so schon. Es wäre sogar möglich dass sie es verschreiben, aber eigentlich will ich gar nicht. Ich warte jetzt dass sie noch 5mg Olanzapin reduzieren und das wars dann. Das Xeplion wird aller Voraussicht nach nicht reduziert.
Ich will weniger und nicht mehr. Diesen Satz habe ich fest verankert. Und ich glaube davon bekommt man mich auch nicht weg. Für mich ist das Wechselhafte o.k. jedenfalls bietet es ein bisschen Lebensqualität. Wäre es immer gleich wäre es schlimm so wie es sich jetzt darstellt. Auch an besseren Tagen ist es eher zu viel, es kommen zu wenig Gefühle durch.
 
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