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“It is plausible that this strategy prevents potential dopaminergic supersensitivity.”
– Prof. Dr. Stephen M. Stahl

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Zu viele Medikamente und eine Krise

Doch für Schizophrene schon und das ist meiner Meinung nach auch gut so.
Die Frage wäre eben auch ob es im Einzelfall verhältnismäßig ist und ob man vielleicht schon eine akute Psychose als Fremdgefährdung und Möglichkeit für Depotmaßnahmen oder Halbzwang hernimmt.
Problem ist, man will aktuell alles was man in Kliniken machen kann auch im ambulanten Sektor machen können, was dann wohl praktisch Zwang einschließt. Da bist du dann eben wenn du im Internet oder irgendwo auffällig wirst direkt auf einer Akutliste und man drückt dir dann das Zeug rein.
Gibt ja wirklich völlig Uneinsichtige die bösartige Dinge tun, aber wie man seine Medikamente einnimmt, welches Antipsychotikum man für sich wählt oder freiwillig einnimmt, sollte noch beim Patienten liegen.

Meiner Meinung nach bewegen wir uns in richtung Hölle auf Erden wenn diese Zwangsmaßnahmen übergriffiger werden, man fordert ja auch eine Gegenwehr heraus und das nimmt man dann wieder als Grund für Depots und Zwang her.
 
Ja, ich habe aber des Öfteren meine Streifzüge mit dem Schlagen gemacht und immer viele Menschen geschlagen. Auf die Fussmatte meiner Nachbarin habe ich das Wort Tod mit Zahnpasta geschrieben. War vom Wahn getrieben. Dafür gibt es dann schon Forensik und Zwangsbehandlung. Ich finde das alles furchtbar und es tut mir herzlich leid. Es stimmt schon, Strafe muss sein. Aber es ist trotzdem schwer auszuhalten. Als ob das Fühlen ständig gebremst wird, furchtbar.
 
Meiner Meinung nach bewegen wir uns in richtung Hölle auf Erden wenn diese Zwangsmaßnahmen übergriffiger werden
Bei Gewalt gegen Andere hören aber die Freiheiten auf. Das war bei mir auch so. Ob man dann unbedingt zu Depotpräparaten greifen muss, das ist eine andere Frage. Mich hat man z.B. sofort unter Betreuung gestellt und in eine geschlossene Wohngruppe gesperrt, nachdem ich eine alte Frau umgestoßen habe. Das hätte man sich bei mir zwar sparen können, weil ich sowas nie wieder auch nur in Erwägung zog und ziehe, aber das konnte niemand wissen.
 
Ich möchte kein Buprion probieren, danke Maggi. Auch liegt bei mir keine Supersensibilität vor. Ich bekomme das Olanzapin oral. Es ist einfach nur etwas viel, das ist schon alles.
 
Es hat sich verbessert, ich glaube diesmal definitiv. Es ist nur noch ein bisschen zu viel. Ich bin zuversichtlich und kann mich fast freuen. Gestern war ich bei einem Freund und konnte mich unterhalten, das fand ich schön. Es ist schon enorm was der Körper so alles verarbeiten kann. Und es wird ja vielleicht sogar nochmal reduziert. Am Freitag ist die Stimmenhören SHG, ich hoffe es finden sich genügend Teilnehmer. Bin schon gespannt. Mir ist auf tiefer Ebene klar geworden dass ich nicht herumlaufen und Menschen schlagen kann, ich glaube das sitzt jetzt. Ich habe durch die Strafe mit den Medikamenten wirklich viel gelernt und verstanden. Das Aufräumen verschiebe ich noch. Es fehlt noch ein bisschen und dann will ich zur Tat schreiten. Ein Anreiz ist auch dass ich ja einen Freund zurückgewinnen will und der soll sich hier ja wohl fühlen. Ein anderer Freund geht morgen ins Krankenhaus zum Entgiften. Er ist nicht ganz trocken und hat Probleme mit Alkohol, ist aber ein ganz lieber. Ich will ja auch nochmal arbeiten gehen. Dazu fehlt noch ein bisschen. Ich habe auch ein bisschen Angst davor, aber die Lust dazu überwiegt. Mal schauen wie das alles wird.
 
bei meiner letzten Psychose (das muss nicht zwingend auch für dich gelten),
hat Quetiapin leichte Aggressionen verursacht (vom Hersteller TAD). Hab deshalb mehr Olanzapin genommen (30mg, Hersteller Zalasta, für mich der beste), welches aber (glaube zumindest) fürs Gedächtnis schlecht war.
 
Meine Gedächtnisleistung ist o.k. soweit. Nehme 15mg. Habe dafür ein unangenehmes Gefühl von Kontrollverlust, das kommt aber vom Olanzapin und Xeplion zusammen. Vom Quetiapin hatte ich gar nichts ausser leichter Müdigkeit, war aber leider zu schwach für mich.
 
Es hat noch einmal einen Ruck in Richtung Freude gegeben. Jetzt ist es so dass nicht mehr reduziert zu werden braucht. (Mal schauen). Mein Körper hat das ganz toll gemacht mit dem Verarbeiten. Ich merke noch so etwas wie eine Schwere auf mir, aber ist insgesamt echt schon gut. Überlege ob ich mir noch einen Espresso genehmige um die Schwere zu vertreiben. Ich habe zwar in dem Italiener eine Frau geschlagen, aber sie haben mir glaub ich verziehen.
Mir ist klar dass man nicht herumläuft und Menschen erschreckt, es war eine durchgeknallte Zwangsstörung die mir immer noch etwas Sorge bereitet, aber die Tendenz ist gut. Ich sitze halbwegs vergnügt in meinem Schmutz, aber das kommt bestimmt noch.
 
Ich möchte kein Buprion probieren, danke Maggi. Auch liegt bei mir keine Supersensibilität vor. Ich bekomme das Olanzapin oral. Es ist einfach nur etwas viel, das ist schon alles.
Naja, du hast behauptet, du bekommst ein Doppeldepot Xeplion und dazu noch Olanzapin. Das spricht zumindest für Supersensitivität, weil du scheinbar mit keinen normalen Dosierungen mehr zurechtkommst und immer mehr brauchst.
Finde das zumindest heftig, was du immer schreibst, und drei Wirkstoffe auf Höchstdosis sind eben viel, wenn du von 2 × Xeplion + Olanzapin sprichst. Normal ist ein Depot auf Maximaldosis schon oberste Grenze. Alles darüber würde ich von daher schon als Supersensivität sehen.
 
Bei Gewalt gegen Andere hören aber die Freiheiten auf. Das war bei mir auch so. Ob man dann unbedingt zu Depotpräparaten greifen muss, das ist eine andere Frage. Mich hat man z.B. sofort unter Betreuung gestellt und in eine geschlossene Wohngruppe gesperrt, nachdem ich eine alte Frau umgestoßen habe. Das hätte man sich bei mir zwar sparen können, weil ich sowas nie wieder auch nur in Erwägung zog und ziehe, aber das konnte niemand wissen.
Ja, ich sehe das auch so, aber auch Betroffene werden ebenso häufig Opfer von Straftaten und es sollte bei allem noch verhältnismäßig sein.
Depots mögen bei schweren Straftaten oder wirklichen Risiken ja ein Mittel der Wahl sein, aber man weitet den Einsatz ja aus und schränkt die Rechte von Betroffenen unnötig ein. Etwa Betreuer können jederzeit eine Zwangseinweisung veranlassen, das läuft ohne anständiges Gerichtsverfahren. Dass es dann zu Problemen kommt und auch Missbrauch, wenn Betreuer in eine Profitstruktur eingebunden sind, ist dann schwierig.

Diese Medikamente können auch bei höheren Dosierungen Schäden hinterlassen und Patienten sollten auch nach der Strafe wieder Autonomie zurückbekommen.
 
Meine Gedächtnisleistung ist o.k. soweit. Nehme 15mg. Habe dafür ein unangenehmes Gefühl von Kontrollverlust, das kommt aber vom Olanzapin und Xeplion zusammen. Vom Quetiapin hatte ich gar nichts ausser leichter Müdigkeit, war aber leider zu schwach für mich.
@Glocki
Welche Dosierungen nimmst du denn ein und wie viele Wirkstoffe? Hattest du schon immer so hohe Dosierungen?
 
Naja, ich habe geschrieben dass es so geplant war, aber dass durch Lieferengpässe beim Zypadhera ich das Olanzapin oral bekomme. Zum Glück gabs Lieferengpässe könnte man sagen. Wenn ich mit der Bewährung durch bin werde ich mich nicht mehr pieksen lassen und es auf 15mg Olanzapin es beruhen lassen. Die durchgeknallte Zwangsstörung des Menschen schlagens sollte ich bis dahin im Griff haben. Es geht mir ganz gut, gottseidank.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Nein, ich hatte nicht die ganze Zeit so hohe Dosierungen. Es gab einen Versuch suf 300mg Quetiapin. Das war vielleicht nett von den Forensikern! Leider bin ich rückfällig geworden und habe erst eine Frau in der Praxis geschlagen und war am selben Tag wieder auf Streifzug, viele Menschen schlagen. Dann gsb es einen Versuch auf Zypadhera, bei dem es mir auch gut ging. Wieder nichts, ich wurde rückfällig. Von daher klar dass sie die Medikamente hochziehen. Sie haben ja sogar von 20mg auf 15mg Olsnzapin reduziert. Das Xeplion ist eine notwendige Strafmassnahme und ich bin so dankbar dass es mir besser geht.
 
Patienten sollten auch nach der Strafe wieder Autonomie zurückbekommen.
Das ist keine Strafe, wenn man wegen Fremdgefährdung Medikamente aufgezwungen bekommt oder in die geschlossene Wohngruppe eingewiesen wird. Es ist eine Vorsichtsmaßnahme, um die Bevölkerung zu schützen. So sehe ich das.
Wenn nur unter hohen Dosen Medikamente eine Besserung eintritt, dann bleibt einem das wahrscheinlich lebenslang.
Und das sehe ich positiv, auch wenn es den Betroffenen Leid bringt. Sonst will nämlich keiner mehr, dass Schizophrene frei herumlaufen.
 
Moment @lernender , man kann sich ändern. Darum bekommt man ja nach der Bewährung seine Rechte zurück. Das ist auch gut so, denn ein jeder darf sich beweisen. Einmal Straftäter immer Straftäter halte ich für eine gefährliche Einbahnstraße.
 
Das ist keine Strafe, wenn man wegen Fremdgefährdung Medikamente aufgezwungen bekommt oder in die geschlossene Wohngruppe eingewiesen wird. Es ist eine Vorsichtsmaßnahme, um die Bevölkerung zu schützen. So sehe ich das.
Wenn nur unter hohen Dosen Medikamente eine Besserung eintritt, dann bleibt einem das wahrscheinlich lebenslang.
Und das sehe ich positiv, auch wenn es den Betroffenen Leid bringt. Sonst will nämlich keiner mehr, dass Schizophrene frei herumlaufen.
Ich sage ja gar nichts dagegen, aber jeder normale Mensch kann auch mal eine Straftat machen und irgendwann ist die Schuld abgebüßt. Dauerhaft den Patienten die freie Medikamentenwahl zu untersagen und auf Depot umzustellen, ist eine Straftat und hat sehr wenig mit Patientenwohl zu tun, wenn man diese Medikamente dann noch übermäßig hoch dosiert.
So etwas führt zu echter Supersensitivität und Spätdyskinesien. In der Haut eines von Medikamenten geschädigten Patienten will keiner stecken, und wenn dann die Straftat vergleichsweise gering war, um jemanden einfach aus Gier auf Depots umzustellen, dann geht das eben zu weit.

Betroffene können auch mal eine schlechte Phase wegen schlechter Behandlungen haben und deshalb spricht man auch von Schuldunfähigkeit. Zu glauben, dass man jemanden wegen generellen Versagens der Psychiatrie und fehlenden verträglichen Medikamenten, dann mit Depots terrorisieren kann, das ist ein irrtum.

Mag ja so etwas wie Rechtliches geben, was möglich ist, aber es gibt schon auch noch eine Verhältnismäßigkeit und auch Gesunde schlagen sich mal oder bauen Scheiß. Wenn man meint, einen Kranken lebenslänglich wegen einer Belanglosigkeit zu geben, und das ist Depot, und einen Gesunden, der jemand wirklich getötet hat, nach 10 Jahren oder so freizulassen, dann läuft etwas falsch.

Ich sehe schon, dass man Depots am Fließband verkaufen will, und diese erzeugen Supersensitivität und damit Abhängigkeit von den Antipsychotika, ohne dass jemand einen Heilungserfolg erbracht hat. Das man also Patienten auf Zwang dauerhaft darauf belässt, die teils nichts getan haben, außer krank zu sein, ist ein Verbrechen am Patienten.

Ich bin kein Gegner von Zwangsmaßnahmen, wo es notwendig ist, aber die zeitlich begrenzt und ohne dass ein Depot eine Einbahnstraße ist.
 
Moment @lernender , man kann sich ändern.
Das kann schon sein, aber nachdem, was Du bisher geschrieben hast, schlägst Du wieder, wenn man dir zu wenig Medikamente gibt.
Man wird das vielleicht - wegen der Einsicht - nochmal mit weniger Medis probieren und im Falle, dass Du dann das Schlagen wiederholst, lebenslang Medikamente vorschreiben. Und das hat dann nichts mit Strafe zu tun sondern ist sogar - wenn Du genau überlegst - zu Deinem Besten. Sonst müsste man dich nämlich einsperren.
Das man also Patienten auf Zwang dauerhaft darauf belässt, die teils nichts getan haben, außer krank zu sein, ist ein Verbrechen am Patienten.
@Glocki ist ohne Medikamente scheinbar immer noch eine Gefahr für andere. Wenn sie wieder schlägt und die Medis dann nicht freiwillig nimmt, wird man das erzwingen. Und das ist eine Straftat? So sehe ich das nicht. Es ist eine Möglichkeit, dass sie außerhalb geschlossener Einrichtungen leben kann.
 
Ich bin gerade dabei mich von der Last zu befreien dass ich geschlagen habe. Meiner Meinung nach müsste man immer wieder eine Chance bekommen. Sie wird wieder schlagen ist meiner Meinung nach diskriminierend und du hast ja keine Ahnung was wirkliches Bereuen und Einsehen bewirkt. Ich werde mit grosser Wahrscheinlichkeit niemanden mehr schlagen und so ist ja auch die Gesetzgebung gottseidank.
 
Ich werde mit grosser Wahrscheinlichkeit niemanden mehr schlagen und so ist ja auch die Gesetzgebung gottseidank.
Das hoffe ich für dich. Aber als ich im Schub war, halfen mir meine Ansichten nichts - vieles geschah völlig entgegen meiner Ansichten und Absichten. Das ist, als wenn man vom Teufel besessen ist und das ist die Krankheit. Und dann helfen nur Medis.
 
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