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Etwas ganz Besonderes ist zudem eine neuartige 🩺medikamentöse Therapieoption💊 bei Psychose, welche auch bei Negativsymptomen hochwirksam ist und den Krankheitsverlauf insgesamt deutlich verbessert.

kann nicht mehr gut über die meine Zukunft handeln

Molvi Zhyell

Member
Registriert
15 März 2022
Beiträge
35
Hallo,
Ich hab ziemliche Probleme überhaupt in einem Forum zu schreiben weil ich die Anonymität nicht fühle und denke dass ich identifiziert werde. Jetzt versuche ichs dennoch.

Ich war ein dreivierteljahr ziemlich stabil, so stabil wie die letzten 10 Jahre NIE. Habe auch meine Medikamente genommen, es wäre mir nicht in den Sinn gekommen diese abzusetzen. Vor Kurzem hat sich alles verändert. wärehnd meine erste Psychose sich über Jahre hinweg entwickelt hat, ging es diesmal sehr plötzlich los. Es war keine bewusste Entscheidung, meine Medikamente abzusetzen. Es fühlte sich so an als wäre das entschieden worden. Schlaflosigkeit - nichts mehr essen - überall tiefste Bedeutungen - zwangshandlungen ... Also es ist noch keine richtige Psychose. Tückisch ist dass es sich teilweise sogar gut anfühlt, euphorisch und ich fühle mich sehr mächtig. Wobei diese Macht auch wieder Ängste auslöst, z.b. dass anderen wegen meinem Handeln etwas schlimmes passiert. Ich ringe jetzt gerade mit mir.. Ich fühle eine ganz klare Falschheit die Tabletten wieder zu nehmen. Auf der anderen Seite will ich keine richtige Psychose bekmmen und wieder in die Klinik müssen.
 
Kann dich verstehen! Ging mir sehr ähnlich.

Hier im Forum findest du eine Medikamente-Empfehlung, die mit sehr wenig Neuroleptika auskommt, da das Aripiprazol dabei nur in Intervallen eingenommen werden kann aufgrund spezieller stabilisierender Antidepressiva (Bupropion+Citalopram).

Aripiprazol ist an sich auch ein relativ gut verträgliches Neuroleptikum. Hattest du das schonmal?
Durch die speziellen Antidepressiva werden Stimmungsschwankungen, Unruhe und Negativsymptome reduziert und insgesammt auch die Positivsymptomatik stabilisiert, besser als wenn man nur ein Neuroleptikum einnimmt.

Zumindest solltest du versuchen, das Schlimmste zu vermeiden und einen Psychiater aufsuchen oder ein Neuroleptikum (wenn du eines zu Hause hast) einnehmen.
Die Empfehlung von mir wäre eine langfristige Strategie, mit sehr wenig Neuroleptika auszukommen, dabei wird das Neuroleptikum etwa 1-2 Wochen am Stück eingenommen und dann wieder 3-6 Wochen Pause, die Antidepressiva werden durchgehend eingenommen.
 
Selbst wenn uns hier jemand erkennen sollte, was würde das für nen Unterschied machen. Außerdem glaube ich nicht, dass sich der Normalo so sehr für das Thema Schizophrenie interessiert, dass er auf dieses Forum aufmerksam wird.
Vielen Dank fürs Teilen deiner Geschichte
 
Danke für eure Antworten.
Aripiprazol hatte ich schonmal, es hat zwar gewirkt aber ich hatte auch ziemliche Nebenwirkungen. Allerdings hab ich zeitgleich auch Haldol eingenommen und weiß nicht genau von was was kommt.
Zuletzt hatte ich Amisulprid, Olanzapin und Sertralin genommen.Olanzapin und Sertralin kommen aufjedenfall nicht mehr in Frage, da ich sehr unter Esssucht gelitten habe.
Intervalleinnahme könnte vielleicht ein Kompromiss sein, aber derzeit bin ich garnicht an dem Punkt dahinzukommen ,darüber zu denken ...
Ein Teil von mir weiß dass ich das Amisulprid und was zum Schlafen wieder nehmen sollte um schlimmeres abzuwenden, aber etwas derzeit noch mächtigeeres hält mich davon ab.
 
Vielleicht interessiert sich Person X nicht dafür was ich hier drin schreibe, aber Leute die es auf mich abgesehn haben

Ich hasse es wenn ein kollektives geheimes Wissen über mich entsteht.
 
@Molvi Zhyell
Haldol ist schon ein sehr hartes Medikament, vermutlich lag es an den Wechselwirkungen, weil Aripiprazol recht gut verträglich ist verglichen mit den anderen von dir genannten Neuroleptika.
Weißt du noch, welche Nebenwirkungen du da vom Aripiprazol hattest? An sich ist es von der Wirkung her sehr effektiv und bei kleinen Dosierungen um die 5mg hat es sehr wenig Nebenwirkungen.

Aripiprazol setzt den Stoffwechsel insgesamt eher etwas hoch, sodass man weniger stark zunimmt, aber auch das kann den Appetit steigern. Das wird mit dem zusätzlichen Bupropion auch gelindert. Ich persönlich nehme gering dosiertes Naltrexon zusätzlich zu Abnehmen ein, was in diese Medikamentekombi passt.

Vielleicht kannst du ja den Psychiater aufsuchen und dir gering dosiertes Aripiprazol 5mg erstmal verordnen lassen, da du keine anderen Neuroleptika zur Zeit hast, treten dann auch keine Wechselwirkungen auf und du wirst merken wie angenehm es im Vergleich zu Medikamenten wie Amisulprid anschlägt.

Später kannst du dann immer noch das mit der Intervalltherapie und den zusätzlichen Antidepressiva machen, da hättest du dann mit dem Aripiprazol eben die ideale Grundlage.
Aripiprazol kann zwar den Appetit steigern, führt aber laut Studien nur gering zur Gewichtszunahme, also vermutlich ähnlich wie beim Amisulprid. Olazapin macht sehr dick und kann auch Diabetes auslösen, das hatte ich auch mal kurz eingenommen und hatte auch Gewichtszunahme davon.
 
Also als ich damals Aripiprazol 5mg genommen habe, bin ich damit in die Psychose gerutscht. dann wurde es auf 15 mg aufdosiert + haldol zusätzlich. Ich konnte nicht mehr stillstehen, immer so von einem Bein aufs andere tippeln, war generell eher unruhig. Und auch da hatte ich das Essproblem schon.
 
Vielleicht interessiert sich Person X nicht dafür was ich hier drin schreibe, aber Leute die es auf mich abgesehn haben

Ich hasse es wenn ein kollektives geheimes Wissen über mich entsteht.
Kann ich verstehen. Mich stört das auch, wenn es quasi schlechte Erzählungen über einen gibt und man zur Witzfigur beispielsweise gemacht wird. Also diesen Eindruck habe ich manchmal auch, aber sollte eben dann ein Signal sein, dass man seine Medikamente erstmal für eine Weile einnimmt, damit gerät man ins gedankliche Hintertreffen und meiner Meinung nach lassen andere dann eher von einem ab.
Grade, wenn dich diese Dinge sehr beschäftigen, dann solltest du wirklich bereit sein Neuroleptika einzunehmen bevor dir oder anderen etwas Schlimmeres zustößt.
 
Also als ich damals Aripiprazol 5mg genommen habe, bin ich damit in die Psychose gerutscht. dann wurde es auf 15 mg aufdosiert + haldol zusätzlich. Ich konnte nicht mehr stillstehen, immer so von einem Bein aufs andere tippeln, war generell eher unruhig. Und auch da hatte ich das Essproblem schon.
15mg ist schon relativ viel, das kann war dann bestimmt Akathisie(Sitzunruhe) was du da hattest. Bei kleineren Dosierungen tritt das seltener auf. Vielleicht solltest du es nochmal mit 5-10mg ausprobieren und schauen, ob vielleicht 10mg ausreichen ohne zusätzliches Haldol.
Aripiprazol ähnelt von der Rezeptorbelegung den Älteren Neuroleptika(D2 Blockade), was womöglich diese Nebenwirkung begünstigt hat.
Anfangs kann man vom Aripiprazol auch etwas mehr einnehmen, weil es etwas braucht bis sich der Wirkspiegel im Blut aufgebaut hat.
Das Essproblem könntest du dann in den nächsten Schritten lösen.
 
Das Risiko ist eben auch, dass du dich in der Psychose in einen Wahn oder etwas hineinarbeitest, rein stresst, was du hinterher bereuen könntest, wenn du die Dinge ausgewogener oder klarer sehen kannst.
Ich fand Medikamente wie Amisulprid im Akutfall eher nur beruhigend als Antipsychotisch wirksam, weil bei mir das da immer noch in der Klinik weitergegangen ist, erst als ich dann Haldol oder damals Fluanxol hatte wurde es bei mir besser.
Aripiprazol wirkt da schon besser also ähnlich wie diese älteren Neuroleptika ist es sehr effektiv, hat aber vergleichsweise sehr wenig Nebenwirkungen. Da gibt es nur wenige Wirkstoffe dieser Sorte.

Von daher würde ich dir das empfehlen von einen Psychiater dir direkt zu holen und vorher nur wenn umbedingt nötig das Amisulprid einzunehmen.
Hast du einen Termin beim Psychiater oder kannst du einen ausmachen? Bitte fahr kein Auto, wenn du Akut bist und lass dich fahren. Wenn du jetzt merkst, dass du akut wirst, kann die Stimmung auch in ein paar Tagen ins Negative kippen, das kann dann wirklich schlimm sein und dann ist die notwendige Klinikbehandlung meist noch viel härter als du es so hättest.
 
Hast du Stimmungsschwankungen oder Wutausbrüche? Steigerst du dich in bestimmten Wahnthemen oder weltpolitischen Dingen rein?
Du kannst hier im Forum gerne auch diese Themen die dich beschäftigen aufschreiben und andere Sichtweisen und Meinungen dazu einholen, was dir helfen kann die Dinge neu zu bewerten und so. Meist im Akutfall sieht man vieles ja sehr einseitig und lässt nur wenig Kritik zu.
 
Stimmungsschwankungen oder Wutausbrüche hab ich keine. Gerade bin ich einfach permanent niedergestimmt und überfordert. Ich denke so richtig reinsteigern tu ich mich nicht. Heute hab ich mich aber viel in dem Krieg gespiegelt gesehen, wenn auch irgendwie verzerrt und wenn auch das ein schlimmer Vergleich ist da der Krieg ja eine ganz andere Dimension ist. Aber es fühlt sich so an als hätte es was mit mir zu tun. Arbeiten gehn kann ich trotz allem. auch wenn da komische Dinge passieren. Ich krieg das alles ja noch mit, ich kriege sehr viel mit glaub ich. Kann es an manchen Tagen besser einordnen, an anderen ordnet es sich chaotisch inmir ein. Autofahren kann ich sowieso nicht. Ich war gestern bei meinem Psychiater und soll am Freitag nochmal kommen. Vielleicht schaffe ich es ja auch bisdahin ein Neuroleptika zu nehmen. Vielleicht auch nicht. Ich weiß es alles nicht. Ich hab ständig das Gefühl alles falsch zu machen. Auch hier zu schreiben, weil mein Psychiater womöglich auch mitliest. Und meine Arbeitskolleginnen.
Schlimm ist auch, dass ich mir selbst nicht mehr so richtig trauen kann und mich schuldig fühle.
 
Ich kenne das auch, mich in den Medien und so gespiegelt zu sehen. Ist schwierig, wenn du dich da zusehr hineinbewegst und in allem etwas erkennen möchtest.
Versuch deine Energie in deine Gesundheit zu stecken, statt dass du dich den Kopf mit, den Krieg und so zerbrichst, weil das meistens so eine depressive Abwärtsspirale ist, wo man sich lange nach Besserung sehnen kann. Besser ist es eben den Fokus zu ändern, sodass deine Energien in etwas für dich Positives hineinfließen.
Du solltest dir auch keine Schuld geben, du kannst nichts dazu und hast ja selbst niemanden etwas getan. Ich musste das auch erst lernen, also mach dir selbst keine Vorwürfe und konzentriere dich darauf, deine Probleme zu lösen, damit erreichst du mehr als wenn du deinen Kopf zusehr in etwas reinsteckst, wo du praktisch Machtlos bist und wo du eventuell von gewissen Kräften ausgenutzt / belogen wirst, also bei Kriegen und Konflikten wird immer gelogen und es gibt immer mehrere Parteien, die eine Verantwortung haben, das muss man sich etwas fern halten.
Das mit dem Aripiprazol würde ich an deiner Stelle erfragen wenn du beim Psychiater bist. Damit konnte ich so Wahnthemen noch am besten verarbeiten, wo ich vorher das eben schwer verarbeiten konnte.
Manche Dinge liegen einfach außerhalb der eigenen Macht und muss man erstmal so hinnehmen.
 
Zumindest ist Krieg immer etwas sehr schlechtes. Damit vergiftest du nur deinen Geist und solche Projektionen die da in der Psychose entstehen, könnten auch schädlich sein, wenn du dann direkte Bezüge zu dir herstellst und dich dann Vorwürfe machst.
Am besten ist es, wenn du dich davon distanzierst und gar keine Partei ergreift, weil Verbrechen gibt es da auf beiden Seiten und die hätten längst eine politische Lösung da in der Ukraine(beispielsweise) finden können.
Du solltest zumindest aufpassen, bei so etwas keine Partei zu ergreifen, weil man sich dann selbst zu sehr reinsteigert und man meistens die realen Probleme kaum versteht. Der Teufel steckt ja häufig im Detail und Kriege lenken auch häufig von innenpolitischen Problemen ab, also es gibt ganz andere Probleme grade auch was uns Betroffene angeht, so werden wir meist übel behandelt obwohl es viel bessere Therapien (wie die von mir Empfohlene) gibt.
 
Mich beunruhigt das auch alles, was grade in den Medien läuft. Ich brauche von daher auch zwischendurch die Neuroleptika. Ist zwar etwas unangenehm und kostet erstmal Überwindung, aber ist manchmal echt besser als wenn man ganz austickt und alles viel zu sehr zu Herzen nimmt.
 
Hallo?
Also ich nehme Amisulprid und schwöre darauf ?. Ich empfehle 200 mg am Anfang.
 
Seit gestern Abend geht es mir etwas besser, ich konnte mir auch endlich wieder vorstellen, die Tabletten zu nehmen. Geschlafen hab ich trotzdem nur bis 0:30, aber immerhin. und das Wachsein danach war nicht wie in den letzten Tagen von Angst und Missempfindungen geprägt, sondern "nur" ständiges Zittern.

Ich denke jetzt dass ich die Kurve kriege und wieder mehr Sicherheit in mir und der Realität erlange...
 
Wenn es einem schlecht geht dann spricht nichts gegen die Einnahme der Tabletten. Mir helfen die Amisulprid zu 100%. Mir geht es gut und ich habe Arbeit. Ich führe ein ganz normales Leben, Gott sei Dank ?. Ich kenne das auch anders.
Es kann jetzt bei Dir auch nur vorübergehend sein, dass es Dir jetzt gerade besser geht. Du musst trotzdem unbedingt zum Psychologen gehen oder in die Kilinik und Dir schon mal die Tabletten geben lassen, falls Du keine mehr hast. Und Du solltest die zur Stabilisierung auch nehmen. Das ist meine Meinung.
Ich wünsche Dir auf alle Fälle viel Kraft und gute Besserung ?
 
Danke

Ich nehme jetzt seit eineinhalb Wochen wieder Medikamente, Amisulprid, Haldol und Chlorprotixen.
die Positivsymptome sind so gut wie weg, und ich kann seit dem Chlorprotixen auch mal wieder schlafen. wenn auch mit starken Albträumen.
Nur letzte Nacht ging wieder garnix mit Schlaf. Außerdem bin ich sehr antriebslos die letzte Woche, die Beine fühlen sich an als würde ich ständig nur Treppensteigen.
Ich habe weiterhin das Gefühl überwacht zu werden. Aber ich mach trotzdem fast alle Dinge.

Habe meine Ärztin auf die Intervalleinnahme angesprochen, sie hält davon nicht so viel, zumindest nicht in meinem Stadium, da wohl ein beständiger Spiegel vom Antipsychotikum benötigt werde. Ein bisschen hab ich das ja jetzt auch selbst gemerkt, als ich die Tabletten abgesetzt hab, kamen nach kurzer Zeit die ersten Symptome. Also so ganz verstanden hab ich das nochnicht mit der Intervalleinnahme.

braucht vielleicht alles noch bisschen Zeit, bis mein System und ich die intensive Zeit verarbeitet haben. Vielleicht kann ich dann auch irgendwann wieder normal schlafen und die Antriebslosigkeit legt sich. Dann kann ich vielleicht mit dem Haldol und Chlorprotixen runter gehn.
 
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