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Der Zusammenhang von Gedankenausbreitung und Eigenbezug

Egal wie man es nennt (Diagnose, Symptom) bin ich überzeugt, dass mein Inneres nach außen dringt und nehme meine Umwelt so wahr, dass sie mir auf mein Inneres hintenherum antwortet, aber nicht im direkten Kontakt.
 
Guten Tag, wie meinen Sie das, dass ihr inneres nach außen dringt?

Lg
Egal wie man es nennt (Diagnose, Symptom) bin ich überzeugt, dass mein Inneres nach außen dringt und nehme meine Umwelt so wahr, dass sie mir auf mein Inneres hintenherum antwortet, aber nicht im direkten Kontakt.
ing
 
Egal wie man es nennt (Diagnose, Symptom) bin ich überzeugt, dass mein Inneres nach außen dringt und nehme meine Umwelt so wahr, dass sie mir auf mein Inneres hintenherum antwortet, aber nicht im direkten Kontakt.
Ich denke auch oft über Gedankenausbreitung nach, ich kann meine eigenen Gedanken nicht hören es ist also kein Gedankenlautwerden, aber ich denke manchmal drüber nach dass jeder weiß was ich denke. Ich weiß aber das das nicht so ist. Ist das dann eine Psychose oder eher Zwang und grübeln ?
 
Ich denke auch oft über Gedankenausbreitung nach, ich kann meine eigenen Gedanken nicht hören es ist also kein Gedankenlautwerden, aber ich denke manchmal drüber nach dass jeder weiß was ich denke. Ich weiß aber das das nicht so ist. Ist das dann eine Psychose oder eher Zwang und grübeln ?

Es sind jedenfalls paranoide Gedanken und ich würde es deshalb Richtung paranoide Schizophrenie einordnen.
Grübeln ist es auf keinen Fall. Warum? Weil es einfach nicht rational ist. Außerdem ist es im Prinzip ein Klischee bzw. klassischer Punkt der paranoiden Schizophrenie, wenn es z.B. um Verfolgungsangst, Abhören oder sonstige Dinge dieser Art geht.

Die Frage ist, was passiert, wenn du dir dann ständig in dem Moment sagst, deine Gedanken sind paranoid und nicht rational. Und du weißt das auch in dem Moment, was passiert dann?
 
Es sind jedenfalls paranoide Gedanken und ich würde es deshalb Richtung paranoide Schizophrenie einordnen.
Grübeln ist es auf keinen Fall. Warum? Weil es einfach nicht rational ist. Außerdem ist es im Prinzip ein Klischee bzw. klassischer Punkt der paranoiden Schizophrenie, wenn es z.B. um Verfolgungsangst, Abhören oder sonstige Dinge dieser Art geht.

Die Frage ist, was passiert, wenn du dir dann ständig in dem Moment sagst, deine Gedanken sind paranoid und nicht rational. Und du weißt das auch in dem Moment, was passiert dann?
Was meinen Sie genau mit was passiert dann?

Ich vermute eher es wäre paranoide Schizophrenie, wenn ich fest davon Überzeugt wäre, dass meine Gedanken sich ausbreiten
 
Ich habe mit meiner sehr guten Psychiaterin nun endlich darüber gesprochen, dass ich die Lehrmeinung, dass es sich bei "Gedankenausbreitung, Eigenbezug und Stimmenhören" um Schizophreniesymptome handelt, nicht teile.

Sie sagte, dass sie sich mit mir nicht über unsere verschiedenen Wirklichkeitsauffassungen streiten will. Da es mir ja auch bewusst sei, dass meine Auffassung allgemein als Wahnsinn gelten würde, ergäbe es keinen Sinn, sich zu streiten.

Sie hat mir nur empfohlen, vom Alkohol komplett die Finger zu lassen und bei Suchtdruck ein niederpotentes Neuroleptikum zu nehmen.
 
Also ich muss sagen, die Gedankenausbreitung und Gedankenvorlesen waren das allerschlimmste in der paranoiden Schizophrenie. In der ersten Akutphase konnte jeder meine Gedanken lesen und mich be- und verurteilen. Es ist 2 Jahrzehnte her und war schon schrecklich. Leider gab es damals keinerlei Krankheitseinsicht und habe mich jahrelang damit rumgequält.
Aber der 2. akute Schub mit Gedankenvorlesen war weitaus schlimmer....Eine Arbeitskollegin hat mir mit täuschend echter Stimme alle Gedanken vorgelesen. Das war auch nur eine Nacht durch zu halten, dann gleich in die Psychatrie. Die Medis haben auch schnell gewirkt, und es war dann Ruhe.
Ich möchte das echt nie mehr erleben. Da nehme ich lieber mein OLZ lebenslang:)
Bei Gedanken laut werden und Gedankenausbreitung sollte man sich sofort Hilfe holen, meistens kann einem da geholfen werden.
 
In meinen Augen ist alles im Universum energetisch miteinander verbunden und die Menschen untereinander sind geistig verbunden.
Ich stimme hier weitgehend zu bzw. habe ähnliche übersinnliche(?) Erfahrungen gemacht.

Im klinischen Bereich habe ich solche Erwähnungen nicht gemacht, diagnostiziert worden bin ich für eher unspektakuläre Erwähnungen.

Die Erfahrung habe ich eher während eines 1. Schubes gemacht, 18/19 sowie die Jahre darauf.
Die Gedanken waren allerdings eher überschattet, der Spiegel meiner inneren Welten.
So sehr ich schätze, dass das schon lange vorbei ist, nenne ich es aus heutiger Sicht eher als eine Art "spirituelle Öffnung", ein Herausbrechen aus einem doch etwas beengten Weltbild. Eher wie "temporär krankhaft", wie eine Reaktion in Form von Herausbrechen aus dem Krankhaften.

Heute fühle ich es weniger intensiv.
Vielleicht lernt man auch sich abzuschotten von überhäufenden Eindrücken.
In stabileren Phasen kann ich mich mehr fokussieren und um mich auszubalancieren strebe ich an das Zentrum in meinem eigenen Mikrokosmos zu sein, meine Saugglocke welche äußere Reize nur abgeschwächt durchdringen.

Den Beitrag an sich finde ich interessant und gut geschrieben.

Ich suchte ein Zitat aus dem Steppenwolf, finde es aber nicht auf der Stelle und habe es nicht greifbar.

🐺
 
Zuletzt bearbeitet:
Denn kein einziger Mensch, auch nicht der primitive Neger[sic], auch nicht der Idiot, ist so angenehm
einfach, dass sein Wesen sich als die Summe von nur
zweien oder dreien Hauptelementen erklären ließe; und
gar einen so sehr differenzierten Menschen wie Harry mit
der naiven Einteilung in Wolf und Mensch zu erklären, ist
ein hoffnungslos kindlicher Versuch. Harry besteht nicht
aus zwei Wesen, sondern aus hundert, aus Tausenden.
Sein Leben schwingt (wie jedes Menschen Leben) nicht
bloß zwischen zwei Polen, etwa dem Trieb und dem Geist,
oder dem Heiligen und dem Wüstling, sondern es schwingt
zwischen Tausenden, zwischen unzählbaren Polpaaren.
Dass ein so unterrichteter und kluger Mensch wie Harry
sich für einen "Steppenwolf" halten kann, dass er das
reiche und komplizierte Gebilde seines Lebens in einer so
schlichten, so brutalen, so primitiven Formel glaubt
unterbringen zu können, darf uns nicht in Verwunderung
setzen. Der Mensch ist des Denkens nicht in hohem Maße
fähig, und auch noch der geistigste und gebildetste Mensch
sieht die Welt und sich selbst beständig durch die Brille
sehr naiver, vereinfachender und umlügender Formeln an -
am meisten aber sich selbst! Denn es ist ein, wie es
scheint, eingeborenes und völlig zwanghaft wirkendes
Bedürfnis aller Menschen, dass jeder sein Ich als eine
Einheit sich vorstelle. Mag dieser Wahn noch so oft, nochso schwer erschüttert werden, er heilt stets wieder
zusammen. Der Richter, der dem Mörder gegenübersitzt
und in sein Auge sieht und einen Augenblick lang den
Mörder mit seiner eigenen (des Richters) Stimme reden
hört und alle seine Regungen, Fähigkeiten, Möglichkeiten
auch in seinem
((77))
eigenen Innern vorfindet, er ist schon im nächsten
Augenblick wieder Eins, ist Richter, schnellt in die Schale
seines eingebildeten Ichs zurück, tut seine Pflicht und
verurteilt den Mörder zum Tode. Und wenn in besonders
begabten und zart organisierten Menschenseelen die
Ahnung ihrer Vielspältigkeit aufdämmert, wenn sie, wie
jedes Genie, den Wahn der Persönlichkeitseinheit
durchbrechen und sich als mehrteilig, als ein Bündel aus
vielen Ichs empfinden, so brauchen sie das nur zu äußern,
und alsbald sperrt die Majorität sie ein, ruft die
Wissenschaft zu Hilfe, konstatiert Schizophrenie und
beschützt die Menschheit davor, aus dem Munde dieser
Unglücklichen einen Ruf der Wahrheit vernehmen zu
müssen.
Nun, wozu hier Worte verlieren, wozu Dinge
aussprechen, welche zu wissen sich für jeden Denkenden
von selbst versteht, welche zu äußern jedoch nicht Sitte
ist? - Wenn nun also ein Mensch schon dazu vorschreitet,
die eingebildete Einheit des Ichs zur Zweiheit
auszudehnen, so ist er schon beinahe ein Genie, jedenfalls
aber eine seltene und interessante Ausnahme. In
Wirklichkeit aber ist kein Ich, auch nicht das naivste, eine
Einheit, sondern eine höchst vielfältige Welt, ein kleiner

Sternhimmel, ein Chaos von Formen, von Stufen und
Zuständen, von Erbschaften und Möglichkeiten. Dass jeder
einzelne dies Chaos für eine Einheit anzusehen bestrebt ist
und von seinem Ich redet, als sei dies eine einfache, fest
geformte, klar umrissene Erscheinung: diese, jedem
Menschen (auch dem höchsten) geläufige Täuschung
scheint eine Notwendigkeit zu sein, eine Forderung des
Lebens wie Atemholen und Essen.
Die Täuschung beruht auf einer einfachen Übertragung.


🌌

Den Satz, an den ich dabei gedacht habe, hervorgehoben.

Ich meine damit das Thema nicht 100%-ig zu treffen, finde es strebt diesem jedoch deutlich entgegen. 🤔
 
Zuletzt bearbeitet:
„Der“ Psychiater bzw. Anti-Psychiater des letzten Jahrhunderts,
Ronald D. Laing hat das in seinem Buch “Knoten” so formuliert:

Sie spielen ein Spiel.
Sie spielen damit, kein Spiel zu spielen.
Zeige ich ihnen, dass ich sie spielen sehe, dann breche ich die Regeln,
und sie werden mich bestrafen.
Ich muss ihr Spiel,
nicht zu sehen, dass ich das Spiel sehe,
spielen.
Kopiert aus:
Neue Rundschau » « Das Wesen der Verschwörungstheorie » Ich würde, wenn ich wüsste – dass ich könnte …
 
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