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💬 Kommentierendes Statement zum AI Act und möglichem Einfluss der Pharmalobby

Maggi

Administrator
Der geplante EU AI Act verspricht mehr Transparenz bei KI-Systemen – doch die eigentliche Frage bleibt: Wer profitiert davon?

Während die EU nach außen Kontrolle und Offenheit propagiert, droht im Inneren eine neue Form von Einflussnahme. Bereits heute zeigt die Pharmabranche, wie stark wirtschaftliche Interessen die politische Agenda durch Lobbyismus prägen. Gerade in Bereichen wie der Psychiatrie – etwa bei Schizophrenie – werden Behandlungsstandards oft durch marktgetriebene Interessen geformt, nicht durch unabhängige Wissenschaft oder Betroffenenorientierung.

Wenn dieselben Akteure künftig auch KI-Systeme beeinflussen können – etwa durch Zugriff auf Trainingsdaten oder Algorithmen – wird das Tor geöffnet für gezielte Manipulation von Narrativen, Wissenschaft und öffentlicher Meinung. Marketingfirmen mit pharmafinanzierter Infrastruktur könnten leicht auf regulierte KI-Systeme einwirken, mit massiven Folgen für unabhängige Forschung und kritische Diskurse.

Solange keine akuten Missstände durch KI nachweisbar sind, sollte Regulierung nicht zur Machtabsicherung bestehender Strukturen werden. Die EU täte gut daran, ihre eigenen Probleme – etwa die unzureichende Transparenz gegenüber Lobbyinteressen – zuerst anzugehen, bevor sie neue Kontrollmechanismen etabliert, die das Gleichgewicht zwischen Technik, Wissenschaft und Gesellschaft gefährden könnten.
 
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