Hallo zusammen,
meine Mutter hat seit sie ca. 20 Jahre alt ist die Krankheit Schizoaffektive Störung. Sie ist jetzt 53 Jahre Alt und die Krankheit ist erneut ausgebrochen. Sie nimmt Abilify 400 mg Depot. Leider hilft das ihr nicht wirklich. Sie hat Paranoia und ist getrieben vom Wahn, bestimmt Dinge zu erledigen.
Ihre Paranoia zeichnet sich aus indem sie nicht mehr arbeiten geht. Sie glaubt, dass es ihr wegen anderen Menschen schlecht geht und sie sich deshalb isoliert hat. Gleichzeitig hat sie ein Misstrauen gegenüber Ärzte in ihrer Stadt entwickelt, so dass ich sie nicht mehr überreden kann, eine Klinik aufzusuchen. Auch gegenüber Kliniken außerhalb der Stadt, wehrt sie sich. Ihre Argumente sind, dass es ihr es am nächsten Tag besser geht, wenn sie alleine ist. Sie glaubt auch dran, dass sie einen Reha Platz bekommt für psychisch kranke, wo es ihr dann besser gehen wird. Der Reha Platz ist jedoch noch nicht beantragt und ich befürchte, dass das 3 bis 6 Monate dauert, bis sie dort unterkommt. Sie sucht ständig ausreden, gegenüber einen Aufenthalt in der Klinik. Gleichzeitig möchte sie auch auf keinen Fall ihre alten Medikamente (ich glaube es heißt Risperdal) nehmen. Diese waren in der Vergangenheit sehr gut und sie konnte Symptom frei Leben. Leider hatte sie die Nebenwirkungen, dass ihr Appetit angeregt wurde und sie dadurch Zunahm. Das ist auch der Grund, warum sie auf abilify umgestiegen ist. Um das zu erreichen, hat sie ihren Psychiater gewechselt. Sie hat fast alle Kontakte in WhatsApp blockiert, bis auf mich und ihre Schwester und möchte mit keinem reden. Generell hat sie in letzter Zeit ihre Ärzte gewechselt, sobald ihr etwas nicht gepasst hat. Einmal hat sie mitbekommen, dass nicht der Arzt selber ihre spritze gemischt hat, sondern eine Angestellte. Laut ihr hat die Angestellte das falsch gemacht und deshalb wirkt die Spritze nicht. Direkt am nächsten Tag hat sie mich angerufen und darüber ihren Frust abgelassen. Sie hat nun eine neue Hausärztin die ihre die Spritze bisher einmal verabreicht hat.
Ihr Wahn zeichnet sich dadurch aus, dass irgendwelche Dinge im Kopf hat, die sofort und dringend erledigt werden müssen. Beispiel sind, Objekte aus ihrer Wohnung zu entfernen, oder dass sie plötzlich dringend spenden muss.
Heute wollte ich sie besuchen, da sie mich gestern drum gebeten hat. Vorher angekommen, wurde ich drum gebeten wieder nach Hause zu gehen, weil sie alleine sein muss damit es ihr besser geht. Der Grund warum es ihr schlecht ging, lag aus ihrer Sicht, an ihrer Nachbarin. Ich habe sie versucht zu überreden, in eine Klinik zu gehen für professionelle Hilfe. Sobald man das erwähnt wird sie wütend und auch laut und verneint dies. Sie möchte auf keinen Fall in eine Klinik, da sie auch erst 1 Monat krank geschrieben ist und andere länger Zeit haben krankgeschrieben zu sein, laut ihr. Als ich in ihre Wohnung gesehen habe, lagen ebenfalls ganz viele alte Fotos sortiert auf dem Boden. Sie war auch kurz draussen und ist wirr umher gelaufen um an bestimmten Stellen etwas aufzusammeln oder hin zu legen. Gleichzeitig hat sie mich ständig darum endlich zu gehen. Ich stand draussen verzweifelt und wusste nicht so Recht was ich tun sollte. Ihr Zustand machte auf mich keinen guten Eindruck. Am Ende bin ich gegangen.
Die Krankheit wurde in den letzten Wochen immer intensiver. Vor über einem Monat war sie noch auf der Arbeit und wollte zum Anwalt und Betriebsrat um mehr Homeoffice Tage durch zu bekommen, da ihre Abteilung nur 1 Tag Home Office hatte, während andere Abteilungen mehrere Tage HO haben. Dazu kommt, dass sie neidisch auf einen jungen Kollegen war, der wohl vom Chef immer gelobt wurde, weil der Chef ihn befördern möchte. Sie selbst wollte aber ebenfalls befördert werden. Vor ca. 4 Wochen hat sie immer über ihre Krankheit geredet und die Ursache dafür in ihrer Vergangenheit gefunden. Das hat sie allen erzählt. Sie hat mir gesagt, dass wenn sie das allen erzählt, wird es ihr besser gehen. Nachdem sie das allen erzählt hatte, kam die Phase, wo sie Abstand suchte und alle am Handy blockierte.
In den letzten 4 Wochen hat sie ebenfalls gesagt, dass sie weg ziehen muss, am besten 200 bis 300 km weg. Wo sie keiner kennt, da jeder auf der Arbeit von ihrer Krankheit weiß und alle Leute darüber sprechen. Auch die Ärzte sprechen laut ihr über sie und ihre Krankheit.
Aus meiner Sicht, der Sicht meiner Tante und den Nachbarn, muss sie dringend in eine Klinik um professionelle Hilfe zu bekommen. Leider schaffe ich es nicht, sie davon zu überzeugen mit in die Notfall Aufnahme zu kommen.
Meine Mutter ist aktuell bei einer Psychaterin in Behandlung. Mit ihr, meiner Mutter und mir gab es auch ein Gespräch, wo sie meine Mutter dazu bewegen wollte, zusätzlich abilify Medikamente einzunehmen. Dies war vergeblich. Die Psychaterin hat leider bis zum 01.06. Urlaub.
Mich und alle anderen Angehörigen belastet die Situation gerade sehr. Ich stehe kurz vor einem Job Wechsel und würde sie gerne täglich in professionellen Händen haben, da sie auch fast täglich von morgens bis abends schreibt und anruft, um ihre wahnhaften Aufgaben zu erledigen.
Ich dachte mir, ich Frage mal hier im Forum um Rat. Vielleicht hat jemand hier eine ähnliche Situation gehabt und es geschafft, dass die betroffene Person, sich freiwillig in eine Klinik begeben hat.
Gerne würde ich auch meine Mutter Zwangs einweisen lassen, da sie nicht mehr Herr über ihre eigenen Gedanken ist. Hat hier jemand Erfahrung mit? Ist es möglich die 110 oder 112 zu wählen um jemanden zu holen, der sich ihren Zustand vor Ort Anschauen und bewerten kann und sie auch in eine Klinik einweist? Die letzten Psychoseschübe haben alle damit geendet, dass meine Mutter freiwillig in eine Klinik gegangen ist. Es gab eine Freundin, die sie überreden konnte. Leider kann sie in ihrem jetzigen Zustand die Freundin nicht leiden, da sie aus ihrer Sicht eine "Verräterin" ist. Sie wurde ebenfalls blockiert.
meine Mutter hat seit sie ca. 20 Jahre alt ist die Krankheit Schizoaffektive Störung. Sie ist jetzt 53 Jahre Alt und die Krankheit ist erneut ausgebrochen. Sie nimmt Abilify 400 mg Depot. Leider hilft das ihr nicht wirklich. Sie hat Paranoia und ist getrieben vom Wahn, bestimmt Dinge zu erledigen.
Ihre Paranoia zeichnet sich aus indem sie nicht mehr arbeiten geht. Sie glaubt, dass es ihr wegen anderen Menschen schlecht geht und sie sich deshalb isoliert hat. Gleichzeitig hat sie ein Misstrauen gegenüber Ärzte in ihrer Stadt entwickelt, so dass ich sie nicht mehr überreden kann, eine Klinik aufzusuchen. Auch gegenüber Kliniken außerhalb der Stadt, wehrt sie sich. Ihre Argumente sind, dass es ihr es am nächsten Tag besser geht, wenn sie alleine ist. Sie glaubt auch dran, dass sie einen Reha Platz bekommt für psychisch kranke, wo es ihr dann besser gehen wird. Der Reha Platz ist jedoch noch nicht beantragt und ich befürchte, dass das 3 bis 6 Monate dauert, bis sie dort unterkommt. Sie sucht ständig ausreden, gegenüber einen Aufenthalt in der Klinik. Gleichzeitig möchte sie auch auf keinen Fall ihre alten Medikamente (ich glaube es heißt Risperdal) nehmen. Diese waren in der Vergangenheit sehr gut und sie konnte Symptom frei Leben. Leider hatte sie die Nebenwirkungen, dass ihr Appetit angeregt wurde und sie dadurch Zunahm. Das ist auch der Grund, warum sie auf abilify umgestiegen ist. Um das zu erreichen, hat sie ihren Psychiater gewechselt. Sie hat fast alle Kontakte in WhatsApp blockiert, bis auf mich und ihre Schwester und möchte mit keinem reden. Generell hat sie in letzter Zeit ihre Ärzte gewechselt, sobald ihr etwas nicht gepasst hat. Einmal hat sie mitbekommen, dass nicht der Arzt selber ihre spritze gemischt hat, sondern eine Angestellte. Laut ihr hat die Angestellte das falsch gemacht und deshalb wirkt die Spritze nicht. Direkt am nächsten Tag hat sie mich angerufen und darüber ihren Frust abgelassen. Sie hat nun eine neue Hausärztin die ihre die Spritze bisher einmal verabreicht hat.
Ihr Wahn zeichnet sich dadurch aus, dass irgendwelche Dinge im Kopf hat, die sofort und dringend erledigt werden müssen. Beispiel sind, Objekte aus ihrer Wohnung zu entfernen, oder dass sie plötzlich dringend spenden muss.
Heute wollte ich sie besuchen, da sie mich gestern drum gebeten hat. Vorher angekommen, wurde ich drum gebeten wieder nach Hause zu gehen, weil sie alleine sein muss damit es ihr besser geht. Der Grund warum es ihr schlecht ging, lag aus ihrer Sicht, an ihrer Nachbarin. Ich habe sie versucht zu überreden, in eine Klinik zu gehen für professionelle Hilfe. Sobald man das erwähnt wird sie wütend und auch laut und verneint dies. Sie möchte auf keinen Fall in eine Klinik, da sie auch erst 1 Monat krank geschrieben ist und andere länger Zeit haben krankgeschrieben zu sein, laut ihr. Als ich in ihre Wohnung gesehen habe, lagen ebenfalls ganz viele alte Fotos sortiert auf dem Boden. Sie war auch kurz draussen und ist wirr umher gelaufen um an bestimmten Stellen etwas aufzusammeln oder hin zu legen. Gleichzeitig hat sie mich ständig darum endlich zu gehen. Ich stand draussen verzweifelt und wusste nicht so Recht was ich tun sollte. Ihr Zustand machte auf mich keinen guten Eindruck. Am Ende bin ich gegangen.
Die Krankheit wurde in den letzten Wochen immer intensiver. Vor über einem Monat war sie noch auf der Arbeit und wollte zum Anwalt und Betriebsrat um mehr Homeoffice Tage durch zu bekommen, da ihre Abteilung nur 1 Tag Home Office hatte, während andere Abteilungen mehrere Tage HO haben. Dazu kommt, dass sie neidisch auf einen jungen Kollegen war, der wohl vom Chef immer gelobt wurde, weil der Chef ihn befördern möchte. Sie selbst wollte aber ebenfalls befördert werden. Vor ca. 4 Wochen hat sie immer über ihre Krankheit geredet und die Ursache dafür in ihrer Vergangenheit gefunden. Das hat sie allen erzählt. Sie hat mir gesagt, dass wenn sie das allen erzählt, wird es ihr besser gehen. Nachdem sie das allen erzählt hatte, kam die Phase, wo sie Abstand suchte und alle am Handy blockierte.
In den letzten 4 Wochen hat sie ebenfalls gesagt, dass sie weg ziehen muss, am besten 200 bis 300 km weg. Wo sie keiner kennt, da jeder auf der Arbeit von ihrer Krankheit weiß und alle Leute darüber sprechen. Auch die Ärzte sprechen laut ihr über sie und ihre Krankheit.
Aus meiner Sicht, der Sicht meiner Tante und den Nachbarn, muss sie dringend in eine Klinik um professionelle Hilfe zu bekommen. Leider schaffe ich es nicht, sie davon zu überzeugen mit in die Notfall Aufnahme zu kommen.
Meine Mutter ist aktuell bei einer Psychaterin in Behandlung. Mit ihr, meiner Mutter und mir gab es auch ein Gespräch, wo sie meine Mutter dazu bewegen wollte, zusätzlich abilify Medikamente einzunehmen. Dies war vergeblich. Die Psychaterin hat leider bis zum 01.06. Urlaub.
Mich und alle anderen Angehörigen belastet die Situation gerade sehr. Ich stehe kurz vor einem Job Wechsel und würde sie gerne täglich in professionellen Händen haben, da sie auch fast täglich von morgens bis abends schreibt und anruft, um ihre wahnhaften Aufgaben zu erledigen.
Ich dachte mir, ich Frage mal hier im Forum um Rat. Vielleicht hat jemand hier eine ähnliche Situation gehabt und es geschafft, dass die betroffene Person, sich freiwillig in eine Klinik begeben hat.
Gerne würde ich auch meine Mutter Zwangs einweisen lassen, da sie nicht mehr Herr über ihre eigenen Gedanken ist. Hat hier jemand Erfahrung mit? Ist es möglich die 110 oder 112 zu wählen um jemanden zu holen, der sich ihren Zustand vor Ort Anschauen und bewerten kann und sie auch in eine Klinik einweist? Die letzten Psychoseschübe haben alle damit geendet, dass meine Mutter freiwillig in eine Klinik gegangen ist. Es gab eine Freundin, die sie überreden konnte. Leider kann sie in ihrem jetzigen Zustand die Freundin nicht leiden, da sie aus ihrer Sicht eine "Verräterin" ist. Sie wurde ebenfalls blockiert.
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