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🛑 Warum es sich lohnt, mit dem Rauchen aufzuhören – gerade bei Psychose-Erkrankungen 💭🚭

einfachich

Well-known member
Hallo liebe Community,

ich möchte heute ein Thema ansprechen, das viele betrifft, aber oft im Hintergrund bleibt: Rauchen bei psychischen Erkrankungen, insbesondere bei Psychosen.

Ich weiß aus eigener Erfahrung oder aus dem Umfeld, wie sehr eine Zigarette manchmal wie eine "Pause" vom Kopfkino wirken kann. Viele empfinden sie als Stressregulation oder einfach als Gewohnheit. Aber was, wenn diese vermeintliche Hilfe uns langfristig noch mehr schadet?

🔬 Was Nikotin wirklich im Gehirn macht​


Nikotin wirkt auf sogenannte nikotinische Acetylcholinrezeptoren im Gehirn. Diese beeinflussen u.a.:
  • Dopamin (→ Belohnung, Stimmung)
  • Noradrenalin (→ Wachheit, Unruhe)
  • Serotonin (→ Stimmung)
  • Endorphine (→ Entspannung)
Kurzzeitig fühlen wir uns wacher, ruhiger oder belohnt. Doch das Gehirn gewöhnt sich schnell daran – und verlangt nach mehr. Der Kreislauf beginnt.

⚠️ Warum das bei Psychosen problematisch ist:​

  • Rauchen kann Psychopharmaka in der Wirkung beeinflussen – z.B. durch schnelleren Abbau der Medikamente.
  • Das bedeutet: Höhere Dosis nötig, mehr Nebenwirkungen.
  • Nikotin kann die Dopaminregulation stören – gerade das ist aber bei Psychosen extrem sensibel.
  • Studien zeigen: Nichtrauchende Psychose-Patient:innen haben bessere Therapieerfolge, weniger Rückfälle und fühlen sich langfristig stabiler.

💡 Was spricht fürs Aufhören?​

  • Mehr Kontrolle über den eigenen Körper & Geist
  • Bessere Wirkung der Medikamente
  • Geld sparen
  • Längere Lebenserwartung – Rauchen ist der häufigste vermeidbare Risikofaktor
  • Viele spüren nach dem Rauchstopp: Weniger innere Unruhe als gedacht!

🤝 Hilfe holen ist keine Schwäche​

  • Es ist okay, nicht sofort aufhören zu können. Der Wunsch allein ist schon ein Schritt.
  • Nikotinersatz, Gruppen, Therapie, oder einfach Austausch hier im Forum – jeder Schritt zählt.
  • Und hey: Niemand ist schwach, weil er raucht. Aber stark ist, wer etwas ändern will.

Wenn du magst, erzähl doch:
  • Was bedeutet Rauchen für dich?
  • Hast du schon mal versucht aufzuhören?
  • Was hat dir geholfen oder dich abgehalten?

Ich freue mich auf eure Gedanken – vielleicht können wir uns gegenseitig unterstützen. 💬✨

Liebe Grüße
 
Ich hab mit 15 mit dem Rauchen angefangen. Ich rauche eigentlich ziemlich gerne. Ist meistens eine Belohnung. Morgens half mir die Zigarette beim aufstehen.

Ich hab schon locker 40 mal mit dem Rauchen aufhören wollen.

Der größte Erfolg war vor einem Viertel Jahr, da war ich drei Monate rauchfrei.

Vor 4 Wochen hab ich wieder mit dem Rauchen angefangen und gestern wieder aufgehört.

Ich kaue Nikotinkaugummis, die helfen einigermaßen.

Mein Entschluss aufzuhören ist rein gesundheitlicher Natur, will nicht an Lungen- oder Herzerkrankungen leiden.

Viele Grüße,

Benjamin
 
Rauchen bedeutet für mich ein Entrinnen aus dem Unglück das ich gerade empfinde. Erst wenn das Geschichte ist kann ich wieder ans Aufhören denken. Ich hatte das schon mal, es war eine Mischung aus Vertrauen und Willenskraft die mich haben aufhören lassen. Zur Zeit geht es allerdings nicht, eben wegen dem Unglück.
 
Jeder spricht hier vom Rauchen aber niemand spricht von den Tücken und der schlimmen Suchtabhängigkeit von Vapen... :(
 
Laut den noch aktuellen S3-Leitlinien (Empfehlung 109), wird bei Schizophrenie mit Nikotinsucht zusätzlich Bupropion (Nikotinentwöhungsmittel und Antidepressivum) empfohlen.

Mir hat es damals sehr geholfen überhaupt den Suchtdruck und die Menge der Zigaretten zu reduzieren.
Mittlerweile habe ich ganz aufgehört.

Die Wirkung vom Bupropion könnte durch die Wirkung der Antipsychotika abgeschwächt werden, aber es hat in vieler Hinsicht auch auf die Psychose einen positiven Effekt.


Anscheinend sind über oder um 80% der Betroffenen Raucher. In der Normalbevölkerung ist das eher 10-20% also deutlich darunter. Womöglich nimmt durch die Erkrankung und die üblichen Antipsychotika der Suchtdruck eher zu, weshalb ich wirklich zum Bupropion raten würde. Ich hätte es ohne nie geschafft aufzuhören und von der Psychose halbwegs gesund zu werden.
 
Ich hab mit 15 mit dem Rauchen angefangen. Ich rauche eigentlich ziemlich gerne. Ist meistens eine Belohnung. Morgens half mir die Zigarette beim aufstehen.

Ich hab schon locker 40 mal mit dem Rauchen aufhören wollen.

Der größte Erfolg war vor einem Viertel Jahr, da war ich drei Monate rauchfrei.

Vor 4 Wochen hab ich wieder mit dem Rauchen angefangen und gestern wieder aufgehört.

Ich kaue Nikotinkaugummis, die helfen einigermaßen.

Mein Entschluss aufzuhören ist rein gesundheitlicher Natur, will nicht an Lungen- oder Herzerkrankungen leiden.

Viele Grüße,

Benjamin
Hey Benjamin,

danke für deinen ehrlichen Beitrag – man spürt richtig, wie sehr du dich mit dem Thema auseinandersetzt und wie viel Energie du schon investiert hast. Dass du schon 3 Monate rauchfrei warst, ist ein riesiger Erfolg – viele unterschätzen, wie viel Willenskraft allein das schon bedeutet. 💪

Dass du jetzt wieder aufgehört hast und Nikotinkaugummis nutzt, zeigt, dass du nicht aufgegeben hast – und genau das ist der Unterschied. Rückfälle gehören bei sowas leider oft dazu. Das Wichtigste ist: Du machst weiter.

Dein gesundheitlicher Grund ist absolut nachvollziehbar – und ganz ehrlich: Je früher man den Cut schafft, desto mehr kann man noch verhindern. Und dein Körper erinnert sich an die rauchfreie Zeit – das macht es mit jedem Mal ein bisschen leichter, auch wenn es sich manchmal anders anfühlt.

Bleib dran – du bist definitiv auf dem richtigen Weg. Und falls du Austausch brauchst, melde dich gere✌️

Viele Grüße
 
Studien zeigen: Nichtrauchende Psychose-Patient:innen haben bessere Therapieerfolge, weniger Rückfälle und fühlen sich langfristig stabiler.
Es gibt viele unbrauchbare Studien. Vor kurzem sah ich in einem Optikgeschäft-Schaufenster was mit einer Studie für Augengläser für kurzsichtige Kinder mit eingearbeiteten asphärischen Linsen auf dem Augenglas. Angeblich tolle Erfolge, die Kurzsichtigkeit bzw. deren Fortschreiten aufzuhalten. Alls kommerziell, könnte trotzdem sogar gut gemeint sein, braucht man aber nicht. Es kann ja gar nicht (so) funktionieren. Ist außerdem gefährlich, weil der Visus eingeschränkt wird.

Vielleicht schadet Rauchen bei Schizophrenie (in) diesem Krankheitsbild tatsächlich, besonders bei langer Zeit des Raucherseins. Dann soll man aber auch genau das untersuchen. Und nach der Studie kommt die Vorstellung der Studie, alles andere ist in der Wissenschaft, besonders in der Medizin, fast schon unlauter. Das Rauchen wird heruntergespielt, es ist ein Selbstmordprogramm, das durch Psychotherapie unterbrochen werden muss (oder der Raucher schafft es alleine, mit oder ohne Impulse von nahestehenden Personen, was oft aber auch nichts nützt, es darf sich ja selber einen auch stark verfrühten Tod (vor)bereiten), Raucher suchen, wie auch viele Alkoholiker, zweite klassische "Sozialer (Abstieg-) Nutzwert"-Droge, einen Weg, etwas Verbotenes (dabei "Interessantes"!) zu machen, das ihnen schadet und sind in diesem Sado-Maso vollständig gefangen. Am besten sucht man sich keinen Partner der raucht, nur eine Psychotherapie kann den geschilderten Vorgang wirkungsvoll unterbrechen. Die Abkürzung in einer Kontaktanz(i)e(i)ge lautet übrigens traditionell in Großbuchstaben (wichtig(er Inhalt)!) "NR". ;) Es gilt auch für das Dampfen der Dampfzigarette. Ich habe auch schon einige Freunde an das Rauchen verloren, und Flirts deshalb abgeschossen. Das war oft schmerzhaft. Aber letztendlich bleibt oft die Erkenntnis, dass es ja die Entscheidung des Rauchers ist, ob er wirklich aufhören will - oder wie es meistens der Fall ist eben gleich von Anfang an eigentlich gar nicht, ummantelt von nutzlosen schönen Worten. Und es stinkt, dann aber wenigstens mir nur in einigen Fällen, man sucht sich seinen Umgang nicht ganz, aber hauptsächlich selbst aus.
 
Alle meine Fachärzte sind schwer daran interessiert, dass ich das Rauchen endlich aufgebe. Ich gehe auf die 60 zu und die ersten Schäden an Gehirn, Herz, Durchblutung insgesamt sind schon feststellbar.

Heute habe ich nicht geraucht, hatte ein paar Nikotinlutschtabletten. (Bei den Nikotinersatzprodukten muss man allerdings "in Vorauskasse gehen", die sind ganz schön teuer.) Kaffee habe ich gleichzeitig durch Mate- und grünen Tee ersetzt, da Kaffee mich stark zum Rauchen triggert. Alkoholfreies Bier ist aus selbigem Grund ersatzlos gestrichen. Aufpassen muss man mit der Ernährung, dass man da keine Suchtverschiebung kriegt. Das versuche ich durch viel Gemüse, am wenigsten Kalorien haben wohl Gurken, im Griff zu behalten.

Die Hilfsmittel werde ich dann, wenn ich mich an das Nichtmehrrauchen und Nichtmehrkaffeemissbrauchen gewöhnt haben werde, langsam ausschleichen.

So ist der Plan.

Diese radikale Veränderung, die über Nichtmehrrauchen hinausgeht, mache ich vor Allem für mein Herz, aber auch, um keinen großen Schlaganfall zu kriegen (bisher hatte ich nur einen minimalen). Und meine Beine brauche ich zum Laufen und Tanzen, die sollen nicht ab.

Vom Gefühl her hatte ich heute weniger positive Symptome als sonst, habe aber viele kurze Schlafpausen gemacht. Das, was ich heute vorhatte an alltäglichen Tätigkeiten, habe ich trotzdem geschafft.

Die kommenden 3 Tage habe ich keine Termine, so dass ich den "körperlichen Entzug" in Ruhe angehen kann.

Es ist eine Lebensentscheidung, eine Entscheidung für das Leben mit seinen Höhen und Tiefen. Seinen Körper nicht weiter zu schädigen, sondern endlich auf die Ärzte zu hören.

Und angeblich ist es nie zu spät dafür.

Das werde ich herausfinden.
 
Es gibt viele unbrauchbare Studien. Vor kurzem sah ich in einem Optikgeschäft-Schaufenster was mit einer Studie für Augengläser für kurzsichtige Kinder mit eingearbeiteten asphärischen Linsen auf dem Augenglas. Angeblich tolle Erfolge, die Kurzsichtigkeit bzw. deren Fortschreiten aufzuhalten. Alls kommerziell, könnte trotzdem sogar gut gemeint sein, braucht man aber nicht. Es kann ja gar nicht (so) funktionieren. Ist außerdem gefährlich, weil der Visus eingeschränkt wird.

Vielleicht schadet Rauchen bei Schizophrenie (in) diesem Krankheitsbild tatsächlich, besonders bei langer Zeit des Raucherseins. Dann soll man aber auch genau das untersuchen. Und nach der Studie kommt die Vorstellung der Studie, alles andere ist in der Wissenschaft, besonders in der Medizin, fast schon unlauter. Das Rauchen wird heruntergespielt, es ist ein Selbstmordprogramm, das durch Psychotherapie unterbrochen werden muss (oder der Raucher schafft es alleine, mit oder ohne Impulse von nahestehenden Personen, was oft aber auch nichts nützt, es darf sich ja selber einen auch stark verfrühten Tod (vor)bereiten), Raucher suchen, wie auch viele Alkoholiker, zweite klassische "Sozialer (Abstieg-) Nutzwert"-Droge, einen Weg, etwas Verbotenes (dabei "Interessantes"!) zu machen, das ihnen schadet und sind in diesem Sado-Maso vollständig gefangen. Am besten sucht man sich keinen Partner der raucht, nur eine Psychotherapie kann den geschilderten Vorgang wirkungsvoll unterbrechen. Die Abkürzung in einer Kontaktanz(i)e(i)ge lautet übrigens traditionell in Großbuchstaben (wichtig(er Inhalt)!) "NR". ;) Es gilt auch für das Dampfen der Dampfzigarette. Ich habe auch schon einige Freunde an das Rauchen verloren, und Flirts deshalb abgeschossen. Das war oft schmerzhaft. Aber letztendlich bleibt oft die Erkenntnis, dass es ja die Entscheidung des Rauchers ist, ob er wirklich aufhören will - oder wie es meistens der Fall ist eben gleich von Anfang an eigentlich gar nicht, ummantelt von nutzlosen schönen Worten. Und es stinkt, dann aber wenigstens mir nur in einigen Fällen, man sucht sich seinen Umgang nicht ganz, aber hauptsächlich selbst aus.
danke für deinen ausführlichen Beitrag – man merkt, dass dir das Thema am Herzen liegt. Der Frust, den du schilderst, ist sicher berechtigt, gerade wenn man selbst Menschen durch das Rauchen verloren hat. Das tut mir leid.

Trotzdem glaube ich, es ist wichtig, in einem Forum wie diesem nicht zu pauschalisieren oder Menschen zu verurteilen, die mit einer Sucht kämpfen – vor allem wenn sie gleichzeitig mit einer psychischen Erkrankung leben. Niemand entscheidet sich „freiwillig“ für Selbstschädigung, auch wenn es nach außen so wirken mag. Es geht hier oft um innere Not, nicht um Rebellion oder „Sado-Maso“.

Viele Betroffene hier suchen ernsthaft Wege aus der Sucht – manchmal mit Rückfällen, manchmal mit Zweifeln. Und genau dafür brauchen sie eher Unterstützung als Abwertung.

Was die Studien betrifft: Klar ist gesunde Skepsis gut – aber es gibt auch sehr solide, gut gemachte Forschung zur Schädlichkeit von Rauchen, auch bei Schizophrenie. Man kann darüber diskutieren, aber sollte dabei nicht alles in einen Topf werfen.

Ich fände es schön, wenn wir hier gemeinsam einen Raum schaffen, in dem auch Unsicherheit, Rückfälle und schwierige Gefühle Platz haben dürfen – ohne dass gleich der moralische Hammer kommt.

Grüße
 
Niemand entscheidet sich „freiwillig“ für Selbstschädigung,
Ich bin der Auffassung, dass das zwar verpönt und mit Vorurteilen verbrämt ist, aber trotzdem manchmal psychologisch zutrifft. Ich habe keine Wut auf Raucher, kenne aber auch das psychologische Phänomen der "Co-Abhängigkeit". Letztendlich bedarf es einer ernsthaft betriebenen (von beiden Seiten) rationalen Psychotherapie, dass jemand mit dem Rauchen aufhört, zumindest nach meinen Erfahrungen, es steckt zu viel dahinter als dass man das Thema (gerade auch angesichts der zahlreichen vergeblichen Absetzversuche Nikotin) auf die leichte Schulter nehmen könnte.

Es gibt eine mir bekannte Studie aus der Schweiz, dass Rauchen die Symptome einer Schizophrenie (gemeint sind damit vor allem die Positiv-Symptome) eindeutig verschlechtern kann. Aber das widerspricht dem "Rauch-Druck", den Raucher mit Schizophrenie zusätzlich zur Nikotinabhängigkeit verspüren und eine gewisse Strecke lang erfolgreich anwenden. Sie tun dies, damit sie weniger (zunächst) unter ihrer Schizophrenie leiden (Stichwort u. a. Negativsymptomatik, Minus-Symptome). Deshalb habe ich erst einmal widersprochen, dass Rauchen und schizophrene Symptome etwas miteinander zu tun haben könnten. Ich wollte mir das Thema nicht durch den Faktor Sucht vernebeln.
 
Alle meine Fachärzte sind schwer daran interessiert, dass ich das Rauchen endlich aufgebe. Ich gehe auf die 60 zu und die ersten Schäden an Gehirn, Herz, Durchblutung insgesamt sind schon feststellbar.

Heute habe ich nicht geraucht, hatte ein paar Nikotinlutschtabletten. (Bei den Nikotinersatzprodukten muss man allerdings "in Vorauskasse gehen", die sind ganz schön teuer.) Kaffee habe ich gleichzeitig durch Mate- und grünen Tee ersetzt, da Kaffee mich stark zum Rauchen triggert. Alkoholfreies Bier ist aus selbigem Grund ersatzlos gestrichen. Aufpassen muss man mit der Ernährung, dass man da keine Suchtverschiebung kriegt. Das versuche ich durch viel Gemüse, am wenigsten Kalorien haben wohl Gurken, im Griff zu behalten.

Die Hilfsmittel werde ich dann, wenn ich mich an das Nichtmehrrauchen und Nichtmehrkaffeemissbrauchen gewöhnt haben werde, langsam ausschleichen.

So ist der Plan.

Diese radikale Veränderung, die über Nichtmehrrauchen hinausgeht, mache ich vor Allem für mein Herz, aber auch, um keinen großen Schlaganfall zu kriegen (bisher hatte ich nur einen minimalen). Und meine Beine brauche ich zum Laufen und Tanzen, die sollen nicht ab.

Vom Gefühl her hatte ich heute weniger positive Symptome als sonst, habe aber viele kurze Schlafpausen gemacht. Das, was ich heute vorhatte an alltäglichen Tätigkeiten, habe ich trotzdem geschafft.

Die kommenden 3 Tage habe ich keine Termine, so dass ich den "körperlichen Entzug" in Ruhe angehen kann.

Es ist eine Lebensentscheidung, eine Entscheidung für das Leben mit seinen Höhen und Tiefen. Seinen Körper nicht weiter zu schädigen, sondern endlich auf die Ärzte zu hören.

Und angeblich ist es nie zu spät dafür.

Das werde ich herausfinden.
Hey Nova,

richtig stark, wie konsequent du das angehst – nicht nur das Rauchen, sondern dein ganzes Umfeld gleich mit. Man merkt, dass du’s ernst meinst, und dass es nicht nur ein „Versuch“ ist, sondern wirklich ein Neustart.

Der Satz „eine Entscheidung für das Leben“ hat mich besonders getroffen – genau darum geht’s. Ich wünsch dir viel Ruhe für die nächsten Tage und dass du spürst: Du bist auf einem richtig guten Weg.

Halt durch – du schaffst das!

LG
 
Hey Nova,

richtig stark, wie konsequent du das angehst – nicht nur das Rauchen, sondern dein ganzes Umfeld gleich mit. Man merkt, dass du’s ernst meinst, und dass es nicht nur ein „Versuch“ ist, sondern wirklich ein Neustart.

Der Satz „eine Entscheidung für das Leben“ hat mich besonders getroffen – genau darum geht’s. Ich wünsch dir viel Ruhe für die nächsten Tage und dass du spürst: Du bist auf einem richtig guten Weg.

Halt durch – du schaffst das!

LG
Danke!
 
Ich versteh nicht was an diesem ekelhaftem Qualm und stinkende Kleidung so faszinierend sein soll... da bin ich mit meiner Vape sehr zufrieden und rieche gut und hab weiße Zähne XD Aber ja jedem das seine oder?
 
Ich versteh nicht was an diesem ekelhaftem Qualm und stinkende Kleidung so faszinierend sein soll... da bin ich mit meiner Vape sehr zufrieden und rieche gut und hab weiße Zähne XD Aber ja jedem das seine oder?
ich versteh voll, was du meinst – dieser kalte Rauchgestank, gelbe Finger, Klamotten, die riechen wie ein Aschenbecher… ist echt schwer nachvollziehbar, wenn man’s nicht selbst mal drinsteckte. Dass du mit der Vape happy bist, ist super – viele nutzen sie ja auch, um vom klassischen Rauchen wegzukommen. Und ja, Geschmack & weiße Zähne sind natürlich Bonuspunkte 😁

Aber bei vielen (gerade mit psychischer Belastung) geht’s beim Rauchen nicht nur um Genuss oder Coolness, sondern um sowas wie Selbstmedikation oder einfach ein Versuch, mit Stress, innerer Unruhe oder Leere klarzukommen. Leider oft ein Teufelskreis – kurz Entlastung, langfristig mehr Belastung.

Deshalb find ich’s wichtig, dass man nicht nur sagt „ist doch eklig“, sondern auch versteht, warum manche trotzdem nicht loskommen. Aber du hast recht: Am Ende muss jeder seinen Weg finden – ob Vape, kalt aufhören oder schrittweise mit Hilfen. Solange man reflektiert bleibt, ist man auf nem guten Weg.

Respekt, dass du für dich eine Lösung gefunden hast!
 
Hallo @einfachich

Ich bin jetzt seit 4 Tagen rauchfrei, mit der Ausnahme von zwei Zigaretten, die ich bei nem Kumpel geschnorrt habe. Die Nikotinkaugummis helfen. Nachdem ich die Zigaretten von meinem Kumpel geraucht habe, wurde ich etwas ängstlich, komischerweise.

Ich werde weiterhin rauchfrei bleiben!

Grüße
 
Hey @nocte93

4 Tage (plus nur 2 Schnorr-Kippen) ist echt ’ne starke Leistung – vor allem, dass du direkt weitergemacht hast statt ganz aufzugeben. 💪

Dass du nach den zwei Zigaretten ängstlich wurdest, zeigt vielleicht sogar, dass dein Körper schon auf Entgiftung umgeschaltet hat – und das alte Zeug nicht mehr so „normal“ anfühlt. Eigentlich ein gutes Zeichen!

Mach weiter so – jeder Tag zählt. Du bist auf dem richtigen Weg. ✌️

Grüße zurück!

PS: Bei mir ist´s in 25 minuten 12 tage komplett rauchfrei :)
 
Mein Ansatz ist im Großen und Ganzen der, dass ich versuche das Rauchen an sich nicht allzu wichtig zu nehmen.
Seit 3 Jahren, rauche ich nur noch auf dem Balkon und seit kurzem "verstecke" ich den Tabak vor mir selbst - in Richtung aus den Augen aus dem Sinn. - Also ich weiß natürlich wo er ist, aber da fängt man automatisch schon an etwas weniger zu Rauchen. Letztes Jahr hatte ich mal 12 Rauchfreie Tage gehabt, in denen mir es auch sehr sehr leicht fiel, darauf zu verzichten, das war nach einem echt starken Husten-Anfall...hatte natürlich auch positive Effekte, bessere Atmung usw. Allerdings war es dann so, dass ich dachte wenn mir das jetzt so leicht gefallen ist, es bleiben zu lassen, dann kann ich auch wieder damit anfangen...klingt etwas "schizo-phren" ;) Meistens nehme ich auch absichtlich kein Tabak mit, wenn ich Erledigungen mache und im Auto rauche ich auch schon sehr lange nicht mehr.
 
Ich berichte mal, dass ich nun tatsächlich komplett alkoholfrei bin, keinen Kaffee mehr trinke, aber noch Mate- und grünen Tee und mich komplett vegan ernähre.

Mit dem Nichtmehrrauchen komme ich allerdings nicht weiter.

Ich habe recherchiert, dass für die Sucht bei Psychopharmaka vor allem der Tabakrauch und nicht das Nikotin verantwortlich ist. Tabakrauch enthält PAK (polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe), die auf das Enzym CYP1A2 wirken, welches zur Metabolisierung der Medikamente nötig ist.

So viel Korbblütlergemüse, welches auch auf dieses Enzym einwirkt, kann man aber gar nicht essen.

Tabakrauch hat wohl die allerstärkste Wirkung auf dieses Enzym.

Ich bin ratlos und sehe mich Psychopharmaka schluckend und rauchend einem jungen Tod entgegengehen.
 
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