Es kommt auf das Antipsychotikum an und die Medikamente die man einnimmt. Teils können diese die Wirkung von Alkohol abschwächen und Suchtverstärkend wirken, wenn man dann trotz einiger Flaschen Bier keinen richtigen Rausch bekommt, was ich unter Risperidon als Risiko sehe. So etwas belastet dann auch mehr.
Insofern würde ich an sich generell vom Alkohol abraten, und wenn maximal 1-2 Flaschen Bier, wo man sich dann schon angetrunken oder betrunken fühlen sollte bzw. kein Drang da ist mehr zu trinken. Wen bei 3 oder mehr Flaschen Bier, kein normales Rauschgefühl da ist oder man anderweitig übermäßig auf Alkohol reagiert, dann besser ganz die Finger davon lassen, da auch die Menge das Gift bestimmt, selbst wenn man keine Wirkung verspürt.
Mit Aripiprazol hat sich bei mir der Alkohol vertragen, da das Rauschgefühl eher früh und normal eingetreten ist, beim Risperidon war das ein komisches Gefühl, auch bei viel Alkohol kein richtiger Rausch aufgetreten ist. So etwas würde ich als Warnzeichen sehen, weil der Alkohol die Leber und alles natürlich trotzdem schadet und eben auch die Menge das Gift macht.
Alkohol führt auch bei stärkerem Konsum leichter zu Symptomatik am Folgetag. Trotzdem kann es in niedrigen Mengen etwa 1-2 Bier an wenigen Tagen in der Woche auch in Gesellschaft helfen, sich von Wahngedanken leichter zu lösen und auf andere Gedanken zu kommen.
Ein zweischneidiges Schwert, was man eng von der individuellen Verträglichkeit mit den Medikamenten und der eigenen Suchtneigung abhängig machen sollte. Wenn man eh schon zur Alkoholsucht neigt, würde ich raten, gar keinen Alkohol zu probieren. Ansonsten vielleicht Erfahrungen im Internet suchen, wie andere Betroffene mit dem gleichen Wirkstoff auf Alkohol reagiert haben oder in den Nebenwirkungen, ob Alkohol etwa explizit als Risikofaktor aufgezählt ist.
Die Medikamente gehen ja auch so auf Nieren und Leber, wobei Alkohol eine Doppelbelastung sein kann. Wechselwirkungen muss man auch beachten, weil Alkohol auch Sedierung und anderes begünstigen kann. Es ist kein Beruhigungsmittel in dem Sinne und wenn man Einschlafstörungen hat, ist Alkohol eher kein Schlafförderndes Mittel. Bei so etwas würde ich Trimipramin in Tropfenform empfehlen, was bereits in sehr geringer Tropfenform stark sedieren kann und den REM-Schlaf erhält.
Meiner Meinung nach verschlechtert Alkohol vor allem in Mengen die Schlafqualität und führt eher dazu, dass man früher bzw. in der Nacht aufwacht und für uns Betroffene ist die Schlafqualität eben sehr von Bedeutung.