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Kompakte Darstellung der Intervalltherapie mit Bupropion.
“It is plausible that this strategy prevents potential dopaminergic supersensitivity.”
– Prof. Dr. Stephen M. Stahl

➝ Bupropion bei Schizophrenie: Pharmakologie, Neurobiologie und Perspektiven

➝ Grafische Übersicht: Transporter, Rezeptoren & Schizophrenie‑Netzwerk

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➝ Schizophrenie einfach erklärt: Was im Gehirn passiert

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Stabilisierung mithilfe von Bupropion

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“It is plausible that this strategy prevents potential dopaminergic supersensitivity.”
– Prof. Dr. Stephen M. Stahl

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Zu viele Medikamente und eine Krise

Ja, es geht mir gar nicht schlecht. Ich meditiere wieder regelmäßig, das tut mir gut. Werde es jetzt lebenslänglich beibehalten. Das tut den Gefühlen gut und beruhigt sie. Ich warte immer noch auf meine Kraft, die Medikamente machen mich ein bisschen kraftlos. Trotzdem scheint die Kraft heute ein bisschen da zu sein. Mein Freund dem ich die Postkarte geschickt hatte hat sich gemeldet. Das freut mich richtig. Er war auch nicht mehr sauer oder so, war ganz neugierig am Telefon. Schön. Ich sehe positiv in die Zukunft und denke jetzt anders über Medikamente. Wenn es anders nicht geht ist ein Mattsetzen o.k., ich habe am Anfang nichts gemacht und die Tage an mir vorbeiziehen lassen. Ich habe gelitten, aber heute bin ich froh dass ich niemandem etwas getan habe. Da kann man lieber vor sich hin dämmern als handgreiflich werden. Ich mag nicht wenn Medikamente sinnlos erhöht werden, das ist eine Art Stigma aber in meinem Fall ist es sinnvoll. Ich wurde auf 0 gesetzt damit ich mich neu ausrichten kann. Ich komme ja auch schon wesentlich besser zurecht, nur meine Kraft fehlt noch etwas. Ich würde das bei mir mit Fairness beschreiben. Es ging nicht mit weniger, also nimm das. Medikamente können tstsächlich sinnvoll sein, auch in hoher Dosierung.
 
Heute vermisse ich das Leben. Es war doch schöner mit weniger Medikamenten. Warum habe ich das nicht genutzt? Dumm bin ich gewesen. Ich werde heute mal zum Yoga gehen, die müden Knochen bewegen. Ich habe schon gefrühstückt, das mache ich jetzt wieder regelmäßig. Am Freitag und Samstag will ich putzen um im turn zu bleiben. Ich ersehne meine Kraft und vermisse sie sehr. Da setzen die Medikamente einfach eine Grenze und ich habe Angst dass es die ganze Bewährung so bleibt. Ich werde den Psychiater einfach vor vollendete Tatsachen stellen. 15mg Olanzapin und Schluss. Das sollte reichen. Ich habe die Spritze satt. Ich bin mittlerweile gefestigt und glaube nicht dass das Schlagen wieder passiert. Ich werde aber weiter darauf aufpassen. Durch das Meditieren und dass ich nun weiss das es vom Trauma kam habe ich es ganz gut im Griff. Ach, es ist doof ohne meine Kraft zu leben. Ich muss das Beste draus machen.
 
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Leute, ich bin diesen Juni schon frei. Der Therapeut hat herausgefunden dass ich nur 4 Jahre Bewährung habe und nicht 5. Ich glaube ich werde in die Freiheit gehen. Weil der Therapeut hatte angeboten die Traumatherapie noch zu machen. Das würde für mich bedeuten noch bis September in die forensische Ambulanz zu gehen. Allerdings müsste ich dann 100mg Xeplion nehmen. Ich glaube mein Ruf in die Freiheit ist stärker. Ohne Xeplion. Hammer Nachricht,echt.
 
Dauerhaftes Absetzen wäre ein Risiko für dich. Du könntest dich auf Tabletten wie Risperidon oder Olanzapin umstellen lassen, dann wärst du flexibler und hättest bei Verschlechterung etwas zu Hause.
Ohne Bupropion in den Reduzierungsphasen ist das Aggressionsrisiko hoch, auch Vitamin B6 zu supplementieren, macht bei Unruhe und Reizbarkeit vorsorglich Sinn.
Damit bleibst du in Phasen ohne Antipsychotikum länger stabil, was zumindest eine reduzierte stabile Einnahme möglich macht.
 
Danke Maggi. Ich wollte 15mg Olanzapin noch nehmen. Damit sollte ich sicher sein. Endlich kein Xeplion mehr. Das ist so schön.
Ja, sollte ausreichen, aber es kann sein, dass du wegen Supersensitivität heute generell deutlich höhere Dosierungen brauchst und die 15mg Olanzapin zu schwach sind. Du hattest ja vorher Olanzapin und Xeplion (Maximumdosis).
Eventuell könntest du dir auch zum Olanzapin das Aripiprazol (Tablettenform) überlegen oder testen, da es Gewichtsrisiken reduziert, falls Olanzapin allein zu schwach wäre.
 
Ach nein, das klappt schon. Ich habe jetzt entschieden die Traumatherapie noch mitzumachen. Das heisst noch 100mg Xeplion bis September. Ist trotzdem toll.
 
Mir gehts heute nicht ganz so gut. War gerade Espresso trinken, das hilft immer ein bisschen. Ich bin beim Aufräumen im turn geblieben und habe geputzt. Das mache ich jetzt so weiter. Freue mich schon auf meinen anderen Freund, der ja Ende Juni erst Zeit hat. Ich hoffe die Ambulanz geht auf meinen Wunsch nach 100mg Xeplion ab Juli ein. Immerhin bin ich dann ja freiwillig da. Ich würde die Traumatherapie gerne mitmachen, so schnell bekomme ich ambulant keinen Termin. Ich bin immer noch sehr erfreut über die Nachricht dass ich schon Ende Juni frei bin. Endlich haben diese vielen Medikamente ein Ende. Es war ganz gut um mich neu zu orientieren. Über das Schlagen nachzudenken hat mir viel gebracht. Ich hoffe ich kann das auch umsetzen wenn ich erst mal weniger nehme. Es sind dann doch ganz andere Gedankengänge , ich bin dann viel freier und habe wesentlich mehr Kraft. Ein bisschen Angst habe ich davor, aber ich muss es einfach probieren. So ist es doch kein Leben auf Dauer. Ja, eigentlich kann man sagen, ich bin schon raus aus der Nummer. Die paar Monate noch. Es hat mich gefreut diesen Thread hier zu haben. Vieles war fruchtbar. Ich fahre bald zu meinem Freund, ich hoffe es wird ganz gut. Es ist wirklich ganz ausserordentlich dass ich so ein ganzes Jahr mir spare und schon im Oktober auf 15mg Olanzapin eingestellt sein werde. So ein Glück.
 
Klingt doch alles sehr gut und sehr vernünftig, wie du es angehst.
Ich drück dir die Daumen, dass du dann auch mit weniger Medis stabil bleibst.
Alles Gute...🍀
 
Danke Kätzchen. Ja, das hoffe ich sehr. Es gibt so viel Schönes zu erleben. Der ganz normale Alltag ist auch schön. Da werde ich wohl niemanden mehr schlagen.
 
Hinterher kannst du ohnehin machen, was du möchtest. Du kannst ja dann auch Xeplion einfach absetzen, oder?

Dein Drang zu reduzieren kann eben dann ins komplette Absetzen umschlagen und dann kommst du wieder in eine Situation, in der du Kontrollverlust erleidest, da ohne Antipsychotikum diese Selbstkontrolle irgendwann wegbricht. Da kann man auch der ruhigste und liebste Mensch sein.
Deswegen hoffe ich, dass deine Ärzte deine Geschwindigkeit reduzieren, damit du da auch weiterhin den Arzt aufsuchst.

Kann Monate ohne Antipsychotika ja sehr gut funktionieren, aber selbst wenn man keine Straftat gemacht hat, ist das mit dem Kontrollverlust beim Absetzen der Antipsychotika ein riesiges Problem. Ich war früher auch sehr unruhig und reizbar, da ich praktisch ständig die Antipsychotika abgesetzt habe. Diese helfen nur, solange man sie einnimmt, danach kann die Ausgangssituation auch schlechter als vorher sein.

Erst mit dem Bupropion bzw. Duloxetin habe ich Unruhe und Reizbarkeit bei mir in den Griff bekommen, deswegen habe ich dir auch das Bupropion empfohlen. Später, wenn du weit reduziert hast und erste Stimmungsschwankungen bemerkst, dann wäre das für dich interessant. Es ersetzt keine Antipsychotika, aber es erleichtert, diese sehr reduziert einnehmen zu können, da es Reizbarkeit und frühe antipsychotische Symptome gut lindert. Das steigert wiederum Lebensgefühl, Konzentration und Wachheit, also mehr Aktivität und auch dadurch weniger Stress und Reizbarkeit.

Musst du später selbst sehen, aber auch wenn ich ähnlich wie du Medikamente reduzieren oder gar absetzen wollte, hast du ja deine Berührungen mit dem Gesetz. Es kann sein, dass du bei Reduktion bei Verschlechterung erst recht absetzt und dann deine guten Vorsätze weg sind.
Deswegen fände ich frühzeitige Reduktion und solche begleitende Maßnahmen wie mit Bupropion von deinem Psychiater besser.
So ist das eher ein Spiel mit Zeit.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ja, ich werde auch das Xeplion langsam ausschleichen. Ich bekomme ja hoffentlich ab Juli 100mg bis Oktober. Dann wollte ich auf 50mg und dann bei den 15mg Olanzapin bleiben. Wie es langfristig wird weiss ich noch nicht. Wenn ich die Krise überstanden habe könnte ich mir ein Leben ohne Medikamente vorstellen. Das muss man aber sehen. Erst mal freue ich mich riesig dass es voran geht.
 
Es geht mir nicht schlecht. Es schwankt ja immer ein bisschen. Ich habe einen Psychiater angerufen der psychotherapeutisch arbeitet. Dann könnte ich schon Ende Juni von der Ambulanz weg. Das wäre schön. Er macht aber keine Medikation. Das heisst ich würde die Spritze doch nicht langsam ausschleichen. Das Olanzapin bekomme ich ja über den Pflegedienst. Dann wäre es so. Ich habe mir so viele gute Gedanken gemacht. Und überhaupt die jetzige Medikation. Das ist mir alles eine Lehre. Ich habe ein gutes Gefühl. Ich finde einen Psychiater der tatsächlich psychotherapeutisch arbeitet faszinierend. Kenne ich sonst nur von den Amis. Hoffentlich klappts. Heute ist wieder ASP. Ich gehe da gerne hin, die Gespräche sind eine gute Bestandsaufnahme. Falls es mit dem Psychiater nicht klappt will ich die Traumatherapie in der forensischen Ambulanz mitmachen. Ich brauche für meine Vergangenheit so etwas. Es war doch recht schlimm. Ich freue mich schon auf meinen Freund. Ende Juni hat er Zeit. Dann darf ich wieder Bier trinken. Darauf freue ich mich auch. Nach fast 2 Jahren darf ich wieder geniessen. Insgesamt bin ich sehr froh dass sich alles so gut entwickelt. Es ist ein Seegen dass ich nur 4 Jahre Bewährung habe.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Es geht mir soweit ganz gut. Ich war gerade bei der Genesungsgruppe. Es ging ums Körpergefühl und dass viele Emotionen im Körper gespeichert sind. Am Sonntag gehe ich mit ein paar Frauen aus der Gruppe tanzen. So langsam dämmert mir was es heisst ab Ende Juni frei zu sein. Das ist sehr schön. Ich werde den Psychiater morgen anrufen, er hat sich noch nicht gemeldet. Meine ASP Betreuerin hatte die naheliegende Idee dass der Pflegedienst mit mir die Spritze ausschleichen kann. Daran hatte ich gar nicht gedacht. Ich hoffe sehr dass es klappt. Es wäre der schnellste Weg von der Ambulanz weg. Ich freue mich auch schon auf mein erstes Bier. Ich werde ein freier Mensch sein. Das bedeutet ich muss gut auf mich aufpassen damit es auch so bleibt. Gottsedank es ist geschafft. Ich habe noch einen Bewährungstermin. Ich hoffe die Bewährungshelferin kann die 4 Jahre Bewährung bestätigen. Die Überwachung hat ein Ende. Und ich werde glücklich mit 15mg Olanzapin.
 
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Das hört sich toll an, Glocki! Das hast du dir dann auch redlich verdient. Schleich das andere NL aber am Besten nicht ruckartig aus, sondern mit etwas Zeit, auch wenn ich weiß, dass du froh bist, wenn es dann weg ist. Mit Olanzapin bist du aber gut abgedeckt.
 
Ja ne? Das Olanzapin sollte reichen. Werde die Spritze im 8 Wochen Rhythmus ausschleichen. Also 8 Wochen 100mg und 8 Wochen 50mg.
 
Ja das nimmst du ganz richtig wahr, die Medikamente hemmen die Emotionen. Ich habe mich damals wie ein Stein gefühlt, habe alles versucht um zu fühlen.
Taste dich langsam ran und wenn du dich unsicher fühlst melde dich gleich bei deinen betreuenden Ärzten.
Stark bleiben. Du schaffst das.
 
Ich fühle mich ganz o.k. Immer etwas bedrömelt von den Medikamenten. Der Psychiater hat leider nicht gepasst. Man braucht eine Psychotherapieerlaubnis und da ich vor 1 Jahr eine erst hatte muss ich damit warten. Er rechnet gar nicht als Psychiater ab, so wie ich mir das vorgestellt habe. Nun mache ich die Traumatherapie in der forensischen Ambulanz mit. Das heisst ab Juli 100mg Xeplion, hoffe ich jedenfalls. Es könnte auch sein dass sie auf ihren 150mg beharren und das obwohl ich freiwillig da bin. Eine "normale" Psychiaterin habe ich auch schon gefunden. Ich bin trotzdem glücklich. Es ist schon mal ein anderes Gefühl freiwillig in die Ambulanz zu gehen. Und Bier trinken und auch mal einen durchziehen darf ich ab Ende Juni auf jeden Fall.
Ich bin mal gespannt auf den Bewährungstermin. Hoffentlich stimmt das auch alles so und die Bewährungshelferin findet nicht heraus dass ich doch 5 Jahre Bewährung habe. Es wäre dann der letzte Termin. Ich hoffe auch dass die Psychiaterin bei meinem Wunsch nach 15mg Olanzapin mitgeht. Wenn ich erst mal erzähle dass ich Menschen geschlagen habe hoffe ich dass sie nicht auf Sicherheit pocht. Bei dem Thema können schnell Vorurteile entstehen. Doof dass ich es überhaupt gemacht habe. Trotzdem freue ich mich und lasse die Dinge einfach auf mich zukommen.
 
Erzähl besser keinem etwas von Deinem Verlangen nach Bier...die Psychiater sind dann hellhörig..gerade in Kombination mit Olanzapin. Übermässig solltest Du eh nicht trinken dann.
Das Xeplion kann dann wirklich irgendwann ganz weg, ist unnötig meiner persönlichen Meinung nach.
Alles Gute für Dich dann in Deiner neuen Freiheit :)
 
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