Ich merke die Medikamente noch. Aber es ist gar nicht schlecht.
Doch, es ist schlecht. Sie stabilisieren dich nicht, das wirst du merken, wenn du den Absetzversuch starten kannst. Bisher ist, durch das Paliperidondepot i.m., alles übertönt, auch das Weglassen des (ohnehin unnötigen) Olanzapins würde es dir nicht erlauben, den Effekt zu bewerten. Deine Gedanken kreisen nach wie vor um eigentlich erledigte Probleme und sind in deiner Lebensphase unangebracht. Psychologische Gespräche könnten dir (vorausgesetzt, du wirst da nicht wieder auf ein falsches Gleis) gesetzt) helfen, aus diesem Teufelskreis wieder hinauszukommen, du suchst so etwas im Internet, da musst du aber immer geben und vergisst darüber den Grund, der dich dorthin geführt hat.
Aber wie gesagt, du musst halt die Veranstaltung der forensischen Psychiatrie bis zum Ende mitmachen quasi, und das Ende ist ja zeitlich absehbar. Also Kopf hoch und auch die durch das Medikament (das dir ja freisteht, nur bist du ja im Moment nicht wirklich frei zur Einnahme, weil diese indirekt richterlich angeordnet wurde) bewirkte Trägheit gut aushalten, sich nicht dagegen aufbäumen, hat keinen Sinn, sich auf die wichtigen Tätigkeiten konzentrieren, wenn man die schafft, kann man sich schon auf die Schulter klopfen und hat einen persönlichen Gewinn davon. Einiges wurde in deinem Leben abgeschnitten durch die Depotspritze, das tut mir und sicher auch sehr vielen anderen hier sehr leid für dich, aber du kannst deinen Weg trotzdem finden, und der führt zur Klarheit und in die (Wieder-) Behandlungsfreiheit. Der Psychiatrie ist es im Augenblick leider relativ egal, wie sich die Dinge bei dir entwickeln, sie lockt dich nur mit dem Gesprächsangebot, das ja auch nicht wirklich freiwillig ist. Aber das wirst du richtig einordnen können, wenn der Zirkus vorbei ist und du frei atmen kannst.