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Zu viele Medikamente und eine Krise

Hui ist das schlimm. Ich komme kaum aus dem Bett und verkrieche mich. Ich muss das beim nächsten Termin noch einmal ansprechen, dass ich nur vor mich hin vegetiere. Das grosse Problem ist, dass ich wenn ich mehr fühle es kritisch werden kann. Ich habe Gott schon um Hilfe gebeten dass ich aus meinen Fehlern lerne. Ich möchte friedlich bleiben und mehr fühlen. Wenn ich mehr fühle bin ich tierisch gut drauf und das ist mir leider zum Problem geworden, aus einer solchen Stimmung habe ich nach einigen Wahngedanken das Gefühl jemanden schlagen zu müssen. Ich bin mal gespannt ob reduziert wird. Auf jeden Fall versuche ich mich vom Schlagen zu distanzieren und auf Wahngedanken acht zu geben. Ich habe das Gefühl bei mir ist es Barfuss oder Lackschuh. Es gibt kaum Zwischentöne. So ist es auf jeden Fall zu viel und ich vegetiere nur vor mich hin, sobald aber Gefühle auftauchen wird es gefährlich. Hm, knifflig. Ich kann nur daraus lernen und hoffen dass es nie wieder passiert. Seit der letzten Psychose mit den Kinderschändern steckt der Wurm drin. Bei mir funktioniert nur Zuckerbrot mit Peitsche. Ich denke weiter darüber nach und hoffe auf bessere Zeiten.
 
Oh ich denke so viel nach. Ich hätte mal studieren sollen, dann wäre das mit dem Body bestimmt nicht passiert. Darum will ich es auch wieder aufnehmen um mir einen Traum zu erfüllen. Ich habe mir mit dem Schlagen ein paar grobe Schnitzer geleistet, kein Wunder dass ich jetzt unter starken Medikamenten stehe. Ich beginne zu begreifen was das Leben ausmacht und wo ich Fehlleistungen gebracht habe. Wer die Freiheit nicht verträgt lebt eben in Gefangenschaft. Ich bin so stark gegen mich selbst vorgegangen, alles aufgrund meiner Kindheit, da waren zig Einschläge die ich alle gar nicht verkraftet habe. Im Nachhinein ist man immer schlauer, dann versteht man erst die Zusammenhänge. Ich hoffe dass ich nie wieder in der Forensik lande sondern ein friedliches, freies Leben führe. Im Moment bin ich hilflos den Medikamenten ausgesetzt und das wird hoffentlich bald der Vergangenheit angehören. Ich schleppe das mit, weil ich Verfehlungen hatte. Ich möchte als freie Frau studieren und mich mit dem Leben auseinandersetzen. Endlich lernen dass das Leben ernst zu nehmen ist. Einfach gut drauf sein ohne Reue. Ich möchte auch ein Leben für meine Freunde führen, ihnen entgegen kommen und für sie da sein. Im Moment ist mir alles zu viel durch die Medikamente, aber ich hab immerhin geschaft 1 Jahr nicht mehr rückfällig zu werden.
 
Schluck besser deine Medikamente, als fremde Leute auf der Strasse zu schlagen.
Du lebst zu sehr in deiner Vergangenheit bezüglich deines Studiums. Lass die Vergangenheit endlich los und baue auf die Zukunft, was du noch machen kannst in deiner Situation. Ich möchte ehrlich gesagt nicht von dir geschlagen werden.
Gut finde ich, dass die forensiche Klinik dir Medikamente vorschreibt. Wenn jeder so ausartet wie du, wo kommen wir dahin?
Nicht böse gemeint. Möchte dir nur mal die Augen öffnen, was du angestellt hast. Therapieplatz wäre für dich bezüglich Kindheitstrauma aufzuarbeiten sehr angebracht.
 
Ich komme über die Vergangenheit zur Zukunft. Ich will ja studieren gehen. Was die Medikamente angeht, da gebe ich dir schon recht, aber auf Dauer ist das keine Lösung. Ich muss mich wieder selber spüren dass ist sonst ein zu grosser Einschnitt. Ich kann so auch gar nicht für meine Freunde da sein. Es war schon schlimm was ich getan habe, aber irgendwo muss ich ja wieder selber Verantwortung übernehmen.
Was die Kindheit angeht will der Therapeut aus der forensischen Ambulanz mit mir arbeiten. Das finde ich auch ganz nett.
 
Die Bewährung musst Du durchstehen...Kannst nicht mal in eine Tagesklinik? Hilft dir sicher und vlt. werden die Medikamente reduziert. Mit 20MG OLZ und dann noch Xeplion kann man sich nicht gut fühlen, das verstehe ich. Aber deine gesetzliche Betreuung will wohl auf Nummer Sicher gehen...lieber etwas mehr als zu wenig.
Es wird schon besser werden, auch wenn es noch dauert. Bei den psychischen Krankheiten keine Seltenheit...dass kann Jahre dauern mitunter.
Alles Gute
 
Ich habe im Moment für eine Tagesklinik nicht den Sinn. Es ist einfach zu heftig eingestellt. Ich nehme noch 15mg Olanzapin, aber die Reduktion hat kaum etwas bewirkt. Ich hoffe jetzt auf 10mg. Ich überlege nach der Bewährung nur noch die 10mg (oder 15) Olanzapin zu nehmen und das Xeplion ganz wegzulassen. Dann hätte ich es wieder selber in der Hand. Bis dahin müsste ich mir klar machen niemanden mehr zu schlagen. Hach das ist schon eine knifflige Situation. Ich ziehe aber meine Lehre daraus.
 
Wenn du Verantwortung übernehmen willst: Anderen nicht schaden zu wollen ist eine Entscheidung. Du kannst das entscheiden, aber da darf kein „müsste“ oder „sollte“ mehr übrig bleiben. Du musst dir nichts „klar machen“, du musst nur entscheiden, das ist Verantwortung. Entscheiden bedeutet nich mehr umzukehren und sich keine Alternative mehr offen zu halten. Dann trägt man die Verantwortung für die Entscheidung. Am Anfang kann das schwer sein, mit der Zeit wirds leichter. Erst ist man Ge-schieden (zerrissen), sprich man hängt im Zwischenzustand zwischen „mache ich dies oder das“ oder doch nicht?. Dann ent-scheidet man sich: Man hebt die Ambivalenz auf indem man einen Weg wählt. Wenn du das Gefühl hast den richtigen Weg gewählt zu haben, gibt dir das auch Kraft.
 
Zuletzt bearbeitet:
Danke. Das stimmt schon, man entscheidet sich für den richtigen Weg. Ich bin irritiert weil es 2x schief gegangen ist und ich aber so wie jetzt zu wenig zum Leben habe. Die Zeit meiner letzten Psychose hat mich vollends verwirrt und ich war oft im Krankenhaus. Es kommt mir aus heutiger Sicht wie Lebensfetzen vor. Ich habe vor ca. 4 Jahren mal zu 2 Männern in der Kneipe gesagt, "ich bin der erste Käpten Ahab der umkehren kann." So, scheiss doch auf den Wal. Aber so einfach ist das nicht. Es ist nicht so einfach zu erklären, aber etwas zieht mich in die Katastrophe wenn ich mehr fühlen kann. Es ist gut dass ich mir diese ganzen Gedanken mache und vielleicht hilft mir das mich für das Richtige zu entscheiden. Ich kann es nur hoffen.
 
Mann hat so viele Probleme durch die Erkrankung, da muss mann sich nicht noch zusätzlich fertig machen was mann im Psychotischen Zustand alles getan hat. Und wenn wir ehrlich sind die meisten Menschen haben eine Klatsche verdient. Ist schon etwas komisch das es dich so lange nicht los lässt. Therapeuten können sich auch nicht die ganze Zeit das gleiche anhören, da kommt mann schon an seine Grenzen. Habe die Erfahrung machen müssen.
 
Ich will einfach ausschliessen dass es wieder passiert. Mit weniger Medikamenten bin ich leicht drüber und etwas manisch. Daher mache ich mir Gedanken dazu. Die Zeit wird ja kommen und ich nehme wieder weniger. Zur Zeit ist es relativ unaushaltbar und ich hoffe dass sich das wieder ändert.
 
Ich werde nicht reduziert. Schade eigentlich, jetzt muss ich das in 1 1/2Jahren selber machen. Ich glaube ich werde 10mg Olanzapin und 75mg Xeplion nehmen. Bis dahin muss ich wohl so weiter leben. Das Problem ist ja, dass ich mit weniger Medikamenten rückfallgefährdet bin. Aber ich muss es einfach probieren. So wie jetzt ist es nicht schön. Es ist schade dass man die Zeit nicht nutzt mich an die optimale Dosis heranzuführen und mich einfach mit zu viel hängen lässt.
 
(Abschnitt entfernt), ich denke wir fänden in grundlegenden Fragen Gemeinsamkeiten, den einen oder anderen Blickwinkel betreffend, wo wir untereinander die Friedenspfeife weiterreichen können.
🕊️

(...)

@Glocki , ich kann Deine Situation nicht beurteilen. Andererseits, wenn es danach ginge man glaubt etwas zu beurteilen zu haben (nicht eigene Themen), so täte es in der Welt wohl einen Nationalfeiertag zur Schweigepflichts-Entbindung not.

Nur ein weiterer, äußerer Beschauer, aber ich denke man wird sich früher oder später hinreichend gerügt haben und vielleicht ist es dann alsbald daran, schließlich für die nachgeschliffene, sandbestrahlte Version seiner Selbst.

@BlueEyes's, war man nicht mehr oder weniger direkt letztens auf das frühere Lied, (...), gekommen.

Ich dachte daran mit Hinblick auf die Tage, da man manch anderem auch nicht mehr so recht näher gestanden war, als sich selbst. 🙃
Wo die Spreu sich vom Weizen trennt.
Dann ist man wer man jetzt ist.

Die meine sandbestrahlte Version jedenfalls, sieht nicht mehr so sehr vor in Kategorien "vorzusortieren", glaubt daran, dass man sich gewandelt haben wird und dem Lichten entgegenstrebt.
🌅

Ich hoffe das war nicht zu abstrakt. 🤔

+ (...)
Nachträglich die eingedampfte Version, die Botschaft mag jene erreicht haben wie es erdacht war.
Referenz, wiewohl ich mehr Zuversicht sehe in der Aussageansicht derselben, prophylaktisch entfernt.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich werde nicht reduziert. Schade eigentlich, jetzt muss ich das in 1 1/2Jahren selber machen. Ich glaube ich werde 10mg Olanzapin und 75mg Xeplion nehmen. Bis dahin muss ich wohl so weiter leben. Das Problem ist ja, dass ich mit weniger Medikamenten rückfallgefährdet bin. Aber ich muss es einfach probieren. So wie jetzt ist es nicht schön. Es ist schade dass man die Zeit nicht nutzt mich an die optimale Dosis heranzuführen und mich einfach mit zu viel hängen lässt.
Hm. Ich halte mich lieber zurück. Nur zu dem was ich tue: Da mein Arzt auch gerne mit Tabletten vollpumpt, ich das aber gar nicht mag, sage ich mir, es ist mein Leben und meine Gesundheit. Der Arzt kann mir etwas raten, was ich aber mache entscheide ich selber.

Das kann bei dir aber völlig falsch sein…

Viel Glück und alles Liebe dir!
 
@Atman ja schon etwas abstrakt. Ich habe das allgemein gemeint. Mann soll natürlich nicht rumlaufen und Menschen schlagen. Gewalt ist nie eine Lösung. Ich wollte von Glocki die starken Schuldgefühle etwas nehmen. Was geschehen ist kann mann nicht mehr ändern und ich glaube sie hat das verstanden und würde so etwas nicht mehr machen.
 
Die meine sandbestrahlte Version jedenfalls, mag nicht mehr so gerne Kategorien zuordnen. Sie glaubte daran, dass man sich wandelt und dem Lichten entgegenstrebt.
Das hoffe ich eben auch. Ich bin genötigt die Zeit bis zum Ende der Bewährung als Lehrgeld hinzunehmen. Danach bekomme ich es in die eigenen Hände zurück was ich fair finde. Ich bin versucht dann das Xeplion ganz weg zu lassen, weiss aber nicht ob das so eine gute Idee wäre. Das Verrückte ist dass es mir mit weniger Medikamenten sehr gut geht. Nur dass aus einer solchen Stimmung Blödsinn entsteht ist schade. Ich hoffe dass ich mich "wandle und dem Licht entgegenstrebe". Ich hab auch so viel vor. Will arbeiten und studieren und einen Freund zurückgewinnen. Das muss jetzt alles warten.
 
@Byakko , ich habe ja eben nicht die Wahl. Es ist vom Gericht so festgesetzt weil ich Menschen geschlagen habe. Ich denke ich bin darüber jetzt weg, aber die Bewährung geht noch 1 1/2Jahre.
 
@Byakko , ich habe ja eben nicht die Wahl. Es ist vom Gericht so festgesetzt weil ich Menschen geschlagen habe. Ich denke ich bin darüber jetzt weg, aber die Bewährung geht noch 1 1/2Jahre.
Oh, sorry. Ich habe hier nicht alles verfolgen können. Das wusste ich ja nicht. Eineinhalb Jahre gehen aber auch vorbei. :)
Dann müsstest du das ja im Sommer oder Herbst nächsten Jahres hinter dir haben. Das heißt ja, du kannst dich eigentlich auf etwas freuen, und es heißt: „Vorfreude ist die schönste Freude.“
Und es ist immer noch besser, als irgendwo zu sitzen, wo man nicht sitzen will. Die Zeit läuft für dich. :)

(Ich versuch nur es von der positiven Perspektive zu sehen).
 
Ja, ich freue mich auch, weil ich endlich Ziele habe wie arbeiten und studieren. Habe mir schon angeguckt wie man sich an der Uni bewirbt. Schade dass es noch so lange dauert. Aber es stimmt, man freut sich schon. Danke für die Zeilen.
 
Es ist wieder etwas besser. Mir fehlt zwar noch die Motivation die Wohnung aufzuräumen, aber ich habe eine Postkarte gekauft für den Freund den ich zurückgewinnen will. Sollte ich es echt schaffen trotz kaputtem Body die 15mg Olanzapin und die 150mg Xeplion wegzustecken? Wäre ja ganz schön stark. Ich warte erst mal ab ob es nur die Tagesform ist und lasse noch alles ruhig angehen. Dass ich schon mal Lust hatte die Karte zu kaufen ist ein gutes Zeichen. Ich habe mich wirklich in keine einfache Situation gebracht und bin hoffentlich dabei die Suppe selber auszulöffeln.
 
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