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Zu viele Medikamente und eine Krise

Vielleicht habe ich etwas zu Detailliert geschrieben. Sorry, es ist manchmal etwas unübersichtlich für mich. Werde mich bessern.
 
Ja gut, vielleicht war ich etwas zu erpicht auf den Body und auch darauf dass es mir besser gehen soll. Obwohl, das bringt es schon sich zu akzeptieren. Ich hatte gestern überhaupt keinen Appetit, weil ich irgendwie so depri war. Wenn ich kiffe ist es auf jeden Fall besser:-) und sonst muss man eben einfach in Ruhe weitersehen. Es bringt nichts dass besser gehen zu forcieren, das sehe ich ein. Und sorry nochmal.
 
Es tut mir gut zu schreiben was ich so tu, ich hoffe es nervt nicht. Heute ist es etwas besser und ich habe mich richtig gut mit einer Freundin per WhatsApp unterhalten. Das freut mich sehr, weil ich durch die Medikamente oft nicht weiss was ich sagen soll. Ich gehe zu treffen vom ASP Träger um mich mit Menschen zu umgeben. Dass ich einfach nicht so viel alleine mache. An Tagen wie heute habe ich Hoffnung dass sich alles zum besseren wendet und ich unter den Medikamenten nicht so leide. Ich wäre froh wenn die Krise nicht ganz so lange dauert, dafür bete ich auch und bleibe mit der Selbstakzeptanz dran. Eigentlich fühle ich mich ziemlich diszipliniert was meine Bedürfnisse angeht, auch wenn die Wohnung aussieht wie bei Hempels.
 
Ich könnte heulen, es ist so wechselhaft. Den Body zu akzeptieren bleibt auch eine Herausforderung. Ich bräuchte dringend eine Reduktion, aber bekomme ich wahrscheinlich nicht. Naja, wechselhaft bedeutet ja, dass es sich auch bessern kann, dass das Medikament nachgibt. Darauf hoffe ich so. Dass nicht reden können macht mich auch fertig, ich gehe schon gar nicht mehr zum Treff in den Park. Das will ich machen wenn es besser ist. Das ASP treffen gestern war ein Reinfall, hab mich nicht so gut mit den Leuten verstanden, aber in dem Bereich gibt es ja zum Glück viel. Ich hangel mich so von Tag zu Tag und meistens mache ich etwas. Oft aber auch alleine, meine Freunde sind alle im Krankenhaus. Das ist schon blöd wenn man vom Medikament so abhängig gemacht wird, ich fühle mich eingesperrt obwohl ich frei bin.
 
Du meinst also ich sollte es ganz lassen? Hm, seit ich es hier thematisiert habe frage ich mich es auch ob ich das noch brauche. Es hat mir irgendwie gefallen von der Stimmung her. Wahrscheinlich ist es nur ein Vehikel zu tieferer Einsicht. Tiefe Einsichten habe ich wirklich gerne, bin ein spiritueller Mensch, bisschen Hippie.
Ich habe nämlich schon magisches Denken wieder gehabt und dachte dass Gott mir Jointstummel beschert die ich draußen finde, und dass ich die dann rauchen darf, weil sind ja von Gott...habe mich aber dagegen entschieden weil ich auf keinen Fall positiv getestet werden möchte. Ein Teil von mir findet es schade, weil ich doch Vertrauen in Gott haben will. Nun sei es mal dahingestellt ob die Stummel überhaupt von Gott kommen...so ertappe ich mich irgendwie selbst, weil derartige Versprechungen mich schon in Schwierigkeiten gebracht haben. Ich lerne das irgendwie gerade.

Also wir sind uns ja beide einig, dass Gott existiert und wissen da ja glaub ich auch mehr. Du siehst es etwas magischer und ich sehe es etwas "Technischer" also wie die Fähigkeiten von dem oder den höheren Wesen funktionieren. Aber ich denke, diese Entscheidung die du damals hattest, war auf jeden Fall richtig, denn die Logik, dass die Jointstummel ja von Gott kommen und ein Geschenk sind, ist halt eigentlich ne "Joint Logik" ;) Ich würd das nicht auf Gott schieben. Vertrauen auf Gott kann man ja haben, aber deine Prinzipien darfst du dabei nicht vergessen.
Je mehr du auf deine Prinzipien vertraust, desto weniger kann auch schief gehen.
Nun bin ich ja persönlich immer noch der Meinung, dass es vielleicht tatsächlich möglich ist diese Medikamente etwas zu reduzieren, aber da siehst du für dich ja weiterhin eine Gefahr nehme ich an, oder?
Kann es eigentlich sein, dass dieses Psychose von damals auch damit zu tun hatte, dass du zu viele Joints geraucht hast? Weil ich halt durch meine Ex gemerkt habe, wie extrem sich das Denken ändern kann und eine Psychose wahrscheinlicher macht.
 
Ja, Gott existiert auf jeden Fall, wobei wenn man richtig erleuchtet ist bemerkt man wie man selbst Gott ist. Ist ne abgefahrene Erfahrung zu der ich gar nicht so viel sagen kann, ausser dass es mir durch Zufall schon passiert ist dass ich das auch wahrgenommen habe. Trotzdem zweifel ich nicht an Gott, ist bisschen schwer zu schreiben.
Die Prinzipien sind wichtig, ich lerne das noch auf sich selbst acht zu geben. Ich bin so der Typ der denkt, ach was solls, ich schmeiss mich mal vor Gott in den Staub obwohl es gar nicht nötig ist. Und Gott das auch gar nicht verlangt. Da bestehen noch Missverständnisse in mir selber, aber es ist nie zu spät etwas zu lernen. Wie meinst du das mit der Psychose? Ich habe immer gern gekifft, bei mir entsteht dadurch auch keine Psychose. Es entstehen wunderschöne Gedanken, es macht mich frei. Ist auch total gewaltfrei, ach wenn ich das dürfte wäre ich zur Zeit recht oft breit, aber natürlich ist es verboten.
Wäre das mit den Medikamenten nicht würde es mir gut gehen, das kann ich richtig fühlen wie der Punkt drückt. Ich hab bei gutefrage.de gefragt ob man es sehen würde wenn ich ein viertel selber reduziere. Die Antworten waren verschieden, das ist mir zu riskant. Ich spiele ja da mit einer möglichen Einweisung in die Forensik, es reicht schon dass ich hin und wieder kiffe, das Risiko tu ich mir gerade noch an.
 
Also ich verstehe es so, dass Gott alles Bewusstsein ist und nicht voneinander getrennt, die individuellen Bewusstseine sind lediglich abgeschirmt, aber überwacht von den "höheren Seelen". Was bedeutet, ja ein Teil von Gott ist man wohl, weil man wie gesagt zum ganzen "Gottes" Bewusstsein dazu gehört. Trotzdem wird es so gemanaged , dass die Bewusstseine abgeschirmt sind, um eigene individuelle Erfahrungen zu machen mit unterschiedlichen Persönlichkeiten.
Siehst du das etwas anders oder kommt das so hin?

Zum Thema Psychose und dem Kiffen. Also es gibt Menschen bei denen eindeutig die Psychose durch das kiffen entstanden ist. Z.b bei meiner Exfreundin. Als sie mit mir zusammen war, hat sie nur mal GELEGENTLICH gekifft.ch habe nur ein einziges mal so etwas ausprobeirt und bekam auch total paranoide Gedanken und es war zum einen schöne Erfahrung, hatte auch etwas von Gottes erfahrung, und zum anderen dann viele Ängste die durch paranoide Gedanken entstanden sind. Bis ich dann aus dem Flash nach 2-3 Stunden raus war, dann konnte ich wieder normal denken.

Als die Trennung mit meiner Ex kam, fing sie mit dem kiffen TÄGLICH an. Es ist eindeutig, dass sie zu viel gekifft hat. Ihre persönlichkeit hat sich rapide geändert und sie bekam teilweise seltsame gedanken. I
Und sie bekam Wahnvorstellungen, dass alle Leute in der familie ihr etwas bösen wollen. Die Gedanken, die du damals hattest ,waren ja auch seltsame paranoide Gedanken.
Also könnte etwas an der Theorie dran sein, dass durch zu viel kiffen diese Psychose entstanden ist, ähnlich wie bei meiner Ex?
Ich glaube dir ja, dass dir das Kiffen eigentlich gut tut, aber vielleicht geht es hier wirklich um die Menge dabei und du wirklich nur bei dem gelegentlichen kiffen bleiben musst, um keine Psychose mehr zu kriegen.
Könnte das sein?
 
Hm, also es gibt das Ego und das spiegelt einem vor getrennt zu sein, wobei es eigentlich nicht so ist. Der Mind denkt und denkt und füttert damit das Ego. Wenn man Erleuchtet ist, ist einem bewusst dass es kein Ego gibt und das macht eine ichbin Erfahrung möglich. Das mit dem Abschirmen kann aber schon sein, also dass dafür gesorgt wird dass wir individuell bleiben. Bin jetzt auch nicht die Supererleuchtete, das können andere noch viel besser erklären:-)
Ich weiss jetzt gar nicht welche Psychose du meinst, oder wegen dem mit der Wespe? Das war nur Spielerei, weil ich einfach etwas seltsam bin. Ich will mir das auch abgewöhnen. Es stimmt schon dass magisches Denken eigentlich in Probleme führt, es begegnet mir aber immer wieder. So ähnlich wie Aberglaube.
Ich habe aber auch schon richtige Zeichen gesehen, wie zum Beispiel 2 schneeweisse Tauben, die mit den anderen Futter pickten, oder einen Marienkäfer ohne Punkte. Zeichen deuten macht mir Spaß, wobei ich die schlechten oft übersehe, so rein psychologisch jetzt, dass man es nicht sehen will.
Ich kann auch 10 Tüten am Tag rauchen, da kommt niemals eine Psychose bei heraus. Damit habe ich einfach Glück. Ist echt so. Tut mir leid dass du es bei deiner Exfreundin mit ansehen musstest, war bestimmt verstörend. Da fällt mir noch auf, dass ich niemanden im Freundeskreis habe der eine Drogeninduzierte Psychose hatte.
 
Ich denke die Diagnose kann sich auch schnell ändern, aus einer normalen Psychose kann eine drogeninduzierte Psychose werden.
 
Kann schon sein dass es sowas gibt wenn man in der Psychose oder psychotischem Zustand kifft. Bei mir ist das relativ ausgeschlossen, weil ich dafür einfach nicht anfällig bin. Mir tut das Kraut nichts. Ich respektiere aber dass es oft anders ist. Ist ja irgendwie auch übel, weil es so verlockend ist und dann bleibt man auf einer drogeninduzierten Psychose hängen.
 
naja aufgrund von Engeln und oder anderen Seelen denke ich, dass es tatsächlich eher ein großes Management im Jenseits gibt. Aber ich glaube auch an diese Verbundenheit innerhalb der Bewusstseine, zumal es ja auf Subatomarer Ebene auch diese Verbundenheit der Energie gibt.

Also ich meinte eigentlich deine Hauptpsychose, die du hattest wegen dem du gerade in diesem Dilemma steckst mit der Pflicht die hohen Dosen einzunehmen. Aber wenn es kein Zusammenhang gibt zwischen stärkeren Konsum von Gras und dieser Geschichte, die du damals erlebt hast, dann okay. Ich hab nur überlegt, was du noch optimieren kannst bei diesem Thema , aber scheinbar hilft es nicht anders als dies mit Geduld zu ertragen.

Anderes Thema, du sagtest ja , du hättest Probleme mit der Kommunikation wenn du dich mit Leuten triffst, aber beim schreiben wirkt das jetzt nicht so. Also geht es dabei nur um verbale Kommunikation? Oder fehlen dir nur die Emotionen aufgrund der Medikamenten Einnahme?
 
Ja, verbunden sind wir auf jeden Fall. Ich finde man merkt das auch, dieses Lebensgefühl und selbst wenn man fremde Menschen sieht ist diese Verbundenheit immer da. Ich denke nichts existiert alleine. Mit dem Jenseits kenne ich mich nicht aus, ausser dass wir alle irgendwann in den Himmel aufsteigen weiss ich nichts darüber.

Ja, ich muss es mit Geduld ertragen. Dope hat damit nicht wirklich zu tun. Eher Größenwahn und meine (nervige) Eigenschaft nicht Ruhen zu können, dass ich immer irgendwas machen will. Dabei wäre es viel vernünftiger einfach mal zu Ruhen, das kann ich schlecht und dann passierts...

Hm, ich weiss nicht warum das besser geht als in echt zu reden. Vielleicht weil man hier ein bestimmtes Thema hat. Die Medikamente machen mich stumm, es fehlt mir an Spontanität. Einmal war es ganz toll im Park, da habe ich aber auch getrunken und geraucht, da war ne ganz tolle Stimmung entstanden. Ja, ich weiss echt nicht warum schreiben besser geht, es ist irgendwie so. Ich hoffe ja täglich das zu durchbrechen, aber man braucht Geduld. Also in mir drin brodelts schon dass ich wieder reden kann, aber es kommt einfach nicht raus. Ach, schwer zu beschreiben keine Ahnung.
 
Es ist so wie ich dachte, ich bekomme keine Reduktion. Es wurde einfach auf das letzte Mal verwiesen und das wars dann. Es ist aber auch etwas besser geworden, nur leider schwankt das immer. Das Gefühl nicht reden zu können bleibt weiterhin. Im Moment fühlt es sich so an, als ob ich das Medikament langsam zerlege und die Lebensfreude scheint mehr zu werden. Da hilft mein Optimismus mir weiter. Die Einsamkeit ist noch da und ich kann nicht einfach so drauf los fühlen. Meine Stimmen bleiben gedämpft, also für die forensische Ambulanz läuft es perfekt, genauso wollen die mich haben. Für mich eher noch nicht so gut, ich sehe mich noch, wie ich unter den Medikamenten zappele. Ein bisschen als ob man Kaugummi im Kopf hat.
 
Mal ein paar Zeilen zum Body, danke.

Also mit dem Body, das ist so als hätte ich einen neuen Körper gekriegt. Dass der alte nicht mehr existent ist. Und es gilt nun den Körper als Ganzes anzunehmen. Dabei ist der ganze Body gleichwertig, kein bestimmter Körperteil überragt den anderen. Eine gewisse Reife hilft den Body so anzunehmen wie er ist, ich bin immerhin schon 52 da ist eine gewisse Reife schon vorhanden. Die Schwierigkeit ist, dass er so anders aussieht und so dünn ist. Das muss ich akzeptieren. Das hab ich aus mir gemacht und ich darf mich lieb haben. Der alte Body war echt schön während ich jetzt nicht mehr so schön aussehe. Das darf ich alles annehmen. Es geht darum sich selbst zu lieben und da gehört der Body nun mal dazu. Wer sich selbst nicht liebt gerät ins hintertreffen. Ich akzeptiere meinen Body wie er da ist.
 
Ja, das waren halt diese zu anstrengenden Sportübungen. Irgendwie ist mir der Körper dadurch fremd geworden. Ich habe ihn in meinen Augen entstellt. Ach, wäre es mir doch nicht passiert. Aber es hilft nichts.
 
mir hat Ausdauer Sport bei meinen sehr schweren Depressionen geholfen. Hätte ich den Sport nicht gehabt, wäre ich schon lange hinüber. Was mir mittlerweile sehr zugute kommt sind meine Kenntnisse über Ernährung.
 
Ja, da wo Sport gesund ist, ist er sinnvoll. Ja, das ist gut seine Kenntnisse für sich einzusetzen. Ich koche auch eher gesund.
 
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