Am Allereinfachsten sind 5mg Abilify, was normal bei der üblichen Saftform 5mg sein müsste. Also sie nimmt da die richtige Dosis, nur hat sie diese für Wochen schon abgesetzt. Das mit den Negativsymptomen wird durchs vollständige Absetzen von Amisulprid und Quetiapin deutlich besser, da beide unnötig sind.
Die Schlafstörungen kommen aktuell wohl eher von ihrer Psychose selbst und hatte sie Quetiapin schon vor dem Abilify zum Amisulprid?
Amisulprid + Aripiprazol zu kombinieren macht wenig Sinn, da man generell nur ein Antipsychotikum (Monotherpie) anwenden sollte und Quetiapin als Addon wenn auch nur vorübergehend in kleiner Dosis.
Aripiprazol macht alleine mit 5mg keine Schlafprobleme, eher sollte sie wenn Amisulprid und Quetiapin direkt abgesetzt wird und sie das Aripiprazol einnimmt dann den Schlaffördernden Effekt sehr früh bemerken.
Auch wenn das ihre Ärztin nahelegt wären Amisulprid 50mg zu schwach zur Akutbehandlung, da wären 150-200mg notwendig um dann vielleicht auf 100mg minimalst für wieder reduzieren zu können.
Sie sollte Abilify also einfach allein nehmen und die Dosis müssten bei ihr 5mg entsprechen, also das ihr euch verrechnet habt oder irgendetwas anders kommuniziert wurde.
5mg Aripirpazol ist mild und eines der verträglichsten Antipsychotika, eine minimale Dosis 5mg von 30mg Maximaldosis.
Die Wirkung kann ca. 3-7 Tage dauern, dann sollte sich ihre Wahrnehmung normalisieren und das Problem wird eben gewesen sein das Amisulprid zu sehr gestört hat bei der Umstellung und füher abgesetzt hätte werden können.
Aripiprazol fördert den Schlaf bei nur 5mg sehr, also am besten sofort Quetiapin am abend absetzen, wenn sie das Aripiprazol sicher einnimmt und du mir ihr redest das sie den Saft entsprechend morgens nimmt.
Ohne den anderen Antipsychotika sollte es ihr damit stetig besser gehen und falls noch Motivationstiefs da ist kann sie später die Dosis mit dem Saft ideal reduzieren oder Bupropion ansetzen, wobei Bupropion bedeutet das Aripiprazol eher halbiert werden müsste.
Ihrer Ärztin macht das bestimmt nix aus und wird zufrieden sein wenn sie überhaupt etwas einnimmt, nur sind 50mg Amisulprid in so einer Lage absolut zu schwach. Absolutes minimum wäre 100mg, in ihrer Situation eher erstmal 150-200mg.
Hier die Nebenwirkungstabelle die du deiner Mutter ja ausdrucken kannst von der Verträglichkeit, da sieht man was mit Aripiprazol (Abilify) alles tendenziell besser wird, da das schon große spürbare Unterschiede sind:
https://schizophrenie-forum.com/psy...hotika_nebenwirkungen_referenz_2026-pdf.2772/
Allein das sollte also ihr sehr helfen. Einfach 5ml für erstmal 5 Tage einnehmen und schauen ob sie grob aus er Psychose draußen ist, kein weiteres Antipsychotikum dazu. Dann könnte sie schon halbwegs stabil sein und die Nebenwirkungen sich mit dem Absetzen der beiden anderen Antipsychotika stetig bessern. Also 1-2 Monate kann es dauern bis diese Nebenwirkungen ganz abklingen und man überhaupt merkt wie Aripirpazol von der Verträglichkeit ist. Nach ein paar stabilen Wochen oder Monaten, kann sie die Dosis dann anspassen, aber erstmal 5mg also 5ml in meinen Augen.
@Mary was meinst du wäre das möglich für sie? Der Antrieb sollte mit absetzen der anderen Antipsychotika besser werden.
Später mit den anderne Möglichkeiten kann sie mit zusätzlich Bupropion sehr geholfen werden.
Bei mir klappt es Jahre später heute ganz ohne Antipsychotikum, was aber mit dieser spezifischen Therapieforum (auch Aripiprazol dabei) funktioniert:
https://schizophrenie-forum.com/psychose/attachments/patienteninformation-und-einwilligung-pdf.2761/
Im Grundlage sind Bupropion (Antidepressivum) + Aripirpazol (Minimaldosiert), da kann sie dann durchaus auch mal Reduktionsversuche machen auch unter 5mg.
Entschuldige die Wiederholungen, ich hoffe du kannst das so etwas verstehen warum so. Einfach probieren, dann seht ihr das sehr schnell. Vielleicht das der erste Tag wenn sie Quetiapin absetzt der Schlaf schwiriger ist, aber Aripirazol sollte von sich aus morgens eingenommen den Schlaf am Abend sehr verbessern.