Wer weiß Rat?
KI:
Ja, das stimmt: Aripiprazol (bekannt unter dem Markennamen Abilify) kann den Schlaf stören und häufig Schlaflosigkeit (Insomnie) oder innere Unruhe verursachen.
Liegt meist daran, das man Aripiprazol in höheren Dosierungen einsetzt, da stört es eher den Schlaf oder kann diesen verkürzen, da dies häufig exteme Striatale Belegungen von D2 sind.
Ich empfand unter 5mg Tablettendosis die bei mir auch Akutwirkung hatten und morgens eingenommen wurden, den die schlafquelität und vor allem das Aufstehen besser als unter Doxepin (trizyklisches Antidepressivum) welches für Schlafstörungen zugelassen ist.
Bei anderen Betroffenen die Aripiprazol gesteigert haben, kenne ich auch das Phänomen das sich der Schlaf verkürzt, aber das sind dann auch extreme Rezeptorbelegungen die Aripiprazol erreichen kann, was teilweise unterschätzt wurde.
Aripiprazol (Rohdaten)
Zulassungsstudien und Packungsbeilage sind da etwas irreführend. Da dort etwas von empfohlenen Dosierungen von 15mg steht, wo bei normalen Akutbehandlungen die Dosierungen 10-15mg bereits maximal belegen, also unter 15mg sind die striatalen Rezeptorblockaden bei 80-88%. 80% ist das absolute Wirkmaximum für Akuttherapie und bei 65% sprechen viele schon an. 88% ist bei älteren Antagonisten toxisch und mit Partialagonisten leicht zu schaffen, was logischerweise zu Schlafstörungen führt, da man mit das was als empfohlene Dosis in der Packungsbeilage steht beim Wirkmaximum und theoretisch im toxischen bereich wäre. Da Partialagonisten eine Restaktivität haben auch wenn man 100% D2 belegen würde.
Also 65-80% D2 Striatale Rezeptorblockade ist für alle Antipsychotika im Grunde der bereich wo diese am Wirkungsvollsten sind. Da aber patienten teils bereits Supersensivtät durch Jahre Antipsychotikaeinnahme haben sind teils höhere Dosierungen nötig und auch wenn man andere Polymorphismen hat beim Enzym Abbau und Umbau von den Wirkstoff im Körper erklärt es wenn manche zwar die meisten bei 5mg ansprechen, aber auch andere erst bei 20mg ähnliche Rezeptorblockaden aufgrund solche Einflüsse hat.
Da man aber auch in den Leitlinien zu hohe Dosierungen beim Aripiprazol eingetragen hat, was vermutlich am Lobbyistendruck mit lag, treten dann auch häufiger Schlafstörungen auf bei Dosierungen die für die Akuttherapie (10-15mg) gedacht sind aber in der Erhaltungstherpie und in den Depots genutzt werden wo 5-7,5mg realistische Dosierungen sind.
3,5-7,5mg würde ich als realistischen Bereich sehen wo Aripiprazol auch im schon Akutfall je nach Patient wirken kann, also der Einstellungsbereich für die Erhaltungstherapie der richtig wäre und auch viele Studien und klinische Erfahrungsdaten das unterstreichen.
Im Grunde können überdosierte Antipsychotika auch paradoxe Nebenwirkungen wie Psychosen haben.
Ähnlich sind Schlafstörungen oder alle Nebenwirkungen die im Hoch oder Niedrigdosisbereich passieren in den Nebenwirkungen aufgelistet. Man bekommt ein Buch an Nebenwirkungen da teilweise.
Aripiprazol kann ich aus Erfahrung sagen das es den Schlaf in den richtigen passenden Dosierungen verbessern sollte und kann, was an Schlafmitteln herankommen kann, aber man so etwas natürlich nur bei Psychose einsetzt. Wichtig ist es morgens einzunehmen, da es da eher etwas aktivierend sein kann. Wenn man aber unterdosiert ist dann bekommt man automatisch Schlafstörungen da die Psychose ebenso Schlafstörungen erzeugt wenn man zu lange zu wenig hatte. Also ähnlich wie bei zu hoher Dosis weil übermäßige D2 Blockade generell weniger Schlaffördernd ist. Es morgens einzunehmen kann helfen abends besser schlafen zu können.
@Mary
Wie nimmt sie den alle drei Wirkstoffe in welchen Dosierungen zu welchen Tageszeiten ein. Schon allein das mit Aripiprazol stark D2 blockierende Amisulprid stört kombiniert eher den schlaf. Also im Grunde müsste erst das raus und dann auch Quetiapin. Aripiprazol am besten morgens einnehmen, wobei man da später immer noch etwas variieren kann etwa Mittags. Abends ist bei diesem Wirkstoff eher ungünstig.