Ups, da ich durch den ganzen Stress nicht schlafen kann, habe ich eben gesehen, dass er Mitte 2019 in der Klinik war. Okay, das war ein Fehler, dass ich nicht richtig gerechnet habe. Also war er vor sechs Jahren in der Klinik, nicht vor 7 Jahren.Du meintest ja das er Risperidon seit 1,5 Jahren abgesetzt hat und das wohl in keiner Absprache mit dem Arzt war, also er müsste das heute wohl noch einnehmen, hat es aber eigenständig (ohne Arzt?) abgesetzt
Insofern verträgt er das Risperidon schlecht, wenn er keine Bereitschaft zeigt es einzunehmen und da müsste er beim Psychiater aktiv nach einem anderen Antipsychotikum fragen.
Aripiprazol (Abilify) oder Cariprazin (Reagila), vielleicht auch Ziprasidon nach so etwas könnte man direkt fragen, da diese deutlich verträglicher als das Risperidon ist.
Risperidon empfand ich auch als Gift, also wenn man hinterher behinderter ist also vorher mit der Erkrankung, dann ist es schwer so eine Therapie anzunehmen. Insofern verstehe ich deinen Mann auch ein Stückweit.
Vom Risperidon wirst du ihn kaum überzeugen können, also wären eben andere Wirkstoffe überhaupt ein Ansatzpunkt damit dein Mann überhaupt erfährt das es verträglicheres gibt, worauf er sich da bei guter Gesprächsführung vielleicht auch einlässt.
Ansonsten wenn sein Psychiater dir keine Hilfe geben kann, dann solltest du vielleicht zu einem anderen Psychiater gehen und die ganze Situation schildern, da das eigentlich ein Unding ist, gerade auch weil er wegen der Suiziddrohung in der Klinik war.
Klingt also alles verstrickt fast schon wie eine fiktive Geschichte, da man bei Eigen- und Fremdgefährdung auch als Psychiater handlungsfähig ist.
Ich kann dir nur sagen das man als Betroffener eine Bezugsperson braucht und das bist du ja für ihn, du müsstest im Grunde ihn überreden ein anderes Medikament, statt Risperidon einzunehmen, da diese Situation untragbar ist und er ein Risiko für die Familie und sich selbst darstellt. Man kann da ja versöhnlich rangehen, das Sertralin nimmt er ja auch, was in so einer Akutsituation auch eher Problematisch ist.
Ich dachte du hast geschrieben das er vor 7 Jahren(?) erkrankt ist, jetzt war er das erste mal 2011 in der Klinik, war übrigens bei mir auch so. Ich hatte auch solche Liebesschwüre und so scheiß gemacht, also frage mich langsam, ob deine Geschichte ernst gemeint ist, da ich selbst Online viele Jahre gemobbt worden bin und es ja immer auch Leute gibt, die so etwas lustig finden.
Wie gesagt dein Mann liebt dich ja, hat dich als Bezugsperson, dann wird er doch mit dir über die Medikamente reden können. Bei einer Psychose braucht man ein Antipsychotikum, da ist also das Antidepressivum keine Primäre Behandlung und SSRIs können auch Psychosen noch zusätzlich befeuern, wenn man tief in der Psychose wie du es von ihn beschreibst, steckt.
Am einfachsten wäre wirklich, wenn du deinen Mann nimmst, mit ihm zum Psychiater gehst und er sich dann ein besser verträgliches Antipsychotikum als Risperidon geben lässt was er sich ja weigert einzunehmen.
Schade, dass du meine Situation eher als fiktiv ansiehst. Ich wünschte, es wäre so. Wir sind seit etwas mehr als zwei Jahren in die neue gemeinsame Wohnung umgezogen, haben damals vieles neu gekauft, wie Küche, Markise, usw. Ich werde jetzt alles durch ihn verlieren und muss in meinem Alter nochmal umziehen. Ich möchte nicht in der Wohnung und in der unmittelbaren Umgebung (wegen seinen Äußerungen über mich) bleiben, weil halt vieles an diese schreckliche Zeit erinnert.
Ich kann nicht ewig hier bei meinen Bekannten wohnen und werde mir bald wieder einen neuen Unterschlupf suchen müssen, zumal es nur eine Frage der Zeit ist, bis er mich hier aufspüren wird.
Die Ärztin aus der Klinik, in der er von Freitag auf Samstag war, hat wohl nach seinen Worten gesagt, er soll Sertralin und Rivotril (wieder) nehmen, dann wird es schon wieder. Er schreibt mir andauernd, dass nur der Tod uns trennen kann, dass er alles für mich geputzt hätte und nun darauf warte, dass ich schnellstens zurückkäme.
Nein, davor habe ich zuviel Angst, weil er ja immer noch die starken Stimmungsschwankungen hat. Wir Integrierten zweifeln langsam an diesem ganzen psychiatrischen System. Ich wünsche niemanden, dass durchzumachen, was ich gerade erlebe. Wie toll wäre es, wenn ich mir dieses wirklich nur ausgedacht hätte.
Dennoch danke, dass ich hier meinen Seelenballast abladen darf oder durfte. Ich hoffe, dass sich morgen vielleicht einiges durch die Anwältin klären lässt.