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Diese ->medikamentöse Empfehlung hilft gegen die Negativsymptome der Psychose/Schizophrenie und fördert einen positiven Verlauf der Erkrankung. Es ist wesentlich verträglicher, da nur kleine Dosierungen von Antipsychotika eingesetzt werden und die Wirkstoffe gut aufeinander abgestimmt sind.

Vorstellung Was habe ich? (Hilfe)

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Kuehnibert schrieb:
Hallo,

ich gebe mal wieder ein Update.

Bin mittlerweile wieder fast so belastungsfähig wie vor meiner Psychose. Schlafprobleme habe ich nur noch unregelmäßig und selten. Wenn ich sie habe dann sind die auch nicht mehr so schlimm wie vor paar Monaten. Höre abends noch immer sehr leise Ohrwürmer und manchmal fremde Gedanken, wobei letzteres nicht mehr oft vor kommt.

Habe mich diesen Monat zum Reduzieren entschieden und nehme seit gestern nur noch 4,5mg Olanzapin. Am liebsten würde ich den Prozess beschleunigen, aber ich glaube ich muss Geduld zeigen.

Ich hoffe, dass ich die nächsten Monate vielleicht auch durchs Reduzieren mein Selbstvertrauen und den Willen meine Lebensziele zu erreichen wieder erlange. Und hoffentlich sinkt durchs Reduzieren auch mittelfristig mein Schlafbedürfnis.

So gut wie aktuell gings mir seit meine Psychose ausgebrochen ist nicht mehr.

Ich denke ich versuche mich auch ab heute sofort an die 4,0 mg. also Direkt nen 20%-Sprung der Dosis zu Beginn.

Kuehnibert schrieb:
Hallo,

ich gebe mal wieder ein Update.

Bin mittlerweile wieder fast so belastungsfähig wie vor meiner Psychose. Schlafprobleme habe ich nur noch unregelmäßig und selten. Wenn ich sie habe dann sind die auch nicht mehr so schlimm wie vor paar Monaten. Höre abends noch immer sehr leise Ohrwürmer und manchmal fremde Gedanken, wobei letzteres nicht mehr oft vor kommt.

Habe mich diesen Monat zum Reduzieren entschieden und nehme seit gestern nur noch 4,5mg Olanzapin. Am liebsten würde ich den Prozess beschleunigen, aber ich glaube ich muss Geduld zeigen.

Ich hoffe, dass ich die nächsten Monate vielleicht auch durchs Reduzieren mein Selbstvertrauen und den Willen meine Lebensziele zu erreichen wieder erlange. Und hoffentlich sinkt durchs Reduzieren auch mittelfristig mein Schlafbedürfnis.

So gut wie aktuell gings mir seit meine Psychose ausgebrochen ist nicht mehr.

Ich denke ich versuche mich auch ab heute sofort an die 4,0 mg. also Direkt nen 20%-Sprung der Dosis zu Beginn.
Freut mich richtig für dich, dass es dir wieder einigermassen gut geht! Ich hatte nach Februar/März auch psychosenahe Zustände, welche dann aber schnell wieder besser wurden. Konnte dazwischen sogar 2 Prüfungen sehr gut abschliessen und wäre jetzt im Oktober auf 2 weitere eigentlich gut vorbereitet gewesen....aber leider kam ein Rückfall und ich bin zurzeit in einem grösseren emotionalen Chaos und habe stärkere Denkstörungen.

Ich hoffe, dass du stabil bleibst...und auch sonst wende dich einfach wieder an uns in diesem Forum
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Es ist interessant hier Menschen am Anfang des Weges zu lesen. Wo man sich denkt - puh, da war ich auch mal. Und es hat eben mal 20 Jahre gedauert mit der Krankheit klar zu kommen. Das soll nicht demotivieren. Doch realistisch betrachtet, ist Schizophrenie keine Krankheit, die man in wenigen Monaten oder ein zwei Jahren im Griff hat. Es ist ein jahrelanger Kampf mit den Umständen, mit dem ständigen Hinterfragen. Es ist ein langer Prozess, bis man die Dinge endlich akzeptiert und damit zu leben gelernt hat. Und bis dahin kann ich euch sagen, ist einiges an Lebensenergie und Gefühl aus einem herausgesaugt. Man wird sachlicher. Ganz automatisch. Denn durch die Psychosen und Medikamente lernt man irgendwann, dass man seinen Gefühlen nicht trauen kann. Gefühle sind irgendwann auch nicht mehr so groß, aber nicht so schlimm, wie in Negativphasen. Also abschließend möchte es sagen, es wird alles gut. Nicht so gut. Und nicht so schnell. Aber es gibt einen Punkt, da kommt mit der Erkrankung klar. Nimmt viele Sachen nicht mehr ganz so ernst. Und rückblickend betrachtet ist das alles nicht schön. Ich wär gern ein lebensfroher Mensch ohne Schizophrenie geblieben, aber all in all ist es jetzt so schlimm auch nun wieder nicht.

Viel Erfolg noch auf euren Wegen.
 
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Servus @Kuehnibert ,
freut mich zu hören, dass so eine große Besserung bei dir stattfindet. Ich habe letztens nur einen Zug vom Joint genommen und davor warne ich dich. Lass die Finger auf jeden Fall von Drogen, vor allem Cannabis !! Das ist das wichtigste und mit dem Reduzieren optimistisch bleiben. Ich habe stressbedingt oder wenn ich ein Bier auf leeren Magen trinke oft Rückfälle mit Konzentrationsproblemen und Derealisationszuständen, aber das soll einen nicht vom Genesungsprozess aufhalten. Also erhöhe nicht zu schnell wieder die NL Einnahme, nur wenn du wieder in psychotischere Zustände verfällst, weil diese können auch schnell wieder nachlassen (meine Meinung/Erfahrung). Freue mich zu hören, wenn du berichten wirst, wie das reduzieren läuft. Und nochmal, bloß nicht am Joint ziehen !! Damit können Wochen des Fortschritts wieder futsch gehen und die Symptome prägen sich wieder ein. Im ungünstigsten Fall werden sie dann irreversibel.

Hallo @Mando ,

wurde deine Psychose auch durch Drogen ausgelöst ? Und wie viele psychotische Schübe hattest du in den letzten 20 Jahren ? Ich finde, dass Psychosen wirklich vielfältig sind. Es gibt so viele Unterkategorien und auch da gibt es ganz viele individuelle Krankheitsgeschichten. Wenn eine Psychose durch Drogen ausgelöst wurde, dann macht das also auch einen Unterschied. Natürlich kann so eine Schizophrenie entstehen, welche ohne Drogen vielleicht auch nicht entstanden wäre, aber es kann auch "einfach" bei einer Drogeninduzierten Psychose bleiben. Welche aber nicht unbedingt angenehmer sein muss.
 
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Meine Psychose und Psychosen wurden auch durch Drogen ausgelöst. Später allerdings nicht mehr nur dadurch. Sondern auch durch das Weglassen von Medikation. Ich hab meine Hirnchemie wohl ein Mal so weit aus dem Lot geprügelt, dass sie nicht mehr ohne Medikation klar kommt. Wenn ich Medis weglasse bin ich immer latent psychotisch. Nicht schlimm, aber so dass ich absolut nicht mehr funktionsfähig bin in dieser Gesellschaft. Ob es reine drogeninduzierte Psychosen gibt, die gleich nach dem Konsum für immer wieder abklingen weiß ich nicht, ich hoffe es für die Betroffenen, hab mir lange gewünscht einer von ihnen zu sein. Doch nach vielen Versuchen und 20 Jahren weiß ich heute, dass es bei mir ohne Medikation nie wieder gehen wird. Das war ein langer schmerzhafter Weg, auf dem ich sämtliche sozialen Kontakte und den Draht zu den Menschen im allgemeinen verloren hab, ich bin kein Teil mehr dieser Gesellschaft, nehme nicht mehr am Arbeitsleben teil, lebe für mich. Im Endeffekt könnte es auch schlimmer sein. Mit meiner Lebenssituation bin ich zufrieden, habe mich auch mit der Erkrankung abgefunden. Ich komme in sofern gut klar, als dass ich nicht laut lamentierend durchs Dorf spaziere und von der Erlösung durch Jesus verkünde - solche Kandidaten haben wir hier im Ort auch und ich bin froh nicht dazu gehören zu müssen. Beliebter bin ich deswegen nicht, eher aus dem Augenwinkel betrachtet stets der suspekte Nachbar, der ab und an frei dreht. Mein Privatleben hab ich mir fein eingerichtet, ich kann meinen Tag gestalten, bin beschäftigt. Diese Tage sehen zwar immer etwas gleichförmig aus, aber verglichen mit einem großen Prozentsatz der Menschheit habe ich wenigstens ein Dach über dem Kopf, genug zu essen und kann mich jeden Tag elektronischem Entertainment hingeben. Damit geht es mit besser als sehr sehr vielen Menschen auf dieser Welt. Die Gleichförmigkeit der Tage betrachtet lebe ich eine Art zufriedenes Zen-Leben. Ich meditiere sozusagen in meinem Tun und in meinem Nichts-Tun vor mich hin und nichts davon lässt mich wirklich Leiden. Der Weg zu diesem Punkt war wirklich lang. Und ob die Reise abgeschlossen ist wage ich noch nicht zu behaupten. Jedenfalls sei gesagt, auch eine Drogengeschichte kann in eine Chronifizierung enden. Und an Geschichten die ich hier lese, erkenne ich mich oft wieder in Jahren rückblickend betrachtet. Das muss nicht heißen, dass alle Geschichten gleich ablaufen, oder gleich enden. Das bedeutet nur, dass es Parallelen gibt. Ich wünsche jedem das er einen besseren Weg findet als ich. Für mich war dieser Weg bestimmt und er ist für mich auch in Ordnung.
 
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Servus @Mando ,
freut mich für dich zu hören, dass du mit deinem Leben zu Frieden bist. Habe schon viele Beiträge von dir gelesen und den Eindruck scheinst du auch zu machen. Du bist finanziell gesichert, hast Hobbys und auch die nötige Gesundheit diese auszuüben. Also so lässt es sich doch auch ziemlich gut leben! Kannst du mir erzählen, welche Drogen die Psychose bei dir ausgelöst haben ? Und war bei dir der letzte Drogenkonsum Schuld, oder hast du dich durch mehrere Drogenerfahrungen immer mehr in psychotische Zustände reingeritten ?

Zum Thema Drogeninduzierte Psychose @Mando : Die Psychose, die direkt nach dem Konsum abklingt, gibt es wirklich. Ich hatte sogar nicht nur einmal so eine Mal gehabt. Einmal zum Beispiel bin ich von einem Festival nach Hause gekommen und während der Heimfahrt hatte ich sehr harten Verfolgungswahn. Ich dachte während 2 Stunden Zugfahrt mit mehreren Umsteigen, dass ich von der Polizei in Zivil verfolgt werde. Bei fast jedem normalen Menschen dachte ich, dass die mich gleich abführen könnten. In meiner Nachbarschaft angekommen hatte ich noch immer richtige Paranoia. Bin erstmal nicht mal nach Hause gegangen, sondern habe meine Tasche in einem fremden Garten versteckt und bin dann durch die Gegend geirrt. Sogar zum nächsten Kiosk bin ich mit rasendem Puls gelaufen und wollte um Hilfe bitten. Der Mann hat einfach überhaupt nicht verstanden was mein Problem ist.....Vor allem habe ich jetzt in der letzten Zeit erst verstanden wie psychotisch das überhaupt war! Solche Geschichten gibt es auch in kleinerem Ausmaß und nach dem Schlaf klingt Psychose dann halt voll ab.
 
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Aber meinst du das ist ne Drogenpsychose oder eher die Drogenwirkung.

Ich hab z.B. auf Pilzen vor 3 Jahren gedacht, dass alle Hunde mich zerfleischen wollen, weil ich nach Angst rieche und die das erschnüffeln können. Bin dann orientierungslos mit Panik im Kreis auf ner Hundewiese gelaufen und hab einfach nicht weg gefunden von der.

Ein anderes mal dachte ich vor 7 Jahren auf Pilzen, dass mein Kompane mit dem ich getrippt habe ein Reptiloid ist, der nur seine Haut als Kostüm trägt.

Das war aber safe keine Psychose sondern die Drogenwirkung
 
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Servus @Kuehnibert ,

also psychedelischen Drogen sind da nochmal ein Kapitel für sich.....LSD zum Beispiel wurde sogar schon von Ärzten konsumiert, damit die eine Psychose nachempfinden können. Man spricht da sogar von einer Art Modell Psychose.

Psychosen können auch ein realitätsfremdes Gefühl erzeugen und sich magisch anfühlen. Beides hat Ähnlichkeiten.

Trotzdem kann man auch während einem Trip eine akute Psychose haben. Hier liegt es aber auch an der subjektiven Wahrnehmung, also das man den Trip nicht so gut verträgt. Habe mit den Substanzen jetzt nicht so viel Erfahrung, aber spätestens wenn man auf einem Trip bedrohliche Stimmen hört und man durch die Gegend rennt, dann kann man schon von einem psychotischem Zustand sprechen.

Bei der Geschichte von mir z.B. waren solche Substanzen nicht im Spiel. Das kommt dann ehr bei Amphetaminen vor, dass man Verfolgungswahn bekommt, dass man denkt, dass Freunde einen beklauen oder sie über einen Reden und man meint dies zu verstehen. Das ist dann die Drogeninduzierte Psychose (welche nach dem Rausch wieder abklingen sollte).

Ich denke der wichtigste Punkt ist (auch bei psychedelischen Substanzen), dass man die Fähigkeit besitzt von der zu Realität unterscheiden.
Solange man sich sagen kann "Das ist nur ein schlechter Film, das bilde ich mir nur ein", dann ist es noch kein psychotischer Zustand. Wobei spätestens wenn man Stimmen hört, ist es nochmal was anderes.
 
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