Hallo liebes Forum,
mir ist bewusst, dass das Thema "Risperidon absetzen" bereits besteht, jedoch habe ich zu meinem Thema keinen passenden Thread gefunden - deshalb hier meine Bitte um Hilfe/Meinungen.
Die Mutter meines Partners ist paranoid schizophren, wodurch mein Partner die Sorge hatte, dass er auch daran erkranken könnte. Er ist 20 Jahre alt, hat während seiner Jugend Drogen konsumiert - ist aber bereits seit über 3 Jahren "clean". Drogen konsumiert bedeutet hauptsächlich marihuana, jedoch auch den Versuch von Pillen. Hier jedoch nur wenige Male. Er hatte keine bleibenden Schäden vor der Therapie.
Zur Therapie: Er ist zu einer Ärztin in Berlin gegangen, um sich beraten zu lassen. Führte auf: "Ich habe die Sorge, dass ich auch an Schizophrenie erkranken könnte und bin hier zur Vorsorge." - Führte auch auf, dass er durch die Uni und seine Mutter sehr gestresst ist und 2x im Monat seinen Namen rufen hört. Hier sagte ich ihm: Das ist normal.. manchmal höre ich auch meinen Namen rufen und dann war doch nur wer anders gemeint oder ein Namendreher der so klang wie mein Vorname.
Die Ärztin entschied sich dazu ihm nach einem 15 Minuten-Gespräch "Risperidon" zu verschreiben, zunächst mit 0,5 mg. Er nahm die Tabletten, spürte die ersten Tage nur Müdigkeit, dann ein "ich hab den Kopf nun frei und kann mich besser auf die Uni konzentrieren" und dann das Gefühl von Leere. Einige Tage später folgten dann Suizidgedanken, bishin zu einem einmaligen Erlebnis, dass er eine Stimme hörte die ihm sagte: "Schluck die Pillen und trinke Alkohol. Das Leben ist nicht mehr Lebenswert." (oder so ähnlich).
Wie gesagt: einmalig.
Er entschied sich die Ärztin nochmal aufzusuchen, die ihm dann dazu riet auf 1 mg umzusteigen, damit die Suizidgedanken nachlassen. Da er jedoch vor der ersten Einnahme komplett gesund war, wollte er das nicht und setzte das Medikament sofort ab. Daraufhin folgten jedoch (aus meiner Sicht) Entzugserscheinungen. Eigentlich "nur" Suizidgedanken, keine Stimmen, nichts. Lediglich sehr bildhafte und drängende Suizidgedanken. Er besuchte eine Tagesklinik, wurde dort jedoch aufgrund der Einstellung und Beratung der ehemaligen Ärztin in eine Gruppe mit Schizophrenen Menschen zusammengeführt. Was aus meiner Sicht der falsche Weg ist, da er vor dem Medikament keinerlei Anzeichen hatte und gerade verzweifelt versucht von dem Medikament loszukommen.
In der Gruppentherapie sollte er das Medikament wieder nehmen. Die ersten 1,5 Wochen - 1 mg Risperidon, danach 0,75 mg Risperidon - und es begannen die Suizidgedanken erneut. Der Psychiater der Tagesklinik hat ihn nun in stationäre Therapie überwiesen, dort ist er nun seit einigen Tagen und fühlt sich unfassbar unwohl. Er kommt nicht raus, kann sich mit den Menschen dort nicht identifizieren und "muss" zusätzlich zu Risperidon 1 mg nun auch noch Abilify nehmen - obwohl er das gar nicht möchte. Er möchte von den Tabletten weg! Er fühlt sich ausgelaugt, realitätsfern und verzweifelt.
Nun meine Frage: Wie können wir das am besten schaffen? Gibt es nicht irgendeine Kombination die man zusätzlich zum absetzen nehmen könnte, im Sinne von eines Beruhigung/Angstlösenden Medikaments wie zum Beispiel Melperon? Denn so, fällt er immer wieder in diese Situation zurück, dass er sich Hilfe sucht und auf stärkere Medikamente gesetzt wird. Ich habe in einem anderen Thread gelesen, dass diese "Absetzpsychosen" bei Risperidon nicht unüblich sind..
Wir wohnen in Berlin, ich hatte ihm aber vorgeschlagen, dass wir während des Absetzens die Stadt verlassen und eher an einen Ort gehen an dem es ruhig, entspannt und schön ist. Um Spazieren zu gehen, Sport zu machen, sich abzulenken und solche Dinge.
Oder könnt ihr vielleicht einen Arzt innerhalb Deutschlands empfehlen der wirklich Ahnung von seinem Fachgebiet hat? Hier habe ich den Eindruck, dass es die meisten nicht wissen und einfach ein Medikament verschreiben dass ruhig stellt.
Danke euch vielmals..
Viele Grüße
mir ist bewusst, dass das Thema "Risperidon absetzen" bereits besteht, jedoch habe ich zu meinem Thema keinen passenden Thread gefunden - deshalb hier meine Bitte um Hilfe/Meinungen.
Die Mutter meines Partners ist paranoid schizophren, wodurch mein Partner die Sorge hatte, dass er auch daran erkranken könnte. Er ist 20 Jahre alt, hat während seiner Jugend Drogen konsumiert - ist aber bereits seit über 3 Jahren "clean". Drogen konsumiert bedeutet hauptsächlich marihuana, jedoch auch den Versuch von Pillen. Hier jedoch nur wenige Male. Er hatte keine bleibenden Schäden vor der Therapie.
Zur Therapie: Er ist zu einer Ärztin in Berlin gegangen, um sich beraten zu lassen. Führte auf: "Ich habe die Sorge, dass ich auch an Schizophrenie erkranken könnte und bin hier zur Vorsorge." - Führte auch auf, dass er durch die Uni und seine Mutter sehr gestresst ist und 2x im Monat seinen Namen rufen hört. Hier sagte ich ihm: Das ist normal.. manchmal höre ich auch meinen Namen rufen und dann war doch nur wer anders gemeint oder ein Namendreher der so klang wie mein Vorname.
Die Ärztin entschied sich dazu ihm nach einem 15 Minuten-Gespräch "Risperidon" zu verschreiben, zunächst mit 0,5 mg. Er nahm die Tabletten, spürte die ersten Tage nur Müdigkeit, dann ein "ich hab den Kopf nun frei und kann mich besser auf die Uni konzentrieren" und dann das Gefühl von Leere. Einige Tage später folgten dann Suizidgedanken, bishin zu einem einmaligen Erlebnis, dass er eine Stimme hörte die ihm sagte: "Schluck die Pillen und trinke Alkohol. Das Leben ist nicht mehr Lebenswert." (oder so ähnlich).
Wie gesagt: einmalig.
Er entschied sich die Ärztin nochmal aufzusuchen, die ihm dann dazu riet auf 1 mg umzusteigen, damit die Suizidgedanken nachlassen. Da er jedoch vor der ersten Einnahme komplett gesund war, wollte er das nicht und setzte das Medikament sofort ab. Daraufhin folgten jedoch (aus meiner Sicht) Entzugserscheinungen. Eigentlich "nur" Suizidgedanken, keine Stimmen, nichts. Lediglich sehr bildhafte und drängende Suizidgedanken. Er besuchte eine Tagesklinik, wurde dort jedoch aufgrund der Einstellung und Beratung der ehemaligen Ärztin in eine Gruppe mit Schizophrenen Menschen zusammengeführt. Was aus meiner Sicht der falsche Weg ist, da er vor dem Medikament keinerlei Anzeichen hatte und gerade verzweifelt versucht von dem Medikament loszukommen.
In der Gruppentherapie sollte er das Medikament wieder nehmen. Die ersten 1,5 Wochen - 1 mg Risperidon, danach 0,75 mg Risperidon - und es begannen die Suizidgedanken erneut. Der Psychiater der Tagesklinik hat ihn nun in stationäre Therapie überwiesen, dort ist er nun seit einigen Tagen und fühlt sich unfassbar unwohl. Er kommt nicht raus, kann sich mit den Menschen dort nicht identifizieren und "muss" zusätzlich zu Risperidon 1 mg nun auch noch Abilify nehmen - obwohl er das gar nicht möchte. Er möchte von den Tabletten weg! Er fühlt sich ausgelaugt, realitätsfern und verzweifelt.
Nun meine Frage: Wie können wir das am besten schaffen? Gibt es nicht irgendeine Kombination die man zusätzlich zum absetzen nehmen könnte, im Sinne von eines Beruhigung/Angstlösenden Medikaments wie zum Beispiel Melperon? Denn so, fällt er immer wieder in diese Situation zurück, dass er sich Hilfe sucht und auf stärkere Medikamente gesetzt wird. Ich habe in einem anderen Thread gelesen, dass diese "Absetzpsychosen" bei Risperidon nicht unüblich sind..
Wir wohnen in Berlin, ich hatte ihm aber vorgeschlagen, dass wir während des Absetzens die Stadt verlassen und eher an einen Ort gehen an dem es ruhig, entspannt und schön ist. Um Spazieren zu gehen, Sport zu machen, sich abzulenken und solche Dinge.
Oder könnt ihr vielleicht einen Arzt innerhalb Deutschlands empfehlen der wirklich Ahnung von seinem Fachgebiet hat? Hier habe ich den Eindruck, dass es die meisten nicht wissen und einfach ein Medikament verschreiben dass ruhig stellt.
Danke euch vielmals..
Viele Grüße