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Psychosen werden mit der Zeit schwächer?

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Das ist wie bei einer Schlange, die sich häutet, übrig bleibt nämlich nur noch die Haut. Eine Schizophrenie mit nur noch leichten Psychosen ist etwas Überwundenes. Was denkt ihr?
 
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Das ist wie bei einer Schlange, die sich häutet, übrig bleibt nämlich nur noch die Haut. Eine Schizophrenie mit nur noch leichten Psychosen ist etwas Überwundenes. Was denkt ihr?
Ja, es sieht so aus (nach meiner 25 Jahre langen Krankheitserfahrung). Es liegt aber auch daran, dass man lernt, mit der Krankheit umzugehen und dadurch aufkommende Psychosen eher vermeiden kann.
 
TS
S
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ja, das ist prima 👍 selbst ohne neuroleptika, als ich jahrelang eine psychose hatte, musste ich nicht ins krankenhaus, hielt es also aus, doch irgendwann haben sie mich dann zwangseingewiesen. 😁
 
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ja, das ist prima 👍 selbst ohne neuroleptika, als ich jahrelang eine psychose hatte, musste ich nicht ins krankenhaus, hielt es also aus, doch irgendwann haben sie mich dann zwangseingewiesen. 😁
Ja, es gibt Menschen, die leiden darunter und weder ihr Umfeld noch sie wissen es. Wie geht es Dir dann heute?
 
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Ich finde das sehr schön, dass es auch möglich ist nach einer psychose ohne Medikamente zu leben. Meine tochter hat ihre Psychose auch überwunden. Sie nimmt jetzt keine medikamente mehr und arbeitet wieder in ihrem Beruf. Sie redet zwar noch Oft mit mir über die Zeit in der Klinik und davor. Aber sie versucht dies zu verarbeiten weil sie sich an die akute zeit in der Klinik nicht mehr erinnern kann. Es ist nicht ganz einfach so ein traumatisches Erlebnis und die Auslöser zu verarbeiten, aber es geht immer besser. Ich finde die medikamente die in der Psychiatrie verabreicht werden sind zu hoch dosiert. Meine Tochter hat immer noch Konzentrationsstörungen davon, dabei hat sie sie nur 7 wochen lang eingenommen und dann ausschleichenlassen. Mit den Medis könnte sie ihren Beruf nie mehr ausüben. Sicher ist jeder Fall separat zu betrachten, aber ich denke da wird den Patienten erstmal das „Übliche“ eingeworfen, damit schon mal eine gewisse Ruhe einkehrt. Psychotherapeuten hat sie in den 7 wochen gerade 1 mal gesehen. Wegen Corona hieß es.
 
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@Patrizia1964 ich kann dir da total zustimmen, dass die einen in der Psychiatrie mit Medikamenten zupumpen. Ich kanns aber auch irgendwo verstehen. Ein Psychotiker ist wirklich schwer zu handhaben. Höher dosierte Medikamente sorgen dafür, dass die Leute schneller und stärker ruhig gestellt werden. Schuld ist am Ende wahrscheinlich der Personalnotstand.

Ich kann mich noch gut an meine akute Phase in der Psychiatrie erinnern. Dort standen die Menschen jeden morgen, mittag und abend Schlange vor der Medikamentenausgabe. Alle ruhig gestellt. Das hat mich so sehr gegruselt, dass ich jegliche Medikamente verweigert habe. Ich hab mich als gesund ausweisen lassen und bis als hausärztlicher Notfall zu einer Psychiaterin.
Die hat mir dann 5mg Olanzapin verschrieben. Zum Vergleich: in der Psychiatrie hätte ich bestimmt 10-20mg Olanzapin bekommen. Dazu dann garantiert noch andere Antipsychotikum wie Risperidon und dann noch was gegen die Nebenwirkungen wie Dyskinesie. Außerdem noch ein Antidepressiva.
Also am Ende bestimmt die 5 fache Menge an Tabletten, die nötig gewesen wäre. Von einer Freundin die Freundin ist es nämlich genau so ergangen.

Konzentrationsstörungen kommen aber nicht nur durch die Medikamente, sondern auch durch die Psychose! Wenn sie aber sonst keine Symptome mehr hat, dann sollten die sich innerhalb der nächsten Monate verbessern und vielleicht sogar komplett legen. Bei mir hats fast ein Jahr gedauert. Zumindest bilde ich mir ein, dass ich keine Konzentrationsstörungen mehr habe.
 
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Hallo Kuehnibert,
meine Tochter bekam 40 mg Olanzapin und abends noch Risperidon, ich glaube 2 mg. Sie fühlte sich wie ein Zombie. Leider hatte die Psychiaterin, die wir nach der Entlassung kontaktiert haben kein Einsehen, dass sie die Medis ausschleichen lassen wollte. Sie hätte sie am liebsten wieder in die Psychiatrie gesteckt. Als sie gemerkt hat, dass meine Tochter überhaupt nicht einlenkt, hat sie uns plötzlich erklärt, dass sie zwar für Kassenpatienten zugelassen wäre, diese aber nicht weiter behandeln würde.
Also das war das Hinterletzte. Sie hat uns quasi rausgeschmissen. Wir haben inzwischen keine gute Meinung mehr von Psychiatern, da wir vor der einweisung in die Klinik auch bei so einem Exemplar waren, den nur interessiert hat wie wir auf seine praxis aufmerksam wurden.
Ich finde dass einfach viel zu wenig auf die Patienten eingegangen wird und mit Tabletten kann man ja gleich “gute“ Ergebnissen erzielen, also erstmal viel rein in die Patienten.
 
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Über 20 mg gibt es bei Olanzapin keinen wirklichen Wirkungsunterschied mehr, was eine Dosierung von 40mg ziemlich sinnlos macht.
Tatsächlich haben 10mg schon fast dieselbe Wirkung wie 40.

Hier ist mal die Rezeptorbelegung.
Ähnlich verhält es sich auch mit allen anderen Antipsychotika:
https://onlinelibrary.wiley.com/cms/asset/6107c9f0-af47-4e45-9e2f-fe78389f5900/nfgz002.jpg

Selbst die Hersteller sagen, dass Dosierungen über 20mg Olanzapin nicht sinnvoll sind und die sind nicht gerade dafür bekannt sich zurückzuhalten.
Wahrscheinlich würde sie nicht mal so schlimme Entzugssymptome haben wenn sie die Dosis auf 20mg runterschraubt. Wäre aber sehr gut für die Gesundheit.
 
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Hallo Kuehnibert,
sie nimmt mittlerweile keine Medikamente mehr. Sie hat aber immer noch mit den Nebenwirkungen zu kämpfen. Die Sehkraft ist jetzt wieder voll da, aber sie hat massive hormonelle Probleme, ständig bauchziehen und sehr häufig kopfschmerzen. Wie lange braucht der Körper wohl bis keinerlei Probleme mehr spürbar sind? Die letzten Medikamente nahm sie bis 8.4.2022
 
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Paar Monate muss sie da bestimmt noch durch... Kann aber auch schon in ner Woche Ruhe sein. Jeder reagiert da anders.
Passt nur auf, dass die Psychose wieder kommt.
 
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Also ich muss von Gegenteiligem berichten: bei mir ist meine derzeitige Psychose deutlich schlimmer als meine vorherige. 2020 war ich 2 Wochen nach Entlassung bereits in der Lage ohne größere Probleme selbstständig zu leben. Ich hab Tagebucheinträge von der Zeit die ich in meiner derzeitigen Psychose kaum glauben kann, weil ich nun seit mehrere Monaten gar nicht zurecht komme und wieder bei meinen Eltern wohne. Auch in der Akutphase war ich diesmal 8 Tage fixiert, die Psychose vorher nur 4. Der Wahninhalt hat sich weiter zugespitzt und die Halluzinationen auch. Auch mein Psychiater meinte zu mir: "Beim ersten Mal ist es ein PKW Unfall, beim zweiten Mal ein LKW, beim dritten Mal knallt ein Zug rein". Es gab jedoch auch Behandlungsunterschiede: bei aktueller Psychose wurde ich akut nur mit Haldol und Tavor medikamentiert (auf Wunsch meines naiven besserwisserischen Wesens). 2020 war in der Akutbehandlung auch noch Olanzapin, aber kein Tavor mit dabei. Summa summarum ist meine Erfahrung, dass die Psychosen in ihrer Ausprägung akut wie postpsychotisch bei mir eher schlimmer geworden sind.
 
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Hallo Pflegefall,
was nimmst du denn derzeit für Medikamente? Mehr als bei der ersten Psychose? Hast du Dauermedikation?
 
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Hallo Kuehnibert.

Es ist halt leider so, dass während Corona keiner von den Angehörigen in die Psychiatrie darf. Was hätten wir gegen diese hohe Dosierung tun sollen? Wir durften unsere Tochter ja nicht sehen und am Telefon ist es nicht dasselbe. Leider ist man den Ärzten vollkommen ausgeliefert in so einer Situation und sie für ein GEspräch am Telefon zu erreichen ist nicht einfach.
 
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Ich kann jedem dringend empfehlen, sich eine Patientenverfügung und eine Vorsorgevollmacht zu besorgen, damit solche Probleme (den Ärzten ausgeliefert zu sein) nicht vorkommen können.
 
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Hallo Schutzengel,
genau dasselbe hat mir heute eine Dame vom Gericht empfohlen, weil wir die Betreuung unserer Tochter aufheben lassen wollen.
 
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