Psychosen werden mit der Zeit schwächer?
@Patrizia1964 ich kann dir da total zustimmen, dass die einen in der Psychiatrie mit Medikamenten zupumpen. Ich kanns aber auch irgendwo verstehen. Ein Psychotiker ist wirklich schwer zu handhaben. Höher dosierte Medikamente sorgen dafür, dass die Leute schneller und stärker ruhig gestellt werden. Schuld ist am Ende wahrscheinlich der Personalnotstand.
Ich kann mich noch gut an meine akute Phase in der Psychiatrie erinnern. Dort standen die Menschen jeden morgen, mittag und abend Schlange vor der Medikamentenausgabe. Alle ruhig gestellt. Das hat mich so sehr gegruselt, dass ich jegliche Medikamente verweigert habe. Ich hab mich als gesund ausweisen lassen und bis als hausärztlicher Notfall zu einer Psychiaterin.
Die hat mir dann 5mg Olanzapin verschrieben. Zum Vergleich: in der Psychiatrie hätte ich bestimmt 10-20mg Olanzapin bekommen. Dazu dann garantiert noch andere Antipsychotikum wie Risperidon und dann noch was gegen die Nebenwirkungen wie Dyskinesie. Außerdem noch ein Antidepressiva.
Also am Ende bestimmt die 5 fache Menge an Tabletten, die nötig gewesen wäre. Von einer Freundin die Freundin ist es nämlich genau so ergangen.
Konzentrationsstörungen kommen aber nicht nur durch die Medikamente, sondern auch durch die Psychose! Wenn sie aber sonst keine Symptome mehr hat, dann sollten die sich innerhalb der nächsten Monate verbessern und vielleicht sogar komplett legen. Bei mir hats fast ein Jahr gedauert. Zumindest bilde ich mir ein, dass ich keine Konzentrationsstörungen mehr habe.