Hallo liebe Leidensgenossen,
ich habe auch die hebephrene Schizophrenie diagnostiziert bekommen. Da meine Negativsymptome sehr langanhaltend sind bzw. waren, habe ich auch die Diagnose schizophrenes Residuum bekommen.
Meine Erfahrungen mit der Erkrankung sind starker sozialer Rückzug, extreme Konzentrationsstörung, freud- und Interessenlosigkeit (Anhedonie und Apathie) und Realitätsverlust. Auch bin ich sehr vergesslich geworden und mit einfachen Alltagsproblemen überfordert. Lebe sehr zurückgezogen und kann mittlerweile sehr schlecht mit Stress umgehen, brauche auch für gewisse Aufgaben wesentlich länger als früher wo ich Gesund war. Aktuell lebe ich bei meinen Eltern wieder im Haus, die für mich erstmal die Vorsorgevollmacht unterschrieben haben, sodass ich keinen Betreuer erstmal brauche.
Des Weiteren meinten die Ärzte, dass ich sehr dünnhäutig bin und verletzlich, sodass bei Lebenskrisen wie Trennung oder Jobverlust die Erkrankung ausbricht. Bin auch sehr desorganisiert im Verhalten und denken. Das liegt auch daran, dass ich Abulie habe, d.h. pathologische Willensschwäche und Entscheidungsunfähigkeit. Mein Verhalten ist auch teilweise läppisch und unangemessen in manchen Situationen. Das schlimme für mich sind eigentlich alle aufgezählten Symptome, weil man da irgendwie nicht mehr richtig lebensfähig ist und keine Lebensperspektive hat aus meiner Sicht und größtenteils nur vor sich hinvegetiert. Auch macht mich meine Denkstörung zu schaffen.
Habe auch aufgrund meiner Erkrankung und den Rat meines Psychiaters die EM Rente beantragt. Habt Ihr
@Pocki und
@Gelöschter Benutzer 2353 die EM Rente auch beantragt und auch bekommen. Wie waren da eure Erfahrungen?
Arbeiten schaffe ich nicht mehr, höchstens Ehrenamtlich oder Minijob.
Beziehe auch eine BU Rente von der Allianz.
Falls Ihre weitere Fragen an mich habt, dann raus damit!
LG Oliver