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“It is plausible that this strategy prevents potential dopaminergic supersensitivity.”
– Prof. Dr. Stephen M. Stahl

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Die verschiedenen Formen der Hebephrenie

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Man unterscheidet drei verschiedene Formen der Hebephrenie:

Läppische Hebephrenie: Typisch ist ein lächelnder Gesichtsausdruck, der sich insbesondere provozieren lässt, indem man sich dem Erkrankten zuwendet. Oft mutet das Verhalten der Betroffenen pubertär an, sie neigen nicht selten zu – teilweise sogar bösartigen – Streichen oder Blödeleien. Außerdem besteht eine erhebliche Antriebsschwäche. Das Denken der Erkrankten erfolgt zwar formal und inhaltlich weitgehend richtig, aber sie bemühen sich wenig um hochwertige Antworten, antworten oft vorschnell und unternehmen dann wenig Anstrengung, sich zu verbessern.

Verschrobene Hebephrenie: Anfänglich treten bei den Erkrankten oft Zwangserscheinungen auf, später oft Manieren (Eigenarten). Stimmungsmäßig erscheinen die Betroffenen anhaltend etwas missgestimmt. Sie beklagen Beschwerden, meist körperlicher Art, was hypochondrischen Charakter aufweist. Typischerweise werden diese Beschwerden im Längsschnittverlauf, also auch nach mehreren Jahren unverändert vorgetragen. Im Verlauf kommt es zu zunehmender Affektverflachung. Das Denken ist weniger eingeschränkt als bei der läppischen Hebephrenie. Die eigentlich Psychosekranken laufen – bei Fehlen von Positivsymptomatik – eine gewisse Gefahr, als Zwangserkrankte verkannt bzw. fehldiagnostiziert zu werden.

Flache Hebephrenie: Deutlicher als bei anderen Hebephrenieformen treten hier periodisch Verstimmungszustände auf. Diese gehen hier oftmals mit Sinnestäuschungen einher, teilweise auch mit Beziehungsideen. Nach einem durchgemachten Verstimmungszustand können sich die Erkrankten von der halluzinatorischen Symptomatik distanzieren. Außerhalb der Verstimmungszustände sind die Erkrankten in aller Regel sorgenlos zufrieden. Die Affekte verflachen bei dieser Hebephrenieform sehr deutlich, dennoch können die Betroffenen weitgehend sinnvolle Konversation betreiben. Wie bei allen Formen der Hebephrenien ist die Möglichkeit zum vorausplanenden Handeln beeinträchtigt und die Erkrankten fallen dadurch auf, dass sie kaum oder keine Zukunftspläne haben.

Bei allen drei Formen ist die affektive Leistung dahingehend gestört, dass entweder „mittelbare“ Gefühle oder aber die daraus resultierende Willensbildung erheblich beeinträchtigt ist. Mittelbare Gefühle sind Gefühle im Hinblick auf zukünftige oder vergangene Ereignisse, während „unmittelbare“ Gefühle durch gegenwärtig Erlebtes ausgelöst werden. Die unmittelbaren Gefühle sind bei den hebephren Erkrankten wenig beeinträchtigt. So kann sich der Erkrankte zwar über z. B. ein Spiel, das er spielt, erfreuen, ist aber – bei Störung der mittelbaren Gefühle – kaum emotional betroffen von in der Zukunft zu erwartenden positiven oder negativen Ereignissen.
 
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