❤️ Willkommen im Psychose & Schizophrenie Forum

Entdecken Sie eine Community, die sich dem Austausch und der Unterstützung rund um das Thema Psychose und Schizophrenie widmet.
Hier finden Sie individuelle Beratung, Diskussionen, aktuellste Medikamente und Therapieempfehlungen, sowie viele nützliche Informationen.

Unser Ziel ist es, Ihnen dabei zu helfen, unverarbeitete Probleme besser zu bewältigen und neue Perspektiven zu entdecken.

Für Betroffene mit Psychose, Schizophrenie und alle, die sich interessieren.

Jetzt registrieren!

Im Forum ist eine neuartige 🩺medikamentöse Behandlung💊 zu finden, welche bei Negativsymptomen sehr wirksam ist und zu einem besseren Krankheitsverlauf beiträgt.

Liebenswert trotz Psychoseerfahrung

Habe heute meine Periode bekommen, yes!
Ansonsten aber kaum geschlafen. Habe aber glaube ich auch vergessen mein Quetiapin abends zu nehmen...

Ansonsten viel Mathe gemacht/Nachhilfe gegeben und mit den Kids gespielt. War alles in Ordnung. Zwischendrin etwas reizüberflutend, aber dann ging es. Die Ängste waren besser.
 
Ich wollte nochmal einen Hinweis auf den Titel des Threads geben: Die Frage war ja "liebenswert trotz Psychose-Erfahrung" - letztendlich würde ich sagen, dass man das in gewisser Weise entkoppeln kann.
Das eine schließt das andere ja nicht aus.

Man hatte eine psychotische Episode, und kann aber selbstverständlich dennoch wert sein geliebt zu werden.
Es ist eben oft so, wie ich es aus meiner Erfahrung her kenne, dass in erster Linie nach einem "zurück-kommen" in die ach so "normale" "Normalität" oftmals der Selbstwert etwas geknickt ist, oftmals macht man sich selbst Vorwürfe.

Oftmals bekommt man die Zuneigung ausgerechnet dann, wenn man sie am stärksten bräuchte nicht so besonders gespiegelt oder nimmt sie nicht so wahr. Das ist natürlich auch ein großes Problem.

Aber dennoch bin ich sicher, dass es bei den meisten Menschen andere Menschen gibt, die einen nicht im Regen stehen lassen.
 
Danke Zwahod!

Das hast du schön gesagt.
Ja, es stimmt mit dem geknickten Selbstwert. Und irgendwie fällt es mir gerade auch schwer Zuneigung an mich ranzulassen.
 
Irgendwie bin ich heute voll Trauer über das, was mir aufgrund der Negativsymptomatik in den letzten Monaten/Jahren nicht möglich war, und immernoch nur sehr eingeschränkt möglich ist. Das was viele andere Menschen in meinem Alter haben.

Selbstliebe und Stolz empfinden, mich wohl in meiner Haut fühlen, zarte, tiefe Gefühle, enge Freundschaften, Verbundenheit und tiefe Gespräche, Weinen, Lachen, ein Leben ohne Angst vor einem Rückfall, ohne Schuldgefühle, Dankbarkeit, Karriere, einer schöne Wohnung, Reisen, eine glückliche Beziehung, Kinder kriegen, eine eigene Familie...

Es fällt mir schwer nicht verbittert zu sein und Anderen ihr Glück zu gönnen. Es fällt mir auch schwer eine Verbindung zu den Menschen zu spüren, die alle nicht das erleben mussten, was ich erleben musste.

Wie geht ihr mit dieser Traurigkeit um?
 
Liebe Fee. Es ist sicherlich so, dass einiges vielleicht nicht mehr so möglich sein wird, wie es mal war. Der erste Schritt ist: Dinge zu akzeptieren, dass sie nun mal so sind.
Andererseits ist es auch so: Vieles von dem was du aufgelistet hast, ist selbst für die "Normalsterblichen" nicht mehr so ohne weiteres umsetzbar.
Und manche haben es umgesetzt und sind trotzdem unglücklich.
Das gibt es durchaus. Ich habe lange gedacht, ich bekomme noch die ein oder andere Kurve in Bezug auf Familie und Karriere...aber oftmals erkennt man auch, dass das eine Scheinwelt ist.
Ein gesellschaftliches Ideal oder Konstrukt dem viele Leute nach-hecheln, welches gar nicht gesund ist.
Wie viele "NICHT-Psychotiker" haben dies bereits feststellen müssen, dass die "Friede-Freude-Eierkuchen-Welt" gar nicht existiert. Also es lohnt sich gar nicht dem Nachzutrauern. Freue dich an den kleinen Dingen - und ja gönne den anderen Ihren Erfolg und freue dich über dir wohlgesonnenen Zeitgenossen. Freue dich darüber, dass du ein Dach über dem Kopf hast und kein Hunger leiden musst. Die kleinen Dinge werden es letztendlich sein, die dich bereichern.
 
Lieber Zwahod,

vielen Dank für deine Nachricht.

Akzeptieren wäre natürlich erstmal gut. Ein bisschen schaffe ich das auch. Aber wie geht das noch mehr?

Es ist leichter gesagt als getan, auch anderen Menschen ihr Glück zu gönnen. Ich finde das normal, dass ich das nicht mehr so gut kann.

Es gibt auch Dinge, die möchte ich nicht akzeptieren und habe die Hoffnung, dass es besser wird. Zum Glück gibt es auch ein paar Anzeichen bei mir, dass das möglich ist.

Das auch Menschen ohne Psychoseerfahrung nicht unbedingt ein Friede Freude Eierkuchen Leben haben, ist natürlich ein valider Punkt.
 
Irgendwie habe ich den Wunsch meinem Leben wieder mehr Sinn zu geben. Kennt ihr das? Fällt euch irgendwas dazu ein?
 
Ich glaube eine große Schwierigkeit ist, dass einem nach psychotischen Erlebnissen und der darauffolgenden "Klarheit" - eine gewisse Richtung abhanden kommt. Eine Orientierung, die einem das Leben sinnhafter erscheinen lässt. Generell waren zu früheren Zeiten die "Normen" klarer abgegrenzt. Und jeder wusste mehr oder weniger wo er hingehört. Diese Systematik ist schon seit einigen Jahren, wie ich es beobachtet habe, total außer Kraft. Hat Vor- aber auch Nachteile.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Fee
Zurück
Oben Unten