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Können meine Negativsymptome noch verschwinden?

Mandy

Well-known member
Hallo,

ich leide seid knapp über zwei Jahren an starken Negativsymptomen eigentlich habe ich gefühlt alle die es so gibt und das stark ausgeprägt. Zusätzlich kommen noch kognitive Probleme. Ich hatte bereits 3 Psychosen. Die Symptome haben nach der 3. Psychose begonnen und halten bis jetzt an es ist einfach nur furchtbar. Ich hatte diese Negativsymptome und kognitiven Probleme nach jeder meiner 3 Psychosen und sie sind immer wieder weggegangen zum Glück. Nur jetzt nach der 3. Psychose welches auch die schwerste war halten die Symptome immer noch an. Jetzt zu meiner Frage.. meint ihr es kann auch nach 2 Jahren noch weggehen oder muss ich jetzt mein ganzes Leben damit verbringen? Am schlimmsten finde ich die starke Leere in meinem Kopf und die dadurch entstehende Sprachverarmung weil ich einfach keine Gedanken im Kopf habe und nicht weiß was ich reden soll. Ich fühle mich total abgeschottet von meiner Umwelt mir fehlen die sozialen Kontakte total aber ich kann nichts dafür das ich nicht reden kann.. es ist einfach schrecklich.. Ich möchte am liebsten mein altes Leben wieder zurück aber das geht ja leider nicht..
Gibt es hier vielleicht jemanden der mir Mut zusprechen kann? Bei dem es auch nach lang anhaltenden Negativsymptomen wieder bergauf ging und diese vielleicht sogar komplett verschwunden sind?
Ich würde mich übers Teilen von euren Erfahrungen freuen.
Viele Grüße
Mandy
 
Bei mir wurde es ungefähr im Dritten Jahr nach der Akutphase besser. Konnte auch anfangs kaum reden was sehr belastend war. Ich habe als erstes festgestellt, dass mir das Treppenlaufen wieder etwas leichter gefallen ist. Dann wurde die Stimmung auch etwas „besser“ bzw. ausgeglichener, nicht mehr so depressiv. Aber es war ein langsamer Prozess, aber besser als nochmal in eine Episode zu rutschen. Langsame langfristige Besserung ist vielleicht nachhaltiger.
 
Hi Mandy, nimmst du ein Antidepressivum? Das hilft meistens sehr gut, um da schnell wieder rauszukommen.
 
Am schlimmsten finde ich die starke Leere in meinem Kopf und die dadurch entstehende Sprachverarmung weil ich einfach keine Gedanken im Kopf habe und nicht weiß was ich reden soll. Ich fühle mich total abgeschottet von meiner Umwelt mir fehlen die sozialen Kontakte total aber ich kann nichts dafür das ich nicht reden kann.. es ist einfach schrecklich.. Ich möchte am liebsten mein altes Leben wieder zurück aber das geht ja leider nicht..
Gibt es hier vielleicht jemanden der mir Mut zusprechen kann? Bei dem es auch nach lang anhaltenden Negativsymptomen wieder bergauf ging und diese vielleicht sogar komplett verschwunden sind?
Ich würde mich übers Teilen von euren Erfahrungen freuen.
@Mandy du hattest ja EKT und so,
wie nimmst du denn aktuell die Antipsychotika ein, welche Wirkstoffe und Dosierungen?
Mein Ratschlag wäre in jedem Fall Bupropion (NDRI Antidepressivum) und zusätzlich eventuell ein SSRI Antidepressivum wie Sertralin oder Citalopram.
Bupropion kann Antrieb und Kognitionen sehr verbessern und hilft dir eventuell die Antipsychotika wieder etwas reduzieren zu können. Das SSRI wäre eher propylaktisch, da kann ja sein das du schon etwas bekommst oder ein anderers Antidepressivum?

Wichtig ist das du beim Bupropion beachtest, dass es den Blutspiegel mancher Medikamente steigert, also die Antipsychotikadosierungen müssen je nach Wirkstoff dann etwas reduziert werden.

Wenn du mir da alle Wirkstoffe sagst, dann kann ich dir die Dosisanpassungen und so heraussuchen. Bupropion beginnt man da mit der kleinsten 150 mg Dosis.
Da es ein atypisches Antidepressivum ist, fallen die Nebenwirkungen etwas unüblich aus aber es ist trotzdem gut verträglich. Manchmal kann ein SSRI-Antidperessivum ergänzend Propylaktisch sinnvoll sein falls Bupropion Miktionsstörungen(selten aber möglich, wie Blasenschwäche) hervorruft oder Verstopfungssymptome begünstigt.
 
Ich nehme 100 mg Sertralin.
Es war wie im Beipackzettel beschrieben. Nach ein paar Tagen der Einnahme wurde der Antrieb besser, innerhalb der folgenden Wochen gefühlt alles andere.
 
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