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Duschen, Putzen, Sport - alles ist zu anstrengend

Katzemaus

Active member
Früher war Putzen für mich kein Problem. Ich hatte das auch eine zeitlang nebenberuflich gemacht. Jetzt kann ich mich kaum dazu bewegen, einen Putzeimer in die Hand zu nehmen. Ich brauche oft einige Tage 'Anlauf' dafür. Nach nur ein paar Minuten bin ich total geschafft. Es ist eine mühselige Plackerei. Ebenso geht es mir mit duschen. Es dauert ewig, bis ich mich dazu aufraffe. Wenn ich wo eine Treppe hochgehe, bin ich nach kürzester Zeit außer Atem, so dass ich mich hinsetzen und erst mal pausieren muss. Ich gehe viel spazieren und fahre Fahrrad. Da müsste eigentlich mehr Kondition vorhanden sein. Langsam macht sich Verzweiflung in mir breit, wenn ich daran denke, so den Rest meines Lebens zu verbringen. An Medikamenten hatte ich vorher 200mg Amisulprid, die gegenwärtig ausgeschlichen werden, und bin auf 10mg Aripiprazol.
 
Klingt so als wäre es eine Phase. Ich habe auch schon wochenlang nicht mehr aufgeräumt, bin aber ansonsten aktiv. Genieße das Spazieren gehen und das Fahrrad fahren. Vielleicht brauchst du gerade eine Auszeit.
 
Es gibt Lebensbereiche um die MUSS man sich kümmern auch wenn man keine Lust hat und sich sehr krank fühlt. Das hat auch was mit "erwachsen" sein zu tun.

Dazu gehören Körperhygiene, Essen, Medis und aufräumen. Bei mir klappt das mittlerweile ganz gut und ich kann mich überwinden und mich "zwingen". Was das Putzen angeht, hatte ich früher aber auch große Probleme. Ich weiß auch einfach nicht richtig "wie das geht", so blöd es klingt.

Was ich gemacht habe, ist bei meiner Krankenkasse den "Pflegegrad 1" zu beantragen. Da kam ein Gutachter und hat ein längeres Gespräch mit mir geführt. Dann hat die AOK die Pflegestufe bewilligt und ich habe über die Gemeinde jemanden gefunden, der kommt jetzt ein mal die Woche für eine Stunde zum Putzen, ich unterschreibe ein Formular und er bekommt von der AOK sein Geld.

Damit fühle ich mich deutlich wohler in meiner Wohnung und es ist eine große Entlastung. Ordnung ist sehr wichtig, insbesondere für Menschen mit Schizophrenie. Ich brauche mich auch nicht mehr schämen wenn Gäste kommen.

Ich kann den Pflegegrad 1 jedem empfehlen der nicht mehr ganz in der Wohnung zurecht kommt.

Hier noch ein passender Artikel zu diesem Thema auf meinem Blog

Äußere Ordnung, innere Ordnung – Die Seele will gesund werden

Liebe Grüße,

Niko
 
Diese depressivartigen Phasen mit Null-Lust auf Garnichts hatte ich auch länger nach den akuten Schizophreniephasen. Es wird dann wieder besser nach einer Zeit.
Die Tagesklinik hat mir auch sehr geholfen dabei. Wenn man eine in der Nähe hat, sollte man sich nicht scheuen einen Aufenthalt zu beantragen.
 
Es gibt Lebensbereiche um die MUSS man sich kümmern auch wenn man keine Lust hat und sich sehr krank fühlt. Das hat auch was mit "erwachsen" sein zu tun.

Dazu gehören Körperhygiene, Essen, Medis und aufräumen. Bei mir klappt das mittlerweile ganz gut und ich kann mich überwinden und mich "zwingen". Was das Putzen angeht, hatte ich früher aber auch große Probleme. Ich weiß auch einfach nicht richtig "wie das geht", so blöd es klingt.

Was ich gemacht habe, ist bei meiner Krankenkasse den "Pflegegrad 1" zu beantragen. Da kam ein Gutachter und hat ein längeres Gespräch mit mir geführt. Dann hat die AOK die Pflegestufe bewilligt und ich habe über die Gemeinde jemanden gefunden, der kommt jetzt ein mal die Woche für eine Stunde zum Putzen, ich unterschreibe ein Formular und er bekommt von der AOK sein Geld.

Damit fühle ich mich deutlich wohler in meiner Wohnung und es ist eine große Entlastung. Ordnung ist sehr wichtig, insbesondere für Menschen mit Schizophrenie. Ich brauche mich auch nicht mehr schämen wenn Gäste kommen.

Ich kann den Pflegegrad 1 jedem empfehlen der nicht mehr ganz in der Wohnung zurecht kommt.

Hier noch ein passender Artikel zu diesem Thema auf meinem Blog

Äußere Ordnung, innere Ordnung – Die Seele will gesund werden

Liebe Grüße,

Niko
Gar nichts MUSS man. Bis auf den Tod ist fast alles im Leben optional. Auch auf Gesetze sollte man achten. Aber ob jemand in seinem Dreck lebt oder lieber aufräumt sollte dem selbst überlassen werden. Wenn dann könnte man Unterstützungsangebote bieten für Menschen, die es selbst nicht schaffen. Das mit der Pflegestufe ist ja schon was. Aber ich denke wir sollten auch hin und wieder auf unsere Mitmenschen achten.
 
Bei mir ist das Problem ich sehe denn Sinn in nichts und dann ist es fast unmöglich etwas zu machen. Dann habe ich mir gesagt putzen um 18 Uhr und duschen um 20 Uhr. Wenn ich feste Zeiten habe dann geht es irgendwie. Auch Telefonate oder einkaufen mache ich immer zur festen Zeit, nur so funktioniert es bei mir.
 
Früher war Putzen für mich kein Problem. Ich hatte das auch eine zeitlang nebenberuflich gemacht. Jetzt kann ich mich kaum dazu bewegen, einen Putzeimer in die Hand zu nehmen. Ich brauche oft einige Tage 'Anlauf' dafür. Nach nur ein paar Minuten bin ich total geschafft. Es ist eine mühselige Plackerei. Ebenso geht es mir mit duschen. Es dauert ewig, bis ich mich dazu aufraffe. Wenn ich wo eine Treppe hochgehe, bin ich nach kürzester Zeit außer Atem, so dass ich mich hinsetzen und erst mal pausieren muss. Ich gehe viel spazieren und fahre Fahrrad. Da müsste eigentlich mehr Kondition vorhanden sein. Langsam macht sich Verzweiflung in mir breit, wenn ich daran denke, so den Rest meines Lebens zu verbringen. An Medikamenten hatte ich vorher 200mg Amisulprid, die gegenwärtig ausgeschlichen werden, und bin auf 10mg Aripiprazol.
Aripiprazol kannst du womöglich später auf 5mg reduzieren, da du ja vorher relativ wenig Amisulprid hattest.
Die Dosis macht – was Kognitionen und Negativsymptome angeht – etwas aus.

Zusätzlich würde dir später sicher auch Bupropion (SNDRI Antidepressivum) helfen, da dieses bei diesen Symptomen sehr helfen kann und sogar ein kurzzeitiges Absetzen des Antipsychotikums (Intervalleinnahme) ermöglichen kann. Wenn die Intervalleinnahme funktioniert, musst du dich über Negativsymptome keine Gedanken mehr machen.

Falls diese Ansätze versagen, kannst du immer noch Cariprazin (Reagila) als Antipsychotikum probieren, welches wie Aripiprazol ein Partialagonist ist, aber bei Negativsymptomen wegen der stärkeren D3 Wirkung besser sein soll.

Insofern steht dir da vieles offen @Katzemaus und mit dem Aripiprazol 10mg bist du schonmal auf einem guten Weg. Es kann Wochen dauern, bis Amisulprid ganz draußen ist, wobei du dir auch das Dosisäquivalent berechnen kannst.
 

Dosisäquivalenz: Amisulprid ↔ Aripiprazol​

Nach der Äquivalenzdosistabelle der ABDA entspricht eine antipsychotische Tagesdosis von 200 mg Amisulprid in etwa 7,5 mg Aripiprazol.
WirkstoffÄquivalenzdosis (mg/Tag)
Amisulprid200
Aripiprazol7,5

Hinweis: Solche Tabellen geben grobe Orientierung. Die individuelle Wirksamkeit und Verträglichkeit können abweichen. Die Umstellung sollte stets unter ärztlicher Aufsicht erfolgen.
Als grobe Einschätzung / Orientierung.
 
Ich hatte nach meiner ersten Psychose auch ein relatives Loch. Keine Lust mehr auf garnichts eigentlich und bin nur rumgelegen. Manchmal kann der Arzt/die Ärztin ein Antidepressivum verschreiben. Was mir auch geholfen hat war die Reduktion von Amisulprid.
 
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