Duschen, Putzen, Sport - alles ist zu anstrengend

Früher war Putzen für mich kein Problem. Ich hatte das auch eine zeitlang nebenberuflich gemacht. Jetzt kann ich mich kaum dazu bewegen, einen Putzeimer in die Hand zu nehmen. Ich brauche oft einige Tage 'Anlauf' dafür. Nach nur ein paar Minuten bin ich total geschafft. Es ist eine mühselige Plackerei. Ebenso geht es mir mit duschen. Es dauert ewig, bis ich mich dazu aufraffe. Wenn ich wo eine Treppe hochgehe, bin ich nach kürzester Zeit außer Atem, so dass ich mich hinsetzen und erst mal pausieren muss. Ich gehe viel spazieren und fahre Fahrrad. Da müsste eigentlich mehr Kondition vorhanden sein. Langsam macht sich Verzweiflung in mir breit, wenn ich daran denke, so den Rest meines Lebens zu verbringen. An Medikamenten hatte ich vorher 200mg Amisulprid, die gegenwärtig ausgeschlichen werden, und bin auf 10mg Aripiprazol.
Aripiprazol kannst du womöglich später auf 5mg reduzieren, da du ja vorher relativ wenig Amisulprid hattest.
Die Dosis macht – was Kognitionen und Negativsymptome angeht – etwas aus.

Zusätzlich würde dir später sicher auch Bupropion (SNDRI Antidepressivum) helfen, da dieses bei diesen Symptomen sehr helfen kann und sogar ein kurzzeitiges Absetzen des Antipsychotikums (Intervalleinnahme) ermöglichen kann. Wenn die Intervalleinnahme funktioniert, musst du dich über Negativsymptome keine Gedanken mehr machen.

Falls diese Ansätze versagen, kannst du immer noch Cariprazin (Reagila) als Antipsychotikum probieren, welches wie Aripiprazol ein Partialagonist ist, aber bei Negativsymptomen wegen der stärkeren D3 Wirkung besser sein soll.

Insofern steht dir da vieles offen @Katzemaus und mit dem Aripiprazol 10mg bist du schonmal auf einem guten Weg. Es kann Wochen dauern, bis Amisulprid ganz draußen ist, wobei du dir auch das Dosisäquivalent berechnen kannst.