Herzlich Willkommen ❤️

Das Schizophrenie-Forum ermöglicht Diskussionen rund um das Thema Psychose. Für Angehörige, Erkrankte, Psychiatrieerfahrene, Experten und all jene, die sich für die Erkrankung interessieren und darüber austauschen wollen.

Um selbst Themen und Beiträge schreiben zu können, individuell beraten zu werden und von den Empfehlungen des Forums gesundheitlich zu profitieren, ist eine kostenfreie Registrierung notwendig:

Jetzt registrieren!

Im Forum findet sich eine Medikamente-Empfehlung.

Die Wirkstoffkombination ermöglicht ein relativ normales Leben trotz Erkrankung. Negativsymptome lassen sich damit viel besser behandeln als bei üblichen Therapien. Die Antipsychotika werden dabei nur minimal Dosisiert in Form einer Intervalltherapie eingenommen.

Empfehlung

Welches Antidepressivum hat die geringsten Nebenwirkungen?

Member
Registriert
23.05.2021
Beiträge
120
"Danke"
4
Ich habe schon viele Antidepressiva probiert. Ich habe allerdings alle wieder absetzen müssen. Mal haben sie nicht gewirkt und mal hatte ich Nebenwirkungen wie Herzrasen. Welches nehmt ihr? Herzrasen geht wirklich gar nicht.
 
Administrator
Registriert
08.11.2016
Beiträge
1.325
"Danke"
66
@Niggo
Im Grunde funktionieren nur die selektiven Antidepressiva bei einer Psychose, weil die älteren meistens zu viele Wechselwirkungen mit den Neuroleptika haben.

Von den Neueren hast du 4 Gruppen.
SSRIs was übliche antidepressiva Wirkstoffe wie Citalopram sind welche nur auf das Citalopram wirken. Diese machen eher etwas unruhig und können QT-Verlängerungen des Herzen machen. Da sollte man dann insgesamt eben aufpassen welches Neurolptikum man hat, weil da gibt es auch welche die QT-Verlängerungen machen können.

SSNRIS wie Venlafaxin oder Duloxetin wirken auf Serotonin und Noradrenalin. Die Neradernalinwirkung macht eher ausgeglichen, also hilft bei Stimmungsschwankungen etwas und leicht gegen Unruhe. Das ist so ein zwischending, wird aber auch QT-Verlängerungen wegen der Serotoninwirkung machen.

SNRIs gibts noch die relativ selten eingesetzt werden, welche nur auf das Nordrenalin wirken.

SNDRIs wie Bupropion können auch bei schweren Herzerkrankungen eingesetzt werden und das wirkt auf Noradrenalin und Dopamin. Von macht es also keine QT-Verlängerungen, ich hab zumindest da noch nix auffälliges gehört.
Der Wirkstoff wäre also meine Empfehlung. Leider ist es das einzige SNDRI und es gibt (meines Wissens) bei unverträglichkeit höchstens noch ADHS Medikamente die so ähnlich wirken, aber es ist zumindest der einzige Antidepressive Wirkstoff dieser Klasse.
Die zusätzliche Wirkung auf das Dopamin wirkt sich sehr positiv auf die Negativsymtome aus. Dafür ist die Antidepressive Wirkung schwäche, weil es anders als SSRIs die das Emotionale weniger abflacht, also die Antidepressive Wirkung steht dabei weniger im Mittelpunkt.
Dazu könntest du später auch Citalopram einnehmen um bestimmte Nebenwirkungen des Bupropions zu vermeiden. Das Citalopram hat meiner Erfahrung nach kombiniert dann keine solchen negative Wirkung mehr auf den Herzschlag. Ich hab das mit den Herzrasen damals beim Citalopram auf dem Sportgerät an den Herzschlag gesehen der dann relativ schnell gestiegen ist und unregelmäßiger war, kann mich aber auch täuschen. Als ich das mit Bupropion nun nehme, habe ich keine Probleme mehr.

Also am Besten erst Bupropion was auch so bei der Psychose sehr nützlich ist und dann eventuell Citalopram falls Bupropion Nebenwirkungen wie Miktionsstörungen(schwache Blase) oder Verstopfung macht.

Viele Neuroleptika dämpfen die Libido, vermutlich vertragen sich diese deswegen schlecht mit Citalopram, weil sich diese Wirkung dann verstärkt.
Welches Neuroleptikum hast du gerade?
Aripiprazol macht keine solchen Probleme mit Libido und hat was die QT-Verlängerungen angeht anscheinend kein erhöhtes Risiko.
Dieses Aripiprazol wirkt auch von der Stimmung antidepressiv, von daher würde ich dir das in erster Linie bei depressiver Verstimmung empfehlen. Die Antidepressiva sind eher was die Negativsymptome angeht bedeutsam, weil diese beim Absetzen des NLs von der antidepressiven Wirkung eher zu schwach sind, also das ist bei Psychosen anders als bei Depressionen.
 
TS
N
Member
Registriert
23.05.2021
Beiträge
120
"Danke"
4
Hi, Markus. Wie kann man sich die Wirkung dieses Bupropion vorstellen? Wirkt es so wie Amphetamine?
 
Member
Registriert
01.03.2019
Beiträge
88
"Danke"
12
Ich nehme auch Venlafaxin. Es hilft muss ich sagen. Kann es also weiterempfehlen.
 
Administrator
Registriert
08.11.2016
Beiträge
1.325
"Danke"
66
Hi, Markus. Wie kann man sich die Wirkung dieses Bupropion vorstellen? Wirkt es so wie Amphetamine?
Ich hab keine Ahnung wie Amphetamine wirken und glaube das solche Wirkstoffe viel milder als Drogen sind, also Drogen nochmal eine ganz andere Nummer sind. Bupropion soll ja chemisch gesehen zu den Amphetaminen gehören, aber da müsstest du wirklich einen Chemiker fragen. Es gibt ja auch viele unterschiedliche Alkohole was die chemischen Verbindungen angeht und nur einer davon ist die Droge Alkohol.

Es wirkt etwa wie Kaffee würde ich sagen, man ist tagsüber wacher und die Konzentration wird besser, welche sonnst aufgrund von den Negativsymptomen her sehr eingeschränkt ist. Das gefühl ist normal, also kein Gefühl von künstlich aufgeputscht sein und man benimmt sich normal, also kein Drogengefühl das man komisch drauf ist.

Du kannst dich ja mal anderswo informieren. Meiner Meinung nach wissen das selbst die Ärzte weniger genau und sehen das als Antidepressivum, also das sind Wirkstoffe die keine Abhängigkeit machen, also normal unproblematisch sind.

Deutlich gefährlicher sind Benzodiazepine wie Tavor, das würde ich als harte Droge wie Heroin einstufen also kein vergleich mit Bupropion was wie gesagt völlig unproblematisch ist.
 
Oben