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Weiß nicht mehr weiter

Andrea

Member
Hallo, mein Mann hat schwere Symptome. Umtriebig, sehr laut, sehr extrovertiert, ansonsten war er eher introvertiert. Redet nur über den Tod, dass wir alle von den Würmern aufgefressen werden. Dann hat er mir gegenüber Drohungen ausgestoßen, so wie, ich wäre eine Mörderin, usw. Damit nicht genug, jetzt hat er noch meine Schwiegertochter, meinen Sohn und meine einzige Freundin bedroht mit Anzeigen bei der Polizei, usw. Grad ist er wieder draußen. Vernünftig sprechen geht hin und wieder. Wie soll ich es sagen, mal ist er wie normal und dann wieder völlig irre. Hatte vor sieben Jahren eine Psychose, die nicht so schlimm war. Könnt Ihr mir sagen, wie ich mich weiter verhalten soll?
 
Nimmt dein Mann Medikamente? Davon könnte es etwas besser werden. Versuche doch ihm mitzuteilen das eine medikamentöse Therapie sinnvoll wäre. Es klingt so als würde er keine oder zu wenig nehmen. Ich kenne diese Ausbrüche gegenüber Dritten von mir selber. Wenn ich gut eingestellt bin habe ich das überhaupt nicht mehr.
 
Wie nimmt dein Mann seine Antipsychotika ein?
Ich würde an deiner Stelle bei der Praxis seines Psychiaters anrufen und die Situation schildern.
Es klingt so als ob er gar keine oder zu niedrig dosiert die Antipsychotika einnimmt. Beim Absetzen treten solche Symptome normal auf.
Zusätzlich kann ich gegen die Umtriebigkeit sehr hochdosiertes Vitamin B6 und Magnesium empfehlen.
Vitamin B6 kann man da für eine Zeitlang auch auf 400-1000mg erhöhen, was in den hohen Dosierungen bei Akathisie eingesetzt wird aber auch bei Innerer Unruhe und Reizbarkeit helfen kann!
Hier bekommst du B6 hochdosiert in 100mg.
Hier etwa Magnesium in üblicher Dosis.
Hier findest du B-Komplex in hoher Dosis, was man ergänzen kann.

Das kann eine gewisse Linderung bringen insbesondere das hochdosierte B6, da diese innere Unruhe / Akathisie auch mit Reizbarkeit und so Sachen verbunden ist und das einen spürbaren therapeutischen Effekt in hohen Dosierungen hat. Über Monate oder Jahre muss man bei über 200mg aufpassen, also wäre um Mangelzustände zu lösen, was sich positiv auf die Psychose auswirken kann.

Ist kein kompletter Ersatz für die Antipsychotika die bei so akuter Symptomatik überhaupt eingenommen oder erhöht werden sollten. Ansonsten wenn das nix bringt, dann muss er in der Klinik neu eingestellt werden, wo der Kontakt zu seinem Psychiater am Besten wäre um die Situation zu entschärfen, die wissen da sicher eher was man machen kann.

Das mit den Vitaminen und Magnesium kann einen Unterschied machen und wird von Betroffenen ohne Einsicht womöglich eher als Psychopharmaka angenommen. Wäre einen Versuch wert.
Wenn es besser damit werden sollte, dann solltest du bedenken, dass es nur einen zeitlichen Puffer gibt, also kein kompletter Ersatz für die Antipsychotika ist.
 
Er nimmt nur Sertralin, früher Risperidon, aber wurde abgesetzt. Wenn ich die Sprache auf Medikamente oder Arzt bringe, dreht er gleich durch. Absolut keine Krankheitseinsicht. Ich hab mittlerweile auch Angst.
 
Wir waren erst letzte Woche beim Psychiater, der nimmt mich leider nicht ernst, weil mein Mann sich dort total gut unter Kontrolle hat. Als wäre er der normalste Mensch der Welt. Darum glaubt man mir nicht. Vielleicht kann ich was erreichen, wenn ich die Drohungen vorzeigen.
 
Es wäre schon sinnvoll den Psychiater mit ins Boot zu bekommen. Du musst dir da auch keine Vorwürfe machen, weil du deinen Mann hintergehst. Er ist ja schon belastend zur Zeit und da hilft es wenn es mitwisser gibt. Es ist etwas schwierig, weil dein Mann nicht krankheitseinsichtig ist. Aber wenn der Psychiater dir glaubt wärst du schon mal etwas entlastet.
 
Er lässt sich von mir nix sagen. Das Sertralin muss er unbedingt einnehmen, seine Meinung. Das Risperidon hat er vor eineinhalb Jahren abgesetzt. Zum Arzt will er auf keinen Fall. Aber am Montag gehe ich hin.
 
Wir waren erst letzte Woche beim Psychiater, der nimmt mich leider nicht ernst, weil mein Mann sich dort total gut unter Kontrolle hat. Als wäre er der normalste Mensch der Welt. Darum glaubt man mir nicht. Vielleicht kann ich was erreichen, wenn ich die Drohungen vorzeigen.
Ich denke anrufen kannst du trotzdem, da der Psychiater da sicher auf deiner Seite ist und solche Situationen kennt. Klar kann man sich verstellen, ich hatte das auch mich in der Öffentlichkeit unter Fremden gut kontrollieren zu können, aber bei den Angehörigen Schrei und Wutanfälle.

Vitamin B6 kann womöglich etwas Linderung schaffen, aber in der Situation braucht er unbedingt ein Antipsychotikum. Risperdal bin ich damals ganz schlecht klargekommen, da ist Krankheitseinsicht noch viel schwerer. Beim Aripiprazol wäre das viel einfacher und Aripiprazol (Abilify) kann sehr verlässlich wirken. Innere Unruhesymptome würde später eventuell mit zusätzlichen Bupropion SNDRI Antidepressivum behandeln, wobei man dann auch Sertralin wieder ergänzen kann.
Hochdosiertes B6 und Magnesium kann eine Linderung schaffen, aber in so einen hochakuten Zustand gewinnt man da womöglich nur etwas Zeit.
 
Wahrscheinlich wird er die Medikamente gar nicht einnehmen, so psychiotisch wie er ist. Er hat eben angerufen und gesagt, er hätte die Drohungen nur geschrieben, weil sich alle im Geiste in unserer Ehe eingemischt hätte. Jetzt wäre er froh, dass er mich für sich alleine hätte. Kein Mensch hat sich bei uns eingemischt.
 
Redet nur über den Tod, dass wir alle von den Würmern aufgefressen werden. Dann hat er mir gegenüber Drohungen ausgestoßen, so wie, ich wäre eine Mörderin, usw. Damit nicht genug, jetzt hat er noch meine Schwiegertochter, meinen Sohn und meine einzige Freundin bedroht mit Anzeigen bei der Polizei, usw. Grad ist er wieder draußen.
Na ja, das machen ja auch Menschen, die keine schizophrene Psychose haben, Anzeige bei der Polizei erstatten, um jemandem eins auszuwischen so in die Richtung oder eben weil sie vorher damit gedroht haben und dann damit etwas durchsetzen wollen (was vielleicht auch begründet ist). Und die Gesprächigkeit könnte eine durch das Antidepressivum (warum nimmt er das eigentlich? aufgeschwatzt worden auf die Schnelle hektisch über'n Ecktisch?) "maskierte" midlife crisis sein.

Entweder willst du deinem Mann helfen oder nicht. Ein bisschen im Internet rumfühlen kann man ja, aber ich finde, ebenso wie APK e. V., das geht dann doch etwas zu weit und ist selber nicht rational. Rede ehrlich mit deinem Mann und beziehe damit ein, dass vielleicht auch ihr beide ein Eheproblem habt. Das gehört zum Psychologen. Eventuell muss er allein dorthin gehen. Oder du "drohst" "deinerseits", dass du dir psychologische Hilfe holst wegen der entstandenen unübersichtlichen Situation. Du siehst ihn ja als "Verrückten", und damit müsst ihr euch jetzt beide auseinandersetzen, sonst gehen höherwertigere materielle und immaterielle Güter dabei den Bach runter, das ist sonst nicht aufzuhalten.
 
Ihr werdet alles verlieren, und vor allem du auch, wenn ihr dieses "psychiatrische" Spiel weiter spielt. Die Psychiatrie kann euch wahrscheinlich nichts helfen, weil kein psychiatrisches Problem vorliegt. Besinnt euch nochmal auf ein möglichst "normales" Leben, man erreicht nicht alle Ziele schon gar nicht mit Schwachköpfen, die sich als Ärzte und Psychologen aufspielen (auch wenn sie tatsächlich solche Titel tragen und beruflich "darin" tätig sind, das ist kein Widerspruch, sie müssen dir helfen).
 
Er lässt sich von mir nix sagen. Das Sertralin muss er unbedingt einnehmen, seine Meinung. Das Risperidon hat er vor eineinhalb Jahren abgesetzt. Zum Arzt will er auf keinen Fall. Aber am Montag gehe ich hin.
Gut so. Der Psychiater muss dich ja anhören, wenn er dir nicht glaubt wäre es schon verflixt.
 
Momentan will er nur seine Sertralin einnehmen. Das Aripiprazol hatte er noch nicht. Nur Quetiapin und Carbamazepin und halt Risperidon.
 
Die Psychiatrie kann euch wahrscheinlich nichts helfen, weil kein psychiatrisches Problem vorliegt. Besinnt euch nochmal auf ein möglichst "normales" Leben, man erreicht nicht alle Ziele schon gar nicht mit Schwachköpfen, die sich als Ärzte und Psychologen aufspielen (auch wenn sie tatsächlich solche Titel tragen und beruflich "darin" tätig sind, das ist kein Widerspruch, sie müssen dir helfen).
Ist schon ein psychiatrisches Problem, nur würde ich auch den Ärzten nur bedingt vertrauen, weil das eben von den Therapien nur ungenügend ist, wenn man denen blind vertraut.
Traurig und dass fördert eben die Situation, dass Betroffene keine Einsicht zeigen, hat schon etwas von Gegenseitigkeit.
 
Mein Mann ist sowas von goldig in seinen "gesunden" Zeiten, aber wie er grad ist, ist es nicht mehr mein Mann. Habe halt auch Angst zu verlieren wie Freunde, Familie, Nachbarn.
 
Tja ist schon nicht so einfach. Schade dass er nicht krankheitseinsichtig ist. Könntest du ihm nicht ein bisschen auf die Pelle rücken, nach dem Motto Medikamente oder Liebesentzug? Oder würde das nur zu bösem Blut führen?
 
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