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Was ist echt an der Schizophrenie?

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Ich halte durch reale Erfahrungen die Schizophrenie mittlerweise für gemacht. Ich leide seit 30 Jahren an paranoider Schizophrenie und habe immer auf Medikamente vertraut. Aber durch reale Erfahrungen mit meiner Umwelt halte ich Schizophrenie für gemacht.
 
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Ich halte einiges der positiv-symptomatik für real, wie Gedankenausbreitung. Im Endeffekt gibt es viel Schwachsinn und nur Tabletten bringen im seltensten Fall was gutes.
 
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Was echt ist, ist simpel. Die Krankheit ansich ist echt, den diese gibt es ja wirklich. Doch was weniger echt ist, ist deren Symptome meiner Meinung nach. Wenn Stimmen dich zum Suizid auffordern, dann passiert das nur in meinem Kopf. Von irgendeinem Teil des Gehirns, werden die Stimmen 'produziert'. Wo genau, weiß ich auch nicht. Aber diese Stimmen gibt es ja nicht wirklich, heißt, machst du Suizid, sterben die Stimmen mit einem.

Ich hoffe es ist verständlich was ich geschrieben habe 😂
 
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@edith: Was heißt denn für dich "gemacht"? Gemacht durch den Erkrankten oder gemacht durch die Psychotherapie oder gemacht durch etwas anderes?
 
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Denke er meint "gemacht" in dem Sinne ,dass Kerninformationen von realen Phänomenen als Wahn abgetan werden und die Krankheit an sich gesellschaftlich "gemacht" ist.
 
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Ich halte einiges der positiv-symptomatik für real, wie Gedankenausbreitung. Im Endeffekt gibt es viel Schwachsinn und nur Tabletten bringen im seltensten Fall was gutes.
Die Tabletten sind ja auch nur Schadens-Begrenzung. Aber seinen Wahn weiterzuleben ist das Gegenteil.
 
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Die Tabletten sind ja auch nur Schadens-Begrenzung. Aber seinen Wahn weiterzuleben ist das Gegenteil.
Warum ist Wahn gleich Schaden!?
Bitte erläutere das mal
Manche Restsymptome sind relativ normal oder gehen auch mit Neuroleptika kaum weg. Bei mir hatten Neuroleptika auch unter Dauermedikamentierung keinen durchschlagenden Effekt, also der Wahn ist zwar im Hintergrund gewesen, aber lief weiter. Die Distanz durch die Medikamente hat mir geholfen kreativ einen besseren Umgang mit diesen Symptomen und den notwendigen Abstand zu gewinnen.
Ich glaube ja das man Wahn verarbeiten kann, es kostet eben viel Zeit und am Anfang ist auch völlig unklar, in welchem wahnhaften Gebilde man letztendlich hängenbleibt.
Kannst du erklären, was einen Wahn auszeichnet und was inhaltlich das Problem ist, also ob Betroffene automatisch zu einer Bedrohung durch Wahn werden oder der Risikofaktor für andere klein ist, aber man hauptsächlich selbst darunter leidet?
Mir würden da deine Grundüberzeugungen interessieren und ob du an Gedankenausbreitung oder Gedankeneingabe an sich glaubst?
Ich glaube ja das die Erkrankung einen gesellschaftlichen Sinn hat, also wir nur im normalen System kaum klarkommen und vielleicht unseren eigenen Weg finden müssen, also auch indem man sich den Problemen stellt und diese psychologisch aufarbeitet, also auch versucht für wahnhafte Gedanken logische Erklärungen zu finden, die einem helfen zukünftig eben da keinen Wahn mehr zu entwickeln.
Das Interesse am Wahn kann nachlassen, wenn sich die Probleme lösen lassen.
 
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Weil der Körper das nicht auf Dauer mitmacht.
Ok, aber in gedämpfter Form würde das der Körper ja mitmachen, wenn man etwa mit Neuroleptika gelegentlich dämpft, wenn es zu viel wird oder es übersteuert.
Ich würde bezweifeln, dass die Verarbeitung eines Wahns schadet, wenn man hinterher diese Dinge klarer und gelassener auch ohne Ängste sehen kann.
Meiner Meinung nach teilen Betroffene auch gesellschaftliche Wahnzustände, also es gibt auch Gesunde das wahnhafte Denken als Realität bezeichnen würden, wobei eben bei Betroffenen einiges davon absoluter Schwachsinn sein kann.
Meiner Meinung nach ermöglicht diese Wahrnehmung überhaupt an solchen gesellschaftlichen Wahnzuständen zu arbeiten, indem ein Betroffener etwa das für jemand Gesundes verarbeitet, der dann ganz normal damit arbeiten kann und dessen Wahrnehmung dieses wahnhafte Denken dann zulässt.
Was meinst du dazu?
 
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Ich würde eben behaupten, dass ein minimaler Teil der Psychose richtig sein kann, wobei es gut ist, wenn man trotzdem weniger ernst genommen wird, weil eben mindestens genau soviel Schwachsinn ist oder sein kann.
Bei der Behandlung der Schizophrenie wäre es eben wie beim Metakognitiven Training sinnvoll diese wahnhaften Sichtweisen und Fehlwahrnehmungen zu durchschauen und sich im Klaren zu sein, wo sich Fehler im Denken einschleichen können bzw. wie das auch im Zusammenhang mit der eigenen Erkrankung steht.
Eine Psychologin meinte mal, dass schizophrene Dinge wahrnehmen, die Gesunde eben nicht wahrnehmen. Kann ja auch sein, dass Halluzinationen und Fehlwahrnehmungen auch Realitäten aufzeigen können oder zum Teil auch real sind, indem spirituell der Wahn oder Wahnsinn um sich greift.

Was ich interessant finde, dass sich auch Verwirrung im Gebet wiederfindet.
In der Messfeier folgt auf das Vaterunser der Gemeinde ein kurzes Gebet des Priesters: "Erlöse uns, Herr, allmächtiger Vater, von allem Bösen und gib Frieden in unseren Tagen. Komm uns zu Hilfe mit deinem Erbarmen und bewahre uns vor Verwirrung und Sünde, damit wir voll Zuversicht das Kommen unseres Erlösers Jesus Christus erwarten."

Ich finde das zumindest interessant, weil man Verwirrung auch im Kontext zur Sünde sieht.
 
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Wahn = fehlende Aufklärung genug gesagt. Wenn man mir diese nicht gibt und mich allein suchen lässt darf man sich über Konsequenzen , welcher Art auch immer nicht beschweren.
 
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Ich würde eben behaupten, dass ein minimaler Teil der Psychose richtig sein kann, wobei es gut ist, wenn man trotzdem weniger ernst genommen wird, weil eben mindestens genau soviel Schwachsinn ist oder sein kann.
Bei der Behandlung der Schizophrenie wäre es eben wie beim Metakognitiven Training sinnvoll diese wahnhaften Sichtweisen und Fehlwahrnehmungen zu durchschauen und sich im Klaren zu sein, wo sich Fehler im Denken einschleichen können bzw. wie das auch im Zusammenhang mit der eigenen Erkrankung steht.
Eine Psychologin meinte mal, dass schizophrene Dinge wahrnehmen, die Gesunde eben nicht wahrnehmen. Kann ja auch sein, dass Halluzinationen und Fehlwahrnehmungen auch Realitäten aufzeigen können oder zum Teil auch real sind, indem spirituell der Wahn oder Wahnsinn um sich greift.

Was ich interessant finde, dass sich auch Verwirrung im Gebet wiederfindet.


Ich finde das zumindest interessant, weil man Verwirrung auch im Kontext zur Sünde sieht.
Bin kein Fan von Religion- glaube nicht ,dass mir ein Glaubenskonstrukt hilft an die objektive Wahrheit zu kommen und das ist und bleibt mein Hauptziel. Alles andere ist Kolleteralschaden. Die Ärzte haben auch schon mit biblischen Metaphern bei mir rumgeworfen , da frag Ich mich immer wer hier im Wahn ist... Fakt für mich aktuell ist ,dass Telepathie real ist. Ohne jetzt die Schuld zuweisen zu wollen , stellt sich dann natürlich die Frage der Ursache.
 
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Bin kein Fan von Religion- glaube nicht ,dass mir ein Glaubenskonstrukt hilft an die objektive Wahrheit zu kommen und das ist und bleibt mein Hauptziel.
Manche Menschen haben seltsame Ziele. Ich versuche immer die objektive Wahrheit (soweit ich sie erkannt zu haben glaube) zu vergessen und mir nützliche Meinungen zu bilden. Am Ende hab ich dann halt immer mind. zwei Meinungen: eine nützliche und mind. eine zur objektiven Wahrheit.
 
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In meinem Buch ist nur eine Meinung "nützlich" und dass ist sicherlich keine die auf einer Lüge beruht.
Manche Menschen haben seltsame Ziele. Ich versuche immer die objektive Wahrheit (soweit ich sie erkannt zu haben glaube) zu vergessen und mir nützliche Meinungen zu bilden. Am Ende hab ich dann halt immer mind. zwei Meinungen: eine nützliche und mind. eine zur objektiven Wahrheit.
 
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In meinem Buch ist nur eine Meinung "nützlich" und dass ist sicherlich keine die auf einer Lüge beruht.
Dabei geht nicht um Lügen sondern um selbsterfüllende Prophezeihungen und solche Sachen. Diese werden eben Realität sobald sie geglaubt werden obwohl sie vorher nicht da waren. Als Mensch ist man kein Stein, den man einfach objektiv Verwahrheiten kann sondern jeder ist aktiver Teil des Geschehens.
 
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