Schizophrenie & Psychose – Forum für evidenzbasierte Hilfe

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Kompakte Darstellung der Intervalltherapie mit Bupropion.
“It is plausible that this strategy prevents potential dopaminergic supersensitivity.”
– Prof. Dr. Stephen M. Stahl

➝ Bupropion bei Schizophrenie: Pharmakologie, Neurobiologie und Perspektiven
➝ Die Dopamin-Regulationshypothese
➝ Schizophrenie einfach erklärt: Was im Gehirn passiert

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Psychoseerfahrung

Ich kann das hier nur so wiedergeben, was mein Psychiater mir damals erklärt hat.
Es gab damals noch keine KI.
Hatte jemand optische oder akustische Halluzinationen, stand er/sie unter der Diagnose Schizophrenie. Irgendwie müssen die Psychiater ja für eine Krankheit eine Diagnose stellen. Wem es nicht passt, dass er/sie schizophren ist und seine Diagnose in Frage stellt, sollte seinen Arzt bitten in die Akte Psychose zu schreiben. Das ist das modernere Wort für Schizophrenie. So wurde es mir von meinem langjährigen Psychiater erklärt. Leider ist er mittlerweile in Rente. Er hat meine paranoide Schizophrenie in chronische Psychose umgewandelt, weil ich damals noch berufstätig war. Das Stigma war noch zu groß, was jetzt auch noch so in meiner Akte steht. Es ist nur eine Wortspielerei. Psychose hört sich auf jeden Fall besser an als Schizophrenie.
Letzteres Schizophrenie ist ein altes Wort was mit Psychose ausgetauscht wurde. Wer weiß welches Wort sie in 10-20 Jahren erfinden um der psychischen Erkrankungen einen Namen zu geben.



Moderation:
Der vorherige Beitrag von Maggi war zu provokativ, dieser und die Reaktion von Mutzi wurden bearbeitet, um sachlich zu bleiben.
Editor: Maggi
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Mein Psychiater meinte halt, dass ich in einer chronischen Psychose stecke, da ich jahrelang Stimmen höre ohne Unterbrechung. Von Schizophrenie sagte er nichts mehr.
Mittlerweile sind meine Stimmen fast ganz weg. Ab und zu höre ich noch 1-2 Stimmen, aber nicht mehr regelmäßig durchgehend. Somit ist die Beeinflussung weitgehend abgeklungen. Ob sie immer die Wahrheit gesagt haben kann ich nicht beurteilen. Lüge und Wahrheit könnten sich bei Stimmen mischen, was im Endeffekt 50 zu 50 steht.
 
Also wirklich ausgebrochen ist es bei mir mit 31, aber ich hatte davor wohl schon kleine Schübe(27 sollte ich da gewesen sein), die ich gekonnt ignoriert hatte^^.

Ob zu schnell geurteilt wird oder nicht sei mal dahin gestellt.

Und Schizophrenie ist ja bei jedem anders.

Ich hatte z.b kaum hallis, dafür viel mehr die Wahne verfolgungs/vwrgiftung und alles extrem auf mich bezogen.

Was ich heut immer noch hab wenn ich so Schub hab.

Stimmen waren eher selten.
 
Mein Psychiater meinte halt, dass ich in einer chronischen Psychose stecke, da ich jahrelang Stimmen höre ohne Unterbrechung. Von Schizophrenie sagte er nichts mehr.
Mittlerweile sind meine Stimmen fast ganz weg. Ab und zu höre ich noch 1-2 Stimmen, aber nicht mehr regelmäßig durchgehend. Somit ist die Beeinflussung weitgehend abgeklungen. Ob sie immer die Wahrheit gesagt haben kann ich nicht beurteilen. Lüge und Wahrheit könnten sich bei Stimmen mischen, was im Endeffekt 50 zu 50 steht.
Ja, ich wüsste auch weniger, dass ein Arzt etwas von Schizophrenie mal gesagt hätte. Ein Facharzt hat mal im Krankenbericht geschrieben wie: "Erkrankung aus dem schizophrenen Formenkreis". Hört sich fachlich auch gut an.
Gibt mehrere Diagnosesysteme, die sich stetig weiterentwickeln, also ICD10 welches aktuell vom ICD11 abgelöst wird, da können sich auch die Bezeichnungen der Diagnosen ändern, vereinfachen oder anders zugeordnet werden.

Was man wissen kann, um es grob sachlich zu verstehen.
– Psychose ist der Überbegriff, dazu zählen kurzzeitige Episoden, auch Drogenpsychosen, Medikamente oder organisch bedingte Psychosen. Schizophrenie ist die chronische Form davon, also ein Unterpunkt, wo man auch bei einer paranoiden Schizophrenie häufig paranoide Psychose sagt oder schreibt.
– Schizophrenie sagt im Grunde größtenteils, dass es sich um die chronische Verlaufsform handelt, die sich in ihren Ursachen und Verlaufsform eben deutlich von anderen Psychosen unterscheiden kann.

Psychose statt Schizophrenie zu sagen oder dass man eine Psychose hatte, ist vollkommen legitim. Die Begriffswahl also eher, womit man sich wohler fühlt. Viele denken bei Schizophrenie gleich an Stimmen und haben vielleicht Horrorfilm-Szenarien im Kopf, oder verstehen unter der Gespaltenheit oder Geteiltheit, was Schizo im Wort ausdrückt, dass es wie eine multiple Persönlichkeitsstörung ist. Angesichts dessen ist Psychose einerseits, wenn man selbst kaum darüber sprechen kann, sicher für Ersterkrankte der leichtere Begriff im Umgang mit der Außenwelt. Schizophrenie ist in manchen Ländern auch so von der Begrifflichkeit behaftet, so man in afrikanischen Ländern vielleicht mit Schamanen diese Symptomwelt in ein anderes Licht rückt.

@Mutzi
Mit dem Begriff „Psychose“ kann man, glaube ich, wenig falsch machen, er lässt offen, ob man sich komplett erholt oder ob es chronisch ist. Insofern ist das im Alltag schon der bessere Begriff, auch um sich vor Stigmatisierung und Vorurteilen zu schützen. Gibt auch mehr Hoffnung, wobei chronische Schizophrenie heute auch schon nahezu heilbar ist, oder mit Therapiewegen wie der Orientierung von mir kann man wirklich an einen Punkt kommen, wo man von echter Remission sprechen kann.
Insofern, wenn es Betroffenen mit den besseren Therapien allgemein besser geht, dann kann Schizophrenie vielleicht mehr als Segen statt als Fluch gesehen werden. Diese Zweiteilung von Schizophrenie drückt sich auch in den Sprichwörtern im Deutschen aus, die mal aufwertend, mal abwertend ausfallen und sich relativ häufig um die Betroffenenwelt drehen, die auch sehr unterschiedlich sein kann.
Bei uns gibt es so Sprüche wie: „Der ist nimmer ganz sauber.“ Eher abwertend, drückt Probleme aus, die indirekt auch auf Körperpflege mancher Betroffener anspielen. Meint: Der ist verrückt auf irgendeine gesunde oder kranke Art.
Anderweitig: "der arbeitet wie ein Verrückter". Das wäre wiederum eher positiv zu werten, wobei das etwas hohe Ansprüche sind.

Schizophrenie ist wohl eher wissenschaftlich, wo Psychose als Begriff gesellschaftsfähiger ist.
 
Und du denkst nicht dass du das hast?wie alt bist du
Ich bin 39, hab eine F20.0 also paranoide Psychose (oder paranoide Schizophrenie), und F25.3 ist später dazu gekommen, gemischte schizoaffektive Psychose. Ich kenne keine aktuellen Arztbriefe von mir, aber würde mich in Remission beschreiben. Benötige seit letztem Jahr Juni kein Antipsychotikum mehr, war aber ein langer Weg und Bupropion nehme ich immer noch + Lithium-Orotat und andere Ergänzungen.
Im Grunde fast wie in der Broschüre zur Intervalltherapie mit Bupropion, nur dass es 10 Jahre nach Umstellung, wegen der Stabilisierung über Zeit und später dazugekommenen Ergänzungen, jetzt ganz ohne Antipsychotikum klappt. Sogesehen ist Bupropion zwar ein NDRI‑Antidepressivum, aber man könnte es auch ein funktionelles Antipsychotikum nennen. Es setzt sogar die Minimaleinnahme des normalen Antipsychotikums voraus, damit die DAT-Hemmung die antipsychotische Komponente davon greift. NET-Hemmung greift beim präfrontalen Cortex, was für die innere Unruhe, Reizbarkeit bzw. Stimmungsschwankungen reduziert, besonders jene, die in Absetzphasen zurückkommen.

@Maria89
Psychose und Schizophrenie sind für unseren Sprachgebrauch das Gleiche. Ja, ich habe Schizophrenie und sehe mich als Betroffenen, zu dem diese Diagnose gehört. Bin eben auf meine Art durch die Hölle gegangen, um einen Heilungsweg zu finden, der vermutlich für viele Patienten hinkommen kann. Ich helfe da gern weiter, weil es manchmal schon wichtig ist, um die Medikamente und alles zu bekommen und richtig einzusetzen. Hab vieles auch mit KI zuletzt beigebracht, um die praktischen Erfolge auch ins Neurochemische zu übersetzen und die Hintergründe erklären zu können. Auf dem DGPPN‑Kongress möchte ich auch ein wissenschaftliches Poster dazu vorstellen. Ist vom neurochemischen das bildhafte auch verständlich zu machen noch etwas Arbeit, bin aber guter Dinge, das innerhalb von zwei Monaten fertigzustellen.

Ich durfte auf dem letzten DGPPN‑Kongress, eingeladen von Prof. Stefan Leucht (TU-München), am Zuschauermicro sogar diese Intervalltherapie mit Bupropion den Ärzten vorstellen, natürlich als meine eigene Erfahrung, die sich nun mal schwer 1:1 auf andere übertragen lässt. Es ist aber richtungsweisend und das muss man auch erst einmal hinbekommen, dass ein Professor einem Redezeit vor hunderten Ärzten gibt. Hab da auch gedruckte Broschüren verteilt mit dieser Nebenwirkungs-Vergleichsliste. Ich habe mich dafür auch durch viele Metastudien und so durchgeackert. Damit siehst du auch die Schwachstellen einzelner Wirkstoffe, da manchmal unnötige Ängste oder fehlendes Wissen einen an einem anderen Medikament. Da ist es zumindest gut, etwas selbstbewusst und flexibel zu bleiben. Wir müssen schließlich mit unseren Diagnosen und Medikamenten leben und die Entscheidung sollte auch zu einem gewissen Grad bei uns bleiben. Dafür klärt das Forum ja auf.
Mir hätte man auch schon meine Medikamente, die ich gebraucht habe, verweigert. Da Ärzte ja normal streng nach Leitlinien vorgehen. Bei schweren Erkrankungen wie Schizophrenie sind begründete Therapieabweichungen möglich, aber ich war damals kein ernst zu nehmender Patient, der medikamentös dieses und jenes Medikament probieren wollte. Da kann man den Bogen auch mal überspannen. Nur hatte ich wenig zu verlieren und lag auch richtig mit meinem damaligen Gefühl für die Wirkstoffe. Die damalige Ärztin meinte eben, ich hätte keine Depression, als ich damals vor 10 Jahren meinte, es würde mir helfen.
Im Großen und Ganzen hatte ich viel Glück, immer einen Psychiater:in gefunden zu haben, um Medikamente und so zu bekommen, da ich da auch selbst im Trüben gefischt habe und viele Wirkstoffe und Antidepressiva, bis ich erste Erfolge und dann größere hatte.

Das sind eben trotzdem komplexe Themen, die man tief in der Diagnose mit kognitiven Beeinträchtigungen phasenweise kaum nachvollziehen kann. Heute geht’s mir schon gut, nur gibt es auch Ängste, dass man sehr vom Wohlwollen anderer abhängt.
 
Ja mehrere. Ich war in einer Dauerpsychose mit Stimmenhören.

Hab mal etwas über KI herausgesucht zum Thema Stimmenhören:Heute

Wieviel % der Betroffenen haben Stimmen?

Kurzantwort:
Rund 70–80 % aller Menschen mit Schizophrenie erleben Stimmenhören (auditive Halluzinationen). Das ist einer der häufigsten positiven Symptome.

🔍 Details & Einordnung​

  • Die meisten Studien liegen im Bereich 70–85 %.
  • Auditive Halluzinationen sind damit häufiger als visuelle Halluzinationen, häufiger als formale Denkstörungen und gehören zu den Kernsymptomen der Erkrankung.
  • Die Zahl ist über Jahrzehnte stabil und wird in internationalen Metaanalysen bestätigt.

Warum so häufig?​

Kurz gefasst:
  • Die Sprachverarbeitungs-Netzwerke im Gehirn sind bei Schizophrenie oft überaktiv oder falsch verschaltet.
  • Gedanken werden nicht mehr korrekt als „eigen“ markiert → sie wirken wie fremde Stimmen.
  • Stress, Schlafmangel und Absetzen von Medikamenten erhöhen die Wahrscheinlichkeit.
Wenn du möchtest, kann ich dir auch die Unterschiede zwischen kommentierenden, dialogischen und imperativen Stimmen erklären – oder wie häufig jede Form vorkommt.


Kurzantwort: Es gibt drei klassische Hauptformen des Stimmenhörens bei Psychosen – kommentierende, dialogische und imperative Stimmen. Sie unterscheiden sich darin, wie die Stimme mit der betroffenen Person „interagiert“ und welche Funktion sie im Erleben hat.


Kommentierende Stimmen​

Was passiert: Die Stimme beschreibt, bewertet oder kommentiert das Verhalten, die Gedanken oder Gefühle der Person – wie ein „innerer Reporter“.

Beispiele:
  • „Er steht jetzt auf.“
  • „Sie denkt schon wieder zu viel.“
  • „Das war dumm von dir.“
Typisch:
  • Wirkt wie eine externe Beobachtung.
  • Häufig in frühen oder akuten Phasen.
  • Kann neutral, kritisch oder abwertend sein.

Dialogische Stimmen​

Was passiert:
Die Stimmen sprechen miteinander oder mit der Person, oft wie ein Gespräch oder eine Diskussion.

Beispiele:
  • Zwei Stimmen reden über die Person („Was sollen wir mit ihm machen?“ – „Keine Ahnung, er hört uns.“).
  • Die Stimme spricht direkt: „Warum hast du das getan?“
  • Mehrere Stimmen mit unterschiedlichen „Persönlichkeiten“.
Typisch:
  • Erleben eines „inneren sozialen Raums“.
  • Kann sich wie eine Gruppe oder ein Chor anfühlen.
  • Häufig bei länger bestehenden Psychosen.

Imperative Stimmen​

Was passiert:
Die Stimme gibt Befehle oder fordert die Person zu Handlungen auf.

Beispiele:
  • „Steh sofort auf.“
  • „Geh nach draußen.“
  • „Du musst das tun.“
Typisch:
  • Klinisch besonders relevant, weil sie belastend oder gefährlich sein können.
  • Nicht jeder folgt diesen Befehlen – viele Betroffene erkennen sie als Symptom.

Weitere Formen (seltener, aber wichtig)​

  • Bedrohende Stimmen: beleidigend, einschüchternd, drohend.
  • Tröstende Stimmen: beruhigend, unterstützend (kommt vor, wird aber oft übersehen).
  • Echo-Phänomene: die Stimme wiederholt eigene Gedanken oder Worte.
  • Gedankenlautwerden: Gedanken klingen „laut“, als ob sie im Raum gesprochen würden.
Frage: Welche Formen sind am häufigsten und wie ist es bei den Geschlechtern, da Frauen ja häufig kommunikativer sind, was vielleicht das Risiko sogar erhöhen könnte?

Kurzfazit:
Die häufigste Form des Stimmenhörens sind kommentierende Stimmen, gefolgt von dialogischen Stimmen. Imperative Stimmen kommen seltener vor, sind aber klinisch bedeutsamer.Geschlechtsunterschiede existieren – aber nicht in dem Sinne, dass „kommunikativere Frauen mehr Stimmen hören“. Die Daten zeigen ein anderes Muster.

Ich gehe das jetzt sauber, strukturiert und wissenschaftlich durch – ohne stereotype Zuschreibungen.


1) Welche Formen sind am häufigsten?​

1. Kommentierende Stimmen (häufigste Form)​

  • treten bei 60–70 % der Betroffenen mit Stimmenhören auf
  • wirken wie ein „innerer Kommentator“
  • oft der erste Typ in frühen Phasen
  • häufig bei paranoiden Psychosen

2. Dialogische Stimmen (zweithäufigste Form)​

  • etwa 40–50 %
  • mehrere Stimmen sprechen miteinander oder mit der Person
  • oft bei länger bestehenden Psychosen
  • häufig bei schizoaffektiven Verläufen

3. Imperative Stimmen (seltener, aber klinisch relevant)​

  • etwa 20–30 %
  • geben Befehle
  • sind belastender, aber nicht automatisch gefährlicher
  • treten häufiger in akuten Episoden auf

4. Gedankenlautwerden / Echo-Phänomene​

  • 20–40 %
  • oft in akuten Schüben
  • neuropsychologisch eng mit Sprachverarbeitung verknüpft

2) Geschlechtsunterschiede – was zeigen die Daten wirklich?​

A) Männer hören häufiger Stimmen als Frauen​

Das ist gut belegt:
  • Männer haben insgesamt höhere Raten positiver Symptome, besonders Halluzinationen.
  • Frauen haben häufiger affektive Symptome (Depression, Stimmungsschwankungen) und mehr Negativsymptome in späteren Phasen.

B) Frauen sind NICHT gefährdeter, weil sie „kommunikativer“ sind​

Das wäre ein psychologisches Alltagsmodell, aber es passt nicht zu den neurobiologischen Daten.

Stimmen entstehen nicht durch „Kommunikationsneigung“, sondern durch:
  • Dysregulation der Sprachverarbeitungsnetzwerke
  • gestörte Selbst-Generierungsmarkierung (Gedanken werden als fremd erlebt)
  • Stresshormone
  • dopaminerge Überaktivität
  • Schlafentzug
  • sensorische Fehlverschaltung
Diese Mechanismen sind nicht geschlechtsspezifisch.

C) Was unterscheidet Männer und Frauen tatsächlich?​

1. Männer​

  • früherer Erkrankungsbeginn
  • mehr positive Symptome (Halluzinationen, Wahn)
  • häufiger Stimmenhören
  • mehr Negativsymptome im Verlauf
  • schlechtere soziale Outcomes

2. Frauen​

  • späterer Erkrankungsbeginn (Schutz durch Östrogen)
  • mehr affektive Symptome
  • weniger Stimmenhören
  • bessere Remissionsraten
  • bessere Therapieantwort

D) Warum hören Männer häufiger Stimmen?​

Die Forschung zeigt:
  • Östrogen wirkt antipsychotisch → schützt Frauen teilweise
  • Männer haben stärkere dopaminerge Peaks in akuten Phasen
  • Männer haben häufiger frühe neuroentwicklungsbedingte Risikofaktoren
  • Männer haben häufiger Substanzkonsum, der Stimmen verstärkt

3) Welche Formen treten bei Männern vs. Frauen häufiger auf?​

Männer​

  • mehr kommentierende und imperative Stimmen
  • häufiger bedrohliche Stimmen
  • häufiger Stimmen, die „von außen“ kommen

Frauen​

  • etwas häufiger dialogische Stimmen
  • Stimmen mit emotionalem Bezug
  • Stimmen, die eher „innen“ lokalisiert sind
  • weniger Befehlscharakter
Das sind Tendenzen, keine absoluten Regeln.


4) Warum ist das wichtig?​

Weil die Form der Stimmen oft etwas über die neuropsychologische Dynamik verrät:
  • Kommentierende Stimmen → frühe Sprachnetzwerk-Dysregulation
  • Dialogische Stimmen → komplexere innere Repräsentationen
  • Imperative Stimmen → Stress, akute dopaminerge Überlastung
  • Geschlechtsunterschiede → hormonelle und neuroentwicklungsbedingte Faktoren

@Mutzi, ich bin vorhin von einem Mittagsschlaf aufgewacht. Dort habe ich wie einen Gedanken beim Aufstehen wie eine leise, kaum hörbare innere Stimme gehabt. „Du verlierst deine Freundin.“ Ich habe zwar keine richtige Freundin, aber es hat bei mir viel Verunsicherung ausgelöst.
Ich glaube ja, dass vielleicht sogar jeder Mensch diese Art von inneren Stimmen hat, nur dass bei manchen Betroffenen diese laut werden. Bei mir führt das dann wohl eher zu wahnhaften oder affektiven Fehlfahrten, oder wie Eingebungen.
Vielleicht hat also jeder auch völlig von Schizophrenie verschont gebliebene Stimmen, also an sich sind Eingebungen und alles Mögliche ja nichts Unnormales, nur bei uns Betroffenen wirds Grenzwertig.

Ich frage mich oben, wenn diese Stimmen wie fremd oder körperübergreifend wären, also nur teilweise im eigenen Gehirn entstehen. Dann stellt sich auch die Frage, ob diese wie ein 7. Sinn echt sind.
 
Ich hatte Imperative Stimmen die meinen Tag koordinierten, was für mich positiv war. Auch hatte ich vorausschauende Stimmen, die mir vieles für die Zukunft voraussagten. Ich kann da von keiner Gehirnstörung ausgehen, tut mir leid. Ich hatte zig Stimmen, die alle individuell verschieden waren.
Vielleicht hörst du eines Tages auch mal Stimmen, dann kannst du die Stimmenhörer besser verstehen. Wie du aufwachtest hattest du ja schon eine leise Stimme, die zu dir sprach.
Ich kann nur wiederholen, dass meine Stimmen mich zwar oft nervten aber ich überwiegend helfende Stimmen hatte, um meinen Tagesablauf gut zu gestalten. Meine Eltern haben mir nichts beigebracht. Sie versorgten mich mit Essen und Kleidung das war's. Ich wurde psychisch über Jahre mißhandelt mit Missachtung und Gleichgültigkeit mir gegenüber. Das haben die Stimmen wieder gut gemacht. Kann da im Nachhinein nichts Negatives berichten.
 
Ich kann da von keiner Gehirnstörung ausgehen, tut mir leid. Ich hatte zig Stimmen, die alle individuell verschieden waren.
Wenn du das packst und auswertest, haben von den vielen sich widersprechenden Stimmen schon mal viele auch Recht. Das ist reine Logik.

Kann da im Nachhinein nichts Negatives berichten.
Vordergründig mag das unterhaltsam gewesen sein, keinen klaren Gedanken fassen zu können und dann einen Radio ohne Stromverbrauch im Haushalt zu besitzen, aber auf Dauer wird das Phänomen doch als beängstigend/Verfolgung empfunden. Du ordnest es ja auch "höheren Instanzen" wie "Engeln"/"Gott"/"Reinkarnation" zu, was freilich auch eine Art Religionsersatz angesichts einer ungläubigen Gesellschaft und Karteileichengemeinde darstellen könnte.
 
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