Willkommen im Psychose-Forum
Dieses Forum richtet sich an Menschen mit Psychose, an Angehörige sowie an alle, die sich sachlich und medizinisch fundiert informieren möchten.
Im Mittelpunkt stehen Orientierung, Medikation und Therapieansätze. Persönliche Erfahrungen werden nicht isoliert betrachtet, sondern im Zusammenhang mit wissenschaftlichen Informationen und etablierten Behandlungswegen eingeordnet.
Das Forum ist anonym nutzbar und moderiert. Ziel ist es, medizinisches Wissen verständlich zu machen, Erfahrungen einzuordnen und eine verlässliche Grundlage für eigene Entscheidungen zu bieten.
Du kannst zunächst mitlesen oder dich aktiv beteiligen. Registriere dich, um alle Funktionen, persönliche Beratung kostenfrei und unverbindlich nutzen zu können.
Anonym, moderiert, medizinisch fundiert.
Orientierung, Medikation, Therapie – verständlich erklärt.
Kostenlose individuelle Beratung, Chat- und Komfortfunktionen.
Wirksamkeit bei Positiv- und Negativsymptomen:
Registrierung – Kostenfrei und Anonym.
individuelle Tipps – Ratschläge – Unterstützung.
anfangs hatte ich auch RisperdalHast du das von Anfang an genommen. Ich nehme 1,5 mg Risperidon und mir wurde auch ein Wechsel in Aussicht gestellt..
Stimmt schon, um eine Schizophreniediagnose zu bekommen, ist eine einmalige Episode normal zu wenig.Warum kann man eigentlich mit einmaliger Psychose mit Schizophrenie diagnostiziert werden.
Ich glaube weniger, dass es so in den Lehrbüchern steht. Wird glaube ich meistens am Anfang nur eine Psychose als Erstepisode gegeben. Schizophrenie erst, wenn man Gewissheit hat, dass die Symptomatik dauerhaft ist.Weil es so in den Lehrbüchern der studierten Ärzte steht.
(Meine vorläufige Texteingabe ist bereits in der Antwort inbegriffen:Frage:
Wird oder kann bei einer ersten psychotischen Episode einfach eine F20 digagonse Schizophrenie gestellt werden oder gibt es andere Zwischenschritte und Verdachdiagnosen, da sich im Tab dies Frage stellt?
Kurzfazit:
Bei einer ersten psychotischen Episode wird diagnostisch normalerweise nicht sofort eine F20 Schizophrenie vergeben. Es gibt klare Zwischenschritte, Verdachtsdiagnosen und zeitliche Kriterien. Das deckt sich auch mit dem, was im Forum diskutiert wird – dort wird mehrfach betont, dass eine einmalige Episode „normal zu wenig“ für eine gesicherte Schizophreniediagnose ist .
Die Diagnose Schizophrenie (ICD‑10: F20) setzt voraus:
Warum nicht sofort F20 bei der ersten Episode?
Bei einer Erstmanifestation sind diese Kriterien fast nie erfüllt.
- Dauer ≥ 1 Monat mit stabilen schizophrenen Symptomen
- Klarer Ausschluss anderer Ursachen (Drogen, körperliche Erkrankungen, Delir, Affektstörungen)
- Verlaufskriterien (z. B. Persistenz, Wiederholung, Residualsymptome)
Das wird im Forum ebenfalls angedeutet:„Um eine Schizophreniediagnose zu bekommen, ist eine einmalige Episode normal zu wenig.“ „Schizophrenie erst, wenn man Gewissheit hat, dass die Symptomatik dauerhaft ist.“ Aktuelle SeiteAktuelle Seite. Schizophrenie erst, wenn man Gewissheit hat, dass die Symptomatik dauerhaft ist.
Typische Erstdiagnosen sind aus der F23‑Gruppe:
Was wird stattdessen diagnostiziert? (ICD‑10)
Diese Diagnosen sind Standard bei Erstepisoden.
- F23.0 – Akute polymorphe psychotische Störung ohne schizophrene Symptome
- F23.1 – Akute polymorphe psychotische Störung mit vorübergehenden schizophrenen Symptomen
- F23.2 – Akute schizophreniforme psychotische Störung (< 1 Monat)
- F23.3 – Akute vorübergehende psychotische Störung
Im Forum wird das ebenfalls erwähnt:„Wird glaube ich meistens am Anfang nur eine Psychose als Erstepisode gegeben.“
ICD‑11 fasst das zusammen unter:
ICD‑11 (moderner)
6A23 – Acute and transient psychotic disorder
- Akuter Beginn
- Dauer bis zu 3 Monaten
- Wird bei Erstepisoden vergeben, bevor klar ist, ob es Schizophrenie ist
Erst wenn sich zeigt:
Wann wird später F20 vergeben?
Dann wird die Diagnose F20 vergeben oder aus einer F23‑Diagnose „fortgeschrieben“.
- Symptome bleiben ≥ 1 Monat stabil schizophren
- Restsymptome trotz Behandlung bestehen bleiben
- Rezidive auftreten
- Absetzversuche wieder psychotische Symptome auslösen (im Forum erwähnt: „wenn man beim Absetzversuch merkt, dass es in die Hose geht“ )
Stimmenhören ist ein schizophrenes Symptom, aber:
Was ist mit Stimmenhören?
Deshalb wird bei Erstepisoden immer erst differenziert.
- Allein reicht es nicht für F20
- Es kann auch auftreten bei
- schweren Depressionen
- bipolarer Störung
- Traumafolgestörungen
- Drogenpsychosen
- akuten Belastungsreaktionen
- körperlichen Erkrankungen
Die Frage „Warum kann man eigentlich mit einmaliger Psychose mit Schizophrenie diagnostiziert werden?“ wird dort selbst beantwortet:
Fazit für die Frage im Forum
Das entspricht exakt den offiziellen diagnostischen Leitlinien.
- „Stimmt schon, eine einmalige Episode ist normal zu wenig.“
- „Schizophrenie erst, wenn man Gewissheit hat, dass die Symptomatik dauerhaft ist.“
- „Am Anfang … ist vieles unklar, da es auch körperlich bedingte Psychosen oder Drogenpsychosen gibt.“
Wenn jemand Stimmen hört und sich fragt, ob die Diagnose vorschnell gestellt wurde, ist das absolut verständlich.Die Diagnose Schizophrenie ist eine Verlaufsdiagnose, keine Momentaufnahme.
Wichtig für Betroffene
Deshalb ist es sinnvoll, die Diagnose mit einer Fachperson noch einmal in Ruhe durchzugehen, besonders wenn die Episode:
- klar auslösbar war (z. B. extreme Belastung, Trauma, Schlafentzug)
- nur einmalig auftrat
- vollständig remittiert ist
- keine Residualsymptome bestehen
Also ist das falsch, zumindest sind das dann keine studierten Ärzte. Es braucht schon etwas mehr als eine Erstdiagnose und Stimmen sind auch kein Alleinstellungsmerkmal. Gibt also viele Grautöne. Auch bei Borderline und anderen Diagnosen können Stimmen auftreten und es ist auch kein zwingendes Merkmal einer Schizophrenie.Weil es so in den Lehrbüchern der studierten Ärzte steht.
Folge dem Video um zu sehen, wie unsere Website als Web-App auf dem Startbildschirm installiert werden kann.
Anmerkung: Diese Funktion ist in einigen Browsern möglicherweise nicht verfügbar.