Schizophrenie & Psychose – Forum für evidenzbasierte Hilfe

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Pharmakologische Strategien
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Kompakte Darstellung der Intervalltherapie mit Bupropion.
“It is plausible that this strategy prevents potential dopaminergic supersensitivity.”
– Prof. Dr. Stephen M. Stahl

➝ Bupropion bei Schizophrenie: Pharmakologie, Neurobiologie und Perspektiven
➝ Die Dopamin-Regulationshypothese
➝ Schizophrenie einfach erklärt: Was im Gehirn passiert

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Übersicht zu Intervalltherapie mit Bupropion.
“It is plausible that this strategy prevents potential dopaminergic supersensitivity.”
– Prof. Dr. Stephen M. Stahl

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Psychoseerfahrung

Wenn du älter wirst, nimmt das Risiko für eine Psychose ab, weil das Dopamin im Gehirn geringer wird.
 
Was hast du danach gemacht? Konntest du dir die Psychose erklären? Ich hatte vor zwei Jahren eine sehr konfliktbeladene Trennung und einen sehr stressigen Job. Richtig begreifen kann ich es bis heute nicht. Psychose hatte ich zum Jahreswechsel.
 
Meistens kommt so eine Psychose nicht über Nacht, sondern der Dopaminspiegel steigt stetig an.
Meistens ist es erblich bedingt und macht dich verletzlicher für psychischen Stress.
 
Hast du das von Anfang an genommen. Ich nehme 1,5 mg Risperidon und mir wurde auch ein Wechsel in Aussicht gestellt..
 
Bei mir begann die erste Psychose mit 39. Auslöser gab es keine, es gab nur sowas wie eine Vorgeschichte (plötzlich mochte ich den geliebten Job und meine geliebte Freundin nicht mehr und war auch sonst plötzlich sehr nörgelig). Schübe hatte ich dann fünf.
 
Zunächst gar nichts, ich wollte wieder mehr Sport machen, aber das ging mit Aripiprazol auch nicht besser
 
Warum kann man eigentlich mit einmaliger Psychose mit Schizophrenie diagnostiziert werden.
Stimmt schon, um eine Schizophreniediagnose zu bekommen, ist eine einmalige Episode normal zu wenig.
Ich denke, DMA hatte vermutlich einfach keinen schweren Rückfall. Die Diagnose ändert sich dann mit der Zeit automatisch. Wenn man permanent trotz Antipsychotika Restsymptome hat, ist das auch wie Schizophrenie oder wenn man beim Absetzversuch merkt, dass es in die Hose geht, und der Arzt dann wieder hoch dosiert. Dann vermeidet man auch einen Rückfall bzw. Episode.
Weil es so in den Lehrbüchern der studierten Ärzte steht.
Ich glaube weniger, dass es so in den Lehrbüchern steht. Wird glaube ich meistens am Anfang nur eine Psychose als Erstepisode gegeben. Schizophrenie erst, wenn man Gewissheit hat, dass die Symptomatik dauerhaft ist.

Ich bin mir von der Diagnostik unsicher, aber Psychose ist der allgemeine Überbegriff. Man kann Psychose meinen und eine Schizophreniediagnose haben.
Schizophrenie ist die chronische Verlaufsform einer Psychose. Am Anfang, bei der ersten Episode, ist da vieles unklar, da es auch körperlich bedingte Psychosen oder Drogenpsychosen gibt, die keinen chronischen Verlauf haben müssen und wo man die Medikamente leichter absetzen kann.

Ich glaube, es gibt manchmal auch ein G für gesicherte Diagnose bei Schizophrenie, also im Regelfall hat man da andere Diagnoseschlüssel bei der Erstepisode. Bin mir aber etwas unsicher.

Fragen wir die KI:
Frage:
Wird oder kann bei einer ersten psychotischen Episode einfach eine F20 digagonse Schizophrenie gestellt werden oder gibt es andere Zwischenschritte und Verdachdiagnosen, da sich im Tab dies Frage stellt?
(Meine vorläufige Texteingabe ist bereits in der Antwort inbegriffen:
Kurzfazit:
Bei einer ersten psychotischen Episode wird diagnostisch normalerweise nicht sofort eine F20 Schizophrenie vergeben. Es gibt klare Zwischenschritte, Verdachtsdiagnosen und zeitliche Kriterien. Das deckt sich auch mit dem, was im Forum diskutiert wird – dort wird mehrfach betont, dass eine einmalige Episode „normal zu wenig“ für eine gesicherte Schizophreniediagnose ist .

🧠 Warum nicht sofort F20 bei der ersten Episode?​

Die Diagnose Schizophrenie (ICD‑10: F20) setzt voraus:
  • Dauer ≥ 1 Monat mit stabilen schizophrenen Symptomen
  • Klarer Ausschluss anderer Ursachen (Drogen, körperliche Erkrankungen, Delir, Affektstörungen)
  • Verlaufskriterien (z. B. Persistenz, Wiederholung, Residualsymptome)
Bei einer Erstmanifestation sind diese Kriterien fast nie erfüllt.

Das wird im Forum ebenfalls angedeutet:„Um eine Schizophreniediagnose zu bekommen, ist eine einmalige Episode normal zu wenig.“ „Schizophrenie erst, wenn man Gewissheit hat, dass die Symptomatik dauerhaft ist.“ Aktuelle SeiteAktuelle Seite. Schizophrenie erst, wenn man Gewissheit hat, dass die Symptomatik dauerhaft ist.


📘 Was wird stattdessen diagnostiziert? (ICD‑10)​

Typische Erstdiagnosen sind aus der F23‑Gruppe:
  • F23.0 – Akute polymorphe psychotische Störung ohne schizophrene Symptome
  • F23.1 – Akute polymorphe psychotische Störung mit vorübergehenden schizophrenen Symptomen
  • F23.2 – Akute schizophreniforme psychotische Störung (< 1 Monat)
  • F23.3 – Akute vorübergehende psychotische Störung
Diese Diagnosen sind Standard bei Erstepisoden.

Im Forum wird das ebenfalls erwähnt:„Wird glaube ich meistens am Anfang nur eine Psychose als Erstepisode gegeben.“


📘 ICD‑11 (moderner)​

ICD‑11 fasst das zusammen unter:

6A23 – Acute and transient psychotic disorder​

  • Akuter Beginn
  • Dauer bis zu 3 Monaten
  • Wird bei Erstepisoden vergeben, bevor klar ist, ob es Schizophrenie ist

🔍 Wann wird später F20 vergeben?​

Erst wenn sich zeigt:
  • Symptome bleiben ≥ 1 Monat stabil schizophren
  • Restsymptome trotz Behandlung bestehen bleiben
  • Rezidive auftreten
  • Absetzversuche wieder psychotische Symptome auslösen (im Forum erwähnt: „wenn man beim Absetzversuch merkt, dass es in die Hose geht“ )
Dann wird die Diagnose F20 vergeben oder aus einer F23‑Diagnose „fortgeschrieben“.


🗣️ Was ist mit Stimmenhören?​

Stimmenhören ist ein schizophrenes Symptom, aber:
  • Allein reicht es nicht für F20
  • Es kann auch auftreten bei
    • schweren Depressionen
    • bipolarer Störung
    • Traumafolgestörungen
    • Drogenpsychosen
    • akuten Belastungsreaktionen
    • körperlichen Erkrankungen
Deshalb wird bei Erstepisoden immer erst differenziert.


🧩 Fazit für die Frage im Forum​

Die Frage „Warum kann man eigentlich mit einmaliger Psychose mit Schizophrenie diagnostiziert werden?“ wird dort selbst beantwortet:
  • „Stimmt schon, eine einmalige Episode ist normal zu wenig.“
  • „Schizophrenie erst, wenn man Gewissheit hat, dass die Symptomatik dauerhaft ist.“
  • „Am Anfang … ist vieles unklar, da es auch körperlich bedingte Psychosen oder Drogenpsychosen gibt.“
Das entspricht exakt den offiziellen diagnostischen Leitlinien.


❤️ Wichtig für Betroffene​

Wenn jemand Stimmen hört und sich fragt, ob die Diagnose vorschnell gestellt wurde, ist das absolut verständlich.Die Diagnose Schizophrenie ist eine Verlaufsdiagnose, keine Momentaufnahme.

👉 Deshalb ist es sinnvoll, die Diagnose mit einer Fachperson noch einmal in Ruhe durchzugehen, besonders wenn die Episode:
  • klar auslösbar war (z. B. extreme Belastung, Trauma, Schlafentzug)
  • nur einmalig auftrat
  • vollständig remittiert ist
  • keine Residualsymptome bestehen
 
Weil es so in den Lehrbüchern der studierten Ärzte steht.
Also ist das falsch, zumindest sind das dann keine studierten Ärzte. Es braucht schon etwas mehr als eine Erstdiagnose und Stimmen sind auch kein Alleinstellungsmerkmal. Gibt also viele Grautöne. Auch bei Borderline und anderen Diagnosen können Stimmen auftreten und es ist auch kein zwingendes Merkmal einer Schizophrenie.
Manchmal wird es so in der Bevölkerung dargestellt, als ob Stimmen eine Grundvoraussetzung für Schizophrenie sind. Bei mir sind etwa keine aufgetreten.
Auch Drogenpsychosen unterscheiden sich deutlich und wenn man keine Schizophreniediagnose hat, ist das erst einmal gut, da die Heilungschancen besser sind, es ohne Antipsychotika hinzubekommen.

Nur als Richtigstellung: @Mutzi, die KI‑Antwort im oberen Zitat (letzter Beitrag von mir unten) löst das ganz gut auf.
Gibt da auch viele Differenzialdiagnosen (rheumatisches usw.), wo man zumindest keine vorschnelle Schizophrenie geben muss, was manche Patienten ja eher als Stigma sehen. Also viele Ursachen müssen da vorher schon abgeklärt werden, um von Schizophrenie sicher sprechen zu können.
Bin zwar kein studierter Arzt, aber das Diagnostische muss man auch erst einmal durchblicken und auf Anhieb eine Schizophreniediagnose zu stellen, würde vermutlich weniger von Kompetenz sprechen.
 
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