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“It is plausible that this strategy prevents potential dopaminergic supersensitivity.”
– Prof. Dr. Stephen M. Stahl

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Medikamentenumstellung (Risperidon > Xeplion)

Sonnenrabe

Well-known member
Hallo zusammen,

im Jänner hatte ich wieder meinen Routine-Termin bei meinem Psychiater. Den mache ich statt alle 3 Monate inzwischen schon alle 6 Monate, weil in letzter Zeit selten viel zu bereden war, und er für 5 Minuten bereden über 100 Euro kassierte. (Privatarzt – Kasse erstattet meist alles). Nun hatte ich über meine Symptome im Dezember erzählt, da hatte ich in der Arbeit viel Stress und hab mich verfolgt gefühlt, und habe gedacht die anderen können meine Gedanken lesen. War auch etwas depressiv. Hab dann eigenständig etwas meine Dosierung raufgesetzt und versucht am Wochenende Ruhe von der Arbeit zu bekommen. Ich muss sagen psychisch ist der Dezember für mich immer am schlimmsten, auch meine erste Psychose hatte ich in dem Monat.
Mein Psychiater hat eigentlich nicht viel dazu gesagt, außer dass er gern auf die Depotspritze mit Xeplion mit mir wechseln würde. Weil ich noch nicht hier im Forum war und nicht wusste, dass das eigentlich nicht viel anderes als das Risperidon ist, hab ich widerwillig zugestimmt. Ich mag Spritzen eigentlich nicht, und dass ich so oft zum Arzt rennen müsste, käme bei der Arbeit auch nicht gut. Jetzt weiß ich ehrlich gesagt nicht weiter. In 3 Wochen, im Gelöschtes Mitglied 659, hätte ich einen Termin um da die Umstellung zu beginnen. Ich bin einfach kurz davor das abzusagen, und mir jemand anderen zu suchen. Ich versteh nicht, warum jemand, der gut einsichtig ist, wie ich, immer ein Versuchskaninchen von jemanden werden soll. Der Arzt ist eigentlich sehr nett und ruhig, er meinte sogar er muss in der Fachliteratur nachlesen. Was denkt ihr, was sollte ich tun? Ich finde Psychiater sind irgendwie ein eigener Typ Mensch, und die Psychopharmaka sind ihr Allheilmittel.
 
Es klingt als ob du die Krise schon selbst gemeistert hast, und der Schachzug vom Psychiater eigentlich zu spät kommt. Wenn du es nicht möchtest würde ich es auch nicht machen und die Medikation die du hast beibehalten.
Ist denn dein Versprechen zur Spritze so gravierend dass du gleich den Psychiater wechseln müsstest? Könntest du nicht absagen und den Psychiater behalten?
Du könntest es natürlich auch ausprobieren, aber wenn du Medikamente hast auf die du gut klarkommst fragt man sich warum. Im Zweifelsfall sage ich mir immer never change a winning Team, also das was gut funktioniert würde ich nicht ändern.
 
Ich würde auf mein Bauchgefühl hören und mir die Spritze nicht verpassen lassen. Es ist nur ein Versuch des Psychiaters dich ruhig zu stellen.

Im Grunde sind wir alle Versuchskaninchen für die. Was die Psychiater während ihres Studiums in ihren Lehrbüchern gelernt haben, hat wenig mit der Praxiserfahrung zu tun.

Lass dich da nicht einlullen. Sage ihm bestimmt, dass du die Spritze nicht haben möchtest und lieber erstmal ein anderes Medikament ausprobieren möchtest. So habe ich es getan, als sie mir damals Haldol verabreichen wollten. Heute bin ich froh, dass ich so konsequent war und mich dagegen gewehrt habe.

Nur Mut. Lerne nein zu sagen.
 
Wenn du privat krankenversichert bist, kannst du dir erst einmal Invega als orale Formulierung des Paliperidon (entweder 3 mg oder 6 mg oder 9 mg pro OROS-XR-Kapsel) verschreiben lassen, um zu sehen, ob du mit diesem Wirkstoff zurecht kommst. Vorher aber zur Sicherheit bei der PKV eine Kostenübernahmezusage anfordern, denn die GKV'en zum Beispiel erstatten Paliperidon außer als Depot/"LAI" nicht. Das wäre eine Möglichkeit.
 
In 3 Wochen, im Gelöschtes Mitglied 659, hätte ich einen Termin um da die Umstellung zu beginnen. Ich bin einfach kurz davor das abzusagen, und mir jemand anderen zu suchen. Ich versteh nicht, warum jemand, der gut einsichtig ist, wie ich, immer ein Versuchskaninchen von jemanden werden soll.
Würde ich an deiner Stelle auch machen.
Wenn du noch kein Aripiprazol hattest, wäre das in Tablettenform im Regelfall deutlich besser verträglich als Risperidon.
Xeplion ist reine Geldmache, kostet schon die letzten 15 Jahre 1000€ so eine Monatsspritze, da wird dein Arzt sicher auch etwas davon abbekommen.
 
Ärzte glauben halt auch immer sie sind die Götter in Weiß, dabei sind sie oft nur die verlängerten Arme der Krankenkassen und Pharmakonzerne. So etwas wie Berufsethos und Out-of-the-box-Denken sieht man selten. Finde deshalb auch „alternativmedizinische“ Ansätze nicht verkehrt. Als Beispiel hat mich als Kind ein TCM-Arzt von Neurodermitis geheilt.
Auf jeden Fall werd ich mich nicht mit etwas zudröhnen lassen, wo in Japan bei der Einführung des Medikaments auf einen Schlag viele Menschen gestorben sind. (Paliperidon-Injektion: In Japan sterben 17 Schizophrenie-Patienten)
 
Wenn Du lieber Tabletten magst, dann bleibe bei dem Risperidon. Mir hatten damals die Spritzen (Xeplion 1mal monatlich und Trevicta alle 3 Monate) nicht gefallen. Starke Schmerzen an der Einstichstelle für einige Tage und der ganze Aufwand in der Praxis mit der Spritzerei...
Wenn du nicht klar kommst mit Risperidon versuche ruhig ein anderes Medikament.
Mir hat Risperidon damals eine Pankreatitis hervorgerufen und ständigen Verfolgungswahn und Ängste.
Alles Gute:)
 
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