Aktuelles

Psychose & Schizophrenie Forum ❤️

Herzlich willkommen in unserer hilfsbereiten Community. ✨ Hier findest du Austausch mit Betroffenen, Angehörigen und Fachkundigen – ein Ort für Orientierung, Verständnis und gegenseitige Unterstützung.

Registriere dich und entdecke alle Möglichkeiten:

🧠 Warum kritische Einordnung wichtig ist

Der Einsatz von KI und Studienwissen in der Psychiatrie wirft wichtige Fragen auf: Wie praxisnah sind Forschungsdaten? Welche Rolle spielen Industriebias? Und warum ist es entscheidend, aus realen Behandlungserfahrungen zu lernen?

🧠↗ KI, Studienbias & Praxisrealität in der Psychiatrie ← Warum unabhängige Bewertung, Praxisabgleich und Lernfähigkeit entscheidend sind

Herzlich willkommen – schön, dass du zu uns gefunden hast! ☀️

Frage Medikamentenumstellung

mamavon

Member
Hallo, ich hätte mal eine Frage.

Meine Tochter hat als Medikation in der Klinik Anfang Mai erst 5 mg olanzapin, das auf 10mg gesteigert wurde bekommen.
Davor hatte sie 3mg fluanxol, das ca 2 Jahre sehr gut geholfen hat, und dann im April nicht mehr half gegen Unruhe, Halluzinationen und Stimmen hören.
Dazwischen ein kurzer Versuch mit aminsulprid, was die totale Katastrophe war, mit dem ist sie in der Klinik gelandet.

Heute waren wir zur Kontrolle und da meinte der Psychiater, das Olanzapin ist wohl nicht das richtige, kaum Besserung, die stimmen sind noch da, die Halluzinationen auch.

Er meinte nun, das Olanzapin über 3 Tage ausschleichen und dann am 4. Tag in der früh wieder fluanxol 5mg , weil erfahrungsgemäß das am besten hilft, das schon mal geholfen hat.
Und als Notfall, falls sie nicht schlafen kann pipamperon 20 mg.

Mir kommen 3 Tage zum Ausschleichen sowenig vor...bin nun etwas verunsichert, da genau bei so einem Umstellungsversuch die Situation so eskaliert ist im Mai.
 
Dir bleibt nur, dem Psychiater zu vertrauen. Ihr könntet Pech haben und Stimmen und Halluzinationen bleiben. Dann müsste sie lernen, damit zu leben.
 
Wenn den Göttern in Weiß die Hände gebunden, dann machen Sie zügig. Kann passieren. In der Klinik ist das gang und gäbe..
 
Innerhalb einer Woche von einem auf das andere NL ist üblich und da die Dosen nicht so hoch sind sollte das klappen ?!
 
Leider hat das nichts gebracht.
Meiner Tochter geht es nicht gut.
Meine Tochter hat eine geistige behinderung und die Symptome sind erstmals nach einer Narkose 2017 aufgetreten.
Risperidon versucht, hat auch gut geholfen bis starke allergische Reaktionen aufgetreten sind.
Quetiapin kurzzeitig..
Apriprazol verträgt sie auch nicht...
Unter amisulprid ist es total eskaliert, da musste sie auf die akutstation wegen Eigengefährdung.
Olanzapin in hohen Dosen hat sie flach gelegt, aber die Halluzinationen und das stimmenhören war noch bedrohlich für sie.
Fluanxol hat von 2021 bis ins Frühjahr 2025 gut geholfen und plötzlich nicht mehr.
Anfang Oktober wieder angesetzt, aber keine Besserung, eher schlechter.
Mit Unruhe, stimmen, Halluzinationen

Weiss jemand, ob man paliperon versuchen könnte, auch wenn sie auf risperidon allergisch reagiert hat?
 
Risperidon wird im Körper zu Paliperidon umgewandelt, ist ein aktiver Metabolit. Die Nebenwirkungen und Unverträglichkeiten sollten die selben sein.
 
Was haltet Ihr davon ?

Screenshot 2025-10-28 220334.jpg
 
Er meinte nun, das Olanzapin über 3 Tage ausschleichen und dann am 4. Tag in der früh wieder fluanxol 5mg , weil erfahrungsgemäß das am besten hilft, das schon mal geholfen hat.
Und als Notfall, falls sie nicht schlafen kann pipamperon 20 mg.

Mir kommen 3 Tage zum Ausschleichen sowenig vor...bin nun etwas verunsichert, da genau bei so einem Umstellungsversuch die Situation so eskaliert ist im Mai.
Gut, dass du das ansprichst.

Wenn der Eindruck da ist, dann würde ich lieber eine Woche warten bis ihr auf Fluanxol umstellt, da solche Wechselwirkungen, die vielleicht möglich sind, meist wenig dokumentiert und untersucht sind, bei Medikamentenstellungen und man es teilweise übertreib.

Du könntest den Psychiater kontaktieren und diese Sorge mitteilen.

Hatte deine Tochter schon mal Aripiprazol (Abilify) ?
Es wäre ein atypisches Medikament, was bei manchen Betroffenen sehr gut wirkt, bei manchen weniger. Als einer der wenigen Partialagonisten ist es sehr verträglich, was also dahingehend besser als Flupentixol (Fluanxol) ist.
Flupentixol ist eben eher ein Akutmedikament und diese typischen hochpotenten Antipsychotika haben bei dauerhaften gebrauch Langzeitrisiken, die man sich durch die atypischen Antipsychotika (etwa auch Olanzapin) sparen möchte. Olanzapin macht zudem sehr dick und ist von daher für einige Betroffene ein Nogo.

Mein Ratschlag wäre über eine Umstellung von Olanzapin auf Aripiprazol (Abilify) zu sprechen statt dem Flupentixol (Fluanxol).

Aripiprazol reguliert/fördert bei kleinen Dosierungen um 5–10 mg auch den Schlaf und wird normal morgens eingenommen.

Wenn dann immer noch problematische Restsymptome da wären und Schlafstörungen, dann wäre Quetiapin als Ergänzung für ein breites Rezeptorprofil zum Aripiprazol möglich, was dann eher für Therapieresistenz vorgesehen ist.
 
Zurück
Oben