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Leben ohne Medikamente - Wer bin ich nach der Psychose

TS
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Pistache

Guest

Guten Morgen,

leider muss ich mir eingestehen, dass ich nicht nur psychotische Episoden hatte, sondern wirklich schizophren bin.

Es ging eine Weile echt gut, bis eine "Ich-Störung" eingetreten ist.

Ein fremdes Wesen, was sich in meinen Körper eingenistet hat, freundlicherweise nur gewisse Körperteile bewegt hat und mit mir gesprochen hat, auch aus meinem Mund. Ich bin nicht direkt zum Arzt, da ich dachte es könnte eine Präsenz/Dämon oder einfach etwas übernatürliches sein. Leider konnte ich diese Phase nicht ohne Kiffen und Alkohol aushalten. Erst nachdem dieses "Wesen" in mir ruhig wurde (vor 2 Wochen), bekomme ich mal meine Umwelt mit. Nachbarn die nicht sehr amüsiert sind (da Gespräche, Intimitäten, sowie Verzweiflung mitbekommen wurden - ich konnte es nicht in meinem Kopf behalten) und auch im persönlichen Rahmen, da ich sehr private Dinge besprochen habe, die mittlerweile surreal wirken.

Konsequenz: Ich nehme wieder Cariprazin (erstmal 1,5mg) und eventuell noch Antidepressiva. Ein stationärer Aufenthalt ab morgen ist ebenfalls geplant, da dieses Wesen immer noch in mir ist - und wahrscheinlich bleiben wird.

Emotional geht es mir damit schlecht, zu akzeptieren, dass ich die Medikamente ein Leben lang brauchen werde, ich muss betroffenen hier wohl kaum erklären wie beeinträchtigen das ist. Perspektiven und nach vorne schauen sind leider im Moment nicht gegeben. Ein Tag nach dem anderen ohne zuviel zu denken.

Frustrierend ist, dass zB Nachbarn nicht verstehen können, dass ich auf Seitensprüche aus dem Fenster heraus nicht reagiere, bzw meist nicht höre.. Meine Stimmen existieren ja nach wie vor.

Es tut mir im nachhinein sehr leid, so viele Menschen anscheinend sehr belästigt zu haben und weiss noch nicht wie ich künftig auf andere (gerade was Vertrauen angeht) reagieren soll..

Kennt jemand eine solche Form der Ich-Störung? Im Internet findet man viele Symptome, dieses habe ich leider nirgends gefunden. Meine Ärztin ist sich jedoch sicher.

Fazit, alle hatten recht: Selbst bei Episoden sind Medikamente notwendig (bei mir), die Psyche kann sich schnell verschlechtern ohne dass man sich bewusst ist, wie desillusioniert man ist (sogar der Meinung ist, es geht einem besser als vorher).

Ich werde ab nun immer Medikamente nehmen und Selbstversuche (auch medikamentöse) unterlassen und kann es nur jedem raten.

Es gibt bestimmt auch Wege ohne Medikamente, ich denke dafür muss aber auch schon im Vorfeld ein Drogenfreies (darunter auch Alkohol) Leben gegeben sein und vor allem selbst wenn alles gut läuft...der Knall kam erst 3-4 Monate später...

Ich denke es ist wichtig es hier mitzuteilen, nicht dass ich damit jemanden zu sehr ermutigt habe es ebenfalls zu probieren.
 
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Tja.. Willkommen im Club. Aber es ist nicht immer alles ganz schlecht mit So einer Ich-Störung. Du wirst nur erstmal durch ein tiefes Tal wandern müssen. Blöde Sachen sagen, blöde Sachen gesagt bekommen, aufgeben, anfangen, schlafen, im Wahn leben. Ich kann nur Sagen: Kopf hoch! Bald wird alles nicht mehr so schlimm erscheinen. Wie alt bist du denn @Pistache ?
 
TS
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Pistache

Guest

@Doppel_Standard

Danke für deine Nachricht...im Moment fällt es schwer optimistisch zu sein, es tut aber gut zu hören, dass auch so ein Leben nicht das Ende bedeuten muss.

Verstehe ich dich richtig, dass Symptome trotz Medikamente nicht verschwinden?

Ich bin 36, Stimmen haben mit 31 Jahren begonnen (viele Verluste, chemische Drogen..selber schuld, ich weiss). Die Ich Störung ist wie gesagt ganz neu, wie lange lebst du bereits damit? Bist du im steten Kontakt mit deinem "Mitbewohner"?
 
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@Pistache Ja kann ich mir vorstellen. Manchmal ist diese Welt einfach ein Kackhaufen. Also meine Symptome kommen immer mal wieder. Dann habe ich mir angewöhnt einfach ein bisschen was von dem Medikament mehr zu nehmen ( Amisulprid). Ich konnte lange Zeit gar nicht einordnen ob ich jetzt „Normal“ Oder Verrückt bin. So wenig habe ich mich in mir Zuhause gefühlt. Das ist manchmal immer noch so. Da hat Achtsamkeit und Meditation und vor allem Yoga und Sport viel geholfen. Aber so findet jeder selbst heraus, was gut für ihn ist. Der Prozess dauert ewig, glaube ich. Erstmal herausfinden, was die „echte“ eigene Stimme ist und herausfinden welche Emotion gerade spricht. So versuche ich z.B. auf meinen Hass nicht zu reagieren und ihn einfach machen lassen. Auf Freude und Spaß höre ich da schon eher, solange es nicht sehr schädlich für mich ist. Ich habe das nun schon seit ca. 18 Jahren. Man wächst aber auch an den Herausforderungen !! Also Kopf hoch, Schultern nach hinten, Bauch einziehen
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TS
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Pistache

Guest

@Doppel_Standard

Das klingt ja fast so, als würde sich "seine" Persönlichkeit mit deiner vermischen,wenn ich es richtig verstehe? Bisher kann ich das ganz gut auseinanderhalten zum Glück, wenn gibt es Kommentare (wie bei den Stimmen) oder Gespräche. Bewegungen mit meinem Körper sind zum Glück vorbei. Wir überlegen gerade auch etwas höher zu gehen mit der Dosis, beängstigend ist es nur zu wissen, "er" könnte jederzeit für mich sprechen oder agieren ohne dass ich es verhindern könnte. Aber ich denke du hast recht, lieber positiv bleiben und irgendeinen Weg durch den Alltag finden, statt wie bisher zu stagnieren vor Angst, dass es bemerkt wird. Nochmals danke(!), irgendwie geht es schon weiter.
 
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Bei mir hat das mit dem absetzen der Neuroleptika erst jetzt funktioniert und würde das jetzt weniger von Alkohol und so abhängig machen.

Ich hab viele Jahre zusätzlich das Bupropion(SNDRI Antidepressivum) einnehmen müssen, was das Absetzen der NLs jetzt möglich gemacht hat.

Cariprazin soll ja dem Aripiprazol etwas ähnlich sein, vielleicht funktioniert das ja auch mit Bupropion..

@Pistache , wäre das Bupropion etwas für dich? Wenn ja würde ich das später dann mit Citalopram(SSRI Antidepressivum) kombiniert einnehmen weil sich so die Nebenwirkungen aufheben.

Früher hatte ich auch viele Rückfälle erlitten, meist nur kleinere aber das absetzen der NLs ist etwas längerfristiges, was meiner Meinung nach auch nur mit Medikamenten wie Bupropion funktioniert. Früher ohne wurde ich immer wieder instabil, worüber ich mich heute zumindest keine Sorgen mehr machen muss.

 
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@Admin eigentlich schon cool dass du da geschafft hast. Ich habe das Ziel ohne Amisulprid zu leben gar nicht zu sehr. Vielleicht will ich es nicht doll genug. Was mich halt am meisten an meiner Situation nervt sind die Schlafstörungen. Ich habe ein paar Routinen zum Einschlafen aber manchmal klappt es nicht so recht. Wie gestern Nacht wo ich dann Nachts aufgestanden bin und wieder mit dem Rauchen angefangen hab. Ich bin dann nachts noch zur Tanke und hab mir Tabak geholt. Total bekloppt irgendwie.. *Lach* Leben ist schon komisch. Was man so macht und dannn wieder lässt. Nicht aufhören kann.. Irgendwie wie ein Tanz
 
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Hallo Pistache!

Du schreibst, du hast im Internet gesucht, ob andere ähnliche Erfahrungen hatten, daß unsichtbare Wesen ihren Körper übernehmen.

Ich kann dir sagen, daß genau das auch mir passiert ist.

Manchmal haben sie meinen Körper bewegt, ohne daß ich es kontrollieren konnte.

Sie haben meine Gedanken zerfressen und mich Tag und Nacht gequält, auf mich eingeredet und mir Schmerzen zugefügt.

Medikamente haben nur sehr sporadisch Linderung bewirkt, wenn überhaupt.

Der Meinung von Psychiatern nach hätte es für mich keine Hilfe mehr gegeben.

Und doch lebe ich seit 21 Jahren im Frieden. Gott schirmt mich vor ihnen ab.

Wie ist das alles gekommen?

Unsichtbare Wesen haben sich bei mir gemeldet und ich hab mich auf sie eingelassen.

Ich hatte die große Gnade, Gott zuerst kennenlernen zu dürfen.

Leider war ich so verblendet, daß ich lieber auf die Angebote dieser Wesen eingegangen bin und mich von Gott nicht warnen ließ.

Sie spiegelten mir vor, daß sie mir meine Wünsche jetzt sofort erfüllen würden - aber Gott hatte einen anderen Plan für mich. Den wollte ich nicht hören.

Schließlich waren diese Wesen mir wichtiger als Gott und ich vergaß Ihn.

Gott hat mich nicht im Stich gelassen, Er wollte mich aber auch nicht mit Gewalt zwingen. Darum ließ Er mich damals gehen. Ich spürte, wie traurig Er damals war.

So mußte ich eben auch meine Suppe auslöffeln und es vermischte sich immer mehr diese andere unsichtbare Welt mit der sichtbaren Welt.

In der Esoterik gibt es Bücher darüber, wie man mit diesen Wesen umgehen soll, wer sie sind und was sie wollen.

Alles in allem sind die Aussagen da aber sehr widersprüchlich und haben mich nicht weitergebracht.

Ich geriet sogar dadurch immer tiefer in den Sumpf hinein statt heraus.

Bei meinem ersten Psychiatrieaufenthalt hat Gott mich schon mit Christen in Kontakt gebracht.

Ich begann die Bibel zu lesen und darin stand von bösartigen Wesen (= Dämonen) geschrieben und daß Jesus Christus allein Macht über sie hat.

Diese Wesen haben sich von Gott abgewandt und wollen Ihm nicht dienen. Gott hat sie aus Seinem Himmel gestoßen

und jetzt versuchen sie die Menschen zu quälen und auch von Gott wegzuziehen.

Sie haben nichts Gutes im Sinn und werden niemals aufhören mich zu quälen, sofern sie die Macht dazu haben. Das wußte ich.

Doch es gibt eine höhere Macht als die ihre - Gott. Und Ihm können sie nicht widerstehen. Das war meine Hoffnung, solange ich sie noch wahrnahm.

Gott hat sie letztendlich auch aus meiner Seele hinausgeschoben und ihnen den Zugang verwährt! Darum habe ich jetzt den Frieden, mittlerweile seit 21 Jahren schon.

Genau so hab ich sie auch erlebt! Sobald ich mich mit Gott beschäftigt habe, wurden meine Störungen stärker.

Sie haben mit aller Kraft versucht mich einzuschüchtern und mir einzureden, daß Gott mir nicht hilft und sie die Macht über mich hätten oder daß sie selbst Gott wären.

Sie versprachen mir, daß sie aufhören würden mich zu quälen, wenn ich aufhöre mit Jesus zu reden usw.

Doch ich wußte, daß sie das nicht tun werden und daß Gott meine einzige Hoffnung ist. Ich blieb auf meinem Weg.

Ich denke, Gott wollte sehen, ob ich es wirklich ernst meine mit meiner Umkehr - weg von den Dämonen, die mich nur knechten wollen, hin zu Ihm.

Es war ein Lernprozeß bis ich Jesus wirklich als Herrn in mein Leben lassen wollte und auf Ihn hören.

Ich wollte mein eigener Herr sein und dachte, Er würde mich zwingen Dinge zu tun, die ich nicht tun will.

So kam es aber nicht! Gott ist ganz anders als unser Feind der Teufel, der Menschen unterdrückt und ins Unglück stürzt, der sie versklaven will.

Jesus hat mich letztendlich frei gemacht! Durch Ihn darf ich in Frieden leben. Als Geschenk.

Meine eigenen Sünden (= Fehlverhalten) haben mich dorthin gebracht, daß die Wesen Macht über mich bekamen und mich versklaven konnten.

Doch Jesus - also Gott selbst (!) - hat für mich bezahlt, dieses Leid auf sich genommen, das Konsequenz meines Ungehorsams war.

Ich habe Gott nicht geglaubt und lieber ihnen geglaubt. Und sie haben das ausgenutzt, um immer mehr Macht über mich zu bekommen und mich zu quälen.

Was für ein Wesen Jesus doch ist. Jetzt, 21 Jahre danach, kann ich es immer noch nicht fassen, was für einen Gott ich täglich erfahren darf.

Jesu Opfer am Kreuz hat mir einen Neuanfang ermöglicht. Er hat die Konsequenzen meiner Sünden auf sich genommen. Er hat bezahlt, was ich niemals bezahlen konnte.

Er war sündlos und hat meine Sünden auf sich genommen, damit ich frei von ihnen sein kann.

Wie könnte ich so jemandem nicht mein Leben anvertrauen und Ihm nachfolgen?

Andererseits mußte ich natürlich auch mein Leben in Ordnung bringen.

Mein falscher Weg hat viel in meinem Denken und Fühlen verdreht und da hat mir Gott gezeigt, wie die Wahrheit ist.

Meine falschen Vorstellungen von mir selbst, von Gott und der Welt haben mich in Ängste gestürzt und mein Leben behindert.

Das alles hat auch Zeit in Anspruch genommen - lernen, was ich falsch gemacht habe und wie ich in Zukunft handeln soll.

Ich weiß nicht, ob das nur bei mir so ist, weil ich ja Gott zuerst kannte und von Ihm quasi weggegangen bin, oder ob das einfach dazugehört.

Er hat mir Kämpfe mit diesen bösen Wesen (= Dämonen) nicht erspart!

Sie kamen immer wieder und durften mich bis zu einem bestimmten Grad quälen. Manchmal schien es, daß Gott mich nicht hört und nicht eingreift.

Es war als würde Gott mich an den Rand meiner eigenen Möglichkeiten bringen, weil ich nur so lernen kann, was Glaube eigentlich ist.

Wenn ich selber am Ende bin, dann kann Gott etwas machen, weil ich dann erkenne, daß ich mich nicht selber retten kann,

daß ich existentiell von Gott abhängig bin - lebenslang. Daß es das Kostbarste auf der Welt ist, in einer Beziehung mit Gott leben zu dürfen.

Er kommt auf mich zu und lädt mich ein, in einer Beziehung mit Ihm zu leben. Die Einladung annehmen, das muß ich machen.

Bei diesen Attacken von unsichtbaren Wesen habe ich gelernt, sofort Gottes Nähe zu suchen im Gebet.

Obwohl sie mich hart attackierten, hab ich auch so gut es ging in der Bibel gelesen und Gott gebeten, mir die Bibelstellen zu zeigen, die für mich jetzt wichtig sind.

Anstatt ihnen Raum zu geben und ihnen zuzuhören, habe ich meinen Geist mit Gott in Bibellese und Gebeten gefüllt und um Unterweisung gebeten.

Das rüstete mich zu für diese inneren Kämpfe, die auch mal sehr hart waren. Da standzuhalten im Glauben an Gott, das ist nicht immer einfach.

Gott vertrauen, wenn sie über mich herfielen - nicht das Vertrauen und die Hoffnung in Gott verlieren.

Bei Gott bleiben, auch wenn ich gerade keine Linderung, Besserung, Heilung erleben darf und nicht weiß, ob das jemals der Fall sein wird.

Natürlich gäbe es noch ganz viel zu sagen, aber es geht ja nicht alles auf einmal.

Lieber Pistache, gib bitte nicht auf!

Ohne Gott kann das geschehen, was in Psychiatrielehrbüchern steht und was Psychiater und Therapeuten von ihren Klienten so mitbekommen.

Bei Gott aber ist alles möglich! Wer hätte gedacht, daß ich heute ohne Medikamente und ohne Symptome in Frieden sein kann.

Ich hoffe, du kannst dich in manchen meiner Schilderungen wiederfinden. Wenn du magst, bleiben wir in Kontakt.

Gottes Segen wünsche ich dir und daß du den Mut hast, Ihm dein Leben anzuvertrauen,

Seren
 
TS
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Pistache

Guest

@Serendipity

Guten Morgen,

vielen Dank für deine Offenheit!

Es hilft sehr zu lesen, dass jemand ähnliche Erfahrungen gemacht hat. Es ist einfach schwer zu sagen, ob es eine psychische Krankheit ist, ein Wesen dass einen besetzt um zu helfen oder eben zu schaden.. Fest steht, dass ich leider ohne Medikamente damit nicht klarkomme.

Aber weg ist dieses Wesen und die Stimmen nicht.

Sie haben natürlich ihren eigenen Charakter, aber zumindest fühle ich mich nicht mehr stetig belästigt.

Ich habe schon an ein Clearing gedacht, aber da gibt es so viele teure Angebote, die es einem schwer machen, den Schritt zu wagen..

In der Esoterik gibt es leider viele Betrüger. Bzw. bieten die meisten nicht so klare Befreiungen von Wesen an, sondern eher von negativen Schwingungen die nicht zu einem gehören sollen. Des Weiteren weigern sich auch viele, Menschen mit der Diagnose Schizophrenie zu behandeln.

Ich bete weiterhin zu Gott, was mir hilft. Was bemerkenswert ist, ist dass meine Stimmen mit beten und es gut heißen.

Da muss man wahrscheinlich einfach durch und das Beste hoffen.

An sich bin ich ja selber Schuld, Drogen und wie du schon sagst, so ein Wesen verführt schon zu einem Weg weg von Gott (ob nun als Test oder aus Bosheit, kann ich nicht sagen).

Darf ich dich fragen, mit was für Literatur du dich beschäftigt hast? Ich verspreche mir davon zwar keine Heilung (wie du sehe ich Gott bzw. Jesus als meinen einzigen möglichen Erlöser aus dieser Situation), aber eine Hilfestellung bzgl. des Umgangs kann bestimmt nicht schaden.

Und darf ich so persönlich werden und fragen ob du dein Leben Gott voll und ganz gewidmet hast? Ich habe bereits gezögert einem Kloster beizutreten, was natürlich nicht ganz so einfach ist. Aber du hast bereits mehrfach so schön beschrieben, wie du so lange Zeit frei von Wesen und Stimmen bist, seitdem du Gott und Christen in deinem Leben hast.

Schönen Sonntag und nochmals danke, dass du deine Geschichte so offen teilst!
 
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Hallo Pistache!

Nein, ich bin nicht in ein Kloster gegangen. Ich gehöre auch keiner christlichen Gemeinschaft an.

Das Eigentliche geschah im Kämmerlein im direkten Gespräch mit Gott und in meiner persönlichen Bibellese im Dialog mit Gott.

Matthäus 6 - Vom Beten

6 Wenn du aber betest, so geh in dein Kämmerlein und schließ die Tür zu und bete zu deinem Vater, der im Verborgenen ist;

und dein Vater, der in das Verborgene sieht, wird dir's vergelten.

7 Und wenn ihr betet, sollt ihr nicht viel plappern wie die Heiden; denn sie meinen, sie werden erhört, wenn sie viele Worte machen.

8 Darum sollt ihr ihnen nicht gleichen. Denn euer Vater weiß, was ihr bedürft, bevor ihr ihn bittet.

Als ich ganz unten war, wollte ich nicht, daß andere dasselbe erleiden müssen und habe Gott versprochen, daß ich sie warnen werde

und ihnen von Jesus Christus erzählen und wie Er mich aus meinen Störungen herausgeführt hat.

Bücher kann ich dir keine nennen. Wie gesagt, der einzige Rat war, keine Angst zu haben bzw. ethisch korrekt zu handeln,

dann könne man unbeschadet mit unsichtbaren Wesen Umgang haben und es würde einem nichts passieren.

So war es aber nicht! Erst durch Gebet und Bibellese wurde mir klar, daß Gott nicht will, daß wir uns auf irgendwelche Wesen einlassen.

Wir sollen uns auf Ihn ausrichten und Sein Heiliger Geist unterweist uns.

Bitte such keine anderen Quellen als Gott selbst und die Bibel!

Kein Mensch kann Energien ins Gleichgewicht bringen oder sonst irgendwie die Macht dieser Wesen brechen.

Es gibt auch keine besondern Tricks im Umgang mit ihnen.

Wann immer ich mich bedrängt gefühlt habe, habe ich mich sofort Gott zugewendet und mich auf Ihn fokussiert.

Sobald ich die Bibel lesen wollte, überkam mich immer wieder eine Müdigkeit oder die Stimmen und anderen Störungen wurden stärker.

Wenn ich dagegen ankämpfte und dennoch in der Bibel las, war das äußerst fruchtbar und ich kam genau an die Bibelstellen, die damals für mich wichtig waren.

Da die Medikamente bei mir nicht wirkten, mußte ich nicht die Entscheidung treffen, ob ich sie nehme oder nicht. Ich hatte quasi keine andere Wahl.

Ich war gezwungen, mich ganz auf Gott zu werfen und Ihm zu vertrauen, egal was die Wesen mir antaten und wie lange ich schon nicht mehr geschlafen hatte.

Das war streckenweise sehr hart, doch es hat sich gelohnt!

Als Gott mir die Wesen endgültig weggetan hat, hat Er gesagt: "Du hast mir geglaubt, darum geb ich dir den Frieden."

Ja, ich wußte, daß Gott der einzige ist, der mir helfen kann und ich habe Ihn im Gebet und in der Bibellese gesucht

anstatt mich auf andere Heilverfahren zu stützen. Ich nahm Ihn beim Wort:

2. Mose 15

26
Wirst du der Stimme des
HERRN, deines Gottes, gehorchen und tun, was recht ist vor ihm, und
merken auf seine Gebote und halten alle seine Gesetze,

so
will ich dir keine der Krankheiten auferlegen, die ich den Ägyptern
auferlegt habe; denn
ich bin der HERR, dein Arzt .

Lieber Pistache, wenn du psychische Störungen hast, kann ich dich nur darin bestärken, den Herrn zu suchen!

In Zeiten der Not tut man das ja verstärkt. Er sollte aber im ganzen Leben an erster Stelle stehen.

Das kann man auch machen, wenn man nicht in einem Kloster lebt!

Jeder auf seinem Platz bei der Arbeit, in der Familie, im Freundeskreis ... wo man eben gerade ist
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Gottes Segen dir! Er kann es jederzeit wenden, wie schrecklich es im Moment auch ausschauen mag.

Ich bete für dich, daß du den Glauben und die Hoffnung nicht verlierst, wenn es hart an die Grenze dessen geht, was du glaubst ertragen zu können,

Seren
 
TS
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Pistache

Guest

@Serendipity

Liebe Seren,

ich danke dir! Wenn mir der Gedanke ins Kloster zu gehen schon kommt, wird bestimmt etwas dran sein, aber ich werde mir an dir ein Beispiel nehmen und weiterhin versuchen vorerst im eigenen Kämmerlein zurück zu Gott zu finden.

Er war nur so unüberhörbar bevor das Wesen kam und nun höre ich ihn leider kaum noch.

Geduld ist leider nicht meine Stärke,ich werde mich daran üben müssen.

Das Leben ist einfach anders mit den Psychosen, aber schön dass man sich hier austauschen kann
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Dir weiterhin alles Gute und vielen Dank für deine Worte und Gebete, deine Geschichte gibt mir Mut weiter in der Bibel nach Antworten zu suchen!
 
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Ein paar Tips aus der Bibel vielleicht im Umgang mit den unsichtbaren Wesen (= Dämonen):

Epheser 6 - Die geistliche Waffenrüstung

10 Zuletzt: Seid stark in dem Herrn und in der Macht seiner Stärke.

11 Zieht an die Waffenrüstung Gottes, damit ihr bestehen könnt gegen die listigen Anschläge des Teufels.

12 Denn wir haben nicht mit Fleisch und Blut zu kämpfen, sondern mit Mächtigen und Gewaltigen,


mit den Herren der Welt, die über diese Finsternis herrschen, mit den bösen Geistern unter dem Himmel.

13 Deshalb ergreift die (ganze) Waffenrüstung Gottes, damit ihr an dem bösen Tag Widerstand leisten und alles überwinden und das Feld behalten könnt.

14 So steht nun fest, umgürtet an euren Lenden mit Wahrheit und angetan mit dem Panzer der Gerechtigkeit

15 und beschuht an den Füßen, bereit für das Evangelium des Friedens.

16 Vor allen Dingen aber ergreift den Schild des Glaubens , mit dem ihr auslöschen könnt alle feurigen Pfeile des Bösen,

17 und nehmt den Helm des Heils und das Schwert des Geistes, welches ist das Wort Gottes (= Bibel).

18 Betet allezeit mit allem Bitten und Flehen im Geist und wacht dazu mit aller Beharrlichkeit und Flehen





Auf meinem Weg mit Gott, hat Er mir auch zugemutet, daß diese bösartigen Wesen mich bedrängen dürfen.

Da Medikamente nicht wirkten, war ich gezwungen, im Glauben gegen sie standzuhalten - auf den Herrn zu hoffen, nicht aufzugeben!

Sie sind eine Übermacht, die stärker ist als ich, aber Gott steht über ihnen. Ich blieb im Gebet und flehte Gott um Hilfe an.

Sobald ich konnte, las ich in der Bibel, wo mir die Irrtümer, die mir diese Wesen in meine Gedanken legten, klargestellt wurden.

Ich suchte die Wahrheit über Gott und mich selbst in der Bibel. Und wenn ich die Wahrheit weiß, können sie mich weniger in verdrehte Gedankengänge hineinziehen.

Es wird in dieser Perikope sogar nochmals extra betont "Vor allen Dingen ergreift den Schild des Glaubens,

mit dem ihr auslöschen könnt alle feurigen Pfeile des Bösen".

Paulus wählt hier die Waffenrüstung eines römischen Soldaten als Bild.

Unser Feind, der Satan, schießt seine Pfeile in unsere Gedanken und Gefühle und wenn wir da nicht dagegenarbeiten, hat er uns besiegt.

Wir sollen Widerstand leisten, überwinden, das Feld behalten!

Wir sollen wachsam sein und uns nicht von Gott ablenken und wegziehen lassen.

Das alles kann sehr hart an die Grenze gehen. Doch:

1. Korinther
10


13
Bisher hat euch nur menschliche Versuchung getroffen.

Aber
Gott ist treu, der euch nicht versuchen läßt
über eure Kraft, sondern
macht, daß
die Versuchung so ein Ende nimmt, daß
ihr's ertragen könnt.

Und bitte, lieber Pistache, betäub dich nicht mit Alkohol oder Drogen. Bleib nüchtern! Wie sonst willst du standhalten können?

Betäubung kann dir nur kurzfristig eine Erleichterung verschaffen, aber sie löst die Sache nicht an der Wurzel.

Wenn du nüchtern bleibst und dich Gott näherst, nähert Gott sich dir.

Diese starke Beziehung zum Herrn trägt dich durch alles durch im Leben!

1. Petrus 5

7 Alle eure Sorge werft auf ihn; denn er sorgt für euch.

8 Seid nüchtern und wacht ; denn euer Widersacher, der Teufel, geht umher wie ein brüllender Löwe und sucht, wen er verschlinge.

9 Dem widersteht, fest im Glauben, und wißt, daß ebendieselben Leiden über eure Brüder und Schwestern in der Welt kommen.

Jakobus 4

7 So seid nun Gott untertan. Widersteht dem Teufel, so flieht er von euch.

8 Naht euch zu Gott, so naht er sich zu euch.





Manchmal führt Gott uns anders als wir es uns erhoffen, doch in allem:

Römer 8:28 Wir wissen aber, daß denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Besten dienen

Ich hoffe, lieber Pistache, daß dir dieser kleine Einblick einen Anhaltspunkt geben kann, wie du diese Störungen und Einflüsse überwinden kannst.

Gottes Segen über dir und möge Er dir den Frieden schenken,

Seren

PS. Ich habe ein Buch über meine inneren Kämpfe und meinen Weg mit Gott geschrieben, das du gerne im Word- oder pdf-Format gratis bekommen kannst.

Schreib dazu eine Mail an (unsupported_inline_email)
 
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hi @Serendipity,

normal sollte man jetzt größere PDF Dateien hochladen können.

Wenn du dein Buch also hier oder in einen eigenen Thema direkt zum Download anbieten möchtest, steht dir diese Möglichkeit offen.
 
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Das mache ich sehr gerne!

Wer möchte, kann meine Geschichte in meinem Buch nachlesen.

Wer Fragen hat oder sich mit mir austauschen möchte, kann das gerne machen!
 

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  • Weil du mir geglaubt hast (anonym) 2019.pdf
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  • Anhang 2019.pdf
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Pistache

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@Serendipity

Vielen Dank fürs teilen, ich werde es auf jeden Fall lesen und mich bei dir melden
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Seren?

Wir haben vor einiger Zeit mal miteinander uns unterhalten bezüglich der Befreiung!

Hallelujah!

Gelobt seien der Ewige und sein Sohn Jesus Christus. Ich wurde selber Zeuge und bedanke mich für die Erbauung und Ermutigung lieber Bruder!
 
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Seren?

Meld dich mal bei mir. Ich bin wahrscheinlich bald Nomade sobald die Impfflicht kommen sollte im Fall der Fälle?
 
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