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Die Wirkstoffkombination ermöglicht ein recht normales Leben trotz Erkrankung. Anders als bei den herkömmlichen Therapien hilft diese auch bei Negativsymptomen, was den Verlauf der Erkrankung deutlich verbessern kann und auch Positivsymptome reduziert.

Leben mit Schizophrenie

  • Ersteller Kotowegbegleiter
  • Erstellt am
K

Kotowegbegleiter

Guest

was ist das? Wie sieht das für euch aus? Ein Leben mit Schizophrenie?

Ist das nur eine Phase und in ein paar Jahren ist alles wieder normal? Ist es eine chronische und ernsthafte Erkrankung? Ist Schizophrenie unheilbar?

Ist es “nicht so schlimm“ oder die schlimmste psychiatrische Erkrankung? Führt man ein normales Leben mit einer guten Karriere oder sollte man sich an die Rente mit 30 gewöhnen? Ist man ständiger Besucher von Psychiatrien und Kandidat für betreutes Wohnen?

Wie denkt ihr so?

Das erste Gespräch mit meinem ersten Psychiater endete mit den Worten “ach jetzt nehmen sie mal ein bisschen die Tabletten und in einem Jahr ist alles wieder normal“... dementsprechend ist es mir schwer gefallen nach 10 Jahren wieder in der Psychiatrie endlich die Ernsthaftigkeit zu verstehen. Aber wenn Jemand frisch krank wird, dann mache ich Mut .. “hey 20% haben Spontanremission innerhalb der ersten 2 Jahre. Vertrau den Ärzten und den Tabletten. Bald gehts dir wieder gut.“ und dann gehen sie auch in Therapie.. voller Hoffnung..
 
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Also man sagt generell 20% haben eine komplette Remission ohne Restsymptome...20% haben einen schwereren chronischen Verauf und die restlichen 60% liegen iwo in der Mitte, mit Restsymptomen, die sich aber handeln lassen. Also die Chance ist durchaus da, dass du trotzdem ein erfüllltes Leben führen kannst. Wichtig einfach: Medikamente nehmen. Sport ist auch sehr gut gegen vor allem die Negativsymptome und kognitiven Symptome. Soziale Kontakte pflegen sowie dich selbst kognitiv etwas fordern (aber nicht überfordern) sind weitere Dinge, die einen positiven Verlauf wahrscheinlicher machen.

Inwiefern du Karriere machen kannst, bezw. in welchem Pensum du wieder arbeiten kannst, das wird sich Zeigen. Schizophrenien verlaufen sehr variabel.
 
TS
K

Kotowegbegleiter

Guest

@silverstrade97 Deine Daten sind falsch. Bekannter ist die 1/3, 1/3, 1/3 Regel. Die Leitlinien der Psychiater nehmen 20-60-20 aber die unteren 20% sind nicht schwere Verläufe sondern Suizide.

Die mir bekannte genauste Metastudie: (nach 10 Jahren Behandlung) 20% Spontanremission innerhalb ersten 2 Jahre, 30% ist (grade) fähig selbstständig in einem Haushalt zu leben, 30% ist in Einrichtungen, 20% hat sich das Leben genommen.

Aber ich häng noch einen schönen Fakt an: Grade mal 10% der Schizophreniepatienten haben einen Job.
 
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KotosWegbegleiter schrieb:
silverstrade97 Deine Daten sind falsch. Bekannter ist die 1/3, 1/3, 1/3 Regel. Die Leitlinien der Psychiater nehmen 20-60-20 aber die unteren 20% sind nicht schwere Verläufe sondern Suizide.

Die mir bekannte genauste Metastudie: (nach 10 Jahren Behandlung) 20% Spontanremission innerhalb ersten 2 Jahre, 30% ist (grade) fähig selbstständig in einem Haushalt zu leben, 30% ist in Einrichtungen, 20% hat sich das Leben genommen.

Aber ich häng noch einen schönen Fakt an: Grade mal 10% der Schizophreniepatienten haben einen Job.
Es gibt natürlich viele Verschiedene Studien mit unterschiedlichen Ergebnissen zu den längerfristigen Verläufen. Da hast du Recht.

Nur das mit den 20% Selbstmord ist so nicht richtig. Die meisten Studien gehen von 5% bis max 10% aus.

Mit der Drittelregel...das stimmt. 1/3 genest wieder fast vollständig bezw hat nur leichte Einschränkungen. 1/3 hat Einschränkungen, kann aber einigermassen damit leben und 1/3 hat schwere Einschränkungen....also ca. 50% bis 2/3 hat einen Verlauf, den man objektiv nicht als Katastrophe bezeichnen kann. (Subjektiv ists natürlich anderst, da hat jedr andere Ansprüche an sich)

Zu den Jobs gibts auch unterschiedliche Ergebnisse. Manche nennen die gleichen zahlen wie du...manche Studien schreiben von 80% hat keine Vollzeitstelle.
 
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Kennt ihr denn jemand, der/die sich nach eigener Ansicht vollständig von einer Psychose erholt hat? Natürlich im Langzeitverlauf (10 Jahre oder mehr).
 
TS
K

Kotowegbegleiter

Guest

@silverstrade97 mir sind keine anderen Metastudien bekannt, welche Langzeitstudien auswerten. Und besonders deine Zahlen tauchen so gut wie nirgends auf. Du kannst gerne deine Quellen nennen.

Ich hab mir auch mal die Mühe gemacht deine 1/3 Regel auf dem “hochqualitativen“ Portal Wikipedia nachzuschlagen.
Bei etwa einem Drittel der Erkrankten bilden sich ab einem Zeitpunkt alle Symptome vollständig zurück. Bei ungefähr einem weiteren Drittel kommt es immer wieder zu Rezidiven. Beim letzten Drittel ergibt sich ein chronischer Verlauf, der zu einer andauernden psychischen Behinderung führt.
Es ist also verwirrend wenn du hier Aussagen tätigst wie “ kann aber einigermassen damit leben“ oder “

objektiv nicht als Katastrophe bezeichnen kann“

Interessiert mich schon wer für dich “Katastrophe“ definiert hat. Aber wirklich interessant Fakten einfach aus der Luft zu greifen. Btw ist die Studie auch mindestens uralt und einfach nicht mehr relevant.

@DerMannvonIhr persönlich kennen. Nein. Besonders habe ich noch nie gehört, dass irgendjemand im psychiatrischen Bereich “gesund geschrieben“ wird. Ich habe davon aber bereits oft gehört. Das Internet ist voll von Leuten, die eine psychotische Episode hatten und dann anderen erklären “wie man wieder gesund wird“. Für mich sind Menschen deren Erkrankung nicht chronisch ist, nicht berechtigt eine Diagnose einer chronischen Erkrankung zu tragen. Ich kenne persönlich viele, die sich selbst umgebracht haben aufgrund Schizophrenie.
 
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