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Die Wirkstoffkombination ermöglicht ein recht normales Leben trotz Erkrankung. Anders als bei den herkömmlichen Therapien hilft diese auch bei Negativsymptomen, was den Verlauf der Erkrankung deutlich verbessern kann und auch Positivsymptome reduziert.

gibt es hier auch Leute die ohne Medikamente heil aus der Psychose rausgekommen sind?

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Hallo Maniac91,

nein, ich hatte keine Restsymptome. Mit der Zeit konnte ich sogar viel besser schlafen, habe so im Nachhinein gemerkt, dass meine Schafprobleme vom Aripiprazol kamen. Ja, der leichte Übergang wird sicher daran gelegen haben, dass ich da erstmal nur im Bett lag.
 
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@Nadja was hat denn deine Psychiaterin dazu gesagt? Wie lange warst du vorher krank bzw wie viele Psychosen hattest du denn?
 
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Hallo Lala,

ich habe es meiner Psychiaterin nicht gesagt. Das würden sie sicher nie akzeptieren. Früher hatte ich fünf mal eine Psychose.
 
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Nadja schrieb:
Hallo Lala,

ich habe es meiner Psychiaterin nicht gesagt. Das würden sie sicher nie akzeptieren. Früher hatte ich fünf mal eine Psychose.
Glaube auch, dass die wenigsten Psychiater das radikale Absetzen mitmachen würden. Deswegen kann ich dein Verhalten nachvollziehen. Ich nehme zurzeit auch weniger als vorgegeben (2,5 bis 5 mg anstatt 10 mg).
 
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@Maniac91

2,5mg war bei mir auch so in etwa die Grenzdosis wo es langsam psychotisch wurde. Bei mir haben sonnst aber 5mg ausgereicht und hab keine 10mg verordnet bekommen.
Das mit den restlichen 2,5mg absetzen ist so gut wie unmöglich, das ist vermutlich auch schwer zu verantworten an der Stelle des Arztes.

Meiner Meinung kann man die Neuroleptika auf diese Art kaum loswerden. Mir hat geholfen eine Intervalltherapie des Neuroleptikums zu machen, etwa 5-10 Tage im Monat(5mg) und dann 3-4 Wochen weggelassen, was besser funktionieren sollte als täglich 2,5mg.
Das wäre aber auch mit Instabilität verbunden und ist somit keine gute Lösung. Ich hab es dann später mit zusätzlichen Bupropion(täglich) hinbekommen, was das eben stabilisert hat so das es Jahre später dann mit dem Absetzen des Neuroleptikums geklappt hat.
 
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Hallo Admin,

ja, eine Intervalltherapie hatte ich auch schon in Betracht gezogen. Ich stimme dir zu, dass 2,5 mg wahrscheinlich genau der Punkt sind, bei dem die Psychose durchkommt.

Theoretisch kann man sich auch in der Apotheke individuelle Dosen mischen lassen. Das hab ich mal gehört.

Ich handhabe es bisher so, dass ich die Tabletten mit einem Messer teile bzw. viertele.
 
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trixie schrieb:
Eine Freundin steckt gerade mitten in einer Psychose, ausgelöst durch Flashbacks aus Missbrauch,

Sie hat allerdings eine Patientenverfügung vor einem halben Jahr verfasst, das sie keine Psychopharmaka insbesondere Neuroleptika mehr bekommen möchte.

Da es sich hier um eine Zwangseinweisung handelt weil sie einer Polizistin gegenüber ausfällig wurde, fürchte ich jetzt das man sie zwingen wird Medikamente zu nehmen.

Was ich natürlich für äusserst problematisch halte wenn Zwang angewendet wird.....wegen des vorangegangenen Missbrauchs.

Meine Frage ist, kommt man auch ohne Medikamente aus einer Psychose raus?

Momentan hat sie noch keine Medikamente erhalten, außer Benzos.

Heute erschien mir meine Freundin ansprechbarer jedoch noch nicht wieder raus aus der Psychose.

Hat es hier schon mal jemand ohne Medikamente hingekriegt?
Hallo. Ich bin neu hier. Mich würde interessieren, was aus der Freundin von trixie geworden ist. Ist sie wieder gesund geworden? Ich bin auch aufgrund eines Traumas psychotisch und die Medikamente schlagen bisher nicht so richtig an. Bzw. ich bin immer noch krank, trotz Medikamenten.
 
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Hallo Kuehnibert, lieb von dir, dass du fragst.

ich habe seit Anfang des Jahres eine Stimme im Kopf, die oft sehr gemein zu mir ist. Diese Stimme kommt aus mir, nicht von außen. Dazu kommen körperliche Symptome, die so einfach nicht zu beschreiben sind. Außerdem habe ich manchmal Halluzinationen. Ich nehme zur Zeit 450mg Quetiapin und 3 mg Risperidon. Die Stimme mag die Medikamente nicht und will, dass ich sie absetze. Manchmal hatte ich auch das Gefühl, dass die Symptome mit Einnahme der Medikamente schlimmer geworden sind. Sie sagt, ich werde ohne Medikamente gesund. Seit ich die Stimme im Kopf und die Körperlichen Symptome habe (komische Bewegungen), sind die Flashbacks weniger geworden. Manchmal bin ich sehr verzweifelt, weil ich kaum Ruhe im Körper habe. Ich kann meinen Alltag nicht mehr so gestalten, wie ich es möchte. Ja, so sieht es aus.

Hat vielleicht jemand ähnliche Erfahrungen gemacht?

Liebe Grüße

Leonie
 
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Nehm die Medikamente auf jeden Fall weiterhin. Manchmal dauerts bis die richtig anschlagen oder das richtige Medikament gefunden ist. Ich hab solche Erfahrungen nicht gemacht, aber es gibt hier einige die sowas Ähnliches wie du durchmachen. Die melden sich bestimmt bald.

Ich wünsche dir viel Kraft für die aktuelle Zeit.

Seit wann nimmst du denn Medikamente?
 
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Hallo Kuehnibert, danke für die guten Wünsche. Wie geht es dir denn?

Ich nehme die Medikamente schon eine ganze Weile. Das Quetiapin ungefähr seit Anfang April. Im April habe ich dann mit 1,5 mg Risperidon angefangen. Vor etwa 3 Wochen habe ich es auf 3 mg erhöht. Ich hatte auch vor 10 Jahren schonmal so große Schwierigkeiten. Mein Arzt ist auch schon etwas verzweifelt. Und ich oft noch mehr. Manchmal kann ich mich ganz gut ablenken, aber richtig "frei" fühle ich mich fast nie. Die Krankheit hat viel zu viel Macht.

Manchmal denke ich, wenn ich nie mit den Tabletten angefangen hätte (vor 10 Jahren), hätte ich jetzt bessere Chancen, gesund zu werden.

Einen schönen Tag dir. Die Sonne scheint.
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Mir geht es immer besser. Ich hatte im April ne drogeninduzierte Psychose. Mittlerweile habe ich kaum mehr Symptome. Meine Psychologin ist der Überzeugung, dass ich komplett ausheile wenn ich mich von Drogen fern halte. Ich hoffe sie behält Recht. Negativsymptome habe ich keine. Das bisschen was ich habe schiebe ich eher aufs Olanzapin. Das soll ja dolle dämpfen.

Hast du durch die Dosiserhöhung ne Verbesserung gespürt? Falls nein, dann solltet ihr euch vielleicht echt mal über ein anderes Medikament unterhalten.

Das mit dem nicht mehr frei fühlen kann ich komplett nachvollziehen. Fühle mich seit der Psychose auch nicht mehr wirklich frei. Man wartet einfach darauf, dass der Tag vorbei geht und hofft, dass der nächste Tag dann auch sehr schnell endet. Am liebsten hätte ich ne Fernbedienung, mit der man paar Monate in die Zukunft reisen könnte.

Wir müssen einfach Geduld haben. Mit der Zeit kann alles besser werden.

Warum hast du denn schon vor 10 Jahren Tabletten bekommen?
 
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Hallo Kuehnibert,

ich drücke dir die Daumen, dass es jeden Tag noch ein bisschen besser wird, und du nicht nur darauf warten musst, dass die Zeit vorüber geht. Das Leben ist zu schön dafür. Ich hatte schon vor 10 Jahren Probleme mit einer Psychose oder psychosenahem Erleben, wie mein Arzt es sagt. Ich bin aufgrund meiner Geschichte krank. Vor 10 Jahren bin ich mit Medikamenten wieder gesund geworden und kurz drauf konnte ich sogar studieren gehen. Zwischendurch hatte ich auch zwei schlechte Phasen, aber die waren nicht ganz so schlimm.

Ich habe auch Zeiten, da denke ich, hoffentlich ist der Tag bald vorbei und der nächste besser. Frage mich, was ich eigentlich den Tag über Sinnvolles gemacht habe. Ich versuche, so gut es geht, mit meinen Symptomen zu leben (NICHT FÜR IMMER!). Das "Beste" draus zu machen. Gelingt nicht immer. Gleichzeitig bin ich jeden Tag voller Hoffnung, dass ich wieder gesund werde. Lesen kann, mich konzentrieren kann. Ich weiß auch, warum die Stimme da ist. Warum sie mich so ärgert. Aber gesund macht mich das bisher nicht.

Ein paar Monate in die Zukunft reisen und gleichzeitig wieder ohne Symptome leben zu können, das wäre schön. Vielleicht hilft die Vorstellung ein bisschen, dass es in ein paar Monaten besser sein wird. Ich male mir dann manchmal aus, wie schön das dann ist. Ein Ziel vor Augen zu haben, hilft mir manchmal.

Ja, ich denke manchmal, vielleicht brauche ich andere Medikamente oder eine Dosiserhöhung. Mein Arzt macht aber gerade Sommerurlaub. Und allein traue ich mich nicht. Ich dürfte aber das Risperidon erhöhen. Das Olanzapin hatte ich auch schonmal. Verträgst du es gut? Außer, dass es eine dämpfende Wirkung hat?

Es ist manchmal ein gefühlter Kampf ohne Ende. Ja, man muss Geduld haben. Viel Geduld.

Dein Weg bisher klingt doch ganz gut. Was machst du denn so am Tag?

Viele Grüße
 
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Hey Leonie,

ich vertrage das Olanzapin gut. Aber nehme auch nur 5mg. Hab in 4 Monaten allerdings 3-4kg zugenommen. Der großteil davon zum Glück Muskeln. Aber ist trotzdem krass wie das Olanzapin auf den Körper geht. Ansonsten ist mein ADHS verschwunden. Seit ca. nen Monat kommt aber hin und wieder mal ein ADHS Kick durch. Freue mich darüber auch echt. Ansonsten fühl ich mich bisschen dümmer. Vor allem im Verstehen von komplexen Sachverhalten.

Aktuell mache ich so gut wie jeden Tag Sport und treffe mich manchmal mit Freunden. Studiere und habe aktuell Semesterferien.

Wie ist es so bei dir?
 
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Hallo bin neu hier und interessiere mich sehr für psychische neurowissenschaftliche Krankheiten usw ich war selbst Mal davon betroffen von 2016 bis 2018 hatte ich keine schöne Psychose aber habe es ohne Medis geschafft vda meine Angst damals war das ich a zunehme und b ich dann föllig Banane bin soviel kann ich dazu sagen mit wem starken Willen und Sport schafft man alles
 
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Hallo bin neu hier und interessiere mich sehr für psychische neurowissenschaftliche Krankheiten usw ich war selbst Mal davon betroffen von 2016 bis 2018 hatte ich keine schöne Psychose aber habe es ohne Medis geschafft vda meine Angst damals war das ich a zunehme und b ich dann föllig Banane bin soviel kann ich dazu sagen mit wem starken Willen und Sport schafft man alles
Willkommen im Forum!

Geiler Benutzername auf jeden Fall xD


LG N̷͔̫̻̺̟̻͔͔̹͎̔͌̕͜͝o̶̡͙̥̣̘̟͖̟͉͒̽͆̿ͅc̴̨̛̹̙͇̰̼̗͓̹̩͙͒̕t̴̢̧͇͍̗̪͍̘̾̀́̑ụ̷̘͕̠̔̇̇̽̇̅̆̚r̴̨̗̻̤̬͕͚̺̺̦̺̣̍̓̍̀͠ͅn̵̛̠͔̭̲̼̊͋̀͐̕͜ḁ̶̛̱̻̯̳̩̳͖͍̆̓̇̀͊͌̀̏̅̚
 
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Sind hier denn gar keine Menschen die es ohne Medis „geschafft“ haben? Ich habe schon lange mit dem Thema zu tun und finde die Erklärung Dopamin-Überfunktion und die Folge Neuroleptika geben die alles Unterdrücken immer etwas dürftig. Gibt es nicht Alternative Heilkliniken Die das Problem Schizophrenie auf kognitiver Ebene lösen?

LG Doppel-Standard
Hallo, ich bin neu hier und wäre froh, wenn ich einen Arzt gehabt hätte, der mir Medikamente gegeben hätte und mir diese Qual zumindest etwas vermindert hätte. Nach 2 Monaten waren einige der Symptome weg und ich bin nur auf 25mg Quietiapin, habe aber massive kognitive Störungen, Schwindel, formale Denkstörungen ohne Ende, Verwirrtheit bei Stress und und und kann kaum noch was machen. Vergesse alle Mögliche. Ich bin mir inzwischen sicher, dass es mir besser gehen würde, hätte ich rechtzeitig eine Medikation bekommen
 

Sab

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Die erste Psychose 2011 hab ich ohne Behandlung überstanden hat allerdings ein Jahr und drei Monate gedauert. Ich dacht als es vorbei war, es wäre eine ziemlich heftige PTBS gewesen. Danach gabs 6 Jahre Ruhe und dann noch ne Runde mit 6 Monaten. Da bin ich durch nen Freund beim Psychologen gelandet. Gott sei Dank. Ich hatte 2012 danach mit niemandem gesprochen, was passiert ist. Weil ich dachte mir würde niemand glauben oder mich für verrückt abstempeln, schließlich hatte ich übertrieben.

Es war zum einen hart die Diagnose anzunehmen, zum anderen hatte ich offenbar doch nicht übertrieben, sondern war einfach nur krank.

Ich würde jedem Medikamente empfehlen. Dieses Mistding verdreht und verzerrt ja echt alles. Es ist verlorene Zeit und es kann eine Menge in der Zeit kaputt gehen.

Offenbar scheint es ja etwas mit dem Hirnstoffwechsel zu tun zu haben, sonst würden die Medis nicht helfen.
 
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Ein Kumpel von mir schafft es aus seinen Psychosen in der Regel mehr oder weniger ohne Antipsychotika raus. Der hat ne Psychose, wird eingewiesen. Ist schnell wieder raus, und setzt direkt ab. Dann hat er wieder ein paar Monate - Jahre Ruhe.
Klingt vielleicht crazy, sich so viele Psychosen anzutun, aber zu seinen Lebensweg passt das mega. Er arbeitet als Promoter. Da arbeitet man nur paar Wochen am Stück und hat dann wieder paar Wochen Pause. Wenn man da wegen der Psychose ausfällt, dann juckt das keinen. Der Job ist sicher. Dann lebt er mehr oder weniger ohne Wohnung. Pennt mal da paar Wochen, dann wieder da. Und macht noch Schmuck nebenbei. Und reist viel.

Aber auch hier wieder: keine chronischen Negativsymptome...

Finde ich schon Klasse seinen Lebensweg.
 
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Ein Kumpel von mir schafft es aus seinen Psychosen in der Regel mehr oder weniger ohne Antipsychotika raus. Der hat ne Psychose, wird eingewiesen. Ist schnell wieder raus, und setzt direkt ab. Dann hat er wieder ein paar Monate - Jahre Ruhe.
Klingt vielleicht crazy, sich so viele Psychosen anzutun, aber zu seinen Lebensweg passt das mega. Er arbeitet als Promoter. Da arbeitet man nur paar Wochen am Stück und hat dann wieder paar Wochen Pause. Wenn man da wegen der Psychose ausfällt, dann juckt das keinen. Der Job ist sicher. Dann lebt er mehr oder weniger ohne Wohnung. Pennt mal da paar Wochen, dann wieder da. Und macht noch Schmuck nebenbei. Und reist viel.

Aber auch hier wieder: keine chronischen Negativsymptome...

Finde ich schon Klasse seinen Lebensweg.
^^ das klingt wirklich ganz cool... und be"neidens"wert obwohl ich sicher bin, dass gerade andere Erkrankte es ihm am meisten gönnen!
 
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