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Clozapin und Sinn von Langzeitmedikation

LordHabicht

Member
Registriert
9 Mai 2022
Beiträge
28
Hallo liebe Forumsgemeinde,

wer von euch hat Erfahrung mit Clozapin (Leponnex)? Clozapin ist ein älteres Medikament und wird in der Regel dann gegeben wenn alle anderen Medikamente keine WIrkung zeigen. Es muss regelmäßig ein Blutbild gemacht werden, da es mit unter tödliche Nebenwirkungen haben kann (das ist zum Glück sehr selten)

Ich nehme es seit 10 Jahren in hoher Dosierung (700mg/Tag) und in meiner aktuellen Krankheitsphase haben wir die Medikamente nicht mehr verändert. Ich war das letzte Jahr öfters im Krankenhaus und die Ärzte scheinen ratlos zu sein was mir noch helfen könnte medikamentös.

Ich hatte einmal Clozapin vollständig ausgeschlichen und bekam eine erneute heftige Psychose. Aber, ich nehme das schon so lange und bekomme trotzdem immer wieder Psychosen und da frage ich mich ernsthaft ob die Langzeitmedikation über Krisenphasen hinaus wirklich etwas bringt. Ich finde hierzu sehr widersprüchliche Meinungen. Aber fest steht, das Langzeitmedikation hoch umstritten ist, wie ist eure Meinung dazu?

Hinzu kommt dass ich immernoch heftige Zwangsgedanken habe und ich habe gelesen dass das vom Clozapin kommen kann. Diese Zwangsgedanken sorgen für eine geringere Lebensqualität und sind sehr, sehr, anstrengend. Die Wahnideen sind hingegen komplett verschwunden.

Ich überlege ob ich zusammen mit meinem Psychiater einen Fahrplan entwickeln soll dass Clozapin auf eine Minimaldosis herunterzufahren, weil ich einfach nicht davon profitiere. Aber da ist die Angst vor einer neuen Psychose. Ich habe mich aus der letzten Krankheitsphase wieder mit größter Mühe herausgearbeitet und will keinen Rückfall riskieren.

Wie sind eure Erfahrungen mit Clozapin und eure Gedanken zu Langzeitmedikation?

Niko
 
Ich finde an Dauermedikation schlecht dass man einfach nicht mehr leben mag. Man kann ja gar nicht atmen. Ich bin selbst zur Zeit unter "Beschuss" und stelle fest, dass ich nicht so gut klar komme wie mit wenig Medikation. Man ist doch immer wieder irgendwie vom Medikament gezeichnet und soll so empfinden wie das Medikament eben heisst. Ich habe auch das Gefühl dass meine Gedanken gelenkt sind entsprechend dem Medikament. Das ist alles Asche.

Dass du einer Gefahr Psychose ausgesetzt bist ist natürlich schlimm. Da traut man sich natürlich nicht so einfach vom Medikamentenwagen abzuspringen. Das hilft wohl nur herantasten und umsichtig mit dem Psychiater zusammen absetzen.
 
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