Maggi
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Leider ist in den letzten Jahrzehnten die Verträglichkeit von Antipsychotika immer mehr in den Hintergrund gerückt.
Medikamente wie Brexpiprazol und Lurasidon, die sehr gut verträgliche und wirksame Medikamente sind, haben im armen Deutschland aus Kostengründen keinen Marktzugang bekommen. Weniger, weil sie zu teuer wären, eher weil sie zu billig sind und andere Depothersteller Marktanteile verlieren würden.
Clozapin bleibt lebensgefährlich und wäre durch sinnvolle vorübergehende Kombinationen mit Quetiapin, sinnvoll ersetzbar und bei besserer oder gleichwertiger Wirkung, da die adressierten Rezeptoren ähnlich sind. Quetiapin und Clozapin sind sich vom Rezeptorprofil weitgehend ähnlich, und die sehr selektive, starke Wirkung von Partialagonisten würde die Profilschwäche einzeln kombiniert mit Clozapin oder Quetiapin gleichermaßen ausgleichen, sodass man mit weniger Nebenwirkungen einen besseren Effekt hätte, ohne irgendwelche Wunder von der Behandlung zu erwarten und das sedierende Medikament später wieder abzusetzen und mit einem NET/DAT-Hemmer, die eher wach machen, zu ersetzen. NET wirkt präfrontal, da Dopamin D1 dort weitgehend über NET abgebaut wird und dieser modulare Grundtonus die Supersensitivität gerade dort verringert, was sich positiv lindernd auf Unruhe und Reizbarkeit auswirkt. Die DAT Wirkung ist präfrontal schwach, auch weil dort weniger D2-Rezeptoren sind, hat aber in anderen Hirnregionen, die für Schizophrenie relevant sind, einen Effekt, ohne zu stark zu sein: Es werden leise Halluzinationen erzeugende Signale etwas verstärkt, wie eine Lautstärke, die man aufdreht, ohne wie bei stark an DAT wirkenden ADHS-Mitteln die Lautstärke voll aufzudrehen. Hier kann die milde Wirkung von (Bupropion NDRI Antidepressivum NET & DAT Wirkverhältnis ca. 2:1) antipsychotisch überzeugen, indem die Wahrnehmung klarer wird und weniger durch Konzentrationsstörungen und Wahrnehmungslücken erzeugte triggernde Halluzinationen und Missverständnisse entstehen.
Primär hilft DAT und NET zu modulieren, also Noradrenalin und Dopamin, was auch antipsychotisch ist, aber auch mit normalen Antipsychotika oder besser verträglichen Partialagonisten gerahmt sein muss, da Antidepressiva beim Übergang in die Psychose an Wirkung verlieren, aber auch unter dauerhaft Antipsychotika eingeschränkt wirksam sind.
Die Medikamente-Orientierung ermöglicht es, ein Verständnis für diese Thematik zu gewinnen, damit es in der Therapie auch umsetzbar ist.
Prof. Stephen M. Stahl schreibt in einer kurzen Emailrückmeldung fogendermaßen:
"It is plausible that this strategy prevents potential dopaminergic supersensitivity."
Wir haben also Werkzeuge und müssten diese nur richtig einsetzten.
Die Kurzbroschüre, die in englischer Fassung angehängt wurde, komprimiert die Breite des Therapieansatzes, da auch Vitamine, Mineralien und Nahrungsergänzung wie Lithium-Orotate im Therapieverlauf eine wichtige Rolle einnehmen können, ohne dass man gefährlich hohe Lithiumdosierungen braucht. Effekte kann man auch haben, wenn man kaum Nebenwirkungen hat oder kaum Wirkung spürt, da es bei Schizophrenie auch mehr um das langfristige Ergebnis und den positiven Erkrankungsverlauf geht.
Bezüglich der Depotspritzen wären im Rahmen dieser Therapieform besonders 2 teils 3 Wochen wirksame Depots wichtig, um die Intervall-Einnahme verlässlich timen zu können, die dann eben nur einmal im Viertel-, Halbjahr oder Dreivierteljahr ansteht und den Rest hauptsächlich das kontinuierliche Bupropion macht.
Clozapin und Quetiapin dabei als reine vorübergehende Add-on-Strategien zu betrachten, wäre von Vorteil, da diese im Grunde durch Norclozapin und Norquetiapin auch über NET präfrontal wirksam sind, da D1 dort hauptsächlich über NET rückgeführt bzw. verstoffwechselt wird. Das hat neben der direkten Alpha1 sedierenden Rezeptorwirkung einen wesentlichen Anteil, wobei Sedierung eben nur kurzfristig Ziel der Übung sein sollte. NET hält länger das gewünschte Verhältnis Alpha 2 > Alpha 1 > Beta aufrecht. Antagonismus wirkt an Alpha 2 Noradrenalinfreisetzend da präsynaptische Autorezeptoren belegt werden, die für die Hemmung von Noradrenalin verantwortlich sind.
Hohes Alpha 2 Noradrenalin wäre wie bessere Selbstkontrolle, kognitive Verarbeitung usw. Stress verarbeiten zu können, statt überzureagieren.
Hohes Alpha 1 ist genau das Gegenteil, also man verliert die Selbstkontrolle, Reizbarkeit und anderes überwiegen, (kurze Zündschnur sozusagen). Hier wirkt Antagonismus noradrenalindämpfend, anders als bei Alpha 2. Die Beruhigung an Alpha 1 wirkt damit sedierend, was man lange als zentral antipsychotisch gesehen hat, und bei Alpha 2 ist der präsynaptische aktivierende Antagonismus womöglich missverstanden worden.
Somit sollte man Clozapin und Quetiapin eher in minimalen Dosierungen, beim Quetiapin vielleicht auch mal nur 25 mg, zu einem D2 starken Partialagonisten nutzen, statt dass es mit der Sedierung dauerhaft zu weit getrieben wird. Besondere Rolle könnte dabei auch Reboxetin und Atomoxetin mit reiner NET‑Wirkung zufallen bezüglich Unruhe und Reizbarkeit, wobei die milde DAT‑Wirkung von Bupropion aus meiner Sicht die antipsychotische Wirkung auf Positivsymptome und vor allem auch Negativsymptome ausmacht, die auch nachweisbar wäre, wenn man mal etwas von dem oben verschwendeten Geld in unabhängige Forschung pumpen würde. Es ist eine Milliardenverschwendung bei den Dauer-Depots, was unser ganzes psychiatrisches System fast unbezahlbar gemacht hat. Wir könnten wesentlich günstiger und besser sein, wenn man auch mal leisen Stimmen zuhören könnte. Fast wie mit DAT und NET die das, was zu leise war und zum Fantasieren einlädt, maßvoll lauter machen. Damit bilden sich dann weniger supersensitive Dopaminrezeptoren und es findet eine leichte gewollte Abstumpfung statt.
Medikamente wie Brexpiprazol und Lurasidon, die sehr gut verträgliche und wirksame Medikamente sind, haben im armen Deutschland aus Kostengründen keinen Marktzugang bekommen. Weniger, weil sie zu teuer wären, eher weil sie zu billig sind und andere Depothersteller Marktanteile verlieren würden.
Clozapin bleibt lebensgefährlich und wäre durch sinnvolle vorübergehende Kombinationen mit Quetiapin, sinnvoll ersetzbar und bei besserer oder gleichwertiger Wirkung, da die adressierten Rezeptoren ähnlich sind. Quetiapin und Clozapin sind sich vom Rezeptorprofil weitgehend ähnlich, und die sehr selektive, starke Wirkung von Partialagonisten würde die Profilschwäche einzeln kombiniert mit Clozapin oder Quetiapin gleichermaßen ausgleichen, sodass man mit weniger Nebenwirkungen einen besseren Effekt hätte, ohne irgendwelche Wunder von der Behandlung zu erwarten und das sedierende Medikament später wieder abzusetzen und mit einem NET/DAT-Hemmer, die eher wach machen, zu ersetzen. NET wirkt präfrontal, da Dopamin D1 dort weitgehend über NET abgebaut wird und dieser modulare Grundtonus die Supersensitivität gerade dort verringert, was sich positiv lindernd auf Unruhe und Reizbarkeit auswirkt. Die DAT Wirkung ist präfrontal schwach, auch weil dort weniger D2-Rezeptoren sind, hat aber in anderen Hirnregionen, die für Schizophrenie relevant sind, einen Effekt, ohne zu stark zu sein: Es werden leise Halluzinationen erzeugende Signale etwas verstärkt, wie eine Lautstärke, die man aufdreht, ohne wie bei stark an DAT wirkenden ADHS-Mitteln die Lautstärke voll aufzudrehen. Hier kann die milde Wirkung von (Bupropion NDRI Antidepressivum NET & DAT Wirkverhältnis ca. 2:1) antipsychotisch überzeugen, indem die Wahrnehmung klarer wird und weniger durch Konzentrationsstörungen und Wahrnehmungslücken erzeugte triggernde Halluzinationen und Missverständnisse entstehen.
Primär hilft DAT und NET zu modulieren, also Noradrenalin und Dopamin, was auch antipsychotisch ist, aber auch mit normalen Antipsychotika oder besser verträglichen Partialagonisten gerahmt sein muss, da Antidepressiva beim Übergang in die Psychose an Wirkung verlieren, aber auch unter dauerhaft Antipsychotika eingeschränkt wirksam sind.
Die Medikamente-Orientierung ermöglicht es, ein Verständnis für diese Thematik zu gewinnen, damit es in der Therapie auch umsetzbar ist.
Prof. Stephen M. Stahl schreibt in einer kurzen Emailrückmeldung fogendermaßen:
"It is plausible that this strategy prevents potential dopaminergic supersensitivity."
Wir haben also Werkzeuge und müssten diese nur richtig einsetzten.
Die Kurzbroschüre, die in englischer Fassung angehängt wurde, komprimiert die Breite des Therapieansatzes, da auch Vitamine, Mineralien und Nahrungsergänzung wie Lithium-Orotate im Therapieverlauf eine wichtige Rolle einnehmen können, ohne dass man gefährlich hohe Lithiumdosierungen braucht. Effekte kann man auch haben, wenn man kaum Nebenwirkungen hat oder kaum Wirkung spürt, da es bei Schizophrenie auch mehr um das langfristige Ergebnis und den positiven Erkrankungsverlauf geht.
Bezüglich der Depotspritzen wären im Rahmen dieser Therapieform besonders 2 teils 3 Wochen wirksame Depots wichtig, um die Intervall-Einnahme verlässlich timen zu können, die dann eben nur einmal im Viertel-, Halbjahr oder Dreivierteljahr ansteht und den Rest hauptsächlich das kontinuierliche Bupropion macht.
Clozapin und Quetiapin dabei als reine vorübergehende Add-on-Strategien zu betrachten, wäre von Vorteil, da diese im Grunde durch Norclozapin und Norquetiapin auch über NET präfrontal wirksam sind, da D1 dort hauptsächlich über NET rückgeführt bzw. verstoffwechselt wird. Das hat neben der direkten Alpha1 sedierenden Rezeptorwirkung einen wesentlichen Anteil, wobei Sedierung eben nur kurzfristig Ziel der Übung sein sollte. NET hält länger das gewünschte Verhältnis Alpha 2 > Alpha 1 > Beta aufrecht. Antagonismus wirkt an Alpha 2 Noradrenalinfreisetzend da präsynaptische Autorezeptoren belegt werden, die für die Hemmung von Noradrenalin verantwortlich sind.
Hohes Alpha 2 Noradrenalin wäre wie bessere Selbstkontrolle, kognitive Verarbeitung usw. Stress verarbeiten zu können, statt überzureagieren.
Hohes Alpha 1 ist genau das Gegenteil, also man verliert die Selbstkontrolle, Reizbarkeit und anderes überwiegen, (kurze Zündschnur sozusagen). Hier wirkt Antagonismus noradrenalindämpfend, anders als bei Alpha 2. Die Beruhigung an Alpha 1 wirkt damit sedierend, was man lange als zentral antipsychotisch gesehen hat, und bei Alpha 2 ist der präsynaptische aktivierende Antagonismus womöglich missverstanden worden.
Somit sollte man Clozapin und Quetiapin eher in minimalen Dosierungen, beim Quetiapin vielleicht auch mal nur 25 mg, zu einem D2 starken Partialagonisten nutzen, statt dass es mit der Sedierung dauerhaft zu weit getrieben wird. Besondere Rolle könnte dabei auch Reboxetin und Atomoxetin mit reiner NET‑Wirkung zufallen bezüglich Unruhe und Reizbarkeit, wobei die milde DAT‑Wirkung von Bupropion aus meiner Sicht die antipsychotische Wirkung auf Positivsymptome und vor allem auch Negativsymptome ausmacht, die auch nachweisbar wäre, wenn man mal etwas von dem oben verschwendeten Geld in unabhängige Forschung pumpen würde. Es ist eine Milliardenverschwendung bei den Dauer-Depots, was unser ganzes psychiatrisches System fast unbezahlbar gemacht hat. Wir könnten wesentlich günstiger und besser sein, wenn man auch mal leisen Stimmen zuhören könnte. Fast wie mit DAT und NET die das, was zu leise war und zum Fantasieren einlädt, maßvoll lauter machen. Damit bilden sich dann weniger supersensitive Dopaminrezeptoren und es findet eine leichte gewollte Abstumpfung statt.
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