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Absetzen von Medis sinnvoll?

hwb2023

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3 März 2023
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Hallo,

Ich hatte im September 2022 meine erste Psychose mit 28 Jahren. Damals war meine höchste Medikation 4,5mg Risperidon. Heute, 1,5 Jahre später nehme ich nur noch 1mg Risperidon täglich. Letztens hat mich eine Ärztin darauf angesprochen, ob ich schon einmal einen Absetzversuch unternommen habe.

Jetzt meine Frage an euch:
Hat jemand von euch seine Medikamente absetzen können und lebt seitdem ohne Rückfall bzw. mit aushaltbaren Symptomen, sodass er eine höhere Lebensqualität als mit Medikamenten hat?

LG
 
Bei mir ist die psychose ein Jahr her, und ich nehme noch Medikamente. Man sagt nach der ersten Episode 2 Jahre, was ist denn deine Diagnose? Letztendlich, musst du selbst die Entscheidung treffen. Fakt ist, dass absetzen ein Risiko mit sich birgt. Manche sind auch 5 Jahre stabil und dann kommt erst der Rückfall. Ich hab mir vorgenommen sicherheitshalber eine niedrige dosis noch 5 Jahre weiterzunehmen und dann zu schauen.
 
Ich habe ein Neuroleptikum wie verordnet 2 Jahre genommen und schlich es dann aus. Danach war ich ohne Psychiater weitere 4 Jahre stabil und symptomfrei, bis zu einem Ortwechsel in eine Gegend mit einer anderen Mentalität und einer extrem schlechten Nachbarschaft im Haus (haben uns vorneherum gelobt und hintenherum intrigiert, bis sie dann offen feindselig wurden). In dieser Nachbarschaft wurde ich chronisch. Kritische Lebensereignisse wie Umzüge oder Todesfälle, davor ist eben niemand gefeit.
 
@Orangejuice Meine Diagnose ist paranoide Schizophrenie. Ich denke ich werde die nächsten 3 Jahre dieselbe Dosis nehmen bis ich meine Ausbildung in der Tasche habe und dann einen Absetzversuch machen.

@Urknall Nimmst du denn jetzt wieder Medikamente? Und wie sind die Symptome?
 
Komisch, dass du bei der ersten Episode schon schizophrenie diagnostiziert bekommst. Oder ging die Episode lange? Richtig so, würde auch warten bis die lebensumstände stimmen und man alles in der Tasche hat.
 
Meine erste Diagnose war paranoid-halluzinatorische Psychose. Mittlerweile schizo-affektive Störung und ich habe dauerhafte Positivsymptome trotz hochdosierter Psychopharmaka. Aber ich bin froh, nicht dauernd knallpsychotisch zu sein und ein zufriedenstellendes Leben zu führen.
 
Hallo,

Ich hatte im September 2022 meine erste Psychose mit 28 Jahren. Damals war meine höchste Medikation 4,5mg Risperidon. Heute, 1,5 Jahre später nehme ich nur noch 1mg Risperidon täglich. Letztens hat mich eine Ärztin darauf angesprochen, ob ich schon einmal einen Absetzversuch unternommen habe.

Jetzt meine Frage an euch:
Hat jemand von euch seine Medikamente absetzen können und lebt seitdem ohne Rückfall bzw. mit aushaltbaren Symptomen, sodass er eine höhere Lebensqualität als mit Medikamenten hat?

LG
Ich habe es häufig probiert mit dem kompletten Absetzen und bin immer wieder daran gescheitert. Die Symptome waren bei mir unerträglich und der erste Absetzversuch endete in der Psychiatrie, da ich es zu weit hinausgezögert habe.

Da du relativ spät eine Psychose hattest, ist das vom Verlauf und den Heilungschancen eher positiv zu werten, bei mir ist die Erkrankung schon mit 23 aufgetreten.

Wenn du es so in Absprache mit deinem Psychiater absetzen willst, kann es, wenn es wie bei mir läuft, zwar kurzfristig für ein paar Wochen oder Monate in gewissen Bereichen besser werden, aber das kann auch dazu führen, dass sich schleichend die Psychose entwickelt und auch die Negativsymptome verstärkt auftreten. Risiken sind auch da, weil alles übersteigert ist und man sich eben überschätzt.

Ich kann dir empfehlen es mit einer Umstellung zu probieren und einer Kompromisslösung wie ich es hier im Forum mit der Intervalltherapie empfehle:
https://schizophrenie-forum.com/psychose/beitraege/behandlung-von-psychose-details.569/
Dabei werden spezielle Antidepressiva wie vor allem das Bupropion (SNDRI Antidepressivum) täglich eingenommen, um in der Absetzphase deutlich zu stabilisieren und damit die Negativsymptome und Lebensqualität gerade beim Absetzen stark zunimmt. Die Antidepressiva gleichen dabei auch Stimmungsschwankungen/Reizbarkeit/Unruhe (durchs Bupropion) und emotionale Schwankungen/Libido (durchs Citalopram) aus, was durchs Absetzen des Antipsychotikums sich deutlich steigern kann.

Du kannst dir den Link ja anschauen und den Artikel auch für deine Ärztin ausdrucken, um eine Gesprächsgrundlage dazu zu haben. Risperidon würde in dem Fall durch das Aripiprazol ersetzt, da die Antidepressiva mit dem Aripiprazol funktionieren und ich dir da beim Risperidon, welches ich auch mal hatte eben im Fall von Wechselwirkungen kaum helfen kann. Aripiprazol eignet sich für diese Intervalleinnahme, da die Wirkung relativ schnell eintritt und es auch so vergleichsweise gut verträglich ist. Beim Risperidon kann ich dir bezüglich des zusätzlichen Bupropion's keine Erfahrungswerte geben, da je nach Antipsychotikum, die im Grunde austauschbar sind eben andere Wechsel- und Nebenwirkungen beim Risperidon auftreten.

Statt das Antipsychotikum abzusetzen, was Risikoreich ist und meistens scheitert bzw. Lebensqualität Gleichbleiben oder abnehmen kann, wird das Antipsychotikum in Einnahmeintervallen je nach Frühwarnsymptomatik und Stresslage im Idealfall nur für 2-3 Wochen am Stück im Vierteljahr eingenommen, die Antidepressiva werden dafür täglich und durchgehend eingenommen die an sich kaum Nebenwirkungen haben und die Lebensqualität so eingenommen sehr steigern, die Antidepressiva stabilisieren auch, damit es längere Zeit also Monate lang ohne Antipsychotikum funktioniert und sich in der Zeit die Negativsymptome bessern sollten statt verschlechtern. Erst kurz vor der Einnahme des Aripiprazol's sollten sich auch Negativsymptome verschlechter, Frühwarnsymptome, wie Schlafstörungen oder auch depressive Verstimmungen, oder Misstrauen, Wahn, Manie auftreten. Wichtig ist zu beachten, dass Antidepressiva bei einer Psychose keine verlässlichen Antipsychotische und Antidepressive Wirkung bieten, also Antipsychotika auch bei depressiven Verstimmungen eher stabilisieren und die Antidepressiva eher als stabilisierend statt Antidepressiv gesehen werden sollten.
Ob vom Begriff Antipsychotikum oder Antidepressivum, so sind das nur Medikamentengruppen wofür diese ganz grob eingesetzt werden können, also Antidepressiva sind zwar im Akutfall bei einer Psychose eher unwirksam, können aber trotzdem einen erheblichen Nutzen darstellen, da eben im Kopf viele Neurotransmitter durcheinander sind oder sein können und man eben nur weis das es bei Psychosen einen klaren Zusammenhang mit dem Dopamin gibt. Bupropion wirkt auch aufs Dopamin, aber eher als Wiederaufnahmehemmer gegenteilig, wobei ich der Meinung bin, dass es den Dopaminmangel im vorderen Gehirnbereich verkleinert und damit insgesamt die antipsychotischen Wirkstoffe, die das Dopamin blockieren, besser wirken können.

Eine Erklärung wäre, dass im vorderen Gehirnbereich eine Unterfunktion von Dopamin stattfindet und deshalb bei uns Erkrankten mehr Dopamin angeregt wird, was zu einem Überschuss im hinteren Gehirnbereich führt, wo eine Überaktivität bei Schizophrenie auftritt, welche durch die Antipsychotika abgemildert wird, die das Dopamin ja blockieren, also einen herunterfahren.

Ist etwas lang geworden. Ich hoffe sehr, es hilft dir weiter! Wenn du es probierst, kannst du gerne auch regelmäßig Rückmeldung dazu im Forum geben, was auch andere Betroffene motivieren würde, die sich unsicher sind, auch weil die Erfahrungsberichte dazu bisher nur wenige sind.
@Jule probiert es auch aus und ist, denke ich damit sehr zufrieden:
https://schizophrenie-forum.com/psychose/beitraege/wie-auf-intervaltherapie-umstellen.2839/

Da Jule es auch fast genauso einnimmt, kannst du dich daran auch orientieren. Cipralex oder Escitalopram ist praktisch das gleiche wie Citalopram, nur eben die halbe Dosis, da es eine neue Auflage dieses Wirkstoffs ist.

@Jule, vielleicht möchtest du etwas über deine bisherige Erfahrung schreiben, was bisher besser wurde oder wo noch etwas Schwierigkeiten bei der Umstellung da sind? Würdest du es @hwb2023 empfehlen auszuprobieren, oder wie siehst du die Unterschiede zu deiner vorherigen Einnahme?
 
Ich habe bei meine erste psychose 2 Jahre später keine Medikamente mehr genommen. 7 Jahre später ist die 2 psychose gekommen. Jetzt nehme ich durchgehend 150mg Amilsulprid und mir geht es gut. Mache Sport, ernähre mich gesund.

Hab keine Angst sie zu nehmen aber auch keine Angst sie nicht zu nehmen. Es liegt an dir aber mir langen 2 Psychosen deswegen nehme ich sie dauerhaft jetzt ?
 
@Orangejuice Die Positivsymptome hielten ingesamt vielleicht drei Wochen an, dann sind sie langsam abgeklungen durch die Medis. Ich weiß nicht genau was der Gedankengang des Arztes war bei der Diagnose, aber es klang für mich logisch.

@Urknall Das freut mich, dass dein Leben für dich zufriedenstellend ist, trotz der Positivsymptome. Das stelle ich mir nicht leicht vor.

@Maggi Leider habe ich sowohl Aripiprazol als auch Bupropion nicht wirklich vertragen. Unter Abilify hatte ich Schlafstörungen und Akathisie und Bupropion hat die Depressionen nicht gelindert.

@DerSchatten88 Ich kann leider keinen Sport mehr machen. 30kg zugenommen und meine Herzfrequenz ist bei der kleinsten Anstrengung extrem hoch. Deswegen würde ich vielleicht nochmal das Medikament wechseln und nach der Ausbildung mache ich den Absetzversuch.
 
Hey @hwb2023.
Ich hatte meine Psychose im April 2021. Ausgelöst durch Cannabis und LSD. Ich bin seit November 2023 medikamentenfrei. Alle paar Wochen nehme ich es allerdings noch als Bedarfsmedikation.
Mir gehts super. Schlafprobleme habe ich chronisch. Sonst bin ich völlig gesund und arbeitsfähig und alles.
 
@Maggi Leider habe ich sowohl Aripiprazol als auch Bupropion nicht wirklich vertragen. Unter Abilify hatte ich Schlafstörungen und Akathisie und Bupropion hat die Depressionen nicht gelindert.
Das sind typische Nebenwirkungen dieser Medikamente. Aripiprazol kann in kleiner 5mg Dosis morgens eingenommen auch sehr schlaffördernd sein, nur wird es zum Teil in zu hoher Dosis 10-30mg eingesetzt, wo es den Schlaf verkürzt oder Schlafstörungen macht.
Weißt du noch, welche Dosis du hattest?

Bupropion ist von der antidepressiven Wirkung eher schwach. Bei meiner Empfehlung wird es ergänzend eingenommen, um Unruhe( auch Akathisie) beim Aripiprazol herauszunehmen, was die Noradrenalinwirkung macht. Diese Kombi ergänzt sich da sehr gut.
Vorteilhaft ist das Bupropion eben auch, wenn man dann einen Absetzversuch(Intervalltherapie) des Aripiprazols gleichzeitig macht, dann werden die Negativsymtpome wie Konzentration, kognitiven Einschränkunge und Müdigkeit deutlich besser. Depressionen können in dieser Absetzphase des Aripiprazols durchkommen, weshalb es in Intervallform weiter eingenommen werden sollte, also das Aripiprazol an sich das verlässliche Antidepressivum bei einer Psychose ist. Das zusätzliche Citalopram ist ein SSRI Antidepressivum, was antidepressiv besser wirkt, auch da es die Emotionen wie Traurigkeit abflacht, Problem dabei kann sein das es zusammen mit dem Aripiprazol die Unruhe(Akathisie) eher begünstigt, weshalb dieser Wirkstoff auch erst nach dem Bupropion eingeschlichen werden sollte. So zumindest mein Ratschlag dazu.

Wäre eventuell nochmal einen Versuch bei dir wert, da sich Schlafstörungen und Akathisie so vermeiden lassen oder zumindest handhabbar sind. Zusätzlich kann bei Schlafstörungen auch trimipramin Tropfen am Abend helfen, was eine minimale Dosis eines älteren trizyklischen Antidepressivums ist, welches dahingehend stark sedierend sein kann.
Vieles hängt von der jeweiligen Erkrankungsphase ab, in der man gerade steckt, ob die Wirkstoffe dann auch so wirken wie sie sollen. Das Antipsychotikum in dem Fall Aripiprazol macht so etwas wie einen Grundreset, damit danach die Antidepressiva für einen Zeitraum(auch ohne dem Aripiprazol) gut wirksam sind, was aber bei längeren Absetzversuchen(über Monate ohne) des Aripiprazols nachlässt. Also, wenn Depressionen auftreten, ist Aripiprazol sehr wirksam und verlässlich. Bei Antiebsproblemen und Negativsymptomen ist das Bupropopion sehr wirkungsvoll.
 
Hallo,

Ich hatte im September 2022 meine erste Psychose mit 28 Jahren. Damals war meine höchste Medikation 4,5mg Risperidon. Heute, 1,5 Jahre später nehme ich nur noch 1mg Risperidon täglich. Letztens hat mich eine Ärztin darauf angesprochen, ob ich schon einmal einen Absetzversuch unternommen habe.

Jetzt meine Frage an euch:
Hat jemand von euch seine Medikamente absetzen können und lebt seitdem ohne Rückfall bzw. mit aushaltbaren Symptomen, sodass er eine höhere Lebensqualität als mit Medikamenten hat?

LG
hey ho ich erzähle es auch noch mal kurz!

bei mir ist die Geschichte,nämlich ganz anders....ich hatte zuvor 15 Jahre lang welche genommen... da ich schon vor der drogenpsychose (im jahr 2014 war sie)vielerlei psychische Beschwerden hatte.... bis dato kam es auch nicht zu einem weiteren Rückfall ,Psychose -mäßig

mir ging es damals mit Risperidon nicht so gut ich hatte es auch bekommen das was du bekommst 1,5 mg ich hatte es drei Jahre (ende 2020 - anfang juni2023)in der Dosis gehabt ....davor zwei Jahre lang 2 mg (2018 -2020)

ich bin jetzt inzwischen 9 Monate und knapp drei Wochen ohne Medikamente also in einer guten Woche habe ich 10 Monate geschafft?

für mich hat das Absetzen bisher nur Vorteile gebracht(bessere Lebensqualität mehr Leistungsfähigkeit und eben auch deutlich weniger psychische Probleme),aber jeder macht natürlich individuelle andere Erfahrungen...
mir geht es jedenfalls deutlich besser.
wobei es natürlich nie eine Garantie gibt und es vielleicht irgendwann auch kippen kann ,aber halt eben auch nicht muss das ist natürlich auch immer im Einzelfall bei jedem anders - daher hoffe ich dass es bei mir anhält.

du nimmst ja das Medikament jetzt schon eine Weile wie ich sehe und 1 Mg sind im Normalfall überhaupt keine wirksame Dosis gegen Psychose oder die Krankheit...allerdings will ich dir raten ,das Medikamente sanft und gleichmäßig auszuschleichen und nicht plötzlich absetzen, da davon ja oft abgeraten wird ....

ich bin dort keineswegs ein vorbildliches Beispiel ich habe mein Risperidon kalt abgesetzt und hatte echt großes Glück das hätte auch ganz heftig in die Hose gehen können mit absetzpychose und so...

Lg marcii
 
Hallo,
mein Sohn ist 22 Jahre, vor gut 2 Monaten hat er die Diagnose akute polymorphe Psychose gestellt bekommen. Darf ich fragen wie Ihr dazu gekommen seid Hilfe anzunehmen, bzw. wann konntet Ihr es selber für Euch feststellen das etwas nicht in Ordnung ist bei Euch.
 
Hallo,
mein Sohn ist 22 Jahre, vor gut 2 Monaten hat er die Diagnose akute polymorphe Psychose gestellt bekommen. Darf ich fragen wie Ihr dazu gekommen seid Hilfe anzunehmen, bzw. wann konntet Ihr es selber für Euch feststellen das etwas nicht in Ordnung ist bei Euch.
Bei mir hab ich gemerkt das was nicht stimmt, ich war sehr auffällig habe schnell geredet. Da hat man Umfeld auf mich eingeredet in die Klinik zu fahren. Ich würde deinen Sohn zwangseinweisen lassen, im Nachhinein wird er dir dankbar sein. 22 ist sehr jung, würde da prophylaktisch viel machen wenn er wieder bei Verstand ist. Ich empfehle dir das Buch von Dr. Chris Palmer. Habt ihr psychosen in der Familie?
 
Tja, da hast Du aber Glück mit deinem Umfeld gehabt. Da mein Sohn zwecks Ausbildung in die Stadt gezogen ist, waren wir nicht mehr so an ihm dran. Und in seinem Büro ist niemanden etwas aufgefallen.
 
Ich habe ein Neuroleptikum wie verordnet 2 Jahre genommen und schlich es dann aus. Danach war ich ohne Psychiater weitere 4 Jahre stabil und symptomfrei, bis zu einem Ortwechsel in eine Gegend mit einer anderen Mentalität und einer extrem schlechten Nachbarschaft im Haus (haben uns vorneherum gelobt und hintenherum intrigiert, bis sie dann offen feindselig wurden). In dieser Nachbarschaft wurde ich chronisch. Kritische Lebensereignisse wie Umzüge oder Todesfälle, davor ist eben niemand gefeit.
Hallo, genau davor habe ich auch Bammel. Es braucht manchmal nur eine kleine bis mittlere Veränderung im Leben, dass es einem vor dem Hintergrund einer Schizophrenie nicht mehr gut geht. Dass man dann als Schutz die Medis hat, finde ich sinnvoll. Deswegen ist absetzen immer schwierig. Man kann einfach nicht drauf bauen, dass das Leben in geraden Bahnen verläuft. In meinem Umfeld habe ich wenige kennen gelernt, die es "geschafft" haben. In Anführungszeichen, weil die Erkrankung heimtückisch ist. Es können Jahre vergehen und Zack.
 
Hallo,

Ich hatte im September 2022 meine erste Psychose mit 28 Jahren. Damals war meine höchste Medikation 4,5mg Risperidon. Heute, 1,5 Jahre später nehme ich nur noch 1mg Risperidon täglich. Letztens hat mich eine Ärztin darauf angesprochen, ob ich schon einmal einen Absetzversuch unternommen habe.

Jetzt meine Frage an euch:
Hat jemand von euch seine Medikamente absetzen können und lebt seitdem ohne Rückfall bzw. mit aushaltbaren Symptomen, sodass er eine höhere Lebensqualität als mit Medikamenten hat?

LG
Ja, ich hatte 2004 meine letzte Psychose und habe nach einem Jahr Olanzapin, 10mg, die Medikamente dann langsam abgesetzt. Bin seitdem stabil und hatte keinen Rückfall. Stress vermeide ich weitestgehend, bin auf Frührente, EU Rente, und nehme gelegentlich für ein paar Tage die Medikamente, 5mg Olanzapin, wenn ich Stress habe und schlecht schlafen kann. Meine psychotischen Episoden haben nämlich immer mit Schlafstörungen angefangen. Ich lebe seitdem ohne Symptome und mit wesentlich mehr Lebensqualität als mit Medikamenten.
 
Ja, ich hatte 2004 meine letzte Psychose und habe nach einem Jahr Olanzapin, 10mg, die Medikamente dann langsam abgesetzt. Bin seitdem stabil und hatte keinen Rückfall. Stress vermeide ich weitestgehend, bin auf Frührente, EU Rente, und nehme gelegentlich für ein paar Tage die Medikamente, 5mg Olanzapin, wenn ich Stress habe und schlecht schlafen kann. Meine psychotischen Episoden haben nämlich immer mit Schlafstörungen angefangen. Ich lebe seitdem ohne Symptome und mit wesentlich mehr Lebensqualität als mit Medikamenten.
klingt voll gut☺️eigentlich so ähnlich wie @Maggi ...also du machst eigentlich quasi eher so eine Intervalltherapie und Olanzapin eignet sich gut als bedarf das haben nicht alle Medikamente so als Nebeneffekt,wobei dies dann aber in diesem kurzen Zeitraum keine antipsychotische Komponente hat .....
aber da bist du definitiv auch eher ein Glücksfall dass du das so gut hinbekommst..

@Klippschliefer ,hatte es ja auch endlich nach sehr vielen versuchen wo er anfangs sehr viele Schwierigkeiten und Anläufe brauchte geschafft seine Medikamente abzusetzen also sein Olanzapin und er macht das auch so dass er nur bei Bedarf mal für paar Tage was nimmt ansonsten auch ohne medis ist...

wie du ja weißt, bin ich auch medikamentenfrei.
in fünf Wochen habe ich 1 Jahr geschafft und ich habe seitdem nicht einmal eine genommen auch keine normale Bedarfstablette ...

ich hatte bisher immer selbst mein Stressmanagement und Entspannungsoase mir eingerichtet wenn ich gemerkt habe ist wird gerade etwas viel das konnte ich Gott sei Dank immer sehr gut steuern und auch mental bin ich ja deutlich stärker -da funktioniert das alles sehr gut! :)

es ist halt eben wichtig immer eine Balance zu finden,das kann natürlich auch sehr von Bedeutung sein um eventuelle Rückfälle zu vermeiden!

ich wünsche dir einen schönen Start in den Tag?

Lg marcii
 
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